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Ortstafeln: Volksbefragung im Juni per Briefwahl

02.05.2011 | 20:01 |   (DiePresse.com)

Die Partei des Landeshauptmanns lässt in der zweiten Juniwoche ein Referendum über den Ortstafelkompromiss abhalten. Die anderen Parteien und auch die Slowenenvertreter sind dagegen.

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Klagenfurt/Wien/OLI/APA. Es war das Zugeständnis von Landeshauptmann Gerhard Dörfler an die von FPK-Chef Uwe Scheuch repräsentierten Hardliner in seiner Partei: Die Volksbefragung über den vorige Woche endverhandelten Ortstafelkompromiss. Damals wurde insgeheim damit gerechnet, dass das Referendum am Ende des Pokers doch noch fallen gelassen wird. Doch Uwe Scheuch blieb hart. Hinter den Kulissen versuchte danach auch noch Staatssekretär Josef Ostermayer die FPK-Führung von einem Verzicht zu überzeugen. Doch Scheuch wollte nicht, und Dörfler konnte nicht.

Nun hat der FPK-Landesparteivorstand beschlossen, dass die Volksbefragung vom 6. bis 12. Juni in ganz Kärnten stattfinden soll. Und zwar per Briefwahl. „Das bringt nicht nur eine Beteiligungsoptimierung, sondern auch eine Budgetminimierung“, sagte Uwe Scheuch. Die ursprünglich genannten Kosten von 400.000 Euro würden durch die Befragung per Brief unterschritten. Auch Landeshauptmann Gerhard Dörfler verteidigte die Entscheidung: „Der Lösung haben alle zugestimmt, es wundert mich, dass jetzt versucht wird, die Volksbefragung zu unterlaufen.“ Die FPÖ hat ihre Zustimmung im Parlament mit einem Ja verknüpft. Dörfler ist sich sicher, dass die Befragung positiv ausgeht.

Fragestellung noch offen


Die Stimmkarten sollen an 440.000 Wahlberechtigte verschickt werden. Gezählt werden dann jene Stimmen, die bis zum 21. Juni beim Land einlangen. Noch offen ist der genaue Wortlaut der Fragestellung, dies soll in den nächsten Tagen präzisiert werden. Fix ist, dass es nur eine Frage geben wird. „Da wird gefragt werden, ob die Menschen mit dem Gesamtpaket und dem Lösungsvorschlag einverstanden seien“, so Scheuch.

Am Dienstag nach Ostern hatten sich Bundes- und Landesregierung sowie die Vertreter der drei Slowenenorganisationen auf ein „Ortstafel-Memorandum“ geeinigt, das noch vor der Sommerpause im Parlament beschlossen werden soll: Dieses sieht insgesamt 164 zweisprachige Ortstafeln in Südkärnten vor – darunter jene, die bereits stehen, jene, die vom Verfassungsgerichtshof verordnet wurden und jene neu hinzukommenden in Orten ab einem Anteil von 17,5 Prozent slowenischsprachiger Bevölkerung.
In 14 Südkärntner Gemeinden soll künftig Slowenisch als zweite Amtssprache gelten. In zwei weiteren, in St. Kanzian und Eberndorf, wird es eine Sonderregelung geben. Da gilt die Amtssprache Slowenisch dann nur für die Bewohner jener Orte, die eine zweisprachige Tafel haben.

Im Gegenzug gibt es aus der mit vier Millionen Euro dotierten „Abstimmungsspende“ Förderungen für das slowenische Musikschulwesen, Kindergärten, Medien, Sport- und Kulturvereine. Zudem soll in der Landesregierung ein „Dialogforum“ für die gedeihliche Entwicklung im Südkärntner Raum eingerichtet werden.

Valentin Inzko relativiert


Die Volksbefragung soll am 10. Mai beschlossen werden. Hiefür genügen die Stimmen der Landesregierungsmitglieder der FPK. Alle anderen Parteien sind dagegen. Der SPÖ-Vorstand sprach sich gestern gegen diesen „zusätzlichen Hürdenlauf“ aus. ÖVP-Obmann Josef Martinz nennt die Befragung „völlig sinnlos“. Auch die Grünen sind dagegen. Die Slowenenvertreter sowieso. Allerdings, schränkt Rat-Obmann Valentin Inzko ein: „Manche meinen, dass sich die Volksbefragung zu einem Flächenbrand entwickeln könnte, ich glaube das aber nicht.“

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45 Kommentare
 
1 2
Peter13
06.05.2011 23:08
0 0

Tafeln braucht das Land

Und schon ist alles vergessen/verdrängt:
- Budgetdefizit 72%
- Neuverschuldung +4.2%
- Pensionen Finanzierung ungeklärt
- Finanzierung Gesundheitswesen ungeklärt
- Geldkoffer - vermißt
- Bankenpleten - minus 1.4 Millarden
- Flughafen = 800 Millionen
- Austria Tabak (320 weitere Sozialfälle)

also wenn da die Taferln nicht wichtiger sind ...

