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Moser: Staatsausgaben und Defizit „besorgniserregend“

28.04.2011 | 18:20 |  von RAINER NOWAK (Die Presse)

Rechnungshof-Präsident Moser warnt die Bundesregierung, auf eine Pensions- und Staatsreform zu verzichten: Der Spielraum werde budgetär immer kleiner. Allein seit 2009 ein Defizit von 25 Milliarden Euro.

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Die Presse: Die neue Finanzministerin Maria Fekter hat eine große Staatsreform ausgeschlossen. Den großen Wurf wird es nicht geben, heißt es auch an der Regierungsspitze. Das muss den Rechnungshof-Präsidenten doch schockieren?

Josef Moser: Schauen wir uns die Zahlen an, die wir in unserem Budgetbericht vorgelegt haben: Betrachtet man die vergangenen Jahre, sieht man, dass sich alle Kenndaten enorm verschlechtert haben. Das ist sicher nicht allein auf die Finanzkrise zurückzuführen. Allein seit 2009 haben wir ein Defizit von 25Milliarden Euro zu verzeichnen, die Staatsschulden stiegen enorm, die Aufwendungen zur Zinsentilgung ebenfalls. Besonders alarmierend sind die Pensionsausgaben: Der Beitrag des Bundes zu den SVG-Pensionen ist von 2009 auf 2010 um mehr als eine Milliarde Euro gestiegen.

 

Welche Maßnahmen bei den Pensionen würden Sie befürworten?

Das eigentliche Problem ist weiterhin die Hacklerregelung: Ein Bundesbeamter, der seit der Matura im Dienst ist, kostet dank dieser Regelung durch seinen früheren Pensionsantritt den Staat im Schnitt 187.000Euro mehr. 1500 sind 2009 mit diesem Modell in den Ruhestand getreten, die Mehrkosten kann man mit 280Millionen Euro berechnen, wenn man die Lebenserwartung von rund 80 annimmt. Da kommen weitere große Kosten auf uns zu. Ähnliches gilt für Bereiche wie die ÖBB oder die Nationalbank, bei denen es Pensionsprivilegien gibt. Das ist schon wegen der Gerechtigkeit eigentlich nicht darstellbar. Ein klares Potenzial für Veränderungen.

 

Werden die viel kritisierten Sparmaßnahmen vom Herbst nicht greifen?

Das werden wir im nächsten Bundesrechenabschluss sehen, aber wir können verfolgen, dass allein die Ausgaben für Familienleistungen 2010 um 600Millionen Euro über den Erwartungen und Berechnungen lagen. Noch einmal: Alle Kenndaten sind schlechter geworden. Unser Spielraum wird immer enger, die budgetäre Situation wird sich leider trotz Wirtschaftswachstums auch in den nächsten Jahren nicht so verbessern, dass wir die Staatsschulden in Richtung 60Prozent des BIPs bringen. Stattdessen geht die Schere zwischen dem Maastricht-Ziel und den tatsächlichen Staatsschulden weiter auseinander: Das ist wirklich besorgniserregend.

 

Wir reden aber schon über die nächste Steuerreform und mögliche Mehrausgaben.

Nur so viel: So kann man kein Budget sanieren – ohne deutliche Strukturreformen zu setzen. Wir geben viel Geld aus, das nicht bei den Bürgern ankommt, sondern davor irgendwo in den Strukturen versickert.

 

Wo passiert das beispielsweise?

Das passiert besonders augenscheinlich im Gesundheitsbereich: Wir haben keine Gesamtplanung für die Patienten und das Gesundheitswesen, sondern noch immer Parallelstrukturen und Mehrfachplanungen. Ähnlich ist es aber auch im Bildungsbereich. Da gibt es mehrere problematische Bereiche, vom uneinheitlichen Dienstrecht über das fehlende zentrale Gebäudemanagement bis zur gesamten Personalführung, also dem Controlling. Wir stehen bei den Ausgaben zwar im internationalen Ranking ganz oben, bei den Leistungen der Schüler aber nicht.

Das sind wohl vor allem die Personalkosten, aber es wird doch immer nach mehr Geld für die Schulen gerufen.

Wir haben einen einheitlichen Lehrplan, aber kein einheitliches Dienstrecht, unterschiedliche Verpflichtungen für Fortbildung und die Bezahlung, das spricht Bände. Es gibt bei den Lehrern nicht einmal echte Ressourcenaufzeichnungen, wie sie für eine effiziente Personalsteuerung in jedem Unternehmen notwendig sind.

