Güngör: „Keiner fragt, wie in diesem Land über Türken geredet wird“

12.11.2010 | 19:30 |  Christian Ultsch (DiePresse.com)

Der Migrationsforscher Kenan Güngör wünscht sich weniger Wehleidigkeit, sondern einen allgemeinen Ruck, um Zuwanderer in Österreich besser zu integrieren. Die Minderheit brauche endlich das Gefühl, willkommen zu sein.

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Die Presse: Der türkische Botschafter hat im „Presse“-Interview Österreichs Regierung scharf kritisiert. War sein Beitrag kontraproduktiv, oder bringt er die Debatte weiter?

Kenan Güngör: Ich bin mir nicht sicher, ob wir in Österreich die nötige Debatten-Kultur beim Thema Integration haben. Die letzten fünfzehn Jahre zeigen etwas anderes.


Und zwar?

Es gibt in Österreich eine unheimlich starke symbolpolitische Zuspitzung, eine fast schon neurotische Fixierung auf das Thema. Uns würde guttun, etwas beruhigter über Integration zu sprechen.


Warum die große Aufregung?

Das Immigrantenfeld wird hierzulande emotional bewirtschaftet. Medien und die Politik nutzen das entsprechend. Vom Bundeskanzler abwärts haben sich alle über den Bruch der Respektsregeln durch den Botschafter echauffiert, aber keiner fragt, wie eigentlich über Türken in diesem Land geredet wird. Was Botschafter Tezcan in Fußnoten kritisch über Österreich gesagt hat, muss man mit zehn multiplizieren, dann ergibt sich, was sich tagtäglich über Migranten ergießt. Über den falschen Ton beklagen sich auch Politiker, die im Wahlkampf selbst richtig reintreten gegen Migranten. Nehmen Sie doch einmal Artikel, auch in Ihrer Zeitung, in denen über Türken geschrieben wird und ersetzen Sie das Wort Türken durch Österreicher. Dann bekommen Sie ein Gefühl für Kränkung.


Offenbar gibt es unter türkischen Migranten eine große Unzufriedenheit, die vor dem Botschafter niemand so richtig artikuliert hat?

Der Botschafter hat eigentlich eine andere Funktion hier. Es ist nicht sein, es ist unser Job, die Integration auf die Reihe zu kriegen. Wir haben leider noch das Phänomen der organisierten Unverantwortlichkeit. Wenn der türkische Botschafter eine Stimme für uns sein muss, dann ist auch bei uns etwas schräg gelaufen.


Wie drückt sich Unzufriedenheit unter den Türken aus?

Viele haben zwar ihren Lebensmittelpunkt hier, aber sie fühlen sich nicht beheimatet und zugehörig. Wir haben zunehmend Integration ohne Anerkennung. Man fasst Migranten ausschließlich als Problem auf, gibt ihnen gleichzeitig aber zu verstehen, dass man sie eigentlich nicht will. Stellen Sie sich vor, man würde mit Kindern oder mit Mitarbeitern dauernd über ihre Unfähigkeiten sprechen. Wir müssen nicht zartbesaitet miteinander umgehen. Aber durch die unfaire Form der Auseinandersetzung verschließen sich die Menschen.


Ist man in Österreich auf einem bestimmten Stand der Kommunikation mit Migranten stehen geblieben?

In den 1970er- und 1980er-Jahren herrschte immer noch die Vorstellung vor, die Gastarbeiter kehren zurück. Es gab auf beiden Seiten lange eine Rückkehrillusion. Das war die Zeit des Nebeneinanders und der Gleichgültigkeit. Ab 1985 tauchten Losungen wie „Ausländer raus“ auf. Dahinter stand die Idee, sie wieder loswerden zu können. Der Begriff Integration gewann erst an Bedeutung, als man realisierte, dass diese Leute im Land bleiben. Jetzt beginnt die Phase der Etablierung. Außenseiter stellen Ansprüche, verlangen eigene Gebetshäuser. Es läuft die Diskussion an, was man der Minderheit geben will. Und die Etablierten verteidigen ihre Vorrechte.s


Sehen Sie Fortschritte?

