26.05.2012 11:37 | Meine Presse Merkliste 0

Strache: "Faymann die Blutwurst, Pröll die Leberwurst"

12.03.2011 | 17:47 |   (Die Presse)

Martin Wuttke liest Heinz-Christian Strache ein Märchen vor. Amüsiert sich über freiheitliche Wahlkampfslogans. Und spricht mit dem Obmann der FPÖ über Traummänner, Elias Canetti und Karl-Theodor zu Guttenberg.

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Martin Wuttke: Herr Strache, Sie sehen blendend aus, wenn ich das sagen darf. Ich bin etwas zerknittert, ich muss mich entschuldigen. Ich komme gerade aus Hamburg von einer Ausstellungseröffnung, die heißt „Traummänner", da hängt auch ein Foto von mir. Sind Sie ein Traummann?

Heinz-Christian Strache: Nein. Ich habe so viele Schwächen und Fehler, da ist man ganz weit weg von Träumen. Jeder hat seine Fehler und Schwächen. Das Menschsein macht uns so liebenswert. Schönheit in der äußerlichen Form ist ja nicht die wahre Schönheit. Die kommt von innen, sagt man.

Aber eine bestimmt Form von Attraktivität gehört doch sicher auch zum politischen Geschäft.

Geschmäcker sind verschieden. Aber natürlich schaue ich darauf, dass ich gepflegt bin, auf meine Sauberkeit achte und Sport betreibe.

Haben Sie ein besonderes Verhältnis zum Theater?

Das Burgtheater, an dem Sie auch tätig sind, kennt natürlich jeder. Und natürlich habe ich es auch besucht. Mit dem Theater selbst hatte ich aktiv zuletzt in meiner Schulzeit zu tun. Ansonsten habe ich mich nicht für den Weg der Schauspielerei entschieden.

Sie kommen ähnlich wie ich aus eher einfachen Verhältnissen.

So ist es, ja.

So etwas wie dieses palastartige Theater, das Burgtheater, hat mich als Jungen, der aus Arbeiterverhältnissen kommt, eingeschüchtert. Das war erst einmal gar kein Ort, zu dem man sich hingezogen fühlte. Das hatte etwas Befremdliches. Für mich war das ein merkwürdiger Prozess, damit vertraut zu werden. Ich nehme an, Sie bewegen sich auch auf einer Bühne, dem politischen Parkett, die sich einem nicht sofort erschließt, wenn man aus bescheidenen Verhältnissen kommt. Haben Sie sich da sofort wohl gefühlt oder hat es eine Zeit gedauert, ehe Sie sich orientieren konnten?

Wenn man aus einer Familie kommt, die ärmer ist, bekommt man auch in der Kindheitsentwicklung mit, welche sozialen Unterschiede es gibt. Aber ich habe nie Neid empfunden, das war eine ganz wesentliche Stärke. Ich habe auch immer an meine eigene Gestaltungsfreiheit geglaubt - und an meine Entwicklungsmöglichkeit. Es ist wichtig, dass man sich von der Gesellschaft nicht einreden lässt, es sei eine Frage der gesellschaftlichen Herkunft, was man im Leben erreichen kann. Dieses Selbstbewusstsein hat sich entwickelt. Jeder Mensch wächst in seinem Leben.

Ihr Name - ich bin ja Berliner - ist mir vor Jahren erstmals in einem Wahlkampf begegnet. Ich war in Wien, und man wurde belästigt von den vielen grinsenden Gesichtern. Mir ist ein Wahlplakat in Erinnerung geblieben. Darauf stand „Daham statt Islam. Da müsste jeder Theaterautor neidisch sein. Ist Ihnen das eingefallen?

Das ist einer Gruppe meines Mitarbeiterstabes eingefallen.

Ich habe da an Volkstheater gedacht, an Operette. Neulich gab es auch was mit „Wiener Blut", stimmt das?

Ja.

Für mich hat der politische Raum, das ganze Treiben darin, den vergangen Jahren verstärkt etwas Operettenhaftes bekommen. Auch wenn man an die politischen Figuren denkt, an Berlusconi oder Sarkozy. Viele Politiker entwickeln im Laufe der Jahre so etwas seltsam Figurenhaftes. Oder wenn man Che Guevara oder Fidel Castro hernimmt: Die werden zu Kunstfiguren. Was ist das? Was passiert da?

