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Heeresreform: Darabos will tausende Soldaten loswerden

17.01.2011 | 16:17 |  Von Martin Fritzl (Die Presse)

Zeitsoldaten sollen einen Teil der derzeitigen Truppe ersetzen, sieht das neue SPÖ-Konzept zur Bundesheerreform vor. Mehrkosten sollen durch die Umstellung nicht entstehen.

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Wien. Am Montag-Vormittag präsentierte SP-Verteidigungsminister Norbert Darabos sieben für Österreich mögliche Wehrsystem-Modelle - darunter ist auch sein Lieblingsmodell für ein "Bundesheer der Zukunft".

Dieses sieht nach schwedischem Vorbild die Abschaffung der Allgemeinen Wehrpflicht vor. Ein Berufsheer, ergänzt durch eine Freiwilligenmiliz, soll die Aufgaben in Landesverteidigung und Katastrophenschutz übernehmen - und zwar, wenn alles optimal läuft, schon nächstes Jahr. Kosten soll das ganze gleich viel wie jetzt und auch am Leistungsumfang soll sich nichts ändern.

SP-Verteidigungsminister Norbert Darabos (c) APA (Andreas Pessenlehner) SP-Verteidigungsminister Norbert Darabos

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1. Kleinerer Berufskader: Jeder Vierte muss gehen

Es wird im neuen Bundesheer deutlich weniger Offiziere und Unteroffiziere geben als bisher: Vorgesehen sind 2300 Offiziere und 7500 Unteroffiziere. Derzeit sind es 2800 beziehungsweise 9800. Das heißt: Jeder vierte hat keinen Platz mehr in der neuen Struktur. Geschafft werden soll der Umbau durch natürlichen Abgang sowie durch Vermittlung von Bundesheer-Bediensteten in andere Bereich des öffentlichen Dienstes, etwa zur Finanz. Der Zeitrahmen für den Personalumbau: Fünf bis neun Jahre.

2. Zeitsoldaten bekommen Prämie für Auslands-Bereitschaft

Zu den auf Lebenszeit beschäftigten Offizieren und Unteroffizieren kommen Zeitsoldaten, die sich auf vier Jahre verpflichten und die den Kern der Einsatzkräfte - sowohl im Inland als auch im Ausland - bilden sollen. Für Auslandseinsätze müssen sie sich von Beginn an verpflichten, erhalten diese Bereitschaft aber finanziell abgegolten: Zusätzlich zum Gehalt gibt es eine Prämie von 7500 Euro jährlich. Das Darabos-Konzept sieht 5200 Zeitsoldaten vor. Geholfen wird ihnen beim Umstieg in die Privatwirtschaft: Das Bundesheer finanziert Ausbildungen.

3. Freiwilliger Grundwehrdienst dauert sechs Monate

Jährlich sollen 2000 Freiwillige gewonnen werden, die beim Bundesheer einen Grundwehrdienst absolvieren. Auch für sie ist ein Gehalt vorgesehen, nämlich 1700 Euro monatlich. Die Ausbildung sollte deutlich besser sein als die derzeitige, allein die Grundausbildung dauert drei Monate. Nach Absolvierung der Ausbildung kann man entweder Zeitsoldat werden oder in die Freiwilligenmiliz wechseln. Allerdings: Da mehr Leute ausgebildet als gebraucht werden, muss das Bundesheer nicht jeden nehmen. So will man die Gefahr mangelnder Qualität oder die Entstehung radikaler Tendenzen vermeiden.

(c) Die Presse / GK

(c) Die Presse / GK

4. Freiwilligenmiliz lockt mit 5000 Euro im Jahr

Die Freiwilligenmiliz soll 10.000 Mann stark sein. Wer nach der Grundausbildung übernommen wird, verpflichtet sich für zehn Jahre und erhält allein für die Bereitschaft 5000 Euro im Jahr. Vorgesehen sind zwei Wochen Übungen im Jahr, die extra entlohnt werden. Auch die Auslandseinsätze sollen aus dieser Gruppe beschickt werden. Nach den zehn Jahren kommt man in die „beorderte Miliz", die in Notfällen einberufen werden kann. Geld gibt es dafür keines, Übungen aber auch nicht.

5. Das neue Bundesheer soll nicht mehr kosten

Als Budget sind 2,1 Milliarden Euro vorgesehen - das ist genauso viel, wie das derzeitige Bundesheer kostet. Einsparungen erhofft sich Darabos auch durch den Abbau von schwerem Gerät, also von Panzern und Artillerie. Voraussetzung für die Planungen ist allerdings, dass nach Abzahlung der Raten für den Eurofighter das Budget nicht gekürzt wird.

