22.05.2013 09:20 Merkliste 0

Kinder abgeschoben: "Gehen gerecht vor"

07.10.2010 | 18:27 |  von REGINA PÖLL (Die Presse)

Innenministerin Fekter über die umstrittene Abschiebung der kosovarischen Zwillinge und die Wehrpflicht-Debatte: Für sie ist beides ein Wahlkampfphänomen. Von einem verpflichtenden Bürgerdienst hält sie nichts.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die Presse: Am Donnerstag sind achtjährige Zwillinge mit ihrem Vater von Wien in den Kosovo abgeschoben worden – nachdem sie von der Fremdenpolizei in Schubhaft genommen worden waren. War das richtig?

Maria Fekter: Wir gehen hier korrekt vor und haben noch mehrere tausend solcher Fälle in Österreich. Für alle gilt: Die Behörden prüfen den humanitären Aufenthalt. Haben sie negativ entschieden, dann kann man nicht in Österreich bleiben. Wer das Land nicht freiwillig verlässt, wird informiert, dass eine Abschiebung bevorsteht. Und die wird dann auch durchgeführt. Wobei wir familiengerecht vorgehen, mit kindergerechten Räumen im Aufhaltezentrum. Und wir binden Ärzte und die Jugendwohlfahrt ein.

Es hat aber Kritik von Beratern der Familie gegeben, dass das Recht auf Achtung des Familienlebens gestört sei, weil die Kinder doch bei der Mutter sein sollten. Können Sie das nachvollziehen?

Nein, denn die Mutter ist im Krankenhaus. Das würde ja heißen, ich müsste die Kinder ins Krankenhaus geben. Das wäre doch Unsinn, daher sind die Kinder bei ihrem Vater.

Es gab auch Kritik an der Art des Einsatzes: ein Dutzend bewaffneter Beamter, die die Mädchen um 6.50 Uhr abholten und in Schubhaft brachten. War das notwendig?

Die Vorgangsweise war rechtsstaatlich und angemessen. Die fremdenpolizeiliche Arbeit ist eine sehr schwierige Arbeit, die auch belastet. Ist von einer Familie Widerstand bei der Abschiebung zu erwarten, muss entsprechend vorgegangen werden. Das ergibt sich aus früheren Vorkommnissen mit den Betroffenen, zum Beispiel in den Einrichtungen, in denen sie untergekommen sind. Natürlich wäre die freiwillige Ausreise humaner und wünschenswert gewesen. Aber dieser Aufforderung ist die Familie nicht nachgekommen. Es wäre für sie auch vernünftiger, den legalen Weg zu suchen, um aus dem Kosovo wieder nach Österreich einzureisen.

Sehen Sie da einen zweiten Fall Arigona?

Nein, den sehe ich nicht. Obwohl einiges vergleichbar ist. Inzwischen sollte allen bekannt sein, dass man hier mit medialem Druck nichts erreicht. Da ist Aufmerksamkeit für den Wiener Wahlkampf erzeugt worden. Da nehmen die Berater Familien für eine Inszenierung in Geiselhaft. So etwas lehne ich ab.

Lehnen Sie auch die Volksbefragung über die Abschaffung der Wehrpflicht ab, die Bürgermeister Häupl zuletzt gefordert hat?

Hier wurde aus der Hüfte geschossen. Das ist ein unsachlicher, unseriöser Weg. Ein Wahlkampf-Gag, der auch entlarvt wurde. Wir wollen ernsthaft über die Reform reden und erwarten die Vorschläge des Verteidigungsministers. Dann wird man weitersehen, wie die Zukunft für das Heer insgesamt aussieht.

Sollte man die Wehrpflicht infrage stellen? Die ÖVP hat mit einem Berufsheer ja immer wieder sympathisiert – bis zuletzt sogar mehr als die SPÖ.

Es ist Wahlkampf, und es wäre unseriös, jeden Satz (Häupls, Anm.) zum Anlass zu nehmen, um eine Reform oder Abschaffung des Heeres zu diskutieren. Wir wollen das zu gegebener Zeit tun, aber abseits des Wahlkampfs.

Wäre eine Volksbefragung falsch?