Der Konflikt gehört zum Etablierungsprozess. Deswegen glaube ich auch nicht, dass das Nichtsprechen die Antwort wäre. Die Frage ist, wie man darüber spricht. Ich hätte gerne eine Diskussion, in der sich alle auf die Hinterbeine stellen, auch die Migranten. Wir brauchen eine Anerkennungshaltung. Anerkennung heißt nicht schönreden. Anerkennung ist die Voraussetzung, kritikfähig zu sein.


Wie kommt man raus aus dem Integrations-Dilemma?

Wir brauchen einen grundlegenden Ruck auf allen Seiten, bei Zugewanderten wie auch Einheimischen. Wir müssen sagen: Halbzeit! Das können wir besser! Wenn wir so weitermachen, verlieren wir die zweite Halbzeit. Wenn wir gewinnen wollen, müssen wir besser werden. Wenn man konstruktiv an die Sache herangeht, kann man die Leute bei ihrem Stolz packen. Dazu brauchen wir eine breite zivilgesellschaftliche Initiative – auch in der türkischen Gemeinde. Die Frage lautet: Worauf können wir aufbauen, und was muss besser werden? Dann werden wir auch sehen, dass beide Seiten vergleichsweise auf einem hohen Niveau leiden. Denn wirklich desintegrierte Gesellschaften sehen anders aus.


Ist da viel Wehleidigkeit dabei?


Auf beiden Seiten. Diese Wehleidigkeit stört mich, denn sie macht selbstgerecht und blind für die Anliegen der anderen. Wehleidigkeit und Verharren in der Opferrolle helfen den Migranten nicht weiter.

Was läuft politisch falsch?

Die Politik ist dazu da, um in einer Gesellschaft etwas zu bewegen. Bei der Integration herrscht Beliebigkeit. Integration muss so etwas wie Staatsräson werden. Und diese Vision fehlt. Die Politik müsste Wegweiser einschlagen, um zu zeigen, wohin die Integration führen soll. Und sie muss auch die No-go-Zonen abstecken. Solange es diese Staatsräson nicht gibt, haben wir das Problem, dass wir in einem der wichtigsten gesellschaftspolitischen Handlungsfelder ohne Strategie im Blindflug unterwegs sind. Die Regierung müsste zu den Migranten sagen: „Liebe Leute, ihr seid herzlich willkommen, es ist unsere gemeinsame Zukunft, über die wir reden müssen. Wir sind bereit, in euch zu investieren, aber dafür erwarten wir auch was.“

Zur Person
Kenan Güngör wurde im Jahr 1969 als Kurde in der Türkei geboren, ist aber heute deutscher Staatsbürger. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Türkeistudien in Essen und führte zahlreiche Studien zum Thema Integration durch. Seit 2007 leitet Güngör als internationaler Experte für Integrations- und Diversitätsfragen die Organisation „difference“ in Wien.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 12. November 2010)

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64 Kommentare
 
12

Wie

Wie man in den Wald hineinruft, so tönt es zurück. Wenn ich als Sch....österreicher und Nazi bezeichnet werde, kann dieser gute Mann nicht von mir verlangen, dass ich mich mit solchen Leuten abgebe. Nicht wir sind ins Land gekommen und müssen uns interieren, sondern sein Landsleute. Es ist immer wieder dasselbe, man wirft uns Fremdenfeindlichkeit usw. vor und sofort finden sich Leute und Organisationen die auf diesen Zug aufspringen. Ich wünsche den Österreichern und vor allem unserer Regierung nur einen Bruchteil des türkischen Nationalstolzes.

An Anmaßung mangelt es nicht

Niemand hat ein Recht, willkommen zu sein. Wer willkommen sein will, muss sich eben entsprechend verhalten.

Bitte, nicht jammern, sondern das eigene Verhalten hinterfragen

Was wollte der Türke im St.Pöltener Kindergarten erreichen, als er während des Laternenfestes zu beten begann?
Wehe, das wäre einer der Kindergärtnerinnen eingefallen. Der Protest wäre enorm gewesen.
Wer provoziert, sollte zuerst vor seiner eigenen Tür kehren.

