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Bundesheer: Geringe Erfolge im Grenzeinsatz

23.02.2011 | 18:22 |  MARTIN FRITZL (Die Presse)

Im Jahr 2010 haben die Soldaten 711 Beobachtungen an der Grenze gemeldet. Dabei wurden acht Illegale entdeckt. Im Kampf gegen die Schlepper war der Grenzeinsatz völlig wirkungslos: Kein einziger wurde gefasst.

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Wien. Auch im vorletzten Jahr seines Bestehens war der Assistenzeinsatz des Bundesheers an der Grenze wenig effizient. Wie eine parlamentarische Anfragebeantwortung von Innenministerin Maria Fekter ergibt, haben die Soldaten, die im burgenländischen und niederösterreichischen Grenzgebiet patrouillieren, im Vorjahr 711 Meldungen an die Polizei weitergeleitet. Da rund 750 Soldaten im Einsatz waren, kommt man auf etwa eine Meldung pro Soldat und Jahr.

Strafrechtlich Relevantes war wenig darunter. Laut Maria Fekter gab es 56 Meldungen zu Sachbeschädigungen, sieben zu Diebstählen, 15 Einbruchsdiebstähle, drei Körperverletzungen und einen Raufhandel. 18 Personen wurden festgenommen.

Der ursprüngliche Zweck des Grenzeinsatzes, die Verhinderung illegaler Grenzübertritte, ist mit dem Fall der Schengengrenze im Jahr 2008 hinfällig geworden: Seit damals stehen die Soldaten auch nicht mehr direkt an der Grenze, sondern im Grenzgebiet – allerdings ohne Kompetenzen. Sie dürfen niemanden aufhalten, sondern nur Beobachtungen an die Exekutive melden.

Dementsprechend waren Illegale im Vorjahr im Assistenzeinsatz auch kaum ein Thema: Laut Fekter konnten aufgrund der Meldungen der Soldaten lediglich acht Illegale aufgegriffen werden. Und im Kampf gegen die Schlepper war der Grenzeinsatz überhaupt völlig wirkungslos: Kein einziger Schlepper konnte aufgrund dieser Meldungen gefasst werden. Das war früher einmal anders: Zwischen 1990 und 2007, als es noch eine echte Grenze gab, wurden 80.000 Illegale aufgegriffen.

 

Kosten von 22 Millionen Euro

Kritisiert wurde der Grenzeinsatz in der Vergangenheit immer wieder. Erstens von Verfassungsjuristen, die keine tragfähige rechtliche Basis für den Einsatz der Soldaten sehen, und zweitens durch den Rechnungshof, der das Instrument für wenig effizient hält. Die Prüfer kamen nämlich auf jährliche Kosten von 22 Millionen Euro – was angesichts des Erfolgs viel zu viel sei. Laut Rechnungshof könnte man um das gleiche Geld eine 270 Mann starke Polizeitruppe aufstellen. Immerhin: Der Grenzeinsatz neigt sich dem Ende zu. Für heuer wurde er ein letztes Mal verlängert, bis zum Jahresende wird die eingesetzte Truppe kontinuierlich reduziert.

 

Sicherheitsdoktrin: Vor Einigung

Beim Streitthema Sicherheitsstrategie könnte es noch dieses Wochenende eine Einigung geben, kündigte Vizekanzler Josef Pröll am Mittwoch an. Es sei aber noch intensive Arbeit notwendig. Die Koalition hat sich darauf geeinigt, erst eine Sicherheitsdoktrin vorzulegen und dann erst über die Abschaffung der Wehrpflicht zu verhandeln.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.02.2011)

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487 Kommentare
 
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Gast: Cappu
09.11.2011 19:27
0 0

