23.05.2013 05:29 Merkliste 0

Wiener Beamte gehen 3,5 Jahre früher in Pension

25.03.2011 | 17:31 |  Karl Ettinger (Die Presse)

Der Ruhestand beginnt für Beamte in der Bundeshauptstadt im Durchschnitt mit 57 Jahren, im Staatsdienst mit 60,6 Jahren. Die Zahlen sind Wasser auf die Mühlen der Kritiker der Wiener Pensionsregelungen.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

[wien] Nicht nur die viel zitierten Eisenbahner treten den Gang in die Pension besonders früh an. Beamte der Gemeinde Wien sind im Durchschnitt ebenfalls schon vor ASVG-Versicherten im Ruhestand und immerhin dreieinhalb Jahre vor den Beamten im Bundesdienst. Das zeigen die aktuellen Statistiken über das Pensionsantrittsalter für das abgelaufene Jahr 2010. Sie liegen der „Presse" exklusiv vor.

Wiener Beamte haben im vergangenen Jahr im Durchschnitt mit knapp 57 Jahren (exakt sind es 56,96 Jahre) den Ruhestand angetreten. Das geht aus den offiziellen, aber noch nicht veröffentlichten Daten über den Wiener Magistrat hervor. Nicht eingerechnet sind die Vertragsbediensteten unter den Gemeindebediensteten, die mit ihren Pensionen zur Pensionsversicherungsanstalt (PVA) zählen.

Zu den Größenordnungen: Nach dem neuesten Leistungsbericht des Magistrats waren Ende des Vorjahres 64.969 Beschäftigte im Wiener Gemeindedienst tätig. Davon sind bei den Aktiven die Beamten mit 23.912 Personen in der Minderheit gegenüber den Vertragsbediensteten mit 41.075 Beschäftigten.

Als Begründung für das niedrige Durchschnittspensionsalter der Wiener Beamten heißt es im Rathaus, dass beispielsweise Feuerwehrleute oder Müllmänner eingerechnet werden. Das seien Mitarbeiter, die besonders schwere Arbeit verrichteten.

Wasser auf Mühlen der Kritiker

Die Zahlen sind Wasser auf die Mühlen der Kritiker der Wiener Pensionsregelungen. Der Rechnungshof hat in der Vergangenheit aufgelistet, dass bei einer Angleichung an den Bundesdienst in Summe rund 350 Millionen Euro bis 2049 gespart werden könnten. Das SPÖ-dominierte Wien hat bisher Sonderbestimmungen für seine Beamten stets verteidigt. Ein Hauptunterschied besteht darin, dass in Wien Übergangsbestimmungen bis 2042 gelten; für Bundesbeamte ist die Umstellung auf ein einheitliches Pensionsrecht wie für ASVG-Versicherte („Pensionskonto"), die seit 2005 läuft, bis 2028 vorgesehen.

Denn bei den Beamten des Bundes ergibt sich ein anders Bild. Dort gibt es nun ebenfalls erste offizielle Daten. Denen zufolge gab es im Vorjahr knapp 3200 Pensionierungen. Das Durchschnittsalter lag dabei, wie im Büro der für den öffentlichen Dienst zuständigen Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek erklärt wird, 2010 bei 60,6 Jahren. Damit wurde sogar ein kleiner Anstieg gegenüber dem Jahr 2009 mit 60,5 Jahren verzeichnet. Im Bundesdienst ist das anteilsmäßige Verhältnis zwischen Beamten (rund 85.000) gegenüber Vertragsbediensteten (rund 47.000) unter den insgesamt gut 132.000 Bundesbediensteten praktisch genau umgekehrt wie in Wien.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.03.2011)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

101 Kommentare
 
12 3

Gesetze von Beamten für Beamte

Österreich in Geiselhaft von Beamten und Bauern. Der Rest soll schauen, wo er bleibt und zahlen.

Danke liebe Wähler, dass ihr mit eurer Stimme diese Beamten- und Bauernkleptokratur seit Jahrzehnten unterstützt, an der Macht haltet und die Veruntreuungen und Verschwendungen gutheißt.

Antworten Gast: Zensurierter
03.08.2012 10:17
0 0

Re: Gesetze von Beamten für Beamte

Absolut richtig !!

Die meisten Steuerzahler kapieren einfach nicht, dass seit Jahrzehnten die Beamten, nicht nur, aber vor allem in Form der övp, nur Gesetze für sich (Beamte, Groß-Bauern, Industrielle) machen.

Wann begreift es endlich mal die Masse, so kann das doch nicht weitergehen !!!

Gast: Melchior
27.03.2011 13:57
0 0

endlich ein guter Artikel, der die wahren Alt-Sümpfe zeigt

Dieser Artikel zeigt gut auf, dass die Gemeinde Wien, was Reformen betrifft, ASOZIAL reformverweigernd ist. Riesige Ausgaben dürfen, ähnlich der Milliarden-defizitären ÖBB, Millionen österreichische Steuerzahler durch viel höhere Steuern blechen.
Dass diese sündteuren EURO-Moloche bei Mai-Ansprachen des Hrn. Häupl keine Erwähnung finden, versteht sich. Er weicht dann auf Themen aus, die ihm nichts angehen (Bundesheer).
NÖ, andere Bundesländer sowie der Bund selbst, haben die längerfristige Anpassung an ein harmonisiertes Bezügesystem bereits beschlossen. Wien blockiert.
Wie immer ist Wien eben "anders", - .. rückständig und teuer.

