BZÖ gegen Wehrpflicht und für Nato-Beitritt

11.03.2011 | 12:24 |   (DiePresse.com)

Das BZÖ hat ein eigenes Modell zur Sicherheits- und Verteidigungspolitik präsentiert.

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Der stellvertretende BZÖ-Klubobmann Herbert Scheibner hat am Freitag bei der Klubklausur in Klagenfurt das orange Modell zur Sicherheits- und Verteidigungspolitik präsentiert. Kernpunkte darin sind die Aussetzung der Wehrpflicht und der Beitritt zu militärischen Bündnissen. Der frühere Verteidigungsminister drängte auf Veränderungen: "Das gefährlichste wäre, alles so zu belassen, wie es ist."

Beim BZÖ-Konzept handle es sich um einen Diskussionsvorschlag. "Das ist für uns nicht in Stein gemeißelt", meinte Scheibner. Um den globalen Herausforderungen begegnen zu können, wäre der Beitritt Österreichs zur Nato notwendig. Im Programm heißt es dazu: Österreich soll in alle sicherheitspolitisch relevanten Organisationen - inklusive Nato - eingebunden werden.

Anstelle der Wehrpflicht ist ein Freiwilligenheer, bestehend aus Berufssoldaten und einer starken Milizkomponente angedacht. Hierfür müssten natürlich Anreize geschaffen werden, so der stellvertretende Klubchef. Zum Katastrophenschutz schlägt das Bündnis einen freiwilligen "Bürgerdienst" vor sowie die bessere Förderung und Koordinierung der vorhandenen Strukturen etwa mit den Freiwilligen Feuerwehren oder dem Roten Kreuz.

Reiter: "Stehen vor Völkerwanderung"

Als Vortragender zum Thema "Neugestaltung der Landesverteidigung" war der Militärexperte Erich Reiter geladen. Angesichts eines fehlenden Feindbildes befinde sich Österreich in einer "komfortablen" Lage, sagte er. Eine Bedrohung aber sieht Reiter in der Migration. Darauf müsse global reagiert werden: "Die Migration heute ist wahrscheinlich nur der Vorlauf einer noch viel stärkeren. Wir stehen vor dem Beginn einer großen Völkerwanderung."

Reiter kritisierte, dass Österreich bei der Heeresausrüstung die Entwicklungen "verschlafen" habe. Die Ausstattung des Bundesheeres entspreche nicht modernen Standards, sondern befinde sich auf dem Niveau der 80er-Jahre. "Das einzig moderne ist der viel kritisierte Eurofighter", dieser habe jedoch von späteren Ministern nicht die heute notwendige Ausstattung bekommen. Reiter sprach sich auch für ein professionelles Berufsheer aus. Zwar sei die Wehrpflicht "an sich eine gute Sache", aber derzeit würden nur rund zehn Prozent eines Jahrganges tatsächlich militärisch ausgebildet: "Wir produzieren mit der Wehrpflicht keinen einzigen Soldaten." Gleichzeitig werde aber ein großer Teil des Budgets hierfür aufgewendet, kritisierte er.

 

(APA)

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220 Kommentare
 
12 3 4 5
Gast: Pol e Mik
06.06.2011 13:46
0

Freiwilliges Sozialjahr......

....gibt es ja jetzt auch bereits...nur komisch: keiner geht hin. Vor allem KEINE!

Da scheinen alle bei Freiwillig die Option: "dann ohne mich" zu begrüssen!

Gast: aca
06.04.2011 13:18
1

....

Klar sind die Jungen dafür, sie waren ja auch zu Jung um mitzukriegen was war als die Jugoslawen nach Kärnten wollten, sie haben nie ein gutes Bundesheer gesehen, denn es wird seit jahr und Tag vor allem in der Ausbildung der Wehrdiener so gespart das kaum mehr funktionierene Ausbildung möglich ist.

Klar sind die Jungen dafür, denn denen redet man die ganze Zeit ja auch ein wie sinnlos das Bundesheer sei (ist es auch wenn man nicht endlich in die Ausbildung investiert).

Ein junger.

Kreuzelschreiber!

Ich glaube der Verteidigungs-Nobby hat ein paar Kreuzlschreiber abkommandiert!

Gast: Jet-Nick
16.03.2011 10:35
0

Ja liest das keiner mehr genau?

Bitte, das schlagt sich doch...!

Da oben steht betr. Jugendstudie, ein Großteil befürworte ein "freiwilliges Sozialjahr mit einer monatlichen Entschädigung von 1200 Euro"...!