Beginnen wir einmal bei den Plakaten. Wir leben in einer freien Gesellschaft - mit der Freiheit der Kunst, der Freiheit der Demokratie. Es ist keiner gezwungen, ein Theaterstück zu besuchen. Und es ist auch die freie Entscheidung, welchem lächelnden Gesicht man Vertrauen schenkt. Und dann gibt es da den entscheidenden Unterschied: Viele Politiker sind heute alt, verstaubt, sie geben auch inhaltlich vieles zum Besten, was einstudiert, nicht echt ist. Der glaubt ja den Unsinn, den er da verzapft, nicht einmal selbst.

Spielt denn das Authentische noch so eine große Rolle?

Das spielt die entscheidende Rolle. Wer Authentizität lebt, bei dem spürt man das. Da kann man sagen: „Ich teile seine Meinung nicht, aber man spürt, dass er es ehrlich meint." Das ist - bei meinen vielen Fehlern - auch eine der Stärken, die ich habe.

Elias Canetti hat sinngemäß einmal gesagt: Was wäre, wenn die Menschheit aus der Realität rausgerutscht wäre? Ich sage das jetzt deswegen, weil es im politischen Geschehen so einen bestimmten Anteil an Irrealem gibt. Wir machen immer das Gleiche, was zu einem bestimmten Zeitpunkt Sinn gemacht hat, aber das ist eigentlich mittlerweile so eine Art Simulation. Wenn ich mir das politische Geschehen so ansehe, dann gibt es doch eine Menge Anzeichen dafür, dass da was Wahres dran ist. Verstehen Sie, was ich meine?

Ja. In anderen Worten ausgedrückt: Der einfache Bürger hat heute oft den Eindruck, alles sei vorgegeben. Da gibt es die großen Konzerne dieser Welt und die großen Banken dieser Welt, und dazwischen darf der Politiker die Marionette spielen, der vorgegeben wird, was zu passieren hat. Das entspricht gar nicht mehr dem, was die Menschen eigentlich wollen. Diese Ohnmacht in unserer Gesellschaft wird spürbar, ohne dass die Menschen das verbal zum Ausdruck bringen können.

Hätten Sie eine Idee, wie man aus diesem Zustand zurückkehren könnte - zu so einer Art Realität?

Indem man einfach wieder die Menschen in den politischen Prozess mit einbezieht. Indem man direktdemokratische Instrumente endlich verstärkt. Und die Menschen in den politischen Prozess wieder hereinholt, um der realen Entwicklung zu entsprechen. Auch wenn das eine oder andere Netzwerk sich das nicht wünscht.

In Deutschland gibt es den Fall Guttenberg. Eine höchst seltsame Geschichte. Da hat einer den Doktortitel erschwindelt. Etwas, was in der Zeit, in der ich aufgewachsen bin, in den Sechzigerjahren, jedem Politiker das Genick gebrochen hätte. Das hätte seine Integrität so stark beschädigt, jeder Lehrer hätte gesagt: Wer einmal betrügt, dem glaubt man nicht. So bin ich erzogen worden. Auf der anderen Seite ist es so, dass Guttenberg noch immer der populärste Politiker in Deutschland ist. Und wenn es eine Direktwahl des Bundeskanzlers gäbe, hätte er gute Chancen zu gewinnen.

Das ist wohl das beste Beispiel, dass die Resozialisierung in der Realität funktioniert. Weil jeder Mensch weiß, dass er Schwächen hat und Fehler macht. Man würde sich auch selbst wünschen, dass man den einen oder anderen Fehler verziehen bekommt. Dieses Grundbedürfnis der Menschen nach Verzeihung ist auch etwas zutiefst Christliches. Die Menschen erkennen, dass auf Guttenberg eine Hexenjagd stattgefunden hat. Er war manchen zu erfolgreich. Es hat alles zu perfekt gepasst. Und dann kommt der Punkt, über den er dann selbst gefallen ist. Aber auch das können die Menschen richtig einschätzen.

Sie glauben also an die Kompetenz der Mehrheit.