Die ÖVP hat bereits Fragen an Minister Darabos gestellt. Die wollen wir zuerst beantwortet haben. Darunter etwa: Wie geht es mit dem Zivildienst weiter? Das muss natürlich eine wichtige Überlegung sein, sollte die Wehrpflicht tatsächlich abgeschafft werden. Derzeit liegen vom Herrn Minister aber noch keine Fakten auf dem Tisch.

Was sagen Sie zu einem verpflichtenden Bürgerdienst oder einem verpflichtenden „Sozialen Jahr“, sollten Wehrpflicht und Zivildienst fallen?

Das ist absolut verfassungs- und menschenrechtswidrig. Experten, die anderes behaupten, irren. Zwangsarbeit gibt es nicht. Da müsste man sich andere Wege einfallen lassen.

Auf einen Blick

Innenministerin Maria Fekter verteidigt die Abschiebung achtjähriger Zwillinge in den Kosovo: Seit 2004 war die Familie illegal in Österreich, am Donnerstag wurden Vater und Kinder ausgewiesen. [Reuters]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.10.2010)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

928 Kommentare

Re: Re: Re: Und wieviel Kostenersparnis werden wir Steuerzahler nun spüren?

Das Kostenargument ist also hinsichtlich der Asylverfahren vom Tisch? Sehr gut.

Dann jetzt zum Argument des selbst verantworteten Asylbescheidverfahrens:
Es gibt inzwischen in Österreich einen ANSPRUCH auf humanitäres Bleiberecht, wenn das Verfahren vor den Behörden zu lange dauert.
Das greift aber dann nicht, wenn es (wie etwa im Fall Zogaj, eventuell auch im vorliegenden Fall, steht nirgendwo) vom ANTRAGSTELLER zu verantworten ist, dass das Verfahren so lange dauert oder das Verfahren garnicht lange gedauert hat, der Betroffene aber sich noch jahrelang gegen den rechtsgültigen bescheid mit gescheiterten Folgeverfahren gewehrt hat.

Gast: Franz von Assissii
08.10.2010 10:21
7 1

Soll man Recht durch Unrecht ersitzen können?

Im Zivilrecht ist das möglich.

Im Verwaltungsrecht gibt es kein Gewohnheitsrecht, keine Ersitzung.

Wie der einzelne Private braucht auch ein Staat sich von einem Fremden, den er nicht will sein Haus in Beschlag zu nehmen, auch wenn dieser hilfsbedürftig ist.

Jeder, auch jeder Staat muss selbst eintscheiden dürfen, ob und wen er hilft.

Für die Hilfsbedürftigen ist das sicher grausam.

Gast: Dragobert
08.10.2010 10:20
1 9

Blöde Aktion

Diese Familie ist katholisch, überintegriert, es sind hübsche Menschen, sprechen vorzüglich Deutsch. Der Arbeitgeberflügel der ÖVP fordert qualifizierten Zuzug, ÖVP/SPÖ Aparatschiks holt aber jedes Jahr tausende unqualifizerte Analphabeten welche nie Deutsch lernen werden ins Land. Einfach blöde.

3 15

Richtigstellung

Frau Fekter verdreht willentlich Tatsachen, wenn Sie hier von einer familiengerechten Lösung spricht.

Die Mutter der Kinder liegt suizidgefährdet mit Kriegstrauma in der Baumgartner Höhe und weiß laut Medienberichten nicht einmal, dass ihre Familie abgeschoben wurde.

Die Familie wird durch die Situation extrem belastet, die Gesundheit der Frau insbesondere.

Weiterhin ist es nie so gewesen, dass Kinder, wenn ein Elternteil im Krankenhaus ist, ebenfalls ins Krankenhaus eingewiesen werden müssten.

So zu tun, als wäre ihre das Mysterium der Krankenhausbesuchzeiten unbekannt ist schon dummdreist.

Das ein Besuch vom Kosovo aus ungleich schwieriger ist als von Wien nach Wien, dürfte ihr ebenfalls bekannt sein (wenn es ihr nicht bekannt ist, sollte man dringend Allgemeinwissen abprüfen, bevor jemand zur Ministerin benannt wird).

Ebenfalls nicht korrekt ist die Behauptung dass rechtstaatlich und angemessen vorgegangen worden wäre.

Videomaterial beweist, dass die Rechtsvertreterin von der Exekutive ignoriert, als solche gar nicht anerkannt wurde.