BITTE WO IST DA WAS FREIWILLIG? Gerade jetzt haben wir das "EU-Jahr der Freiwilligenarbeit", in der Definition dazu hat der Regionalausschuss des EU-Parlaments (nicht der pöhsen Kommission) ausdrücklich in den Begriffsbestimmungen festgehalten, dass Freiwilligkeit "UNENTGELTLICHE Tätigkeit außerhalb des Wohnsitzes" meint!

Es gibt KEIN freiwilliges UND bezahltes Sozialjahr und es gibt auch keine Freiwilligenmiliz beim Bundesheer! Das sind bezahlte Sozialarbeiter und bezahlte Berufssoldaten, auf Zeit...! Da muss doch jedem echten Ehrenamtlichen der Veitel im Sack aufgehen, wenn sich so ein 1200-Euro-"Freiwilliger" zu ihm ins Auto schwingt!

Wieso wird die Verhunzung dieses Begriffes so völlig hirnlos überall übernommen??

Re: Ja liest das keiner mehr genau?

Freiwilligkeit ist nicht gleich Ehrenamt - Sie verwechseln da was.

Freiwilligkeit soll bedeuten im Gegensatz zu Pflicht - wie jetzt eben bei der Wehrpflicht oder dem Wehrersatzdienst. Beides macht man nicht freiwillig, sondern der Staat schreibt es vor (es sei denn, man ist untauglich).

Der freiwillige Sozialdienst ist hingegen nicht verpflichtend, man kann sich aussuchen ob man ihn machen möchte oder nicht.

Und es ist ja auch ganz logisch: je mehr Bezahlung man dafür anbietet, desto attraktiver wird er sein. Wie bei allen anderen Jobs auch.
Einem Berufssoldaten kann man auch nicht mit Kost und Logis kommen wie jetzt den Wehrpflichtigen. Da muss man sich auch was Besseres einfallen lassen. Gleiches gilt für den Sozialdienst.

;)

warum die Wehrpflicht bleiben muss;
Österreich ist ein sehr kleines Land, die Landesverteidigung ist Sache jeden Bürgers, wir können uns kein Berufsheer in einer azeptablen Grösse leisten und es macht auch keinen Sinn, wir sind neutral, ein Büdnis mit anderen Staaten kommt nicht in Frage, besser eine Miliz in einer ordentlichen Stärke als ein kleine Berufsarmee die nicht in der Lage ist im Fall des Falles das ganze Land zu verteidigen.
Die Wehrpflicht (Zivildienst) ist eine Einstellungssache und ein Grundrecht jeden Österreichers, dieses Recht hat zu bleiben!

Antworten Gast: cro 1986
28.03.2011 09:32
0

Re: ;)

Österreich ist sei 1994 nicht mehr neutral oder wie komm es das Österreichs heer in koso ist(mit Waffen).Sehr Neutral

irgendwie cool,

dass da im forum offenbar die jusos eingefallen sind und bewerten.

vorgabe von der laura?

bis die neuen doktrin

und die aufgaben festgelegt sind, muss die wehrpflicht bleiben.

den einzigen, den man aussetzen muss, ist dieser darabos!

19

WEHRPFLICHT ist EWIG-GESTRIG

daher: weg damit, so rasch wie möglich.
ob über den Umweg des Aussetzens ist auch schon egal.

Darabos macht seine Sache so gut er kann - trotz massiver Gegenwehr der Beamtenschaft und deren willfähriger Klientel, die sich in ihren Bereichen ( NICHTS-TUN, NICHTS-KÖNNEN ) bedroht fühlt.

ZURÜCKGETRETEN ist er schon, der ÖVP WEHR-(PFLICHT)-SPRECHER K A P E L L E R !

DER ( Kapeller ) wollte auch PFLICHT für alle ANDEREN, nur für ihn selber gibt's (gab's) wohl keine. ( *lol* )

Erstaunlich ist das schon,

wieso Darabos noch nicht längst zurücktreten musste. Der muss aber eine besondere Protektion bei haben.

Re: Erstaunlich ist das schon,

bei weg - ich wollte es nicht aussprechen, bei wem :)

Gast: AlterKämpfer
15.03.2011 18:11
1

Kompromißbereit?

Darabosch braucht eine 2/3-Mehrheit, da wird er wohl nachgeben müssen!

Maß für Unfähigkeit: Millidarafey!


Re: Maß für Unfähigkeit: Millidarafey!