 

Kommen Sie sich nicht wie ein einsamer Rufer in der Wüste vor? Das sind doch Dinge, die einigermaßen bekannt sind und nur am Widerstand von Personalvertretern oder den Bundesländern scheitern.

Das ist immer eine politische Entscheidung, das stimmt. Aber der Rechnungshof hat den Auftrag, einen Rechnungsabschluss vorzulegen. Und der zeigt deutlich: Ohne Strukturreform geht es nicht. Je länger man wartet, desto schwieriger wird es. Allein bei dem vorgegebenen Budgetrahmen bis 2015 sieht man: 43Prozent der Mehrausgaben in diesem Zeitraum gehen direkt an die Zinszahlungen für die Staatsschuld.

 

Sie sagen, die Finanzkrise wäre nicht allein der Grund für die schlechten Zahlen, genau das heißt es aber aus der Bundesregierung.

Das stimmt nur bis zu einem gewissen Grad. Aber wir hatten 2007 ein Wirtschaftswachstum von 3,5 Prozent, tolle Arbeitsmarktdaten und so weiter; dennoch ist es auch in diesem Jahr nicht gelungen, ausgeglichen zu budgetieren. Wir haben auch in diesem guten Jahr ein Minus gemacht. Durch die Finanz- und Wirtschaftskrise ist der Spielraum nun noch kleiner geworden, aber der Bedarf nach Reformen eben größer. Noch einmal: Wir haben genug Potenzial, Geld langfristig einzusparen. Man müsste es nur nützen.

 

Aber was sagen Ihnen denn Regierungsmitglieder auf Ihre doch recht eindeutig formulierten Empfehlungen?

Rund 80Prozent aller Empfehlungen des Rechnungshofs werden umgesetzt. Leider sind die anderen 20Prozent eben jene, die grundlegende Reformen betreffen, die vor allem ein Zusammenspiel zwischen Bund, Ländern und Gemeinden bedürfen – also etwa Veränderungen bei den Kompetenzen. Wir haben 2010 ein staatliches Defizit von 13,1Milliarden, davon machen drei Milliarden Länder und Gemeinden, obwohl sie laut geltendem Stabilitätspakt ein Plus bringen müssten. Vor allem die Gemeinden, aber auch manche Länder haben enorme Schwierigkeiten.

 

Der steirische Sparkurs müsste Ihnen gefallen.

Die Steiermark hat ein großes Problem, da müssen Maßnahmen gesetzt werden, um das Landesbudget fit zu machen. Aufgrund der drastischen Budgetsituation wurde etwa auch bei den Pensionen der Landesbediensteten etwas unternommen, die einzelnen aktuellen Maßnahmen will und kann ich nicht beurteilen. Das haben wir nicht geprüft. Aber die Steiermark handelt.

 

Welche Länder haben noch ein Problem?

Legt man das Maastricht-Ergebnis 2009 zugrunde, sind das die Steiermark, Kärnten, Oberösterreich und Niederösterreich.

Zur Person

Josef Moser ist seit 2004 Präsident des Rechnungshofes. Der gebürtige Kärntner ist zuvor kurz ÖBB-Holding-Vorstand und davor Klubdirektor der FPÖ im Parlament gewesen. [Clemens Fabry]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.04.2011)

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129 Kommentare
 
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Maverick52
02.05.2011 15:44
0 0

;)

Na was sollen wir uns Politiker erwarten?
Alle haben noch nie gearbeitet da Beamte;)
Und woher sollen sie es können?
oder wollen?
das Sparen!

Kreuzhans
02.05.2011 15:06
0 0

Zu viele Schulden

Mag schon stimmen aber auf den Rechnungshof hören die Regier ja nicht

Gast: Staatskanzler
02.05.2011 12:04
0 0

JoMo

Zu viele Sorgen bereiten unruhige Nächte, JoMo! Empfehle darob, sich weniger von den selbigen zu genehmigen.

Gast: Udo Jarolav
30.04.2011 19:15
0 0

alles nur Nägek ohne Köpfe

das interressiert uns die arbeiten und brav steuer bezahlen wenig, wie Ihr Polkitiker den Staatshaushalt im Griff bekommt, Sie hatten die Möglichkleit anständig zu Wirtschaften. Aber bei euren Politiker Wechsel wo Verantwortung im Vordergrund stehen soll ist ja diese wohl nicht Möglich. Die Steuerreform ist Notwenig, den umso weniger als wir verdienen kommt in die Staatkasse. Wenn ein Herr Spindelegger denkt Sreuergeld nur in die Staatskasse zu geben um unsere Schulden abbauen, macht er den nächsten das hintertürl auf, um dieses wieder auszugeben. Wir, die Arbeiten, nicht am Schreibtisch viele körperlich, die gehen Leer aus. Wenn keine Steuerreform für den Mittelstand kommt. Privatiesieren wos geht, dann kommt Geld in die Kasse. Vorteil ist der: der Steuerzahler hat dann die weiteren kosten nicht mehr zu tragen. Die zu Früh in Pension gegangen sind wegen ein wehwechen sollen mehr Abgaben an Steuern zahlen. Wenn man schon nicht den Mut hat, die in den Beruf zurück zu schicken.