Gast: Truthhhh
14.11.2010 18:14
0

Das ist Rassismus

ihr sagt ihr habt mit lateinamerkiaschen leuten keine probleme aber mit uns türken wollt ihr nicht in eurem land ja ja ihr seit keinen rassisten sind ja nur die türken ihr europär werdet euch nie änder ihr habt denn rasissmus in euren Genen Europa wurde der Rassismus geboren die vergangenheit und die realität zeigt es ja wieder mal kümmert euch lieber um größer probleme warumm ganz europa auf einem Rechte politk zugeht

Ich verstehe

Warum plagst du dich dann hier? Das ist doch nicht notwendig.

Wer Ärger macht, ist nicht willkommen!

Wer willkommensein möchte, muss sich erst einmal bemühen, seine Umgebung nicht zu verärgern.

Zusatzproblem der türkischen Community: ein einziger pöbelnder Türke macht die Integrationsbemühungen von hundert anderen zunichte!

Gast: Gast
14.11.2010 10:01
1

Wie man in den Wald ruft...

so schallt es zurück. Wenn also so schlecht über Türken gesprochen wird, sollten genau diese sich die Frage stellen: Was habe ich gesagt/getan und wie (in welcher Sprache), statt mit Rundumschlägen zu reagieren.

Realität ist, dass Migranten aus anderen Ländern/Kulturen ein wesentlich besseres Bild von Österreich haben, umgekehrt die Österreicher mit ihnen gut auskommen.

Ein paar Beispiele gefällig?
*4 Jahre habe ich in einem Haus, in dem überwiegend Bosnier und Polen gelebt haben, gewohnt. -> 10 nette Kontakte aus denen sich Freundschaften ergeben haben, die gemeinschftlichen Räume waren stets sauber

*1,5 Jahre wohnte ich einem Haus, in dem überwiegend Türken gewohnt haben. -> 3 nette Kontakte (mein türkischer Nachbar, der mich gewarnt hat, dass ich mein Rad nicht im Steigenhaus abstellen solle, da es sicher gestohlen werde - er sollte Recht behalten), eine Polin und ein Kroate, die, wie ich, unter den restlichen Hausbewohnern litten. Verschmutzes Stiegenhaus, 2 Wochen nach dessen Renovierung bereits wieder Fußabdrücke an den Wänden, ein/abgeschlagener Putz, Müll wurde aus dem Fenster in den (somit nicht mehr nutzbaren Innenhof) geworfen, Pöbeleien, wenn ich einen Minirock getragen habe etc.

Also an wem liegt es denn wohl, wenn schlecht über diese Gemeinde gesprochen wird?


Es ist ein "Türkisches" Problem......

wenn ich in einem anderen Land meinen Lebensmittelpunkt errichten will so habe ich die PFLICHT mich den Gegebenheiten des Gastlandes unterzuordnen.
Wenn ich dazu nicht bereit oder imstande bin - bin ich ganz einfach kein willkommener GAST und werde auch so behandelt. Das heißt integrieren in sämtlichen (Sprache, Gesetze, Kultur usw.) oder wieder nach Hause.

Halt Herr Güngör!

...wie in diesem Land über Türken geredet wird."
wir leben in einer Demokratie in der Meinungsfreiheit herrscht. Außerdem ist die Erwähnung von Fakten geradezu notwendig:

fehlende Integrationsbereitschaft der türkischen Unterschicht,
4o % der Jugendlichen ohne Schulabschluß,
minimale Absolventenzahl in Gymnasien,
Weigerung deutsch zu lernen,
Inanspruchnahme des Sozialnetzes über Gebühr,
Kaffeehaus statt Arbeit, weil die Transfers zum Leben reichen,
Miniquote bei Frauenbeschäftigung,
mittelalterliche Haltungen zur Stellung der Frau,
usw.usw.
Meinen Sie, Herr Güngör, daß die Wahrheit verschwiegen werden soll, nur weil es den stolzen Türken nicht paßt? So kann es auch nicht sein, noch sind wir in Österreich bzw. Europa und keine türkische Provinz.

Gast: Maria Magdalena
13.11.2010 15:26
8

Kein Ausländerproblem! Aber Problem mit Türken...