Wann dreht Österreich den Wiener Wasserkopf endliche den Geldhahn ab

Wien ist nur ein Kostenfaktor, bevölkert von Analphabeten und Proleten.

0 0

Re: Wann dreht Österreich den Wiener Wasserkopf endliche den Geldhahn ab

Das geht doch gar nicht, denn "Wiener Wasserkopf" ist indirektes Objekt und muss daher im Dativ stehen, es muss also heissen:
"Wann dreht Österreich DEM Wiener Wasserkopf endliche den Geldhahn ab"

0 1

Re: Wann dreht Österreich den Wiener Wasserkopf endliche den Geldhahn ab

ohne die Hackler und Proleten würdet ihr heute noch in Höhlen schlafen !! Ohne die Proleten ,wärs mit Sicherheit heute nicht möglich das Sie sich einfältiger Weise für etwas besseres halten können ! Aber die Zeit wird leider wieder kommen wo ihr eure Meinung wieder bereuen werdet , dank euch Hirnlosen steuern wir unaufhaltsam darauf zu ........

0 0

Re: Re: Wann dreht Österreich den Wiener Wasserkopf endliche den Geldhahn ab

ohne den wiener bematenkopf, würde es österreich besser gehen.
aber schön wie der user haya droht und durchdreht, soziwahn?

Re: Wann dreht Österreich den Wiener Wasserkopf endliche den Geldhahn ab/halvavonflake

Sie hätten - wieder einmal! - vor dem Posten besser auf Wicki hören sollen. Wie man lesen kann, ist's außerhalb Wiens auch nicht besser!

Gast: verblühte Nelke
26.03.2011 19:10
2 0

Sparprogramm

In London wird gegen das englische Sparpaket demonstiert.
Dieses Sparpaket sieht Einsparungen von 300.000
Stellen im öffentl. Dienst vor!!
sowas gibt es in Ö. nicht schon gar nicht in Wien!
Umgerechnet auf Ö. wären das 40.000 Beamte weniger. oder für Wien über 10.000!!!
Das traut sich kein ö. Politiker!!

0 1

Re: Sparprogramme

Sie wissen aber schon ,das in London im Sommer zb. keiner sein Auto waschen darf ! weil die Wasser Werke privatisiert wurden und der private Anbieter sich dagegen sträubt die kaputten und porösen leitungen zu erneuern. Und Tagtäglich Millionen Liter Wasser einfach versickern !! Ja machen wir's den Engländern nach gute Idee ..... und wieder ein Ahnungsloser Beamten Hetzer .
Ihr seid alle verwöhnt , das ist alles ,- ihr stellt euren Müll raus , drückt auf der Toilette den Knopf ,Fahrt auf strassen herum , geht in Parks spazieren ,dreht den Wasserhahn auf ,braucht nur wenig Angst vor Verbrechen haben ,wenn ihr Krank seit geht ihr ins Spital oder ruft die Rettung wenn ihr von A nach B wollt könnt ihr mit Öffis fahren ,bei Unfällen und Katastrophen kommt die Rettung oder das Heer , das sind alles Beamte los privatisieren wir alles dann wird's sicher billiger und besser !! Wien ist die lebenswerteste Stadt der Welt und eure verhassten Beamten leisten einen Riesen Beitrag dazu ändern wir das

0 0

Re: Re: Sparprogramme

wie schön wäre Wien dann erst, wenn sie nicht schon mit 57 in Pension gehen und sich von den anderen dann erhalten lassen, die einige jährchen mehr arbeiten müssen...

0 0

Re: Re: Sparprogramme

*gähn*

immer diese roten lügen.
ohne uns asvg-ler würdet ihr beamte kein geld für euren luxus bekommen und müsstet bis 65 arbeiten.
wien ist die verbeamteste stadt der welt, nicht mehr und nicht weniger.
also geifere nicht herum.

Gast: neindanke
26.03.2011 17:51
2 0

pensionsprivilegien werden von den lobbyisten geschützt, dafür sollen die asvg langzeitversicherten noch länger zahlen und weniger bekommen!