Gast: Wolfsbergerin
04.05.2011 19:19
1 0

Gibt es schon Informationen über

Part of the Game Affaire
Connect Affaire
Versicherungsfall in Ungarn oder verjährt dieser vorher

Wieveil muß noch geschehen.
Der Bürger wird sofort bestraft beim kleinsten Vergehen nur die Politiker haben Narrenfreiheit.
LeiLei

Gast: Mustard
04.05.2011 07:22
2 0

Wieviel Geld will die FPK noch verwirtschaften?

Es ist unglaublich wie eine machtgierige Partei mit allen Mittel unfrieden stiften will.
Schulden und Chaos im ganzen Bundesland Kärnten und die FPK beswchäftigt sich ohne Ende mit Ortstaferl! Ist so etwas noch normal?

Wer mit normalen Hausverstand wählt solche Volksvertreter?

mm6015
03.05.2011 23:11
0 0

Mitentscheidung des Volks

Also ich bin eher für den BZÖ Vorschlag. Volksabstimmungen in den betroffenen Gemeinden. Es kann nicht sein, dass die überwiegende deutschsprachige Mehrheit der gar nicht betroffenen Kärntner, über eine absolute Minderheit in Südkärnten mit abstimmt.

Gast: Jaaber
03.05.2011 18:21
2 0

Die FPK kann es nicht ertragen, dass

sie ohne den Ortstaferln in das Loch der Bedeutungslosigkeit fallen. Die Geiselhaft Österreich ist endlich beendet.

Das merkt der Scheuch und versucht mit allen Mitteln für Aufmerksamkeit zu sorgen. Sonst steckt keine Absicht dahinter. Mehr ausser Skandalen wird man von ihm nicht mehr hören.

Servus Scheuch!

Antworten Estragon
03.05.2011 18:59
1 0

Das Ortstafelthema..

war bis zuletzt ein willkommener "Joker", um von den eigenen Verfehlungen und Missetaten der BZÖ/FPK abzulenken.

Mittlerweile beginnt sich aber das Blatt zu wenden und viele der KärntnerInnen bemerken jetzt, wie schlecht es um dieses Bundesland bestellt ist.

Nach den Skandalen, der hohen Arbeitslosigkeit und dem massiven Schuldenstand sollte sich Kärnten in Zukunft wohl auf wichtigere Themen konzentrieren als die "Tafalan".

alpentiger
03.05.2011 15:58
2 0

Die FPKler endlich in der eigenen Falle!

Diese charakterlichen Mininmalisten von der FPK haben sich selbst entlarvt und bohren nun Löcher, selbst wo das Holz längst ausgeliefert ist.

Ich wünsche den Schmalspurdemokraten und Karawankenwürsteln, dass ganz kräftig auf der Schnauze landen und die Bevölkerung auf ihrem Rücken die demokratische Normalität in Kärnten einziehenl läßt. Egal durch welche Partei, nur nicht mehr mit politischen "Pausenhugos" a la Scheuchs ...

Antworten Gast: Königsberger Allee
04.05.2011 07:27
1 0

Re: Die FPKler endlich in der eigenen Falle!

Wie aus meinem Unkreis auch zu hören ist hat die Kärntner Bevölkerung schon längst genug von diesen machtgierigen FPK´lern!
Die FPK hat das Bundesland Kärnten in den Ruin gestürzt und weiterhin wird nur Chaos angerichtet und seit Jahren über Ortstafeln diskutiert.

jurist0815
03.05.2011 15:22
0 0

Geldverschwendung

Das Geld könnte man wirklich besser anlegen als bei dieser Farce!

hotta
03.05.2011 14:42
0 1

Es ergeht der Aufruf

Sollten Scheuch und Dörfler auf der angekündigten Befragung beharren, schlage ich vor, diese zu boykottieren und die Wahlzettel nicht an das Landeswahlbüro, sondern direkt an Dörfler und Scheuch zu senden, und das inklusive allfälliger Unmutsbekundungen.

Gast: stig
03.05.2011 14:35
1 2

Eine vorherige Volksgruppenbestimmung

wäre der Sache nützlicher gewesen.
Aber da ist man wohl vor den Slowenenvertretern ( die anscheinend so etwas fürchten - warum wohl ? ) eingeknickt.

Demokratie kommt doch von "Volk" ?
Oder ist Demokratur doch die treffender Bezeichnung ?

hotta
03.05.2011 14:33
0 4

Inzko spürt,

dass sich im Zusammenhang mit der erzwungenen Befragung noch etwas zusammen brauen könnte. Und so fragt sich ganz Kärnten: Was treibt die FPK-ler an, gegen eine breite Front der Ablehnung anzutreten? Ob da alle damit verbundenen Risiken bedacht sind?

0 0

Ich dachte die Sache ist ausverhandelt

Die slowenischen und deutschen Kärntner haben beide Zugeständnisse gemacht.
Das ist ihnen wegen der schwierigen Vergangenheit sicher nicht leicht gefallen.

Warum wird das Theater fortgesetzt?
Persönliche Profilerungssucht?