Der Fall wird aufgerollt werden, dann haben wir Klarheit, und wenn es in diesem sogenannten Rechtsstaat noch wirklich rechtens zugeht, haben wir dann auch keine Ministerin Fekter mehr.

Rechtsverdrehung von oberster Stelle, nichts Schlimmeres kann einem Rechtsstaat passieren.

Re: Richtigstellung als Witz des Tages


Zitat: "Die Mutter der Kinder liegt suizidgefährdet mit Kriegstrauma in der Baumgartner Höhe und weiß laut Medienberichten nicht einmal, dass ihre Familie abgeschoben wurde."

Jetzt dreht ihr aber tatsächlich durch, liebe As ylanten-Industrieellen. Zwei Tage vor der Abschiebung bekommt sie ein Kriegstrauma!?! Sonst fällt euch nichts mehr ein?

Ihr Vögel seid die wahren Ziehväter des berechtigten Hasses auf Sozi alschm arotzer.

Re: Re: Richtigstellung als Witz des Tages

Die Meisten Sozialschmarotzer sind bei Straches Klientel zu finden.
Dort sind die Verlierer zuhause, welche für ihre eigenen Unzulänglichkeiten alle und jeden verantwortlich machen. Nur sich selbst nicht.
Und sich ergötzen, wenn es andere erwischt. Sein Leben selbst in die Hand nehmen, und weniger nachbeten was einem vorgekaut wird. Aber das setzt Selbstständigkeit und Verantwortung für einen selbst voraus.

Re: Richtigstellung

Trotzdem, die Teilfamilie ist abgeschoben und hat vom Kosovo aus keine Chance mehr zurückzukommen. In Pristina können bekanntlich keine Niederlassungsanträge angenommen werden. Dazu muss die Familie nach Mazedonien fahren.
Sobald die Mutter transportfähig ist, wird sie auch abgeschoben werden, damit die "menschliche" Familienzusammenführung abgeschlossen ist.
Ihr letzter Satz ist vollkommen richtig.

Re: Richtigstellung

Muss die Polizei in so einer Situation eine Rechtsvertreterin anhören? Immerhin werden die Entscheidungen im Normalfall nicht von der Polizei vor Ort getroffen (will das jemand?) sondern von den zuständigen Gerichten oder Verwaltungsbehörden in einem entsprechend geregelten Verfahren.

Wenn es so wäre, dass auf Grund der Gesetze die Rechtsvertreterin auf Grund ihrer Stellung und der vorgebrachten Dokumente oder Argumente die Aktion hätte stoppen lassen dürfen, dann ist es tatsächlich ein Skandal, dass sie ignoriert wurde. Kennen Sie eine solche Bestimmung?

Auch die übrigen Argumente fallen in die gleiche Kategorie. Schön ist die Lage für die Familie natürlich nicht, aber das heißt noch lange nicht, dass sie illegal wären.

Aufrollen und prüfen kann man natürlich alles, und wenn etwas falsch gelaufen ist soll es auch Konsequenzen geben.

Aber wenn man weder Indizien für ein rechtswidriges Vorgehen hat, noch Vorschläge für eine Reform der Rechtslage, dann wird man in einer Diskussion nicht weit kommen. Dass einem das Ergebnis im Einzelfall nicht gefällt ist dafür jedenfalls zu wenig. Reicht aber natürlich für Demonstrationen und den Wahlkampf.

1 3

Re: Re: Richtigstellung

Sie können sich auf wientv punkt org gerne anschauen, wie vorgagenagen wurde und sich selbst ein Bild machen.

Gast: Das ist typisch für die Polizei
08.10.2010 10:13
2 18

Überfallskommando als Einschüchterung

Angeblich besonders geschulte Wega-Polizisten holen die Leute für die Abschiebung.

Besonders geschult ? Sicher, nur nicht für Abschiebungen.

Das verschweigt die Polizeisprecherin mit männlicher Frisur.

Re: Überfallskommando als Einschüchterung

Wega =/= Cobra

Bier =/= Schnaps

14 1

"Männliche Frisur"??

Wes Geistes Kind Sie sind zeigt sich an dieser sexistischen Bemerkung. Wenn Argumente fehlen greift man zur Verunglimpfung und Unterstellungen, je tiefer desto besser.