>>> Die anderen sechs Wehrpflicht-Modelle


(c) APA SP-Verteidigungsminister Norbert Darabos

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Von Kritik der Militärführung unbeeindruckt

Ob es zu Kasernenschließungen kommen wird, ließ der Minister bei seiner Präsentation offen. Geplant sei das nicht. Erhalten bleiben sollen jedenfalls die Militärkommanden in den Bundesländern.

Einmal mehr bekräftigte Darabos, die Entscheidung "bestens vorbereitet" zu haben. Von der Kritik der Militärführung zeigte er sich unbeeindruckt. Österreich sei eine Demokratie und "es gilt das Primat der Politik", richtete Darabos Generalstabschef Edmund Entacher aus. Dieser hatte sich am Wochenende in der "Presse" für die Beibehaltung der Wehrpflicht ausgesprochen und außerdem zu bedenken gegeben, dass eine Berufsarmee im gleichen Umfang wie jetzt entweder mehr kosten oder weniger leisten werde. Da der Generalstab mit der Ausarbeitung der Alternativmodelle beauftragt wurde, meint Darabos, dass dieser auch zu dem Geschriebenen stehe.

Darabos sprach sich neuerlich für die Einbindung der Bevölkerung aus. Die "sauberste Lösung" wäre aus seiner Sicht eine Volksabstimmung. Er kann sich aber auch eine Volksbefragung vorstellen und zwar in dem Fall, dass es zu keinem Kompromiss mit dem Koalitionspartner ÖVP kommt.

Er bezeichnete seine Pläne als "radikalen Schritt", der gesetzt werden müssen. Denn man habe in den letzten Jahren auf sicherheitspolitische Veränderungen "nur kosmetisch reagiert". Es sei daher Zeit für größere Schritte.

Gegenwehr von ÖVP und Opposition

Für den Koalitionspartner Volkspartei sind Darabos' Militärpläne zu unausgegoren. "Mir fehlen die Umsetzungsdetails", sagte VP-Außenminister Michael Spindelegger. VP-Vizekanzler Josef Pröll am Montag: "Wir haben uns die Modelle auf den ersten Blick angeschaut, die sind gleich teuer oder teurer als wir sie jetzt haben, und das mit weniger Leistung". Für die ÖVP stehe die Wehrpflicht nach wie vor im Vordergrund, wobei der Vizekanzler durchaus in diesem Bereich Reformbedarf konzedierte. Pröll betonte, dass die ÖVP verhandlungsbereit sei. "Wir müssen uns überlegen, wie wir die Priorität der Sicherheitsdoktrin festlegen. Wo steuert Österreich hin, was sind die Aufgaben des Landes, in der Landesverteidigung. Das ist zu definieren", sagte Pröll.

Die Grünen sind für die Abschaffung der Miliz und fordern eine Volksabstimmung über die Zukunft der österreichischen Wehrpflicht. Der Grüne Sicherheitssprecher Peter Pilz stieß sich daran, dass ausgerechnet Schweden als Vorbild dienen soll, da die Umstellung dort chaotisch verlaufe.

Die FPÖ forderte ihn zum Rücktritt auf. Darabos solle abdanken, "bevor er dem Heer endgültig den Todesstoß versetzen kann", sagte Parteichef Heinz-Christian Strache. Das BZÖ wird bei der Nationalratssitzung am Donnerstag eine Volksbefragung zur Aussetzung der Wehrpflicht beantragen.

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853 Kommentare
 
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e.hagen
17.02.2011 00:40
0 1

Darabos und Heer

Darabos will tausende Soldaten loswerden.
Wieso fragt niemand, wie viele den
überflüssigen V-minister loswerden wollen und
gegen einen geeigneten ersetzen.

Frotzel
24.01.2011 08:47
0 0

Jetzt werden die Offiziere entmannt und haben nichts mehr zum Spielen!

Sicherheit ist etwas ganz anderes als Bundesheer!

Dafür braucht es Intellekt bei Führungskräften, die alle gegebenen Voreile nutzend, dem Aggressor die Eroberung zu teuer machen. Siehe Schweiz, dort haben die Jungs die Waffe zu Hause.

Warum sind die Schweizer stolz auf ihr Land und unsere Jungs muß man mit Prügel zwingen, die Herrschaft zu verteidigen?

Weil keiner gefragt wird und auch nichts mitbestimmen kann.