Es kann Verfehlungen geben. Aber jeder Mensch sagt auch, man solle nicht päpstlicher sein als der Papst und verzeihen können. Diese Verzeihungskultur hat ja auch in Deutschland große Tradition. Dem Paolo Pinkel (eigentlich „Paolo Pinkas", in der Kokainaffäre bekannt gewordenes Pseudonym von Michel Friedman, Anm. d. Red.) wurde ja relativ rasch nach seinen Verfehlungen verziehen, und er ist wieder zurückgekommen in die mediale Arena. Das ist heute kein Thema mehr. Da hat die Bevölkerung schon ein gutes Gespür, wann man verzeiht und wann nicht.

Mögen Sie Märchen?

Ja.

Darf ich Ihnen eines vorlesen? Auf eine seltsame Weise erinnert es mich an das politische Leben. Es heißt „Die wunderliche Gasterei" und ist von den Gebrüdern Grimm: „Auf eine Zeit lebten eine Blutwurst und eine Leberwurst in Freundschaft, und die Blutwurst bat die Leberwurst zu Gast. Wie es Essenszeit war, ging die Leberwurst auch ganz vergnügt zu der Blutwurst. Als sie aber in die Haustüre trat, sah sie allerlei wunderliche Dinge, auf jeder Stiege der Treppe, deren viele waren, immer etwas anderes. Da waren ein Besen und eine Schippe, die sich miteinander schlugen, dann ein Affe mit einer großen Wunde am Kopf und dergleichen mehr. Die Leberwurst war ganz erschrocken und bestürzt darüber, doch nahm sie sich ein Herz, ging in die Stube und wurde von der Blutwurst freundschaftlich empfangen. Die Leberwurst hub an, sich nach den seltsamen Dingen zu erkundigen, die draußen auf der Treppe wären, die Blutwurst tat aber, als hörte sie es nicht oder als sei es nicht der Mühe wert, davon zu sprechen, oder sie sagte etwa von der Schippe und dem Besen: ,Es wird meine Magd gewesen sein, die auf der Treppe mit jemand geschwätzt hat‘, und brachte die Rede auf etwas anderes. Die Blutwurst ging darauf hinaus und sagte, sie müsse in der Küche nach dem Essen sehen, ob alles ordentlich angerichtet werde und nichts in die Asche geworfen. Wie die Leberwurst derweil in der Stube auf- und abging und immer die wunderlichen Dinge im Kopf hatte, kam jemand, ich weiß nicht, wer's gewesen ist, herein und sagte: ‚Ich warne dich, Leberwurst, du bist in einer Blut- und Mörderhöhle, mach dich eilig fort, wenn dir dein Leben lieb ist.‘ Die Leberwurst besann sich nicht lang, schlich zur Tür hinaus und lief, was sie konnte; sie stand auch nicht eher still, bis sie aus dem Haus mitten auf der Straße war. Da blickte sie sich um und sah die Blutwurst oben im Bodenloch stehen mit einem langen, langen Messer, das blinkte, als wär's frisch gewetzt, und damit drohte sie und rief herab: ‚Hätt' ich dich, so wollt ich dich!‘" Tolles Märchen, oder?

Ein Märchen, das durchaus aus dem Leben gegriffen ist.

Lässt sich so etwas politisch beurteilen?

Wenn ich mir die Zusammenhänge der aktuellen politischen Landschaft in Österreich ansehe, könnte Faymann die Blutwurst sein und Pröll die Leberwurst.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.03.2011)

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66 Kommentare
 
1 2
Gast: Attilas Yalcin Tülü
18.03.2011 13:30
0 1

JA. Hr: WHISKAS !

(.)

Ilka
14.03.2011 17:58
3 0

Heinz-Christian Strache und

Martin Wuttke, welcher offensichtlich von der Kompetenz der Minderheit der selbsternannten Intellektuellen überzeugt ist, spielt diese Rolle wenig überzeugend!

Strache ist reifer geworden, ruht mehr in sich und bleibt sich treu; ist authentisch!


Gast: trainingsraum
14.03.2011 00:11
0 1

... die Nase ...