Wenn ich mir so ansehe wie beliebt Lokale wie z.B das lateinamerikanische Floridita in Wien, das Manolos in Wien. Jedentag voll bis zum Bersten. Daran sieht man wie gerne die Wiener die lebensfrohen und feurigen Lateinamerikaner haben. Auch Südostastiaten sind in Österreich sehr beliebt und auch viel andere Leute wie etwa Noramerikaner, Austrialer, etc.etc.
Man kann nicht alles über einen Kamm scheren. Wie haben in Österreich kein Ausländerproblem und es gibt auch keine generelle Ausländerfeindlichkeit.
Es gibt allerdings ein Türkenproblem! Aber wen wunderts, wenn man sich deren frauenverachtende, mitterlalterliche und überhebliche Mentalität ansieht!

Warum Wohl Herr Güngör ???

Bemerkenswert ist, das von den vielen Ausländergruppen nur sehr wenige im Lande Österreich von der heimischen Bevölkerung angefeindet werden.

Das ist sicher nur Zufall, oder ..?
Sie als Integrationsexperte sollten das aber schon wissen, nicht .. ?


Gast: gast
13.11.2010 14:33
0

DANKE

Danke Herr Güngör. Ich stimme Ihnen 100% zu.
Und diverse Zeitungen sollten sich wirklich mal selbst anschaun, was sie jeden Tag für Lügen über Türken schreiben und dann sollte man sich über die Aussagen von Herrn Tezcan aufregen!
Wir stehen hinter ihnen Herr Tezcan!
Jeden Tag lesen wir 100 Artikel darüber wie schlecht, kriminell, bildungsunfähig und integrationsunwillig wir Türken sind... und einmal traut sich wer euch den Spiegel vorzuhalten und schon bricht eine Katastrophe aus..! Einfach lächerlich!

Antworten Gast: Gast
13.11.2010 15:59
4

Re: DANKE

"Jeden Tag lesen wir 100 Artikel darüber wie schlecht, kriminell, bildungsunfähig und integrationsunwillig wir Türken sind... "

Sorry, wenn die Wahrheit weh tut, aber IM DURSCHSCHNITT betrachtet ist das richtig und stimmt so! Da gibt es dutzende von Studien die belegen, dass dies eine Tatsache ist.

Es ist aber schon ein bisschen einfach die Schuld hiefür bei den "bösen" Österreichern zu suchen. Oder was denken Sie?

Und vor allem stellt sich die Frage warum Südostasiaten, Lateinamerikaner, Nordamerikaner in Österreich nicht abgeleht werden, sondern serh willkommen sind?

Anerkennung erarbeiten

Annerkennung und Respekt muss sich JEDER Mensch erarbeiten,Herr Güngör! Keiner bekommt sie geschenkt, auch die Muslime in Ö nicht!


Antworten Gast: ottawa
13.11.2010 22:06
0

Re: Ohne Worte

Du zitierst eine FPÖ-Aussendung und willst ernstgenommen werden!?

Gast: weibl. Gast
13.11.2010 13:31
0

Wir brauchen eine Anerkennungshaltung.

Seh ich auch so!
Und allen voran könnten die Medien diese Anerkennung geben: Zum einen den gut gelungenen Beispielen von Erfolg - was ja hin und wieder passiert, zum anderen aber auch durch Wertschätzung für all jene hier im Land, die vieles tun, um ZuwanderInnen beim Ankommen in der Gesellschaft unterstützen: von LehrerInnen über FreizeitbetreuerInnen über Krankenpflegepersonal über MitarbeiterInnen auf Ämtern bis hin zu den vielen NachbarInnen, die auf Amtswege begleiten, bei Hausaufgaben helfen, Nachbarskinder zu Ausflügen einladen etc...

Gast: Otto h
13.11.2010 13:22
0

Was meinen Sie?

Sind wir Österreicher ausländerfeindlicher als andere, zB Briten, Portugiesen, Deutsche?
Könnte doch sein, oder?

Re: Was meinen Sie?

Ich hab längere Zeit in Ägypten verbracht und mit Einheimischen gearbeitet.

In punkto Ausländerfeindlichkeit (respekitve, alle die nicht westlich oder arabisch sind) schlagen die jeden Neonazi.

PS: Oder Rootharige mit weißer Haut... ganz böse Menschen -.-

Gast: Gast
13.11.2010 12:48
6

Hauptprobleme

1. Die Türken und ander Is.lame sind zum Großteil Is.lamna.ts.is. Ca. 60 Prozent (lt. Studie) wollen den Schariafasc.hismus in Österreich.