Da ist es besser, die Hr. Offiziere machen sich ihre eigene Verteidigung im Häuschen selber, weil im Falle eines schweizer Angriffs wären wir lieber Schweizer.


Antworten Gast: Gast
26.01.2011 23:31
0 0

Re: Jetzt werden die Offiziere entmannt und haben nichts mehr zum Spielen!

Wenn Darabos die Abschaffung des Bundesheeres mit dem Wegfall der Bedrohung rechtfertigt und ein Frotzel den Jungs Waffen nach Hause liefern möchte, wie passt das zusammen.

denkI
23.01.2011 11:03
0 0

General meutert gegen Darabos! (Krone heute)

Ein Minister gibt Weisung (er ist ja im Besitz der Weisheit)!
Befehlsverweigerung kann es nur bei Befehlen geben - dazu ist kein Minister befugt!
Also kann es auch keinen Gehorsam geben, der ist nur bei Befehlen gefordert.

Darabos´ entgegen seinen bisherigen Ansinnen "die Wehrpflicht ist in Stein gemeißelt"- Ansagen abzuschaffen ist keine Weisung!

Erst wenn Darabos dem Chef des Generalstabes die Weisung erteilte, er dürfe keine eigene Meinung mehr haben dürfen, kann Entacher auf seine Grundrechte als Staatsbürger pochen und die Weisung einfach nicht befolgen. So einfach ist das!

Und Meuterei (wie es die Krone heute sieht) ist was noch ganz anderes! Da ist ein Zwingen eines Vorgestzten zu einen bestimmten Verhalten gefordert mit mindestens 2 Weiteren! Also muss Darabos schon gehörig Angst vor Entacher haben! Wen wundert´s?

"Für mich ist die Wehrpflicht in Stein gemeißelt.
Mit mir als Verteidigungsminister wird es kein Ende der Wehrpflicht geben".

Antworten Gast: Gast
26.01.2011 23:34
0 0

Re: General meutert gegen Darabos! (Krone heute)

Krone, das war gestern. Heute ist das Dreigestirn Häupl-Krone-Darabos ein Grund sich von der Krone in keinem Fall mehr einen Scherm aufsetzen zu lassen

denkI
23.01.2011 09:42
1 0

Wenn das so ist:

"Für mich ist die Wehrpflicht in Stein gemeißelt.
Mit mir als Verteidigungsminister wird es kein Ende der Wehrpflicht geben".

Dann kann der Darabos diese Ansage nur mit seinem Rücktritt vor dem Ende der Wehrpflicht erfüllen!

Damit verlangt er seine Ablöse - UHBP und Kanzler müsste es endlich ernst nehmen!

Oder er tritt nicht zurück und wird nicht abgelöst, so wird es kein Ende der Wehrpflicht geben können! Also sollte er doch bleiben!

Gast: gast
21.01.2011 22:57
3 0

Endlich sind die Offiziere aufgewacht !

Ein Zivi zerschlägt unser Bundesheer mit Vorsatz und Absicht - rot und grün sind die ärgsten Feinde der Landesverteidigung. Wie der Papst die Kirche, ruiniert Daraboz das Heer von innen.

Gast: ökono-mist
21.01.2011 02:27
0 1

Hart an der Grenze zur Reichsparteitags-Salonfähigkeit (was heute offenbar einen BZÖ-Redner im Nationalrat schon nach einem staatlichen Morgenappell für Schaffer'sche "Randgruppen" rufen ließ!)


Um es mit dem (abgewandelten)Wort einer großen österreichischen Dichterin (nein, gemeint ist nicht Vera Russwurm) zu sagen: Heer-Herr Darabos ist den Menschen gerade noch zumutbar, aber der Unterschichten-Definierer und Randgruppenkriminalisierungseintopf-Kannibale Schaffer strotzt nicht nur nicht vor Zumutbarkeit, sondern gebärdet sich durch seine pauschalverunglimpfenden Brachialtitulierungen gesellschaftspolitisch in höchstem Maße unhygienisch - und ist somit demokratiepolitisch ungenießbar, ja, wenn nicht sogar hochgiftig!

P. S.: Zum zweiten Teil der Überschrift: Räumen Sie rechtzeitig auf, liberaler Herr Bucher, in Ihrer Rednerliste!

Antworten denkI
23.01.2011 09:32
0 0

Re: Hart an der Grenze zur Reichsparteitags-Salonfähigkeit (was heute offenbar einen BZÖ-Redner im Nationalrat schon nach einem staatlichen Morgenappell für Schaffer'sche

"Für mich ist die Wehrpflicht in Stein gemeißelt.
Mit mir als Verteidigungsminister wird es kein Ende der Wehrpflicht geben".