Antworten Gast: xxNumber12
01.05.2011 00:38
0 0

Re: denken, nicht denken lassen..

hat man ja gesehen bei ÖVP und FPÖ Regierung. Grasser hat gespart wos geht. Unter der jetzigen SPÖ und ÖVP Regierung sind unsere Staatsschulden halt wieder gestiegen. Wirtschaftkrise sagt man, man hätte wirklich nicht den Banken soviel Geld geben sollen. Jetzt will man wieder den Steuerzahler belasten, anstatt entlasten. Jetzt soll es keine Steuerreform geben, aber2013 vor den nächsten Wahlen um den Wahlsieg erreichen. Die Damen und Herren von Politiker begreifen anscheinend nicht, das sie im Ihrer Amtszeit uns beweisen müssen was unser bestes ist. Geht was daneben und der Ausweg ist schwer, gibts halt den einen Herrn oder die andere Frau Minister im Amt nicht mehr.

19dino61
29.04.2011 13:45
1 0

Sozialstaat ade ...?

Schon seit geraumer Zeit ist klar, dass der Sozialstaat in dieser Form nicht weiter finanzierbar ist. Notwendige Reformen wurden konsequent verschleppt oder nur als leichte kosmetische Korrekturen umgesetzt. Trotz besseren Wissens, davon bin ich schlichtweg ueberzeugt, getraut sich die politische Fuehrung nicht die notwendigen Einschnitte zu anzugehen. 5 Jahre bis zur naechsten Wahl taucht man schon irgendiwe durch, die "heissen Eisen" werden dann immer weiter gereicht. Irgendwann, am bereits absehbaren Ende, kommt dann der unvermeidliche grosse Knall. Daher mein Appell an die Politik - Traut euch endlich auch unangenehme Themen offen anzusprechen. Dies "Kopf in den Sand Politik" kann nicht mehr lange gut gehen. Unangenehme, aber ehrliche Wahrheiten, wird auch das Wahlvolk zur Kenntnis nehmen!

Antworten steirerman
30.04.2011 13:47
1 0

Re: Sozialstaat ade ...?

Zu diesemThema kann man nur sagen was einer der besten Wirtschaftspolitiker des vorigen Jahrhunderts gesagt hat " Nichts ist unsozialer als der sogenannte Wohlfahrtsstaat.Seine Wohltaten muss das Volk immer teuer bezahlen,weil kein Staat seinen Bürgern mehr geben kann,als er ihnen vorher abgenommen hat !"
Darum sind auch viele von Sozialisten geführten Ländern in die Pleite gerutscht.Sie haben mit Steuergeldern massiven Stimmenkauf betrieben.Ebenso in Österreich einige Tage vor der letzten Wahl.

Antworten Gast: Febobo
29.04.2011 17:59
1 0

Re: Sozialstaat ade ...?

Ich stimme Ihnen nicht zu, denn was in Österreich unter "Sozialstaat" verkauft wird, hat schon lange nichts mehr mit sozialer Gerechtigkeit zu tun.

Wie kann es sein, dass der Steuerzahler pro Jahr 9 Mrd. EUR für die Beamtenpensionen nachschießen muss? Warum verdienen die Beamten im Schnitt fast doppelt soviel, wie der normale Steuerzahler, der diesen Staat erhält? Warum sind in Österreich alle Stellen 10 Mal besetzt (Bund + Länder)? Warum haben unsere Parlamentarier nach Italien das höchste Gehalt? Warum zahlen Großkonzerne wie Raiffeisen trotz Milliardengewinne quasi keine Steuern?

Das alles finanzieren wir Steuerzahler und wäre meines Erachtens als Erstes dran, bevor man daran geht, Arme und Kranke noch die Butter vom Brot zu neiden.

Antworten Antworten steirerman
30.04.2011 19:56
0 0

Re: Re: Sozialstaat ade ...?

Gebe ihnen vollkommen recht.Die Beamten und Bauern werden von dieser ÖVP bedient während die Lesitungsträger immer mehr belastet werden.125 Beamte von 183 Abgeordneten im Paralment sagen wohl alles.

