Umfrage: FPÖ schafft Anschluss an "Großparteien"

21.01.2011 | 10:17 |   (DiePresse.com)

SPÖ, ÖVP und Freiheitliche liegen in der Sonntagsfrage praktisch gleichauf. Die Kanzlerpartei kommt auf 26, die ÖVP wie die FPÖ auf 25 Prozent.

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Die Freiheitlichen haben den Anschluss an die "Großparteien" geschafft. In einer am Freitag veröffentlichten Umfrage kommt die SPÖ auf 26 Prozent. Die FPÖ liegt nur einen Prozentpunkt dahinter, gleichauf mit der Volkspartei.

Die Anhängerschaft der früheren "Großparteien" (ÖVP und SPÖ) ist damit gegenüber ihren Blütezeiten auf die Hälfte geschrumpft. Die Roten erlebten ihr Hoch im Mai 1979 mit 51 Prozent, die Schwarzen im November 1945 mit 49,8 Prozent Wähleranteil.

Verglichen mit dem Ergebnis der letzten Nationalratswahl haben die beiden Regierungsparteien verloren, die SPÖ stärker - um 3,3 Prozentpunkte von 29,3 auf 26, die ÖVP lediglich um einen - von 25,98 auf 25 Prozent. Die Freiheitlichen haben von 17,5 auf 25 Prozent stark zugelegt, die Grünen von 10,4 auf 13 leicht. Das BZÖ ist von 10,7 auf acht Prozent in der Umfrage gesunken.

1.009 Österreicher, repräsentativ für die Bevölkerung ab 16 Jahren, wurden in persönlichen Interviews zwischen 10. Dezember und 7. Jänner befragt. Dabei zeigte sich laut IMAS die Überalterung der Anhänger der aktuellen Regierungsparteien. Etwa je ein Drittel der Senioren wählen SPÖ oder ÖVP, bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 22 bzw. 24 Prozent. Bei den jüngsten Wählern bis 30 Jahre kommen die Regierungsparteien auf 20 bzw. zwölf Prozent. In dieser Altersgruppe hat die FPÖ mit 42 Prozent eindeutig die meisten Fans.

ÖVP bleibt erste Wahl der Landwirte

Die größte Anhängerschaft innerhalb der Berufskreise hat mit Abstand die ÖVP, sie kommt bei Landwirten auf 69 Prozent. Die Facharbeiter sind am häufigsten - zu 35 Prozent - FPÖ-Sympathisanten, 29 Prozent halten der SPÖ die Stange. Diese hat ihre größte Wählerschaft unter den einfachen Arbeitern. 37 Prozent von ihnen sind "Sozis", 29 Prozent Strache-Fans.

Nach Schulbildung gewertet neigen die meisten Maturanten und Akademiker zur ÖVP (33 Prozent) beziehungsweise zu den Grünen (28 Prozent). Befragte mit Volks- oder Hauptschulabschluss finden sich zu 32 Prozent im roten Lager, zu 29 Prozent im schwarzen und zu 23 Prozent im blauen. Jene, die eine weiterführende Schule ohne Matura besucht haben, präferieren zu 31 Prozent die FPÖ, zu 29 Prozent die SPÖ. In dieser Bildungsschicht hat das BZÖ seine höchsten Anteile (neun Prozent).

Die Meinungsforscher sehen einen "Reflex" der Parteien auf die Schwierigkeit, Gegenwartsprobleme zu lösen, der darin bestehe, politische Entscheidungen in Form von Volksabstimmungen auf die Wähler abzuwälzen. Sie zweifeln aufgrund einschlägiger Umfragebefunde daran, dass die Bevölkerung dies wirklich will. Vielmehr würden sich die Menschen klare Orientierungen, politischen Vorausblick und die Erkennbarkeit von Konzepten wünschen, fand IMAS heraus.

(APA)

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233 Kommentare
 
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wer glaubt, nur ein Esel begibt sich öfter als einmal aufs Glatteis, der kennt die Ungebildeten Österreicher_Innen nicht. DIE begeben sich nähmlich immer wieder aufs Glatteis


und die Geschichte wiederholt sich doch....

Einmal als Tragödie, und einmal als Komödie.....