Re:

Frisur hin oder her...aber müssen Beamte mit STURMGEWEHREN Kinder schrecken?
Sind wir wirklich schon so weit?
Und das alles im Namen des Gesetzes?
Es ist schon klar, dass viele Asylwerber Situationen bis zum äußersten ausnutzen...aber man muß auch differenzieren können. Und wo bleibt die Verhältnismäßigkeit?

Antworten Antworten Antworten Gast: Vorsicht Türen schließen automatisch
08.10.2010 13:19
3 0

Re: Re:

Woher glauben sie zu wissen daß die Beamten mit Sturmgewehren bewaffnet waren?!
Als nächstet waren gar noch Kampfpanzer an dieser Aktion beteiligt.

Auch wenn es ihnen schwer fällt, aber bleiben sie doch bei der Wahrheit!

Gast: Martin Klein
08.10.2010 10:12
3 9

Na toll,..

...gegen schulpflichtige Kinder gehen wir mit der Cobra vor. Die Argumentation der Frau Bundesministerin für Inneres Dr. Fekter (vulgo Schotter-Mitzi) erinnert mich frappant an den ehemaligen NS-Marineoberstabsrichter Hans Filbinger ("Was damals rechtens war, kann heute nicht Unrecht sein").
In Wirkichkeit wäre es höchst an der Zeit, menschenrechtskonforme und gesamteuropäische Lösungsanätze des Problems der Migration zu erarbeiten und zu implementieren.
Und im Übrigen: Ließe man die Asylwerber legal arbeiten, triebe man sie nicht ins Verbrechen. SERIÖSE Zahlen, dass sie eine untragbare Belastung des Arbeitsmarktes wären, gibt es nämlich nicht.

Gast: gast
08.10.2010 10:10
1 12

eine schande!

selbst nicht mal das budget zeit- & vor allem verfassungsgerecht vorbereiten können, wählerstimmen fälschen, aber hauptsache kinder verwenden, um den rechten fundis zur wien wahl noch ein bisserl in den popsch kriechen zu können.

und diese scheinheilige argumentation von wegen recht muss recht bleiben. und? wo ist das budget? die rechten drehen sich wie das fähnlein im wind.

in österreich kommt man aus dem fremdschämen nicht mehr raus.

Gast: Markus Trullus
08.10.2010 10:05
9 0

Mehrheiten

An all die postenden Gutmenschen hier im Forum: Wenn euch das alles nicht passt, gibts eine einfache Lösung: sorgt über Wahlen für eine massive Mehrheit einer Partei, die diese Gesetze ändert...
Ansonsten: Die derzeitige Mehrheit steht wo anders.
Und wem das auch nicht passt, selbst die EU ist groß, und dank ihr habt ihr überall Niederlassungs- und Arbeitsrecht. Schon geschnallt?

Genau

Richtig so! Recht mus recht bleiben.
Zumindest bei den Anderen.
Innerhalb der Regierung nimmt man es nicht so genau: Wahlfälschung im Burgenland. Verspätete Vorlegung des Budgets (obwohl in der Verfassung festgeschrieben !) ... usw.

Das ist doch alles krank !

Re: Genau

Richtig. Wer dem Grundsatz "Recht muss Recht bleiben" folgt muss das konsequent tun, und die Regierung für ihre diversen Rechtsbrüche anprangern und vor allem diese unsäglichen, heuchlerischen Praktiken bei der nächsten Wahl berücksichtigen.

Wer bei den Asylwerbern auf die Einhaltung der Gesetze besteht, bei der Regierung aber nicht, der ist ein Heuchler. Gleiches gilt aber auch umgekehrt. Wer die Regierung für ihre Rechtsbrüche schimpft und gleichzeitig behauptet man dürfte illegale Einwanderer nicht gesetzeskonform behandeln verliert halt auch schnell an Glaubwürdigkeit.

Dementsprechend die Frage: Was hat der Wahlbetrug im Burgenland oder die Budgetvorlage mit dem hier thematisierten Fall zu tun?

Was hat der Wahlbetrug im Burgenland oder die Budgetvorlage mit dem hier thematisierten Fall zu tun

Es geht um die unterschiedliche Anwendung von Recht und Gesetz in diesem Land.

Auf der einen Seite müssen alle Gesetze (in der Asylpolitik) eingehalten werden, auf der anderen Seite nimmt man es nicht so genau.

DAS haben die beiden Themen miteinander gemein.