freie wahl des pensionanstritts, flexible pensionsbeiträge und pensionsbeitragszeiten.
gleiche voraussetzungen für alle, wer länger einzahlt bekommt eben mehr, wer mehr einzahlt bekommt mehr pension. wer weniger einzahlen will, bekommt weniger pension und wer kürzer arbeiten will, bekommt eben weniger pension.
diese zwangsbeiträge mit zwangszeiten usw. kommt aus der kommunistischen ideologie. aber jeder bürger sollte endlich das recht auf freie wahl der beiträge und zeiten haben. innerhalb einer gewissen bandbreite wird es machbar sein, ein gerechtes soziales system zu realisieren.
Die bestehenden privilegien müssen endlich beseitigt werden, den die asvg arbeitnehmer und asvg versicherten müssen noch immer die öbb, bauern, nationalbank, ORF, wiener pensionsprivilegien mitfinanzieren. Daher will die SPÖ politik keine transparenz zulassen, denn die asvg versicherten sollen auch in zukunft dieseprivilegien mitfinanzieren. die SPÖ mit SPÖ Minister hundtsorfer zeigen auch, wie desinteressiert die politik an einem gerechten pensionssystem ist.
der kunde ist könig heißt es- ja, aber bei den pensionsbeiträgen haben die zahler und kunden nichts mit zu plauschen- da wird abkassiert und die arbeitenden und steuerzahlenden bürger werden mit zwangsbeiträgen und zwangszeiten geradezu entmündigt. es ist ein haarsträubendes versäumnis der politik, dass die menschen nicht über ihr eigene gesamtlebensarbeitszeit und pensionspläne mitreden und mitbestimmen dürfen.

Re: pensionsprivilegien werden von den lobbyisten geschützt, dafür sollen die asvg langzeitversicherten noch länger zahlen und weniger bekommen!

@neindanke .. volle Zustimmung!

Leider werden jene ASVG-Pensionisten, die jahrzehnte lang überdurchschnittliche Beiträge einzahlten, jetzt sukzessive glatt rasiert (in 5 Jahren 3 Nullrunden schlägt dem Gedulds-Fass den Boden durch!). Dies ist klassischer Diebstahl in vielfacher Millionenhöhe!
ASVG-Pensionisten haben eben keine Loppyisten im NR der karenzierten Beamten, AK- und Gerkschaftsfunktionären!
Das ist grobes Versagen der Politik und könnte sich bei Wahlen noch bitter rächen!

Gast: Fiat Gogomobil
26.03.2011 16:38
1 0

etwas stimmt da nicht

Voriges Jahr waren in Wien Personalvertreterwahlen.
Da waren aber über 80.000 Personen wahlberechtigt.
Ein Jahr später wären es bei der Gemeinde Wien nur
65.000 - komisch. Wurden da in einem Jahr soviele pensioniert oder stimmen die zahlen nicht.
Geschönte Zahlen damit sich niemand aufregt.
genauso lag das Pensionsantrittsalter auch unter 53 Jahre.
Aber die Rothäusler tun sowieso was sie wollen
mehr Privilegien als sonstige Privilegierten
Parteigänger ( Alle im Umfeld der Gemeinde
" arbeitenden " Personen sind eh alle Rote!
(Spö, Gewerkschaft, rote akademiker.........usw.)

Gast: Löser
26.03.2011 16:24
0 0

die Faulsten der Faulen auf unsere Kosten natürlich wo der Salat das große Wort schwingt


Gast: Halbwissen
26.03.2011 15:42
0 0

ein hoch den Spekulanten

der Markt wird es richten

tja wo rot

regiert, wird manipuliert, gestohle, betrogen und verschwendet...danke michel !

ein dum*r steuerzahler!

Antworten Gast: hihiiiiiii
26.03.2011 17:47
0 1

Re: tja wo rot

und die anderen politiker sind heilige

Re: Re: tja wo rot

nein, die anderen sind natürlich keine heiligen, nur die roten sind die "päpste"unter den verbrechern !

0 1

Der Österreicher der ewige Neider !!

Wie wäre es wenn jeder Unwissender Ahnungsloser hier einfach gegen Atomkraft Werke stimmen würde dann hätte seine Mühe und die sich aufgrund von Fehlinformationen beruhenden DUMMEN Neid und Hetz Eskapaden einen Sinn ! schön langsam deucht es mich den Verfassern solcher Artikel ne Klage anzuhängen !
Schreibt doch mal die Ganze Wahrheit - aber die kommt wahrscheinlich nicht so gut an bei euren Lesern -dachte echt die Presse hat mehr Mut zur Wahrheit und intelligentere Leser .....

Re: Der Österreicher der ewige Neider !!

"Atomkraft Werke". Interessante Aneinanderreihung, pardon, Aneinander Reihung. Danke, Sie sind wahrlich unfreiwillig komisch. Ich habe auch Ihr Gelalle weiter unten überflogen.

Antworten Antworten Gast: ez
26.03.2011 17:45
0 0

Re: Re: Der Österreicher der ewige Neider !!

wieviele erbsen sind in eine packung iglo-tiefkuehlerbsen?

Antworten Gast: qaxi1
26.03.2011 16:05
0 0

Re: Der Österreicher der ewige Neider !!

Vorsicht, elektrosmog und handystrahlng ist auch sehr schlecht.

also nicht so viele postings schreiben und ab ins biogarterl.


Antworten Gast: gastissimo
26.03.2011 15:01
2 0

Re: Der Österreicher der ewige Neider !!

Schnell den Aluhut aufsetzen! Die Strahlung scheint Ihnen zuzusetzen.

Sie verwechseln schon die Artikel!
Hoffentlich ist es nicht zu spät :/

 
12 3