Diese Menschen haben Probleme mit Demokratie, Gleichberechtigung der Frau, gew.altfreie Konfliktlösung, sie haben Angst vor anderen Religionen (andere Religionen bieten positive Antworten (der Is.lam nur Negatives) - deswegen wird der Abfall vom Is.lam auch mit dem T.od bestraft), sie fürchten sich vor einer se.xuellen Selbstbestimmung der Frau (der Is.lam braucht eine se.xuelle Revolution).

2. Die extreme Zunahme der Kosten durch is.lamische Masseneinwanderung in das Sozialsystem. Jährlich schiebt der österreichische Steuerzahler den Tü.rken einige Milliarden Euro an Sozialtransfers hinten hinein.

3. Keine Dankbarkeit, sondern nur Hass gegen die gastfreundlichen Österreicher und hohe Krim.inalitätsrate der Türken und von anderer Is.lamen als Antwort.

4. Zusätzlich sind die linken Parteien (und Medien) noch die nützlichen Idi.oten um große Teile Wiens (und anderer Städte) zu einem is.lamfa.schi.stischen Ka.lifat zu machen!

5. Die radikalen Is.lamfasc.histen der türkischen AKP (von Adolf Erdog.n) versuchen immer mehr auszuloten wie weit sie bereits mit unverschämten Forderungen und Beschimpfungen gehen können!

Antworten Gast: Freund-Nase
13.11.2010 18:50
0

Re: Hauptprobleme

Aus welchem Nasenloch ziehen sie solche Lügen ?

Die Türkei hat 1924 die Sharia abgeschaft und nichts dafür übrig. Die Mehrheit der Muslime in Österreich sind Türken.
Allein das zeigt, was sie für ein Lügner sind.


Antworten Gast: hansmost
13.11.2010 14:01
0

Re: Hauptprobleme

So, wie Sie Wörter mit Punkten durchsetzen, und auch wegen des Inhaltes frage ichmich: Sind Sie paranoid?

hetze

als in österreich geborener und aufgewachsener türke habe ich ob schulisch oder privat unzählige ausstellungen, mahnmale, KZ besucht..mir sehr viele geschichten angehört und gelesen

aber zum ersten mal in meinem leben verstehe und fühle ich so richtig was damals die juden erleiden mussten

wir sind wieder dort wo jede logik,rationelles denken beiseite gelegt wird

1,5 milliarden moslems als alle gleich betrachten und zu verurteilen wird als fortgeschritten empfunden, internet seiten die islamische symbole, objekte beleidigen als intellektuel

verrostete taktiken werden wieder herausgeholt angebliche ex muslime und slawen die ihre herkunft beschimpfen oder leugnen werden erschaffen

sehr toll macht so weiter aber denkt ein bissen nach ab und zu

was sagt das christentum über den satan ? und wer ist ihm wirklich näher mit seinen handlungen ?

Re: hetze

Als Türke empfehle ich ihnen mal die Beschäftigung mit dem Genozid an den Armeniern, den Menschenrechtsverletzungen an den Kurden und der Situation in Zypern.

Re: hetze

Lesen sie mal, was die "ihren"darüber schreiben

Güler Alkan, der Standard
http://dastandard.at/1288660372836/Wer-sind-Tezcans-Tuerken

Oder die Soziologin Necla Kelek
www.freiheit.org/files/62/Necla_Kelek_NECLA_KELEK.pdf

Komisch, muss man türkischen Migrationshintergrund besitzen um Türken kritisieren zu dürfen, OHNE als rechtsradikal und Rassist diffamiert zu werden?

PS: Den Holocaust mit der Problematik von heute zu vergleichen sollte unter Strafe gestellt werden. Wegen Verharmlosung der Verbrechen des Nationalsozialismus!

güngörs hoffnungen in allen ehren...

solange eine person wie fekter etwas zu melden hat ist eine objektivierte diskussion nicht möglich.

ich bin ja gespannt, ob österreich es hinkriegt endlich einen normalen umgang mit den beißreflex-auslösenden themen "migration", "integration" zu entwickeln.

schön wärs ja - allein ich bezweifle es stark.

 
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