Antworten Gast: Harald M.
08.10.2010 10:01
4 0

Re: Genau

@austria-traveller: Seit wann sind burgenländische Bürgermeister Teil der Regierung? Er spricht.... wie der Blinde vom Licht.

Re: Re: Genau

Den Begriff "Landesregierung" kennen Sie aber schon, oder ?

Gast: freund der blasmusik
08.10.2010 09:44
0 5

willkürlich

"Die Behörden prüfen den humanitären Aufenthalt. Haben sie negativ entschieden, dann kann man nicht in Österreich bleiben."

wie bitte schön wir da geprüft von der "Behörde"? Sind alles weisungsgebundene Beamte.
Jedenfalls hoffe ich, niemals irgendwelchen Behörden als Schwächere ausgeliefert zu sein.
Und all den großkotzigen Postern wünsche ich aus tiefster Seele, dass sie einmal auch so richtig auf die Hilfe anderer angewiesen sind, und ordentlich abblitzen.

Gast: Hans huber
08.10.2010 09:41
0 5

es uns zu gut

schlecht kann einem werden. österreich versteckt sich hinter unmenschlichen gesetzen und argumentiert wie nach der nazi zeit: wir befolgen nur die gesetze! welch schreckliche kindheit muss ein "karl kater" erlitten haben, um jetzt so verbittert zu posten.

Gast: EMO
08.10.2010 09:31
0 6

Abschiebung von Kindern

Wann wird diese Regierung endlich abgelöst.
Es ist eine Schande was sich hier in Österreich bzgl. Asylanten abspielt.
Sie wollen nur die Elite, die wird aber in dieses Land sicher nicht kommen, wenn wir nicht einmal die Jugend schätzen.
Wer soll denn in Zukunft die fetten Einkommen unserer Regierungsmitglieder bezahlen?????

Gast: sid
08.10.2010 09:29
13 1

asylerschwindler

diese schlagzeilen sind tendenzioes.
richtig waere :
asylerschwindler samt familie nach hause geschickt.

Leider

zeigt die Presse ein Foto im Stürmerstil.

Antworten Gast: Fred vom Jupiter
08.10.2010 10:16
0 2

Re: Leider

Schöner ist sie halt nicht, die Mitzi.

Zusammenfassung

Es zeigt sich nun immer besser, dass die deutlich verschärfte Asylpol*tik in erster Linie eine hoch entwickelte Asylin*ustrie schwer getroffen hat.

Viele N*Os kämpfen ums wirtschaftliche Überleben, überzeugte Gutme*schen verlieren dafür in der Öffentlichkeit ihre Nerven (wie der trollige Bauunternehmer gestern im ORF) und das Hauptthema schien nur zu sein, ob die Verwendung von Taschenlampen durch die Polizei - "damit wurde den Kindern ins Gesicht geleuchtet"- den Mensch*nrechten entspricht.

Tausende Jobs in der Asylin*ustrie sind in Gefahr - begreift denn das niemand?

Re: Zusammenfassung

Sie tun mir leid. Zynismus und Paranoia in einer Person vereint. Wie anstrengend es sein muss, tagein tagaus Verschwörungsszenarien zu konstruieren und sich dann auch noch damit in Online-Foren zu setzen und die zusammengebastelten Weltuntergangsszenarien gleich mehrmals zu posten. Mein herzliches Beileid.

Antworten Gast: Kodiac
08.10.2010 09:31
0 4

Re: Zusammenfassung

Begreift das denn niemand, dass die Österreicher, deren Ansprüche groß, aber deren Leistungsbereitschaft gerin ist, mindestens genau so ein Problem für das Land darstellen...Komischerweise sind das auch meistens die, die am Lautsten "Law & Order" gerade im Hinblick auf Ausländer schreien, statt den eigenen A....... einmal von der Couch zu heben.

Klar begreifen wir das.

Aber wir haben kein Interesse an der Vermehrung einer leistungsunwilligen Unterschicht, die ohne Sozialnetz nicht existieren könnte.

Antworten Antworten Antworten Gast: Kodiac
08.10.2010 13:08
0 0

Re: Klar begreifen wir das.

Was in diesem Fall nicht zutrifft, erfolgreiche Schüler etc....