Österreich hat im Moment sehr große Probleme. Kümmert euch darum und ignoriert die egozentrischen Quertreiber auf beiden Seiten.

Gast: Jodlersepp
03.05.2011 13:09
2 1

Können wir Kärnten auch verkaufen?

Es wird immer peinlicher mit den Kärntnern!
Über Östereich lacht die Sonne, über die Kärntner Blödheiten lacht die ganze Welt!

Die FPK soll lieber helfen Schulden abbauen, damit die nächste Generation weniger zum zurückzahlen hat und der Strache soll dabei helfen!

Antworten jurist0815
03.05.2011 15:23
0 0

Re: Können wir Kärnten auch verkaufen?

Wer würd denn Geld dafür ausgeben? ;-)

Gast: Kartoffelsepp
03.05.2011 13:05
1 0

Kann niemand den Scheuch stoppen?

Was hier abläuft ist ein Wahnsinn! Das Land Kärnten geht immer weiter den BAch runter und die FalottenParteiKärnten (FPK) macht Ortstafelspiele und Geldvernichtung!
Wielange wierden dies Clowns Gebrüder Scheuch, Dörfler, Ragger, Dobernig noch weiter abwirtschaften.
Ragger verlangt einen Elternführerschein, die Kärntner Bevölkerung verlangt Neuwahlen und eine Aufnahmsprüfung für Politiker, wobei Lügen sofort bestraft werden!

1 1

Volksabstimmung ist unnötig

Das ist typisch FPK bzw. FPÖ. Wenn man sich nicht sicher ist schüttel man noch ein Schäufelchen nach.
Ich erachte einer Volkabstimmung ab völlig sinnlose und unnötige Maßnahme. FPK, SPÖ und ÖVP sowie BZÖ spielen sich gegenseitig auf um einander zu beweisen. Nein wir haben wissen es besser.

Die Ortstafelfrage ist nach 54 Jahren entgültig gelöst worden und wenn sich Österreich und Slowenien einig sind muss auch die FPK bereit sein dies anzuerkennen.


3 1

warum...

kann nicht abgestimmt werden , ob der Uwe Scheuch nach Ungarn ausgeliefert werden soll oder nicht..???

Gast: Echt Unwichtig
03.05.2011 11:36
2 1

Ortstafeln - es reicht

Die Ortstafeln bekommen überproportional viel Aufmerksamkeit. Bitte wieder auf wichtige Themen konzentrieren wie Steuergerechtigkeit, Strukturreform, Bundesheer, oder Regulierung des Finanzmarktes.

Gast: gast gast
03.05.2011 09:16
2 2

bin dafür dass wir kärnten verschenken

zahlen würde eh keiner dafür

Antworten Gast: horst krause
03.05.2011 10:43
1 1

Re: bin dafür dass wir kärnten verschenken

doch der pröll

Gast: Trautaler 45
03.05.2011 08:40
2 2

Unglaublich, da kann ja jemand auch gleich 5x abstimmen.

Diese Abstimmung mittels Briefen ist schlicht eine juristische Farce und eine Frechheit!

Das kann ja nur unseren braunen FPK-Leuten einfallen.

Antworten Gast: Ferdl Lesachtal
03.05.2011 08:47
0 1

Re: Unglaublich, da kann ja jemand auch gleich 5x abstimmen.

Die Freiheitlichen schaffen es tatsächlich den Schuldenstand in Kärnten noch weiter in die Höhe zu treiben!
Gerade erst wurde die Briefwahl wegen vieler Unstimmigkeiten abgeschafft schon will sie der Scheuch wieder einführen!
Gibt es schon Ergebnisse vom Part of the Game Prozess?

0 1

Bankrotterklärung der Staatsorgane

Diese Volksbefragung ist das Tüpfelchen auf dem i. Nach 50 Jahren Beschwichtigungspolitik in Kärnten und einem faulen Kompromiß, in dem vereinbart wurde, dass der österreichische Staat nun bereit ist, seine völkerrechtlichen Verpflichtungen doch ein bißchen zu honorieren, läßt man die Mehrheit verfassungswidrig darüber befragen, ob sie die Minderheitenrechte gnädigerweise akzeptiert, und UHBP rechtfertigt dass damit, dass das Ergebnis eh nicht bindend ist. Kein Wunder, dass die Teile der Kärntner Bevölkerung so ein Mindset haben wie hier http://karinkoller.wordpress.com/2011/05/0... -slowenen/ geschildert

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Re: Bankrotterklärung der Staatsorgane

Entschuldigung, hier der richtige Link: http://karinkoller.wordpress.com/2011/05/02/karntner-slowenen/

h.s.
03.05.2011 08:20
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als kärntnerin kann ich nur sagen,

dass mir diese endlose geschichte um diese ortstafeln zum hals heraushängt. kommt mir vor, als würde ein" familienvater" unter unsäglichen schwierigkeiten ein haus kaufen, alles unterschreiben und dann seine sippe zusammentrommeln, damit die dann das haus beurteilen. das ergebnis ist vorhersehbar: neuerlicher streit.

 
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