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Die Regierung spart beim Sparpaket

27.11.2010 | 20:35 |  von THOMAS PRIOR (Die Presse)

Die Regierung bessert ihren Budgetentwurf von Loipersdorf nach: Familien, Studenten und Pendler steigen besser aus als geplant. Die Änderungen bei der Familienbeihilfe werden überhaupt erst ab Juli 2011 wirksam.

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Es war eine eilig einberufene Pressekonferenz, Samstagvormittag im Bundeskanzleramt. In der Nacht davor war noch bis ein Uhr verhandelt worden – dann aber war das Budget 2011 an den heiklen Ecken und Kanten „abgeschliffen“, wie die Regierungssprecher so schön zu sagen pflegen. Die Handwerker, Werner Faymann und Josef Pröll, wirken gleichermaßen erleichtert wie erschöpft, als sie vor die Medien treten. Der Forderung, alle Sparmaßnahmen rückgängig zu machen, habe man nicht nachkommen können, feixt der Kanzler. Aber, in Richtung der Kritiker: „Es zahlt sich aus, wenn man konstruktive Vorschläge macht.“

Proftiteure der Änderungen sind in erster Linie Familien, Studenten und Pendler; insgesamt wird es für rund 120.000 Menschen weniger schlimm, als die Regierung bei ihrer Budgetklausur in Loipersdorf vor einem Monat noch geplant hatte. Die Mehrkosten für den Bund in den nächsten vier Jahren belaufen sich auf 340 Millionen Euro. Die wichtigsten Maßnahmen:


•Die Familienbeihilfe für die Über-24-Jährigen wird doch noch nicht mit Jahresbeginn gestrichen, sondern erst mit 1. Juli 2011. Darüber hinaus wird es Ausnahmen geben: für Absolventen berufsbildender höherer Schulen; bei Studien mit langer Dauer (etwa Medizin und Veterinärmedizin); für Präsenzdiener; nach Schwangerschaften und bei Menschen mit Behinderung verlängert sich die Bezugsdauer um ein Jahr. Kummulativ sind diese Ausnahmen nicht: Die Verlängerung ist mit maximal einem Jahr gedeckelt.

Bezieher von Stipendien bekommen den Ausfall der Familienbeihilfe bis zum 26. Lebensjahr – und damit zwei Jahre länger – ersetzt. Außerdem wird die Zuverdienstgrenze zur Familienbeihilfe von 9000 auf 10.000 Euro pro Jahr angehoben.


•Der Alleinverdienerabsetzbetrag für Paare, die keine Kinder (mehr) betreuen, wird zwar grundsätzlich abgeschafft, aber nicht für Pensionisten mit einer Rente von bis zu 1150 Euro im Monat (Mindestpension für Paare).

•Der Mehrkindzuschlagfür Familien ab drei Kindern wird nicht ersatzlos gestrichen, sondern von 36 auf 20 Euro monatlich reduziert. Insgesamt kosten die Änderungen im Familienbereich rund 300 Millionen Euro (für die nächsten vier Jahre). Damit sind sie der mit Abstand größte Brocken.

• Als Ausgleich zur Erhöhung der Mineralölsteuer (4 Cent pro Liter Benzin, 5 Cent pro Liter Diesel) wird das Pendlerpauschale verdoppelt, das kleine wie das große. Die Kosten steigen damit von 15 auf 30 Millionen Euro. Davon profitieren rund 800.000 Pendler.

• Die Anhebung der Normverbrauchsabgabe beim Autokauf wird auf 1. März 2011 verschoben. Damit sollen jene verschont werden, die ihr bereits gekauftes Fahrzeug erst geliefert bekommen, sagt Pröll.

• Leichte Adaptierungen gibt es bei der Wertpapier-KeSt (Vermögenszuwachssteuer). Wertpapierkäufe werden, wie geplant, per Anfang des Jahres erfasst; Fondsgewinne allerdings erst ab 1. Juli, andere Wertpapiere überhaupt erst ab 1. Oktober 2011 besteuert.

• Die Amtstage bei Gericht werden doch nicht abgeschafft.

• Leichte Änderungen gibt es auch bei der Invaliditätspension: Die maximal möglichen Abschläge werden von 15 auf 13,8 Prozent gesenkt (und nicht auf 12,6 Prozent). Eine neue Sonderregelung gibt es für Schwerarbeiter. Sie werden künftig mit geringeren Abschlägen (elf Prozent) als normale Invaliditätspensionisten in Rente gehen können. Allerdings müssen sie dann mindestens 57 Jahre alt sein. Dieses „zweite Ermittlungsverfahren“ wird vorerst bis Ende 2015 befristet.