Zwillinge in Schubhaft: Zweijährige wurden abgeschoben


Auch dieses Verfahren wurde über Jahre verschlepp - vielen Dank, liebe N*Os: Die einzig wünschwenswerte Schlagzeile sollte lauten:

"Zwillinge in Schubhaft: Zweijährige wurden binnen einer Woche abgeschoben"

Zusammenfassung

Es zeigt sich nun immer besser, dass die deutlich verschärfte Asylpol*tik in erster Linie eine hoch entwickelte Asylin*ustrie schwer getroffen hat.

Viele NGOs kämpfen ums wirtschaftliche Überleben, überzeugte Gutme*schen verlieren dafür in der Öffentlichkeit ihre Nerven (wie der trollige Bauunternehmer gestern im ORF) und das Hauptthema schien nur zu sein, ob die Verwendung von Taschenlampen durch die Polizei - "damit wurde den Kindern ins Gesicht geleuchtet"- den Mensch*nrechten entspricht.

Tausende Jobs in der Asylin*ustrie sind in Gefahr - begreift denn das niemand?

Antworten Gast: Kodiac
08.10.2010 13:11
0 1

Re: Zusammenfassung

Leider Schwachsinn, die Asylgesetze werden vom Bund erlassen, Schwarzblauorange hat uns damit einen Bärendienst erwiesen und die Basis dafür gelegt, dass die FPÖ mit ihrer Hetze weiter Ängste schüren und Stimme lukrieren kann. Ist schon kurios, dass genau die Partei die für die größte Zuwanderung mitverantwortlich ist wenige Jahre später mit ihrem Fehler auf Stimmenfang geht...

Re: Re: Zusammenfassung

Unglaublicher Schwachsinn! Die Asylgesetze wurden unter Schwarz - Blau MIT DER UNTERSCHRIFT eines eines uns allen gut bekannten damaligen Oppositionspolitikers und späteren Bundeskanzlers und heutigden Vorzeigekapitalisten- Alfred Gusenbauer - beschlossen.
Mir ist schon klar, dass die Wahrheit weh tut, aber deswegen sollten sie doch zur Kenntnis nehmen, dass die Zeiten der Geschichtsfälschung ala Ceauschescu oder Honecker mit dem Fall des eisernen Vorhanges ebenfalls zu Ende gegangen sind.

@ "Judas"

Judas:
"denken sie tatsächlich, dass das österreichische asylrecht (jahr für jahr von amnesty international aufs gröbste gerügt) ein gutes sein könnte? sie befürworten die verhaftung von kindern?"
+ Die Rückführung einer Familie in die Heimat nach Beweis des Asylbetruges ist keine Verhaftung zum Zwecke des Freiheitsentzuges sondern die Beendigung eines unrechtmäßigen Aufenthaltes.
+++
"ihre "bewahrende gesinnung" können sie sich in den A.... schieben, denn sich verändernde soziologische fakten erfordern flexibilität - seitens der jurikatur und der ihr vorangehenden politik."
+ Von deinem Mangel an gutem Benehmen und einer guten Kinderstube musst du mich nicht erst überzeugen, Judas. Auch das Herumwerfen mit postmoderen Schwätzerbegriffen macht dich nicht glaubhafter.
+++
"ich setze menschen (?) wie ihnen das entgegen, was die logik befiehlt - widerstand!"
+ Wenig überrschend führst du den missbräuchlichen Idiotenbegriff "Widerstand" an, in den sich der Rote Mob schon beim Donnerstagsmaschieren gehüllt hat.
+++
"ps: wenn sie mich kritisieren möchten, so empfehle ich ihnen ca 10 jahre studium... und nennen sie sich bitte nicht logos...".
+ Weißt du Judas, ein Bürgerlicher wie ich studiert 4 bis 5 Jahre, das ist übrigens die durchschnittliche Studiendauer in Cambridge oder Oxford. Nur linke Tölpel mit schlechtem oder keinem Maturazeugnis schreiben sich in Studien des Scheinwissens wie Soziologie und Politikwissenschaften ein, um dort dann 10 Jahre zu vermurksen.

Zusammenfassung

Es zeigt sich nun immer besser, dass die deutlich verschärfte Asylpolitik in erster Linie eine hoch entwickelte Asylindustrie schwer getroffen hat.

Viele NGOs kämpfen ums wirtschaftliche Überleben, überzeugte Gutmenschen verlieren dafür in der Öffentlichkeit ihre Nerven (wie der trollige Bauunternehmer gestern im ORF) und das Hauptthema schien nur zu sein, ob die Verwendung von Taschenlampen durch die Polizei - "damit wurde den Kindern ins Gesicht geleuchtet"- den Menschenrechten entspricht.