Gast: Plach2
29.04.2011 12:51
0 0

Österreich verdient nichts anderes!

Österreich hat sich diese Regierung selbst gewählt! (Darum heißt es auch: Wahltag ist Zahltag)

Antworten Gast: 1. Parteiloser
29.04.2011 13:26
0 0

Re: Österreich verdient nichts anderes!

Die Österreicher konnten die Regierung gar nicht wählen nur die Parteien. Die Parteien machen dann die Regierung und bestimmen auch wer im Parlament den Klubzwang exekutiert.

Mit einem veränderten Wahlergebnis, auch wenn die neue Regierung in ganz anderen Farben schillern würde, könnten die Österreicher kaum etwas erreichen. Es ist ja so, dass die Pragmatisierten weder gewählt wurden, noch abgewählt werden können. Das Gleiche gilt auch für die vielen Funktionäre der geschützten Bereiche.

Am kommenden Wahltag, weil eben nur degenerierte Parteien zur Wahl stehen, kann nur ein neuer Zahltag für die Bürger kommen, sonst aber schon gar nichts.

Das Vertreiben von etablierten Parteien von den Riesenbudgets würde ja nur andere Parteien an die Budgets schieben. Die Österreicher bekommen dann eventuell die Rechnungen auf einem anderes gefärbten Papier.

Solange nur Gülle, Jauche und Mist zur Wahl stehen hat das Volk keine Chance etwas besseres zu bekommen.

Antworten Antworten Gast: Febobo
29.04.2011 18:01
0 0

Re: Re: Österreich verdient nichts anderes!

Sie haben es, wie so oft, richtig erkannt:
der Fehler ist in erster Linie das System, nicht die eine oder andere Partei.

Wir müssen aufwachen und uns selbst eingestehen: wir leben in keiner Demokratie, wir leben in einer Parteiendiktatur.

Gast: Enkelkinder
29.04.2011 11:49
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„Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade“

Es war unklug von den Österreichern, sich etwas zu versprechen von den ÖVPlern, die Österreich zu Schützen nicht imstande waren.

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Zum Handeln

ist es ohnehin schon zwei bis drei Jahrzehnte zu spät, da verstehe ich die Brauchen-wir-nicht-Haltung bzgl. einer nachhaltigen Budgetsanierung in der Regierung sehr gut. Außerdem wird es doch bitte wohl noch einem Politiker erlaubt sein, sich und die Seinen so gut es geht zu bereichern, solang das noch möglich ist!

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Zum Handeln

ist es ohnehin schon zwei bis drei Jahrzehnte zu spät, da verstehe ich die Brauchen-wir-nicht-Haltung bzgl. einer nachhaltigen Budgetsanierung in der Regierung sehr gut. Außerdem wird es doch bitte wohl noch einem Politiker erlaubt sein, sich und die Seinen so gut es geht zu bereichern, solang das noch möglich ist!

Gast: earthmountain
29.04.2011 11:32
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die PIGS verkonsumierten unser Geld - den Rest verkonsumierten unsere lieben Soziö-empfänger (die Lieblinge der Grünen und von Häupl)!!

Der Staat wird, mangels vorhandener Masse, gezwungen sein bei den Pensionen massive Abstriche vorzunehmen. Gut möglich daß öst. Pensionen, ebenso wie Sparguthaben und Lebensversicherungen im Grunde bereits von den Bürgern der PIGS-Staaten verkonsumiert wurden, bzw. noch werden. Ein Pensionsanspruch könnte sich als ähnlich wertlos erweisen wie ein Unterhaltsanspruch an einen Pleite-Papa.

Re: die PIGS verkonsumierten unser Geld - den Rest verkonsumierten unsere lieben Soziö-empfänger (die Lieblinge der Grünen und von Häupl)!!

Ach ja die Hypo Alpe Adria Group hat jakein Steuergeld verbraten. Bitte nicht mit der BAWAG kommen, die hat dem ÖGB, nicht aber dem Steuerzahler Geld gekostet.
Meines Wissens nach waren nicht die PIGS schuld am HAAG Desaster.

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Kommt Trendwende?

Die Aufwendungen aus dem Rettungsschirm, steigende Zinsen- und Sozialaufwendungen sowie vor allem die fehlende Umsetzung der dringend notwendigen Strukturreformen in den Bereichen Verwaltung, Pensionen, Bildung, Spitäler usw. werden die Zukunft Österreichs massiv belasten, womit mit weiteren zum Teil schmerzhaften Einschnitten zu rechnen ist.