• Bei der Hacklerregelung bleibt grundsätzlich alles gleich – die Zugangsbestimmungen werden ab 2014 verschärft (das Antrittsalter wird dann schrittweise erhöht; der Nachkauf von Zeiten wird allerdings schon nächstes Jahr massiv teurer).

Uneinig sind sich SPÖ und ÖVP noch, wann die Hacklerregelung auslaufen soll. Anvisiert war das Jahr 2050, die ÖVP will diesen Zeitpunkt allerdings auf 2030 vorverlegen. Doch Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) möchte im Gesetzestext keine Befristung festschreiben. Nur so viel verkündete er am Samstag via Aussendung: Korridorpension und Langzeitversichertenregelung werden ab 2030 „de facto gleichgeschaltet sein“.

Derzeit ermöglicht die Hacklerregelung 55-jährigen Frauen mit 40 Versicherungsjahren und 60-jährigen Männern mit 45 Versicherungsjahren eine Frühpension ohne Abschläge.


Gemeinsames Essen

Gegenfinanziert werden sollen all diese Adaptierungen im Budget großteils durch Änderungen im Familienlastenausgleichsfonds, aus dem unter anderem die Pensionszeiten für Mütter bezahlt werden. Der Kostenersatz für die Pensionsversicherung wird demnach von 75 auf 72 Prozent gesenkt. Die Mütter hätten dabei aber nichts zu befürchten, versichert der Finanzminister. Der im Frühjahr beschlossene Finanzrahmen bis 2014 muss jedenfalls nicht aufgeschnürt werden. Das zu betonen, ist Pröll offenbar ein Anliegen. Er wird diese Worte am Dienstag bei seiner Budgetrede im Nationalrat vermutlich wiederholen.

Davor gönnt sich die Regierungsspitze noch eine Auszeit vom Budgetstress. Faymann und Pröll gehen nämlich essen, gemeinsam mit ihren Ehefrauen, um die Verstimmungen der letzten Wochen auszuräumen. Liebe geht durch den Magen. Oder so.

(c) APA "Abschleifungen" des Budgets im Überblick

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("Die Presse am Sonntag", Print-Ausgabe, 28. 11. 2010)

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234 Kommentare
 
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"Kürzungen bei Familienbeihilfe erst ab Juli 2011"...

Das ändert doch im Grunde genommen gar nichts!

Aber wer braucht schon Familienbeihilfe? Mit diesen Spartipps schafft Ihr es auch ohne! ;-)
->
http://www.youtube.com/watch?v=dFH6kFaGjug

Gast: Attilas Yalcin Tülü
01.12.2010 15:21
0 0

" LIEBES ÖSTERREICH "

HABEN MOZART-KUGELN BEINE?
WENN DIE ANTWORT "NEIN" IST,
DANN HAST DU GLÜCKSKÄFER GEGESSEN.

LIEBES ÖSTERREICH
HABEN KALAMATA- OLIVEN BEINE?
WENN DIE ANTWORT " NEIN" IST,
DANN HAST DU KAKERLAKEN GEGESSEN !

0 0

Studenten Profitieren usw

Und was ist mit den Pensionisten? Die werden immer und kedesmal zur Kasse befohlen.

Gast: Fred 88
28.11.2010 15:52
2 0

Gute Arbeit in den Parteizentralen!

Ein neuerliches Belastungspaket als "Sparpaket" zu verkaufen ist eine tolle Leistung. Nach Loipersdorf die medienwirksamen Gespräche mit Bundeskazler und "Witzekanzler" abzuhalten, bei denen es lediglich geringfügige Änderungen gab, aber Faymann und Pröll dadurch täglich in den Medien waren, war eine ganz tolle Arbeit. Strache, Glawischnigg und Buchner fehlten fast gänzlich.
Am Dienstag werden wir wiederum hören: "Es gibt keine Alternative" - zu SPÖ+ÖVP.

Versprochen und gebrochen

20.8.: Ich habe versprochen keine Steuererhöhungen und das halte ich auch (Josef Pröll)
30.7.: Sobald wir vom Urlaub zurück sind, werden wir mit Hochdruck jene Sparmaßnahmen beschließen, die nötig sind, um das Budget in Ordnung zu bringen; ohne Steuererhöhungen. (Josef Pröll)
1.9.: Ich bin nicht bereit neue Steuern einzuführen. Wir haben jetzt schon eine Steuererhöhung die sich gewaschen hat (Josef Pröll)
Wahltag ist Zahltag!