Tausende Jobs in der Asylindustrie sind in Gefahr - begreift denn das niemand?


Gast: Konsens
08.10.2010 09:13
2 5

Gesetze

Klar haben sich alle an die bestehenden Gesetze zu halten.
Nur: es handelt sich in diesem Fall um kein Naturgesetz! Ebenso sind Staatsgrenzen nicht natürlich, sondern von Menschenhand gezogen.
Unsere (Rechts-)Gesetze sind willkürlich und sich immer darauf berufen, dass dies gut so sei, ist gefährlich. Ich erinnere dabei an die Nürnberger Rassegesetze, die auch in unserem Land gegolten haben.
Und wenn unsere Gesetze so gut sind, wieso übernehmen sie dann nicht alle Staaten dieser Welt? Umgekehrt: wieso übernehmen wir nicht die Gesetze anderer Staaten? Es wird schon seine Gründe haben. Wenn jetzt einige so viel Wert auf die Gesetze legen, wieso hat man dann Angst vor der Einführung der Scharia; auch diese sind Gesetz.
Gut, man kann nun argumentieren, dass es "gute" und "schlechte" Gesetze gibt, aber wer entscheidet das? Gesetz heisst: es gilt.
Aber es ist immer zu bedenken, dass es reine Willkür ist und nicht unbedingt einer Logik und ganz selten der Natur folgt.
Zudem sind Gesetze sehr oft eine Sache der Auslegung; die Rechtsanwälte hätten keine Arbeit mehr, wenn dem nicht so wäre. Sich alleine auf eine Wahrheit berufen, ist auch keine Lösung, denn es gibt viele Wahrheiten (gäbe es nur eine, DIE Wahrheit schlechthin, dann hätte die Welt z.B. kein Palästinenserproblem).
Also sich hinzustellen und zu sagen "wir haben nach dem Gesetz gehandelt", ist schlichtweg Quatsch; denn das entsprechende Gesetz ist wider die Natur des Menschen.

Re: Gesetze

soso, naturgesetze also.. was schwebt ihnen da so vor? recht des stärkeren, natürliche auslese etc?

in ihrer verqueren argumentation bemerken sie nicht mal ihre eigenen sozialdarwinistischen anleihen...

Antworten Gast: ceterum censeo
08.10.2010 10:19
4 1

Re: Gesetze

Nach dem, wsas du hier so verzapfst, solltest du dich besser Nonsens nennen:
1) Grenzen sind keine Bausteinburgen, die man beliebig umwerfen und neu aufbauen kann. Was das für Folgen hat, haben ja die Ereignisse im zerfallenden Jugoslawien deutlich gezeigt.
2) Genau so infantil (zum perfid sein ist es zu blöd) ist es, Gesetze, die in einem demokratischen System auf einer soliden staatsrechtlichen Basis entstanden sind, mit Gesetzen aus auf Willkür und Gewaltherrschaft fußenden
Staatsgebilden zu vergleichen, wie den Nürnberger Rassegesetzen oder der Scharia.
Bevor du dich also darüber äußerst, was Recht und Willkür sind, solltest du dich einghender mit der von dir zwar ewähnten aber offensichtlich nicht ganz vertrauten Logik näher beschäftigen.

Antworten Antworten Gast: Konsens
08.10.2010 14:16
0 0

Re: Re: Gesetze

Freut mich, dass wir per Du sind. Ich kenne Sie zwar nicht, aber ... naja. Muss wohl mit Respekt oder Bildung zu tun haben, was bei Ihnen offenbar nicht vorhanden ist.

ad 1) Sie stimmen - ungewollt - meiner Meinung zu. Betrachten Sie Österreich im Jahr 1918 nach Ende des 1.WK und dann erklären Sie mir, was nicht willkürlich an Grenzen gezogen wurde.
Sie können gerne aber auch andere Grenzziehungen nach einem Kriegsende als Beispiel anführen.
ad 2) Es geht nicht darum, auf Grund welchen Gesellschaftssystems Gesetze erlassen werden, sondern um die Hörigkeit. Ich habe als einleitenden Satz geschrieben, dass man sich an bestehende Gesetze zu halten hat, bin also kein Anarchist. Die Frage, die sich stellt, ist, ob sich die die Gesellschaft auch der Auswirkungen bewusst ist.
"Ich habe nur einen Befehl ausgeführt" kann man auch von Kriegsveteranen hören; wer aber hat die Befehle gegeben? Irgendein Gott etwa?