Während früher Wahlen als Ausrede für mangelnde Arbeit der Regierung herhalten mußten, wurden auch in der wahlfreien Zeit kaum zukunftssicherende Maßnahmen im Interesse Österreichs umgesetzt. Lediglich in der Verpfändung der Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder zugunsten von Banken sowie maroden Ländern waren sich unsere Entscheidungsträger einig. Wenn sich Frau Fekter wirklich als Anwältin der Steuerzahler sieht, müßte sie schon in naher Zukunft Aktivitäten zur Sicherung des noch übriggebliebenen Wohlstandes der Österreicher und Österreicherinnen setzen.

Von den Maastricht-Kriterien (3 %-Defizit, 60 %-Verschuldensquote) ist Österreich deutlich entfernt und ob eine Erreichung dieser Ziele mittelfristig (Verschuldensgrad in den nächsten 20 Jahren) möglich ist, hängt auch davon ab, ob Begehrlichkeiten der EU oder anderer Länder abgewendet werden können. Sollte es in Österreich nicht in naher Zukunft zu einer Trendwende kommen, dann werden Sicherungs- und Strafzahlungen an die EU fällig werden, womit die Ziele noch schwieriger erreichbar sind und in weiterer Folge sehe ich das Triple-A-Rating Österreichs in Gefahr.

Gast: SalzburgerVorort
29.04.2011 11:21
2 1

Österreich ist das korrupteste Land

Richtig, seit Schüssel noch dazu unangefochten!
42 Prozent wählten diesen Schlechtkanzler- die müssen wohl geistig umnachtet gewesen sein.

Gast: Kipferl2011
29.04.2011 11:19
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Wirtschaftsmoloch

diesen ganzen nimmersatten Banken und Konzernen gehört alles gestrichen. Wen ein Kleingewerbetreibender in den Konkurs geht, dann pfeift sich auch keiner was. Die Drohungen wg. Arbeitsplatzstreichungen ignorieren, die kommen so oder so.

Lupus67
29.04.2011 11:09
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DAS ist das problem

Wir geben viel Geld aus, das nicht bei den Bürgern ankommt, sondern davor irgendwo in den Strukturen versickert.....
wie bei den NGOs:man setzt einen bedürftigen in die mitte.....und 10 andere können davon leben.
das (eigentlich sinnvolle) system, das unsere vorhergehenden generationen geschaffen haben, wird durch den ganze zwischenfilz der dabei mitschneidet zerstört und untergraben, bis zur perversion missbraucht...nur damit "gute freunde" mitnaschen können.....wieviel organisationen kümmern sich inzwischen um arbeitslose?? wieviele ärzte nehmen eigentlich noch kasse( und entziehen damit dem steuerzahler NICHT doppelt das einkommen)? wieviele organisationen beschäftigen sich mit integration, suchprävention, weiterbildung, altenbetreuung, .....bis hin zu zig geförderten "unternehmensberatungen" ...der ganze filz halt der nur lukrative einkommen erkannt hat.....auf staatskosten

Antworten Gast: Plach2
29.04.2011 11:16
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Re: DAS ist das problem

Muss ja so sein!

Jedes Jahr kommen zig tausende Seiten neuer Vorschriften und Gesetze im Bund und 9 Ländern dazu. Dafür werden für die Erstellung, Druck bis zur Durchführung und Kontrolle immer mehr Beamte benötigt.


Gast: Fekterismus
29.04.2011 11:05
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Fekter erwartet Besserung durch neue Strafen

Auch ihr Einkommen könnte bis 2020 durch Steuererhöhungen halbiert werden.

Antworten Gast: gast gast
29.04.2011 15:29
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Re: Fekter erwartet Besserung durch neue Strafen

fekter ist doch die strafe

Gast: tc_t
29.04.2011 10:38
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mein gott seid doch nicht so kritisch...

ein bissl mehr können wir schon noch zahlen, damit es unserer regierung gut geht und sie weiter die armen banken und andere unterstützen kann.

lauter kleingeister...

Antworten Gast: Plach2
29.04.2011 11:10
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Re: mein gott seid doch nicht so kritisch...

Die Regierung alleine wäre kein Problem.

Aber die veilen Parteigünstlinge in den Ländern in den Aufsichtsräten, den Vorständen und für jede politische Aufgabe gleich 10 Verwaltungseinheiten, alle mit selben Aufgaben. Überall eine Heer von sogenannten Spittenbeamten (Parteigünstlingen) die auf Kosten des Steuerzahler fürstlich lebenslang bezahlt werden.

 
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