Sam Lowry
13.03.2011 20:03
2 3

Naja

"Ansonsten habe ich mich nicht für den Weg der Schauspielerei entschieden. "


Gast: isaak schlomei
13.03.2011 19:31
0 0

verdammtes fehler teufelchen

Pardon: Es müsste natürlich plaudern heißen

Gast: isaak nacherzählte gedankenwut…schlomei
13.03.2011 18:45
0 1

Vielen aus dem Herzen gesprochen

Ausgedachter Kinderkram… paudern es der 11-jährige Franzi, Hansi u.d. Pepi-Seppi in der Klassenkonferenz über heimische PoliProminenz: Der Blaue Strache, ist ein toller Politiker. Der Rote Faymann, ist ein noch tollerer Staatsmann. Der Schwarze Pröll, ist überhaupt der tollste Volksvertreter. Die Mitschüler jubeln. Noch einmal von vorne: Der Blaue Strache, ist ein tollkühner Politiker. Der Rote Faymann, ist überhaupt der heiter-unbeschwerteste Staatsmann. Der Schwarze Pröll, ist eigentlich ein unersetzbarer Volksvertreter. Die Klassenkameraden applaudieren und jubeln wie besessen und springen dabei leichtfüßig-flink auf die Tische. Die Pausenglocke schrillt. Die Schüler stürmen aus den Klassenzimmern. Überrennen dabei drei gerade eingeschulte Pennäler. Nichts kann den Haufen mehr aufhalten, alle wollen sie schleunigst Politiker werden. So einer wie der Blaue Strache wollen sie aber nicht werden. Der Pröll hat es ihnen auch nicht angetan. Gerade der Faymann, der sie an Körpergröße kaum überragt und bei jeder ungünstigen Gelegenheit einen frisch-Lausbubenhaften Grinser von einem Mundende zum anderen schiebt, ist ihnen Berufsvorbild. Horch ich die drei Proponenten aus, warum gerade der Faymann? Die Props (im Chor): Der sei so etwas von ahnungslos und der ist von den dreien daher mit Sicherheit der unschuldigste „VOLKSBELÜGER“. Diesen vorlauten Kindermund muss ich mir unbedingt merken.

Gast: Hätt ich dich, so wollt ich dich
13.03.2011 17:06
3 2

Köstlich!

Ich habe mich herrlich unterhalten! Der interessanteste, radikalste, witzigste Beitrag in der ganzen Zeitung. Gratulation!

Gast: trainingsraum
13.03.2011 15:38
4 4

hallo, diepresse.com

alles in ordnung bei euch? gibt's bald noch mehr originelle interviews? vielleicht konfrontiert ihr herrn faymann mit dem staropposum heidi. oder häupl muß sich vor laufendem tonband mit einer flasche veltliner auseinandersetzen. schlürfgluckschlubberrülps...

Gast: thatslife
13.03.2011 13:02
5 1

das märchen hat er aber nicht verstanden

ausserdem wenn die beiden wurstwaren wären wär der faymann ein wässriger pressschinken wo das wasser ausläuft und der pröll eine fade extrawurst.

Luzius
13.03.2011 12:34
2 0

man sollte das ganz einfache Volk befragen;

das Ergebniss würde man sich aber erst gar nicht veröffentlichen getrauen !

Im Thread "Volksregierung" hängt ein Strache alle anderen mit Abstand ab, wohl auch nur Zufall, oder die falschen Leute befragt ?!

"Wenn ich mir die Zusammenhänge der aktuellen politischen Landschaft in Österreich ansehe, könnte Faymann die Blutwurst sein und Pröll die Leberwurst."

die einzig wahre und aussagekräftige Passage, welche sich diese Regierung hinter ihre unreifen Ohren schreiben sollte !


kotz kotz

Wenn die linkslinken Burgheinis auch noch anfangen, im Dienste ihrer linkslinken Brötchengeber auf des Steuerzahlers Rechnung Politik zu machen, sollten sie lieber aufpassen, daß der Steuerzahler, dem ob dessen nur noch das Kotzen kommt, demnächst nicht endgültig mit Burgheinis, ORF & Co abrechnet.

Daß Strache genau damit spekuliert, ist natürlich klar. Daß er sich dafür aber immer wieder als böses Krokodil im Kasperltheater vorführen läßt, ist auch seiner Wählbarkeit ziemlich abträglich.