Bundeswehr

Die Bundeswehr ist selber schuld an ihrer lage. Sie verarscht die Jugend. Von wegen sie bekommen keinen zulauf von Jungen Menschen mit gutem Schulabschluß. Glaube wenn man ein Abi hat und Sportlich fit ist, sollte das doch eine gute vorraus setzung sein. Aber finden dann wirre ausreden um sie nicht zum Offizier zu zu lassen. Rede da aus eigener erfahrung. Angeblich plötzlich Gicht Knie kaputt. Haben alles nach untersuchen lassen. Nichts stimmt davon. Sie wollten einfach Leute mit guten Schulabschluß als einfache Soldaten haben. Von 120 anwertern sind nur noch 20 da. Von wegen geh zur Bundeswehr mach Karriere. Geh zur Bundeswehr und verkaufe dich unter wert. Die suchen Kanonenfutter. Durch den mist ein Jahr verloren und super Lehrstelle ausgeschlagen. Jetzt aus verzweiflung Soziales Jahr. Sollten sich schämen so mit unserer Jugend um zu gehen.

fireone
01.03.2011 11:11
0 0

Keine Freiwilligen

und da will unser Verteidigungszivi ein Freiwilligenheer aufstellen? Wie soll das funktionieren?

Gast: PolitischeBildung
27.02.2011 02:51
0 0

Eine Volksbefragung ist kein Bürgerentscheid

der werte Wähler wird um seine Meinung gebeten, die dann vom werten Parlament mit seinen angeblich unabhängigen, nur ihrem Gewissen verpflichteten Abgeordneten berücksichtigt werden kann oder auch nicht.

Bindend ist nur eine Volksabstimmung, wie sie z.B. von Kreisky zur thermonukleare Energiegewinnung durchgeführt wurde.

Aber soviel Verantwortung will man den 16-jährigen, die jetzt auch mitstimmen dürfen, nicht zumuten.

Gast: Taurus
24.02.2011 14:55
0 0

Vernichtung von Budgetmitteln

Allein schon wegen der Aufrechterhaltung dieser Farce sollte Darabosch den Hut nehmen. Dem Heer, dem das Geld hinten und vorne abgeht, diesen Schwachsinn auch noch aufzuhalsen ist eine bodenlose Frechheit.

Antworten facts
24.02.2011 17:26
0 0

Re: Vernichtung von Budgetmitteln

Die Fekter hängt da *genauso* mit drin. Die muss nämlich den AssE anfordern.

Antworten Antworten Gast: Taurus
25.02.2011 17:38
0 0

Re: Re: Vernichtung von Budgetmitteln

Schon, nur dem Innenministerium kostet das nix.

Aber der Auftrag war ja

ein "subjektives Sicherheitsgefühl" zu produzieren. so gesehen war der Einsatz seehr erfolgreich!

Gast: 1. Parteiloser
24.02.2011 12:38
1 1

Typische Leistungen einer beamteten Organisation!

750 Beschäftigte haben in einem Jahr 711 Meldungen gemacht!

Es gibt nichts was so lächerlich ist wie eine beamtete Landesverteidigung.

Wahrscheinlich müssen Aggressoren erste einen Antrag stellen und dafür einen Haufen Formular ausfüllen, bevor diese Österreich angreifen. Wenn diese Glück haben, dann wird dieser Antrag, nach mehreren Einsprüchen, nach 10 Jahren dann rechtsgültig.

Diese beamteten Totalversagern, samt deren Führungsverantwortlichen, den Politikern, missbrauchen für das eigene Versagen dann noch junge Österreicher, welche eher mehr Sinn im eigenen Leben suchen würden.

Gast: Halbwissen
24.02.2011 11:38
0 0

bei meinem Nachbar ( ein Bauer )

hausen schon 8 Illegale im Wohnwagen

Antworten Gast: Woodquartler
24.02.2011 12:39
0 0

Re: bei meinem Nachbar ( ein Bauer )

Wahrscheinlich hat sich dieser Bauern schon auf eine Änderung der Förderungen eingestellt. Er erwartet eine Agrarförderung, wenn er Illegale zum Arbeitseinsatz bringt und einen Bonus, wenn es mehr als 5 Illegale pro Landwirtschaft sind.