Strache ist die Komödie

Spiegelfechtereien

Hier wird ein Bär verteilt, bevor er noch erlegt ist. Noch typischer kann Österreich nicht sein: sempern, jammern, beleidigen und dann selber beleidigt sein! Keiner kennt die Zukunft wirklich. Zu viele globale Unwägbarkeiten spielen heute bis in lokale Probleme hinein. Gegenseitiges Heruntermachen mag zwar ein Lustgefühl auslösen, ist aber sicher nicht zielführend. Gerade in seinen roten, schwarzen, blauen, grünen und orangen Ausformungen ist der Österreicher ein wunderbarer Regenbogen-Opportunist. Ob Monarchie, Erste Republik, Nazizeit und Nachkriegszeit: der unsterbliche Österreicher ist geblieben. Qualtingers Herr Karl ist lebendiger denn je...

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Geflügelte Worte:

"Wo woa mei Leistung?"
wird Strache nach einem eventuellen Wahlsieg sagen!

Gast: FOX
22.01.2011 13:55
8 4

Es wird Zeit ...

... für ein selbstbewusstes und selbstbestimmtes Österreich. Ein Land in welchem auf die Stimme des Volkes gehört wird. Ein Land, das nicht mehr auf Zuwanderung angewiesen ist und ín dem man radikalen religiösen Strömungen eine klare Absage erteilt!

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Re: Es wird Zeit ...

"...auf die Stimme des Volkes gehört wird."

Das geschieht doch schon seit über 30 Jahren. Dazu brauchen wir keine Politiker, da genügt ein Redakteur der Kronenzeitung!

Wieso wird Österreich dann nicht mehr auf Zuwanderung angewiesen sein?
Werden die FPÖ-ler dann für einen Geburtenüberschuss sorgen?

Antworten Gast: Plach2
22.01.2011 14:56
5 5

Zuwanderung ist ein gutes Geschäft!

Viele "Gutmenschen" bekommen einen gut bezahlten Arbeitsplatz (von Deutschkursen, Rechtsberatung, Wohnungssuche, Asylfragen usw.)
Die Wirtschaft bekommt billige Arbeitskräfte.
Die vereinigte Linke bekommt neue Wähler weil ihnen immer mehr "Proletarier" weg sterben.

Nur Einer ist dabei der Blöde: Das ist der Steuerzahelr; der bezahlt das alles!

Zurück zu den Ursprüngen


Die Neugebauer-Beamten und die Pröll-Bauern ergeben in etwa den 25 % Stimmenanteil, den die ÖVP noch hat.

Österreich ist aus der Sicht der ÖVP-Verantwortlichen ein Beamten- und Bauernstaat.

Dies hat sich auch bei den Budgetergebnissen bestätigt. Anheben der Beamtengehälter und Erhöhung der Pauschalierungsgrenze bei den Bauern.

Antworten Gast: Fred88
22.01.2011 14:11
2 2

100% richtig!

Alle Bauern bekommen als Draufgabe auch noch die gesamte MÖST rückvergütet!

Viele Maturanten und UNI Abgänger werden als Beamte mit lebenslangen Jobs versorgt. Als Qualifikation ist besonder förderlich das Richtige Parteibuch zu haben!

Einkommensvergleich 1999 - 2009:

Beamte +26%
Angestellte + 4 %
Arbeiter - 9%

Durchschnittseinkommen:

Arbeiter: 18.300
Angestellte: 34.100
Selbstständige: 23.600
Beamte: 51.300

Neugebauer ist also der erfolgreichste Gewerkshafter Österreichs. Tumpel, Foglar, Katzian, Haberzettel & Co (alle SPÖ) können ihm nicht einmal den kleinen Finger reichen!

Gast: Hallo liebe bPornofreunde !
22.01.2011 07:45
1 6

DIE NEUE ORDNUNG.

Ein Prozent wird euch das Genick brechen.

Die neue Ordnung kommt ! ! !

Die Osterreicher werden wieder so glücklich sein wie in den 70er Jahren.

Und alles was die ÖVp und SPÖ dem entgegenzusertzen haben ist Vertrauen in den Euro...

Re: DIE NEUE ORDNUNG.

Zufrieden wie in den 70ern? Also ein Rückschritt!

Gast: Rabella Bauer
21.01.2011 23:19
3 3

das Foto!