Trog
13.03.2011 11:07
7 2

Wie Vitasek im "News" dieser Woche

Künstler werden "pseudo-interviewt" (oder dürfen Interviews wie hier schon selbst führen), um auf alles Nichtlinke hinzuhauen.
"Verstehen Sie, was ich meine?" fragt Wuttke Strache, um dem Leser zu suggerieren, er sei intellektuell nicht fähig dazu.
Das ist schick und sichert weiterhin die Moneten aus dem Kulturbudget und gewogene Berichtestattung in den Zeitungen.

Antworten Vollmeise
13.03.2011 12:32
1 4

Re: Wie Vitasek im

"Verstehen Sie, was ich meine?", war eine vollkommen berechtigte Frage.

Antworten Luzius
13.03.2011 12:27
4 0

Re: Wie Vitasek im

das nennt sich wohl neumoderne Wahlwerbung, und hat eigentlich keinerlei Aussagekraft da der einfache Bürger weder an Theater noch an sonstigem intellektuellem Treiben, dafür aber an seiner eigenen Situation welche spürbar immer schlechter wird (da keine Förderungen wie in der Kunst) interessiert ist !
Amüsant ist auch, das immer wieder die meist linken Intellektuellen sich als die einzig wahren Demokraten sehen obwohl gerade die es nie waren und sein werden/wollen.

Die "linken Intellektuellen"...

.....ein Widerspruch in sich, denn welcher "Linke" ist schon intellektuell?

Antworten Gast: myazaki
13.03.2011 11:40
1 3

Re: Wie Vitasek im

Da haben Sie das News Interview mit Vitasek aber nicht genau gelesen. Von Hinhauen auf alles Nichtlinke war da keine Spur. Nicht immer gleich reflexartig reagieren. Das bringt nichts.

Antworten Antworten Trog
13.03.2011 15:30
1 0

Re: Re: Wie Vitasek im

Ich habe das Interview schon richtig gelesen und verstanden: Vitasek gibt zu, dass man das Offensichtliche (zB in den Gemeindebauten) nicht mehr leugnen könne, und dann kommt der große vom Redakteur (blök!) unwidersprochene Rundumschlag.

Antworten Antworten Gast: feige Sa.
13.03.2011 11:58
6 1

Re: Re: Wie Vitasek im

Aber es stimmt im Kern schon.
Wer in der Öffentlichkeit steht, wird im Zweifel sich lieber auf die linke Seite hauen. Das ist sicherer. Dann hat man von den Medien seine Ruhe. Wer erinnert sich noch an die Aussage von Herrn Lauda? Er hat es „gewagt“ Haider wegen Dancing-Stars zu kritisieren. Was im da für eine Welle entgegenkam, war schon unbeschreiblich. Nix mehr mit Meinungsfreiheit.
Wie erwähnt, im Zweifel lieber dem linken Establishment nach dem Mund reden.
Alles andere kann Ansehen und Karriere kosten.

Antworten Antworten Antworten Gast: myazaki
13.03.2011 12:13
0 3

Re: Re: Re: Wie Vitasek im

Homophobie ist in allen politischen Lagern anzutreffen. Trauen Sie den Künstlern doch ruhig eine eigene Meinung zu, vor allem wenn sie nicht von den "Moneten des Kulturbudgets" abhängig sind.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: feige Sa.
13.03.2011 13:57
2 0

Re: Re: Re: Re: Wie Vitasek im

Nennen Sie mir doch einen Künstler der z.B. beim Thema Zuwanderung Frau Fekter Recht gibt? Oder gar den Strache. Zu einigen Punkten müssen nämlich sogar die Linken den Beiden Recht geben. Aber es traut sich eben keiner offen zu sagen.
Nicht einmal die unabhängigen Künstler. Dass viele beim OHAREF oder einem subventionierten Theater lieber die Gos chn halten, ist schon klar. Aber die anderen?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Vollmeise
13.03.2011 15:53
0 3

Ein Künstler,

der Frau Fekter beim Thema Zuwanderung Recht gibt, muss aber extrem beschränkt in seinen Ansichten sein. Kunst ist Fortschritt und Offenheit und ist nicht kompatibel mit solch rechtem Gedankengut.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: feige Sa.
13.03.2011 16:31
1 0

Re: Ein Künstler,

Gastname Vollmeise trifft es. Sie haben eine Meise, wie der Deutsche sagen würde.
Was ist im Großen und Ganzen so schlecht an Fekters Arbeit?
In anderen Ländern wird genauso gearbeitet. Da gibt es in ganz Europa dieselben Gesetze.
Aber es ist schon klar, eine Meise mit Linksdrall wird es nie kapieren.
Die Rechten sind lernfähig, die Linken eben nicht.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Vollmeise
13.03.2011 16:50
0 1

Re: Re: Ein Künstler,

Vollmeise ist mein registrierter Nick und kein "Gastname". Und nein, ich habe keine Meise, ich bin eine! Sie werden es wohl kaum glauben, aber den Nick trage ich freiwillig und bewußt, näh?