Und 1000 Millidarafey sind der Supergau!

Auch Aussetzen vom Verteidigungskasperl wäre gut! Im Dschungelcamp aber "Ohne Rausholen"!


Gast: Taurus
15.03.2011 17:57
4

Oh Gott !

Wieder einmal eine Runde inhaltsleer im Kreis herumgeredet. Wann nimmt das ein Ende ? Scheinbar leider nie. Genauso unausrottbar wie die Meinung der werten Mitbürger, die noch immer glauben wir würden auf einer Insel der Seeligen leben.

Antworten Gast: Huch
15.03.2011 18:18
0

Re: Oh Gott !

Leben wir nicht?

fragwürdige Interpretation

Jetzt hat sich der Bertl wohl doch endlich mal das Konzept aus Deutschland angesehen, aber er hat´s eben bis jetzt noch nicht ganz begriffen, was der Unterschied ist zwischen "abschaffen" und "aussetzen". Sogar der Lackner vom Profil steht ihm hilfreich zur Seite und meint in seinem Artikel, dass der Bertl doch eh immer nur vom "aussetzen" gesprochen habe. Ab mit dieser Witzfigur in Gegenden, wo er nichts mehr anstellen kann, als Landeshauptmann von Westungarn würd er sich doch gut machen, dann braucht er plötzlich wieder die Grenzsicherungen, denn schließlich sind ein Großteil der damit Beschäftigten in Unterkünften der Familie Darabos untergebracht.

hahaha

Jetzt hat sich der Bertl wohl doch endlich mal das Konzept aus Deutschland angesehen, aber er hat´s eben bis jetzt noch nicht ganz begriffen, was der Unterschied ist zwischen "abschaffen" und "aussetzen". Sogar der Lackner vom Profil steht ihm hilfreich zur Seite und meint in seinem Artikel, dass der Bertl doch eh immer nur vom "aussetzen" gesprochen habe. Ab mit dieser Witzfigur in Gegenden, wo er nichts mehr anstellen kann, als Landeshauptmann von Westungarn würd er sich doch gut machen, dann braucht er plötzlich wieder die Grenzsicherungen, denn schließlich sind ein Großteil der damit Beschäftigten in Unterkünften der Familie Darabos untergebracht.

Gast: Walter g
15.03.2011 16:37
5

Nur ein Narr, nimmt Darabos noch ERNST !


Antworten Gast: Jungmann
15.03.2011 16:49
7

Re: Nur ein Narr, nimmt Darabos noch ERNST !

Darabos schaut nach vorne, der weiß genau, was zu tun ist im Gegensatz zu vielen anderen, die am liebsten auf der Stelle treten würden oder gar zurück in die Vergangenheit, wo sie alle in ihren nationalen Käfigen gehockt sind und Nabelschau betrieben haben (und viele heute noch tun).

Also: Ein Befufsheer muss her und der Natobeitritt. Das kommt so oder so.

Und Zivildienste hat es vor der Einführung der Möglichkeit des Wehrdienstverweigerns auch nicht gegeben. Und warum soll es jetzt auf einmal nicht mehr ohne Zivildienst gehen?

Re: Re: Nur ein Narr, nimmt Darabos noch ERNST !

weg mit der wehrpflicht !!
Die einzigen , die dagegen halten sind die mit folgenden Motto: ' ich war damals auch bei der Wehrpflicht, also muss die heutige Jugend dasselbe durchmachen! '

Re: Re: Re: Nur ein Narr, nimmt Darabos noch ERNST !

Durchmachen?

Schauen sie sich um in der Welt! Welche Armee "hilft" gerade dem Regime in Bahrain?
Aber keine Angst, uns wird auch bald "geholfen" werden, dann müssen zumindest sie nichts mehr durchmachen!

Re: Re: Re: Re: Nur ein Narr, nimmt Darabos noch ERNST !

Die Juso Rotstricherlbrigade ist aber ganz schön dezimiert!
Vergesst nicht ein auf ein rotes Stricherl, wenn euch ein Berufsrambo dereinst eine reinwürgt! :-)

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: .
15.03.2011 17:59
6

Re: Re: Re: Re: Nur ein Narr, nimmt Darabos noch ERNST !

Ja, ja - Sie sind auch so einer, der denkt, das Bundesheer hätte die Russen oder die Nato oder beide gleichzeitig aufhalten könne, wenn die bei einer Eskalation des Kalten Krieges bei uns einmarschiert wären. Träumen Sie einfach weiter, macht ja nichts...

 
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