Beim Faymann merkt man dass er eigentlich eh nicht so wäre wie er gekommt, am liebsten würde er sagen "hast eh Recht HC"! Da gibt es zum Pröll schon einen Riesenunterschied, bei ihm(Pröll) erkennt ein geschultes Auge dass er permanent mit sich selber kämpft, weil er merkt dass der HC mit seinen Vorwürfen Recht hat und der Pepi nicht mehr weiss wie und vor allen wem er SEINE MÜNCHHAUSENGESCHICHTEN erzählen soll!
HC geh voran - aber lass dich vom Pröll nicht einluddeln, er ist nur mehr die VERLÄNGERUNG einer Politik die eigentlich schon ausgestorben ist!
Denk daran wie es Haider mit der ÖVP erging!

Gast: windiger
21.01.2011 23:09
6 1

Antidemokratische Leute!

Warum können immer die Menschen, die am lautesten nach den Menschenrechten brüllen, demokratische Entscheidungen des Volkes nicht akzeptieren. Wenn das Volk Strache will, dann hat der Souverän gesprochen.

Gast: Teiresias
21.01.2011 22:40
3 16

Herzlichen Glückwunsch

den früheren Großparteien, die alles unternommen haben, um einer primitiven, dilettantischen Hetzertruppe die Wähler zuzutreiben. Dank den Grünen, diesen wirren, hysterischen, weltfremden Amateuren, die es geschafft haben, dass ein paar schlaue Gangster nur den Hausverstand bemühen müssen, um herauszufinden, wie man zur einzigen Oppositionspartei wird. Die Beispiele sind unendlich: Für Analphabeten, mit denen man das Kreuz im richtigen Kreis vorher üben muss (also für die klassische blaue Klientel), wurde das Wahlalter auf 16 vorverlegt. Gebildete treibt man zur FPÖ, indem man gegen die breite Mehrheit die Gesamttrottelschule erzwingen will. Die Abschaffung der Wehrpflicht ist eine gute Sache, aber nicht in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit, wo in den paar Monaten Heer oder Zivildienst der Kreislauf aus Lethargie und Resignation womöglich unterbrochen werden kann. Es geht unweigerlich in die Richtung. Wer außer einem Realitätsflüchtling kann glauben, dass Schmied, Karl, Mittlerlehner, Oxonitsch, Frauenberger für jemanden interessant sind, von den grünen Karikaturen nicht zu reden? Wenn sich allerdings die Folgen zeigen und Zustände wie in Ungarn einkehren, wird es keiner gewesen sein.

Re: Herzlichen Glückwunsch >> Islame machen sich eine Hetz daraus, Aufklärer als Hetzer zu titulieren!

Kein Freiheitlicher will die Sharia einführen und Moslems minder dem Vieh betrachten, wie es der Koran verlangt.

Im Gegenteil, Freiheitliche werden Ihre Rechte auf freie Meinungsäußerung und geheime Wahlen, direkte Demokratie und Korruptionskontrolle stärken.

Grokonelle mindern die demokratischen Rechte der Bürger durch Wahlrechtsänderung zu ihren Gunsten und wandeln damit Demokrtie zu Demokratur.

Sollten Sie Struktur in Ihren Text bringen, kann besser gelesen werden. Danke!


0 2

Re: Re: Herzlichen Glückwunsch >> Islame machen sich eine Hetz daraus, Aufklärer als Hetzer zu titulieren!

"...und Korruptionskontrolle stärken."

Als Anti-Korruptionsstaatssekretär würde ich aus der unendlichen Personalreserve der FPÖFPKBZÖ entweder Grasser, Maischberger, oder Scheuch den Passverkäufer vorschlagen.
Die haben ja allesamt reiche Erfahrungen gesammelt!

Korruptionskontrolle ist für die FPÖ die kontrollierte Korruption!

Antworten Antworten Gast: Teiresias
22.01.2011 10:04
4 5

Re: Re: Herzlichen Glückwunsch >> Islame machen sich eine Hetz daraus, Aufklärer als Hetzer zu titulieren!

Das klingt nicht gut. Sie haben sowas Fanatisches, visionär Verhetztes im Ton. Das kennt man.