Gast: plebs potus
24.02.2011 11:30
0 0

die wahren Blockierer und Kassierer

man errinere sich noch an Rudolf Fussis Anti-Eurofighter VB, den Legitimationsausschuss mit dem man Peter Pilz psychologisch versenkt hat und all die KAssierer im Dunstkreis unseres parteifreiesten Finanzministers überhaupt

Gast: Anderl74
24.02.2011 10:08
3 1

die Schwester von Herrn Darabos...

betreibt eine Unterkunft, welche ebenfalls DIREKT von der Präsenz des Bundesheeres im Burgenlad profitiert. Zu deutsch, die Schwester der Verteidungsministers vermietet Unterkünfte an das Bundesheer, das sich zwar objektiv betrachtet in einem sinnlosen und teuren Einsatz im Burgenlad befindet, aber subjektiv betrachtet wichtig ist. Jetzt weiß ich auch, was Niessl und Darabos letztes Jahr zur Burgenland-Wahl mit dem 'subjektiven Sicherheitsempfinden' gemeint haben :-) Lieber ORF, wäre das nicht einmal eine schöne, aufblasbare Geschichte für ein Journal oder für den Report? Ihr vom ORF seid doch Profis im Aufblasen von Geschichten - freilich, bloß solange es den politischen Gegner betrifft. Hier geht es ja um die eigene linke Partie.

Darabimo
24.02.2011 08:52
3 0

22 Millionen...

...für das subjektive Sicherheitsgefühl der Burgenländer. Wir haben`s ja eh, nicht war Herr Verteidigungsminister?

Gast: Österreicher
24.02.2011 01:12
8 0

Was sich das BM f LV da leistet, ist blanke Verschwendungsuchtd

und grenzt an Amtsmißbrauch!

Antworten 19dino61
24.02.2011 14:16
0 0

Re: Was sich das BM f LV da leistet, ist blanke Verschwendungsuchtd

Falsche Adresse - die Politik trifft diese Entscheidung. Dieses Posting bitte an eine andere Adresse als das Verteidigungsministerium zu senden! Zuerst nachdenken - dann in die Tasten klopfen!

Gast: Steinbrenner
24.02.2011 01:01
5 0

Wer macht wirklich profit vom "Grenzeinsatz"?

der BMLV und seine freunderl!!
Genug ist genus!!

facts
24.02.2011 00:51
3 1

Was soll der Schwachsinn?

Jeder Standort, an dem nicht mind. 1000 Soldaten stationiert sind, gehört zugedreht (ausser ev. spezielle Einrichtungen wie zB Zeltweg, LRÜ, ...)

Das erhalten der vielen Liegenschaften kostet ja auch Geld! Ja, ja ... Steuergeld läßt sich leicht ausgeben ....

gummibär
23.02.2011 22:43
6 1

Die falschen Kriterien

Der Bundesheereinsatz ist sehr wohl ein Erfolg. Der Sinn des Einsatzes ist nämlich nicht, wie vielleicht viele glauben, eine Reduktion von Kriminalität und illegalem Grenzübertritt. Das Ziel der Umsatzsteigerung bei lokalen Bäckereien und anderen Wirtschaftsbetrieben in dieser "unterentwickelten Region" incl. Verbundenheit der lokalen Bevölkerung zu "unseren Politkern" wurde nämlich erfüllt - ein voller Erfolg!!!! Daß bei der übrigen österreichischen Bevölkerung durch eine solche Politik der Würgereiz ausgelöst wird ist irrelevant.

JoL
23.02.2011 22:07
8 0

Interessant ist ...

... seit beschlossen wurde, dass der Assistenzeinsatz ausläuft, ward für den Herrn Verteidigungsminister die Wehrpflicht plötzlich nicht mehr in Stein gemeisselt!!!

Antworten galli leo
24.02.2011 11:59
0 1

Re: Interessant ist ...

und darin sehen sie eine kausalität?

was ist dann der "assistenzeinsatz" in der BRD? auch dort hat guttenberg sich vor ca 1 jahr pro allgemeine wehrpflicht ausgesprochen. und ein halbes jahr später hat er ein berufsheer besser gefunden.