0 0

Re: Versprochen und gebrochen

Keinem Politik ist zu trauen. Daher brauchen wir wie die Schweiz eine direkte Demokratie

Re: Versprochen und gebrochen

selbst schuld, wenn sie jeden blödsinn glauben, den die sich geben.

Gast: Aus der Sicht der Österreicher
28.11.2010 14:59
1 0

Ein Sparpaket mit über 140.000 Mio. Euro an Ausgaben?

Schon 2009 hatte Österreichs Regierung gesamte Staatsausgaben von 143.000 Mio. Euro. Das sind Staatsausgaben von ca. 40.000.- Euro pro Haushalt und Jahr!´

Diese Budget der Regierung wird bei den Staatsausgaben keim echte Einsparungen bringen, eher noch eine Ausgabenerhöhung.

2009 waren von den Gesamtausgaben über 143.000 Mio. Euro auch 54.000 Mio. an monetären Leistungen enthalten. Von den 54.000 Mio. an monetären Leistungen entfielen über 10.000 Mio. an die Ruhegenießer und über 15.000 Mio. für die Förderungen an die Parteifreunde und Genossen. Für die Menschen aus der Realwirtschaft blieben also nur etwa 30.000 Mio. Euro übrig (Pensionen, Sozialhilfe, Arbeitslosenunterstützungen).

Es ist also so, dass dieser Staat über 100.000 Mio. Euro braucht, um seine Staatlichkeit, samt interner Umverteilung, auch aufrecht erhalten zu können. Für diese gut 100.000 Mio. Euro bekommt der Bürger dann die "exzellenten" Leistungen der Verwaltung, des Bildungssystems, des Militärs und des Gesundheitssystems zur Verfügung gestellt.

Ob dieser Aufwand über 100.000 Mio. Euro auch durch entsprechende Leistungen für die Gesellschaft gerechtfertigt ist, hat sich offensichtlich noch keiner Gedanken gemacht. Offensichtlich hat sich noch einer über die Menschenrechte Gedanken gemacht, weil eben der Zugang zu den staatlichen Leistungen sehr unterschiedlich gestaltet ist.

Es stinkt ordentlich im Staate Österreich. Diese Regierung hat aber keine Mittel zur Geruchsbeseitigung.

Antworten Gast: finding
28.11.2010 16:01
0 0

Keine Mittel zur Haufenbeseitigung, meinen Sie, nicht?


Antworten Gast: Fred88
28.11.2010 15:31
1 0

Re: Ein Sparpaket mit über 140.000 Mio. Euro an Ausgaben?

Bayern mit 12 Mio Einwohnern hat 9 Regierungsmitglieder und 181 Abgeordnete. Österreich mit 8 Mio leistet sich die größte Regierung aller Zeiten mit 20 Mitglieder. Über 770 aktive Politiker im Bund, Ländern und Bundesrat regieren Österreich...
Weit über 4.000 Politiker lassen sich jedes Monat ihre Pension ab 10.000 aufwärts vom Steuerzahler überweisen. (Lt. Statistik über 18,7 Jahre, danach die Witwe 8,2 Jahre)
Wie lange können wir uns diesen Luxus noch leisten?

Antworten Antworten Gast: Parteiloser
28.11.2010 17:47
0 0

Re: Re: Ein Sparpaket mit über 140.000 Mio. Euro an Ausgaben?

Die Österreichische Regierung kann sich diesen Luxus so lange leisten, solange noch Deppen gefunden werden, welche die Staatsanleihen zeichnen und natürlich, auch die Deppen gefunden werden, welche die Zwangsabgaben weiter brav, zur Umverteilung, abliefern.

Ich bin aber überzeugt, dass diese Vorgangsweise eine Suizid der Bereicherer sein wird, weil die Finanzierung nicht mehr lange aufrecht erhalten werden kann. So zwischen 2013 und 2015 ist wohl Schluss mit dem Ruhegenuss.

Die Korrekturen werden kommen, und die werden auch schnell kommen, wie wir bei Griechenland, Island und Irland lernen konnten.

Es ist die Evolution, welche noch immer die notwendigen Korrekturen gemacht hat, auch wenn die Evolution sehr langsam fortschreitet.

Gast: Es reicht endgültig
28.11.2010 14:39
3 0

NEUWAHEN JETZT!

Dick & Doof haben uns schon genug angelogen und gegen uns gearbeitet!
Dieses destruktive Theater gehört sofort beendet.

xerxes
28.11.2010 14:29
0 0

Der Protest muss auch weiter gehen...

Was hier als Sparpaket verkauft werden soll ist einzig und alleine ein Belastungspaket.