Antworten Gast: paul1
21.01.2011 13:50
1 0

Re: Hart an der Grenze zur Reichsparteitags-Salonfähigkeit (was heute offenbar einen BZÖ-Redner im Nationalrat schon nach einem staatlichen Morgenappell für Schaffer'sche

Die Realität ist wohl etwas, das Söldnerfans nicht gerne wahr haben wollen!
Schaffers Aussagen spiegen lediglich die Realität in Berufsarmeen wieder. Wer das nicht möchte muss sich klar gegen die Berufsarmee einsätzen.

Thonet H.
20.01.2011 22:23
0 0

Ein waschechtes Politkasperl in Aktion!


1 0

wie sowas passiert:

ein waschechter opportunist schreibt gleich 2 plädoyers: eine dafür, eine dagegen. für den fall dass sich der wind dreht. blöd ist wenn das falsche plädoyer verteilt wird.

Gast: Eurrora
20.01.2011 17:23
4 0

Jetzt soll noch Einer meinen, er hat alle Tassen im Schrank?

Es soll gehen ,bevor noch mehr Schaden anrichtet.

Antworten denkI
23.01.2011 10:03
0 0

Re: Jetzt soll noch Einer meinen, er hat alle Tassen im Schrank?

Nein, er soll bleiben:

"Mit mir als Verteidigungsminister wird es kein Ende der Wehrpflicht geben".

Also garantiert er doch die Beibehaltung der Wehrpflicht!

Gast: Brandy
20.01.2011 17:07
1 0

Wir orientieren uns an Europa?

Dann sollte man das Wehrbudget auch an "Europäischen Mindeststandard" anpassen. Und das heisst doppelt so teuer!!!

2 0

die feinde österreichs

stehen nicht mehr an den außengrenzen, sie sitzen in dick gepolsterten sesseln in der löwelstraße und dgl....

Gast: I Ging 1, 21
20.01.2011 15:37
0 1

Abrüstung

Die Wehrpflicht, und diese verächtliche "Stellung", wurde von charakterlosen Subjekten geschaffen. Zum Thema "Stellung" siehe www.musterung.us
In den USA werden in den nächsten Jahren viele Atomwaffen verschrottet. Auch Österreich sollte einen Beitrag zur Abrüstung leisten, indem es die Wehrpflicht endlich abschafft.

Antworten Gast: Anderl74
20.01.2011 17:01
0 0

das ist natürlich ein super Argument...

wo die USA gegenüber Österreich über das FÜNFFACHE Militär-Budget zum BIP verfügen und rund 400 Milliarden Euro jährlich dafür ausgeben. Ergo: in Österreich die Wehrpflicht abschaffen. Wo wir schon beim Vergleichen sind, die sogenannten Freiwilligen der Berufsarmeen in GB und USA kann man sich auch näher betrachten bzw. woher diese sich rekrutieren....

Ferrum
20.01.2011 15:35
6 0

Gäbe es nicht die Politik

so würden uns Leute wie dieser Darabos als Grundsicherungsempfänger auf der Tasche liegen. Der ist ja nicht mal in der Lage, einen halbwegs glaubwürdigen Wendehals darzustellen.

Der Mann ist ein Vorbild dafür, wohin man es mit ein wenig Disziplin und Kadavergehorsam bringen kann. Ohne die Partei ist er nichts. Wie wahr.

Gast: Apropos
20.01.2011 15:29
6 0

Hilflos und orientierungslos


Darabos hält jahrelang an einem sinnlosen, teuren Assistenzeinsatz fest. Natürlich bis nach den Wahlen im Burgenland!

Jetzt schreit die Kronenzeitung noch einer Abschaffung der Wehrpflicht.

Und was macht Darabos?

Ein echter Politiker ...





Gast: Wahrheitsfinder
20.01.2011 14:55
5 0

Rücktritt

Herr Darabos, bitte nehmen sind endlich ihren Hut und machen sie Platz für Jemanden der eine Ahnung von Landesverteidigung hat.

Im Pflege- und Sozialbereich werden eh dringend Fachkräfte benötigt. Fragen sie doch mal im örtlichen Altersheim nach, da hat man sicher eine freie Stelle für sie.

Wobei, wenn sie dort dan auch so "wirtschaften"... werden sie die Stelle wohl nicht lange behalten.

Antworten denkI
23.01.2011 10:43
0 0

Re: Rücktritt

Nicht doch!