(positive) begründung für den sinneswandel dort und hier: die globale situation für militärische notwendigkeiten hat sich geändert und wurde erkannt.

(negative) begründung: die BILD und die kronenzeitung haben es gefordert, der minister tut was ihm aufgetragen wird.

Antworten Antworten JoL
24.02.2011 13:10
0 0

die Standhaftigkeit von Politikern

ist eben auch in Stein gemeisselt.

Und ja ich wette, würde der AsseSchengen weiterlaufen, hätte weder der Michl noch der Sportbert eine Wehrdienstdiskussion vom Zaun gebrochen. (I wett' um an Doppler).

Global ändert sich gerade einiges, dass Stimmt, auch Geopolitisch. Ob das etwas mit der Wehrpflicht zu tun hat, steht auf einem anderen Blatt.

Interessant ist: Ich habe gestern Abend auf N24 eine Werbeeinschaltung (zur Personalwerbung) von der Bundeswehr gesehen.

&

Schweden bekommt sein Freiwilligen auch nicht so recht, in der gewünschten Qualität, zusammen.

7 0

Re: Interessant ist ...

Na ja, die Wahlschlacht im Burgenland geschlagen, mit einem blauen Auge davongekommen, das muss einem schon was wert sein. Was sind schon 22 Millionen die einer nicht selber zahlen muss. Und bitte die Umwegrentabilität nicht vergessen. Hat nicht einer der Verwanten von Darabos ein Quartier and das Militär und damit an die Grundwehrdiener vermietet. Ich kann mich zwar nicht sogenau erinnern, aber damit bin ich ja in guter Gesellschaft.

Antworten Antworten Gast: timeo
24.02.2011 08:54
4 0

Re: Re: Interessant ist ...

Assistenzeinsatz des BH u. Darabos's Schwester/Schwager:

In einem Berichte in "Heute", sind die Soldaten angeblich in einem Haus in Kroatisch Minihof untergebracht, das Darabos's Schwester u. Schwager gehört. Dies hat Darabos auch bestätigt.
Dafür soll der Darabos's Schwager lt. diesem Bericht jährlich vom Bundesheer knappe € 4o.ooo,- Miete bekommen.
Angeblich hat es im Mittelburgenland vor dem Fall der Schengengrenzen 6 Bundesheer-Stützpunkte gegeben. Jetzt gibt es nur noch 1 Stützpunkt, nämlich den im Hause von Darabos's Schwester.

Ein Schelm, der dabei Schlechte denkt, dass ein längerer Assistenzeinsatz Darabos's Schwester u. Schwager.
.

1 0

Re: Re: Re: Interessant ist ...

No wer sagts denn, wenn die € 40000 im Jahr stimmen dann sind das € 3333 pro Monat. Was ist das für ein Haus für das diese Summe in der Gegend gerechtfertigt sind???
Fragen über Fragen, keiner beantwortet sie.
Aber das ist ja sicherlich KEIN FALL für den Korruptionsstaatsanwalt.
Man ist sich ja nicht sicher soll man weinen oder lachen.

Gast: O.P.
23.02.2011 22:03
0 4

A B S C H R E C K U N G


lässt sich nicht so einfach erfassen.

Danke Burschen !
Danke Darabos !

(Man vergleiche einmal die hohe Zahle der Bankomatdiebstähle in NÖ mit der geringen Zahl in unserem Grenzgebiet)

Antworten Gast: HuabaBua
24.02.2011 07:16
0 0

Re: A B S C H R E C K U N G

Und dann vergleich einmal die geringe Zahl der Morde, Diebstähle, Autounfälle und Raubüberfälle in NÖ mit den Zahlen vom Burgenland. Der Bundesheereinsatz ist ja echt wahnsinnig erfolgreich!

Oder liegt es vielleicht daran, dass das Burgenland weniger Einwohner hat als NÖ?

 
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