Die handelnden Personen - das Wort Volksvertreter möchte ich jedenfalls nicht verwenden - haben keine Visionen, keine Perspektiven, keine Sachkenntnis, daher auch berechtigterweise kein Ansehen und keine Autorität.

Es bleibt ein alpenländischen Marionettentheater - mehr nicht !

Gast: finding
28.11.2010 14:25
0 0

Das Land mit der zweithöchsten Parteienfinanzierung der Welt …

… macht ein „Sparpaket“. Wo spart es am meisten ein?

Die Ausgaben, die jeder Wahlberechtigte für Parteien zu leisten hat, sind nur in Japan höher als in Österreich. (Zur weltweiten Spitzengruppe „Parteienbeihilfe“ gehören noch Israel und Italien. Danach kommt lange nichts.) Die staatliche, die sozialisierte Finanzlast durch aufgeblähte Parteiapparate ist für jeden Bürger in Österreich dreimal so hoch wie in Deutschland und sechsmal so hoch wie in der Schweiz.

Die staatliche Parteienförderung ist seit 1980 um 569 Prozent gestiegen.

Man vergleiche mit Inflationsabgeltung bei der Familienbeihilfe.

Allein die direkte P a r t e i e n b e i h i l f e aus Steuertöpfen machte 2009 rund 140 Millionen Euro aus – zehnmal mehr als im zehnmal größeren Deutschland.

294 Millionen Euro Einnahmen hatten Österreichs Parteien insgesamt, davon mehr als 90 Prozent aus öffentlichen Quellen, also immer irgendwie Abgaben- und Steuergeldern. "Die Parteien haben sich ein flächendeckendes Bewässerungssystem mit zahlreichen unterirdischen Zuflüssen geschaffen", weiß ein Politiker (Voggenhuber).

Was sparen Faymann und Pröll bei ihren „Familien“, den Parteien ein? Bescheidene 1,45 Millionen werden es 2011 sein.

Danach sollen Mittel für Öffentlichkeitsarbeit (zahlt eh längst die Regierung) und „Parteiakademien“ ein bisschen mehr gekürzt werden, sodass in vier Jahren ja, doch: 11 Millionen Erspartes zusammenkommen.

Eine abgeschliffene Partie, diese Parteien. Gehörten geschliffen.

0 0

Re: Das Land mit der zweithöchsten Parteienfinanzierung der Welt …

Parteienfinanzierung abschaffen!!

Gast: kull
28.11.2010 14:01
2 0

obermurkser

diese regierung ist nur mehr eine karikatur.
konsequent geht sie den weg des geringsten widerstandes.
anstelle mut zu beweisen, und die verwaltungsreform anzupacken (es wäre genügend zeit gewesen) schnüren die 2 lachnummern ein komplett vermurkstes sparpaket.
wenn das die besten politiker österreichs sein sollen, dann gute nacht...
aber strache wird sich freuen...

Gast: GAST
28.11.2010 13:06
1 0

SPARERN JA; AAAABER ...

bei unseren staatsschulden (www.staatsschulden.at) versteht jeder vernünftige mensch, dass es einsparungen geben muss.

was sich unser dick und doof jedoch leisten sind BELASTUNGEN und KEINE EINSPARUNGEN. unter sparen würde die bevölkerung nämlichst verstehen, dass dies vor allem auch in der politik zu gelten hat - hier wird weiterhin sinnloses geld verschleudert und an verwaltungsreform hat wieder keiner die eier in der hose, um diese parallel-läufigkeiten endlich abzustellen.

wenn die politik mal ihre hausaufgaben erledigen würde (wozu wuzrden erst vor kurzem die bürgermeistergehälter extrem erhöt, parteizuwendungen erhöht, usw) und bei sich selbst zu sparen beginnen würde, dann hätten wir steuerzahler und familien alle kein problem damit, dass bei uns AUCH gespart werden muss.

was sich dick und doof aber geleistet haben, weil sie beide feige hasenfüße sind: alles bleibt beim alten, die poltiiker streifen weiter ein, keine verwaltungsreform - und das geld treiben wir halt mit weiteren belastungen ein.

vor allem sind diese belastungen leider nur ein tropfen auf dem heißen stein und tun nicht einmal anssatzweise etwas dazu bei, dass unsere schuldenlast endlich reduziert wird.

Gast: fk
28.11.2010 10:00
1 1

Wie kann man besänftigt sein??


Wenn man als wirklicher Hackler seit 5 Jahren den Geldwertverlust nicht ausgeglichen bekommt?