Unsere Gesetze sind ein Regelwerk, das ich auch anerkenne. Aber das heisst nicht, dass dieses Regelwerk fehlerfrei ist. Mehr wollte ich dazu nicht sagen.


Antworten Antworten Antworten Gast: ceterum censeo
08.10.2010 15:07
0 0

Re: Re: Re: Gesetze

Vor Leuten, die sich Konsens nennen, aber nonsens verzapfen, wie jetzt schon wieder, habe ich keinen Respekt;-) Ich haben mit dem Ex-Jugoslawien-Beispiel aufgezeigt, welche Folgen die Nichtrespektierung von Grenzen hat - nämlich Krieg, und dieser führt dann wieder zur Ziehung neuer Grenzen. Du zäumst das Pferd also von hinten auf.
Auf den Unterschied zwischen Gesetzen, die von einer vom Staatsvolk frei gewählten Regierung unter Berücksichtigung der Rechtslage und der demokratischen Standards und daher mit Rückhalt der Mehrheit des Volkes entstanden sind und jenen, die von einem diktatorischen System bei völliger Rechtsunsicherheit für den Staatsbürger einfach erlassen werden, gehst du verständlicherweise nicht ein. Ich empfehle dir daher, die vielen Stunden Staatsbürgerkunde, die du offensichtlich versäumt hast, nachzuholen und erst dann wieder hier zu posten. Zu dem, was noch zu schreiben wäre, aber den Rahmen sprengen würde, hat sich ja Malleus Maleficarum deutlich genug geäußert.


Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Konsens
08.10.2010 16:35
0 0

Re: Re: Re: Re: Gesetze

Sie (ich bin noch immer nicht per Du mit Ihnen) schreiben hier von "Rückhalt der Mehrheit des Volkes".
Selten so gelacht.
Wurden Sie schon einmal um Ihre Zustimmung zu einem neuen Gesetz befragt?
Ich bin mir sicher, dass Sie nicht alle unsere Gesetze im Wortlaut kennen, geschweige denn befolgen.
Was ich in Staatsbürgerkunde versäumt haben soll, überlassen Sie besser mir; mir reicht, wenn jemand wie Sie mir diesbezüglich Vorwürfe erteilt.
Und Ihren erwähnten Nicht-Respekt können Sie sich wohin auch immer schmieren; es interessiert mich nicht.
Haben Sie weiterhin Respekt vor jeder Behörde; buckeln Sie brav; immerhin sind Sie ein gelernter Österreicher; und wenn's um die Obrigkeit geht, dann gibt's kein Nachdenken mehr, gell?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: ceterum censeo
08.10.2010 18:27
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Gesetze

Und wieder mit keinem Wort auf meiene Argumente eingegangen, den Begriff "Rückhalt des Volkes " als Bestandteil der repräsentativen (hoffentlich verstehst das Fremdwort) Demokratie nicht kapiert, dafür nur pubertäres Wischi-Waschi-Gelaber. Jetzt geh`und mache brav deine Hausaufgaben, vergiss daqbei nicht auf Staasbürgerkunde. Tschühüss!!!

Gast: gast
08.10.2010 09:07
3 1

Liebes Christkind...

... diese Weihnachten wünsche ich mit für nur EINEN Tag eine objektive sachliche Berichterstattung in allen Medien.


Re: Liebes Christkind...

Wünschen Sie sich lieber weiterhin den EU Jackpot - auf den darf man zumindest noch hoffen.

Antworten Antworten Gast: gast
08.10.2010 10:18
1 0

Re: Re: Liebes Christkind...

das steht auch auf der Liste, Gleich nach Frieden zwischen Israel und Palästina...

Gast: 123Max
08.10.2010 09:06
2 2

dieses Bild...

...sagt mehr als tausend liebe Worte...

Langes Verfahren

Die Aktion ist vermutlich rechtlich in Ordnung, NUR warum hat es so viele Jahre gebraucht....

Unrecht ist, dass so lange nicht entschieden wurde und nun mit voller Gewalt gehandelt wird.