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Re: Re: Re: Herzlichen Glückwunsch >> Islame machen sich eine Hetz daraus, Aufklärer als Hetzer zu titulieren!

Oje,
schon wieder ein übriggebliebener Gestriger.

Guten Morgen! -die Erde dreht sich weiter.

nICHTS WIRD SICH ÄNDERN

Solange es zu einer Koalition kommt, wird es - egal wer da dann "packeln" wird, g e n a u s o weiter gerafft, gepacklt, und emotionslos eingesackt wie bisher.
Die gegenseitige künslich geführte Herumhackerei wird ein weiterkommen verhindern, nichts wird weitergehn.
Legetlich die Staatsschulden werden weitersteigen - egal wer diese Parteien dann auch sind.

Nur eine Alleinregierung MUSS sich für sein Handeln uns Wähler verantworten.

Es gibt keinen den man die Schuld zuweisen kann.

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Alles ändert sich....

Ok die FPÖ wird in der nächsten Regierung sein, aber was kommt dann?
Dann ist es zu wenig einfach alles zu kritisieren sondern dann muss man selber umsetzten und das ist dann spätestens der Moment wo die FPÖ wieder unter 15% rutschen wird, weil die FPÖ eine reine Strache Show ist, aber für eine Regierung braucht es mehr als eine Person. Also einfach bis 2018 warten und die FPÖ ist wieder für Jahre Geschichte!

Re: Alles ändert sich.... >> Sie beschreiben rote Sabotage trefflich!

Wäre Strache so dumm, BürgerIn nicht mitbestimmen zu lassen, wird wieder Sabotiert und Auslandssanktionen herbeigeordert.

Erst wenn wir wie Schweizer mitreden können, werden die Selbstbereicherer im Parlament, ausziehen müssen und die Verwaltung auf Effizienz getrimmt.

Alleine in Wien kostet der Filz jedem Haushalt 4500.- € jährlich von den unglaublichen 13750.- €, (11 Milliarden / 800000 Haushalte) an abgepressten Geldern.

Hoch Häupl+ Clique mit 20000.- sozialen €uro monatilch.


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Re: Re: Alles ändert sich.... >> Sie beschreiben rote Sabotage trefflich!

Haben sie eine Lese schwäche oder wieso kommen sie bei den Schlagworten "Strache" und "FPÖ" auf die Roten?

Typisch FPÖ Kampf poster, argumentieren wie ein 5 Jähriger (einfach den selben Text auf eine andere Partei beziehen - keine eigenen Argumente bei der Hand?)

Und wenn sie glauben, dass die Schweiz so super ist wandern sie halt aus, aber sie werden ihr wunder erleben (extrem hohe Steuern, saftige Strafen usw...)

Aber wie bitte kommen die Grünen auf 13%?

Also das ist die wahre Gefahr für Herr u. Frau Österreicher.
Das bedeutet, dass mehr als jeder 10 Grün wählt, also das ist unfassbar und der eigentliche Skandal!
Das die Rate der geistig Verwahrlosten derart groß ist im Ösiland, damit hätte ich nicht gerechnet!

Gartulation dazu...

-....und jetzt gar nicht lang' damit aufhalten u. gleich vorbeizieh'n!

Antworten Gast: ROTER OKTOBER
21.01.2011 22:18
2 8

Re: Gartulation dazu...

"Gartulation..." - du Deutschprofessor

Ja, lass sie ziehen, bitte! Oder lass er ihn fahren....den Freiheitlichenfur...tsssss

Antworten Antworten Gast: Dunkles Weizenbier ohne Zitrone
22.01.2011 08:58
0 0

Du Pappnase sollst mich nicht duzen...

...Mit freundlichen Grüßen.

D.N

Gast: Bärenfalle...
21.01.2011 21:16
7 0

Für diesen schönen Erfolg braucht Strache

nicht einmal etwas tun außer Rot-Schwarz beim Regieren zuzusehen.
Noch ein Legislaturperiode mit großer Koalition und die FPÖ braucht nicht einmal mehr einen Koalitionspartner.

Bedauerlich nur der soziale Linksrutsch und das fehlende liberale Element in der FPÖ .. aber man muß sich den typischen österreichisch-sozialistischen Neidhammeln und Kleinbürgern halt anbiedern.


 
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