Wenn Finanzminister aber von jeder Preiserhöhung profitiert - und damit die Selbstbedienung im unproduktiven Machtapparat betreibt??

Wenn die Pensionisten keine wirkliche Interesensvertretung haben? Wenn die Pensionistenvertretung durch eine ungewählte, von den Parteien ernannte, mit komfortablen Politikerpensionen ausgestattete und daher den Parteien willfährige Marionettengruppe ausgeübt wird?

Ja, die Macht der Mächtigen kommt von der Ohnmacht der Ohnmächtigen....

Es wird Zeit dass wir Ruheständler eine Art Gewerkschaft gründen! Dann könnten wir mit im Chor mit vielen anderen Betroffenen für Gerechtigkeit sorgen!
Schließlich haben fast alle eine demokratisch gewählte Interessensvertretung - nur die große Gruppe der Pensionisten (viel größer als Studenten und als die meisten Berufsvertretungen!) hat keine!

0 0

Re: Wie kann man besänftigt sein??

Wir brauchen direkte Demokratie!!

0 0

Re: Wie kann man besänftigt sein??

Wir brauchen noch mehr! Direkte Demokratie, dann kann man uns nicht mehr so leicht verarschen.

Re: Wie kann man besänftigt sein??

Blecha (SPÖ) und Khol (ÖVP) vertreten ohnehin die Pensionisten. Beide bewegen sich als ehemalige Politiker in der 14.000 Liga mit ihren Pensionen.

Antworten just4fun
28.11.2010 10:56
1 1

Re: Wie kann man besänftigt sein??

nein, unsere pensionisten haben überhaupt keine lobby...die armen aber auch. es gibt ja kaum einen staat in europa wo die pensionisten eine bessere lobby haben als bei uns, was ja durchaus auch ein grundproblem für österreichs budget darstellt. auch heuer, wos in genug europäischen staaten nullerhöhungsrunden und kürzungen gab gibts bei uns hingegen eine fette erhöhung die die einsparungen bei den familien schon vollständig aufgefressen hat.

Re: fette erhöhung

die war nochmals wie hoch ?
Bitte nicht die relationen verlieren

Gast: markula
28.11.2010 09:55
1 0

Wer demonstriert?

Frage mich grad ob es Zufall ist oder nicht dass jene Personengruppen demonstrieren die in die Zuständigkeit ÖVP geführter Ministerien fallen:
Studenten & Familien - Karl & Marek

Antworten Gast: finding
28.11.2010 12:24
0 0

Re: Wer demonstriert?

Ja, man stelle sich eine so einseitige, gravierende Kürzung vor sechs, sieben Jahren vor - was hätte der ÖGB alles aufgefahren!

Es herrscht wieder übelster Proporz, primitivste Packlpolitik. Und man interessiert sich nicht einmal mehr, was in dem Packl des Koalitionspartners drinnen ist. Koalition à la Österreich.

Das angeblich monatelange Ringen ums Budget: nicht die Spur eine Auseinandersetzung oder irgendein politisches, vernünftiges Ringen, sondern die zwei Parteien haben der jeweils anderem einfach ihre Klientelpolitik überlassen, ohne für das Gesamtwohl Österreichs auch nur ein Ohrwaschl zu rühren.

Pröll durfte bei den Bauern machen, was er wollte, Faymann bei den ÖBB, wie ihm der Sinn stand und die Lobbys wollten. Die Familienbeihilfe wiederum überließ Pröll völlig Mitterlehner, der schon als Wirtschaftskammerfunktionär gegen die 13. Familienbeihilfe unterschrieben hatte, http://tinyurl.com/338tbzr (WKO Stellungnahme), und sein Ding jetzt eben durchzog.

Dass sich gerade der Mittelstand, der seine Kinder studieren lassen möchte, so stark davon betroffen fühlt, das hat die "Familienpartei" überrascht - was wieder einmal zeigt, wie abgehoben, realitätsfern und nur in ihrer Parteifunktionärswelt die politische Kaste inzwischen lebt.

Volksvertretungen sind diese Parteien längst keine mehr.

Gast: keen
28.11.2010 09:52
2 0

Licht und Schatten

Ich bin zwar kein Sozialdemokrat aber ich bin bei diesem Budget echt froh das diese in der Regierung sind!

Jene Punkte im Budget die ich für sinnvoll erachte (Stiftungsbesteuerung, Bankenabgabe, Reform der Gruppenbesteuerung, Vermögenszuwachssteuer etc) kamen allesamt von der SPÖ.

Die ÖVP hätte ausschließlich uns kleinen Leut besteuert und bei uns was eingesparrt.

 
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