Aus Erfahrung weiß ich, dass eine Diskussion mit Menschen, die sich besonders originell fühlen und "nomen est omen" als ersten Kommentar bringen, völlig sinnlos ist. Oder wollen wir uns über Ihren Gastnamen "feige Sa." unterhalten?

So, im Sinne von: "Meisen sind links und Rechte sind feige", oder so?

Na, sehen Sie. Schönen Tag noch.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: feige Sa.
13.03.2011 17:16
1 0

Re: Re: Re: Ein Künstler,

Ich bin kein Rechter. Ich beobachte nur. Mir ist halt aufgefallen, dass die Rechten sich wandeln und die Linken immer radikaler werden.
Das „Spiel“ dreht sich.
Und Kommentar weiter oben (von 11.58) erklärt eigentlich meinen Gastname.
Um es nicht zu vergessen, Sie sind mit keinem Satz auf das eigentliche Thema eingegangen.

Kunst sei Fortschritt? Wohin?
In eine grenzenlose Gesellschaft ohne Ordnung vielleicht?
Jeder kann kommen und gehen wie er will?
Meise – hmm – jetzt habe ich es. Meise steht für Naivität. Ja klar. Warum bin ich da nicht früher draufgekommen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Vollmeise
13.03.2011 18:28
0 1

Re: Re: Re: Re: Ein Künstler,

Wieso sollte ich auf das Thema eingehen (ich tat es allerdings beim Zweig "Künstler und Fekter"), wenn Sie sich offensichtlich damit mehr beschäftigen, mich und meinen Nick bzw. wofür er steht, zu analysieren? ;)

Und was ist überhaupt das Thema? Strache? Wuttke? Linke? Rechte? Meisen? Nick- und Gastnamen? Künstler? Kunst? Freiheit? Leberwurst? Offenheit?

Bin für alle genannten Themen (bis auf die Nick- und Persönlichkeitsanalysen) zu haben! ;)


Gast: ist es so?
13.03.2011 10:43
4 0

Hallo!

Entschuldigung: Empfinden Sie die Mitglieder der aktuellen Bundesregierung und ihre Zuarbeiter in den Parteien als die Elite der geistigen Kapazitäten in Österreich? Sollen wirklich Kinder (Entschuldigung für diese Übertreibung!) unser Land regieren, im ORF- Aufsichtsgremium den Ton angeben, und der Herr Vizekanzler steht noch immer zu seiner Aussage, dass "Soziale Gerechtigkeit kein Thema" sei, und dass vor allem die "Leistungsträger" (für die wohl als Modell die aktuellen Politiker gelten sollen) möglichst keine Steuern zu bezahlen hätten, und auch die "Freunde" nicht, und Infrastrukturinvestitionen in bizarrer Größe und ohne Sinn durchgezogen gehören, nur weil das offensichtlich dem Komplex aus Banken und Bauindustrie zugesagt worden ist.
Ist das der Ausdruck der offensichtlichen Intelligenz in den Reihen unserer Bundesregierung?
Und dass die Herren und Damen in 90% der offentlichen Wahrnehmungszeit streiten und keifen, das will mich einfach nicht überzeugen, dass es da nicht vielleicht eine bessere Besetzung geben könnte. Kinder an die Macht, meinetwegen, aber dann bitte nicht nur die Kinder der Parteigrößen und deren Freunde !
P.S.: Ich habe noch niemals die FPÖ gewählt, aber einige Erlebnisse und Aktionen aus den Reihen unserer verehrten Regierungsparteien lassen mich überlegen. Und Entgegnungen wie diese sollten ein bisschen Klarheit in die Verhältnisse bringen!

 
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