"Für mich ist die Wehrpflicht in Stein gemeißelt! Mit mir als Verteidigungsminister wird es kein Ende der Wehrpflicht geben".

Also garantiert doch gerade er die Beibehaltung der Wehrpflicht und des Zivildienstes!

Oder will er vor dem Ende der Wehrpflicht abgelöst werden?


Gast: Ewiges Opfer
20.01.2011 14:15
1 0

Zewa Wisch und Weg

Es ist unglaublich wie sehr mancher Österreicher, trotz aller technisch-informativen Errungenschaften, immer noch an der peinlichen rot-schwarz-grünen Trupper festhält. Ich denke, dass es diejenigen sind, die eines Tages wieder rufen werden, dass sie alle nur "Opfer" gewesen sind. Die Geschiche wiederholt sich. Es sind die Ex-ler die dazugelernt haben, die Bonzen sind bald passé.

Gast: treveller
20.01.2011 13:54
1 0

sturm im wasserglas der bananrepublik

Die ganze (jetzt notwendige) Debatte hätte sich, erübrigt wenn die Regierung ihre Aufgaben gemacht und die seit 1990 anstehende Überarbeitung der Sicherheitsdokrin durchgeführt hätte. In der derzeitigen Situation hat das BH völlig veralterte Aufträge und betreibt befohlene Selbstauflösung. Sollte es doch noch ein Heer weiterhin geben, so muss dort eine Ausbildung auf einer breiten Basis erfolgen die auch in den zivilen Berufen vewendet werden kann. Jetzt macht man den Wehrdienst und kann nacher gar nichts. Eine gezielte Vernichtung von Chanzen und Lebensqualität. Auch die noch vorhandene Miliz wird systematisch und gezielt umgebracht, ihre Vorschläge als Spinnerein von Hobbysoldaten abgetan. Nur einige Wenige sind noch bereit sich für diese Bananerepublik einzusetzen.

Antworten Gast: Anderl74
20.01.2011 14:33
3 0

die Sicherheitsdoktrin wurde überarbeitet

und zwar im Jahr 2002 unter dem so bösartigen 'Regime Schüssel' (O-Ton linke Tugendwächter) und es war auch Kanzler Schüssel, der ohne ideologische Scheuklappen, mit Helmut Zilk einen Sozi als Chef der Bundesheer-Reformkommission eingesetzt hat. Diese Kommission hat ein erstklassiges Konzept erarbeitet, welches exakt für ein Österreichisches Heer der Gegenwart passen würde, ohne jegliche Scheuklappen und darin war auch der Umstieg zu einer professionellen Berufsarmee enthalten. Allerdings nicht in Form einer Wahlkampf-Alibi-Lösung, sondern mit einem Sicherheitskonzept, daß den Namen auch in 20 Jahren noch verdient. So die Reduzierung der Truppenstärke und eine Spezialisierung sowie die Einbindung in ein Sicheheitsbündnis. Alles fix und fertig ausgearbeitet. EINZIG die Wahl 2006 und der Machwechsel im Kanzleramt haben alle Arbeit zunichte gemacht. Seit die SPÖ wieder am Ballhausplatz 'regiert' muß alles, was aus der Zeit Schüssel stammt, negiert, rückgängig oder ins pure Gegenteil verkehrt werden, auch wenn es noch so sinnvoll und gut für Österreich wäre. Gute Nacht Österreich und *Freundschaft.

1 0

Solange es Kriegswaffen gibt, gehören sie in die Hände des Volkes

nicht der Mächtigen!
Leute, lasst Euch nicht entwaffnen! Im Gegenteil: verlangen wir bessere Ausbildung, bessere Strukturen, bessere, effektivere, aber vielleicht wesentlich kürzere Ausbildungszeiten. Mehr Geld für die Diensttuenden. Eine moderne Haltung zu diesem Thema, die Frauen nicht ausgrenzt. Nein, ich selbst möchte nicht dorthin und hätte es niemals gewollt. Aber wenn es eine verpflichtende, sagen wir 3-monatige Wehrdienstzeit für alle mit Focus auf Verteidigung und etwa auch Selbstschutztraining, mit Kursen wie Konfliktlösung und Gewaltbekämpfung, Friedensstiftung etc. etc. gäbe, dann wäre die Zeit sinnvoll genützt. Vielleicht bräuchten wir dafür nicht einmal zwangsläufig Kasernenleben, ich weiß es nicht. Jedenfalls brauchen wir bessere Visionen und Vorschläge, als das, was uns geboten wird.

 
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