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Nationalrat: "Hirnloses Dreschen auf Europa"

18.05.2011 | 10:39 |   (DiePresse.com)

"Genug gezahlt": Das BZÖ hat zum Schlagabtausch über die "Eurolüge" geladen. Die ÖVP schwört auf die Währung, die SPÖ beschwört Jörg Haider. Die Grünen kritisieren das Niveau der Debatte.

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"Genug gezahlt": Bewaffnet mit orangen Kärtchen hat sich das BZÖ am Mittwoch in einer Aktuellen Europastunde des Nationalrats über die "Eurolüge" ausgelassen.

VP-Finanzministerin Maria Fekter gab den Orangen Konter, nahm aber auch Griechenland in die Pflicht: Die Griechen seien im selben Zustand wie Österreich in den Siebzigern -  "ein Selbstbedienungsladen" - und müssten deshalb ihre Administration verschlanken, so Fekter. Eine Umschuldung Griechenlands "kommt ja gar nicht in Frage". "Es kann nicht sein, dass wir helfen und sie sich zurücklehnen." Einen Austritt aus dem Euro lehnt Fekter strikt ab. Ein Drittel des österreichischen Wachstums sei auf die gemeinsame Währung und den Binnenmarkt zurückzuführen. Der Euro sei zudem wesentlich stabiler als der US-Dollar. Würde man "kleingeistig" zum Schilling zurückkehren, würde das mit Armut für die Bevölkerung enden.

Auch SPÖ-Klubchef Josef Cap verteidigte die Griechenland-Hilfen als das "mit Abstand Vernünftigste", was man derzeit tun könne: "Jetzt sanieren und dann weiter profitieren von der Eurozone".

"Hängen Sie das Bild vom Jörg Haider ab"

Scharf angeschossen wurden vom roten Fraktionsvorsitzenden die Eurokritiker von BZÖ und FPÖ. Deren "Übervater" Jörg Haider sei es gewesen, der sich besonders über den Beitritt Griechenlands zum Euro gefreut habe. Und Haider sei auch verantwortlich für die 18 Milliarden an Haftungsrahmen bei der Hypo: "Hängen sie das Bild vom Jörg Haider ab in ihren Klubräumlichkeiten. Das wird zu teuer." Ex-Finanzminister Wilhelm Molterer (ÖVP) erinnerte Bündnis-Orange und Freiheitliche daran, dass ohne die Staatshilfen Kärnten heute vielleicht dort stünde, wo Griechenland jetzt sei.

Das BZÖ, von dem das Thema für die "Aktuelle Europastunde" vorgegeben worden war, ärgerte sich hingegen unverdrossen über die "Eurolüge". Ständig werde verkündet, dass dieser oder jener Staat keine Hilfe brauche und prompt komme der Boomerang und die Steuerzahler würden wieder für ein neues Land zur Kasse gebeten, ätzte Bündnisobmann Josef Bucher.Am Ende profitieren immer nur die Banken mit ihrer "Milliardenjongliererei".

Die Fekter-Aussagen provozierten BZÖ-Mandatar Ewald Stadler dazu, darüber nachzudenken, ob man den Aussagen von "Erste"-Chef Andreas Treichl (Politiker seien feig und blöd), nicht doch recht geben müsse.

FPÖ-Mandatar Johannes Hübner warf der Regierung vor, die ganze Situation zu verharmlosen. Das jetzige Finanzchaos und die Schuldenblase führten zu einer Verunsicherung der ganzen Welt, dem Euro gegenüber und damit auch Österreich gegenüber. Lächerlich fand er die Argumentation Fekters, dass Österreich ja für die Hilfen Zinsen lukriere. Man solle nicht über Zinsen reden, wenn man weiter Geld nach Griechenland schicke.

"Hirnlos in Mode"

Deutlich von den anderen Oppositionsparteien distanzierten sich die Grünen. Ihre Klubchefin Eva Glawischnig beklagte, dass es in Mode gekommen sei, "hirnlos" auf alles zu dreschen, was Europa sei. Der Rettungsschirm für Griechenland ist zwar aus grüner Sicht mangelhaft, aber grundsätzlich eine sinnvolle Sache. Richtig und notwendig wäre für sie nun aber die Einleitung eines "Umschuldungsprozesses".

(APA/Red.)

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14 Kommentare
Gast: freund !
15.06.2011 11:42
0 0

das ÄÄUU-dreschen halte ich für



vernünftig und dringend !

Gast: Hubertus
18.05.2011 23:28
2 0

Ein UniProfessor

Es stimmt. Wenn Wirtschaftsprofessoren über die Märkte reden, ist es, wie wenn Eunuchen über die Liebe philosopheiren. Sie haben keine Ahnung. Deswegen haben Wirtschaftswissenschaftler auch den selben Ruf wie Zauberer. Sie lesen in einer Glaskugel die Zukunft. Wenns nicht stimmt, machen sie halt eine neue Prognose.An die alte erinnert sich sowieso keiner mehr. Der ehemalige deutsche Finanzminister Steinbrück hat die Vorschau der Sieben Wirtschaftsweisen in Deutschland für nutzlos erklärt, weil immer falsch. Die Banken halten sich Wirtschaftswissenschaftler quasi wie Zeremonienmeister für öffentliche Schaustellungen und Beschwörungen, sind aber in der Regel gut beraten sich lieber auf Praktiker zu verlassen. Eine der großen Finanzkrisen war der Zusammenbruch des LTCM Fonds. Die hatten sogar zwei Nobelpreisträger als Berater. Die selbe Qualität haben die Aussagen unseres VdB. Für das intellektuelle Niveau der Grünen reicht es aber allemal.

Also, ich würde schon zahlen für Griechenland, Irland Portugal.....

......weil nach dem Staatsschuldenranking ist Österreich auch bald dran, Finanzhilfen anzufordern!

Man braucht sich ja nur den großen Wirtschaftsexperten Faymann im Parlament anhören, wo er doch das Nulldefizit erst um das Jahr 2020 angepeilt hat und bis dahin weiter eifrigst Schulden machen will, um ja seine Wähler nicht zu vergrämen!!!

Würde man "kleingeistig" zum Schilling zurückkehren, würde das mit Armut für die Bevölkerung enden.

also ehrlich - mit der Frau stimmt aber irgendwas ganz ordentlich nicht.

Dann sollen sie und die restlichen Verantwortlichen die Konsequenzen tragen und nach der anstehenden EU-Bankrotterklärung enteignet in einer Souterrainwohnung mit monatlichen ÖS 1000,- (€ 70,-) dahinvegetetieren - bis zum Einzug ins Armengrab.

Das wäre für die zukünftigen "Faulen und Blöden" wohl ein nachhaltiger Denkanstoss

Gast: Defender
18.05.2011 14:50
5 2

"Hirnloses Dreschen" auf Bürger,

die berechtigte Kritik äussern, sind anscheinend die letzten Zuckungen der roten, schwarzen und grünen EU - und Eurofreunde!
Der Zahltag für die Verschwender unseres Volksvermögens rückt näher und näher!
Pro Austria!

Gast: Blankenstein Husar
18.05.2011 14:26
5 3

Und Treichl hat doch recht mit seinem Urteil....

Sie kapierens wirklich nicht.

Also, die Fekterin hat allen Ernstes folgendes verkündet:

- Ein Drittel des österreichischen Wachstums sei auf die gemeinsame Währung und dem Binnenmarkt zurückzuführen?

Woher hat sie denn diesen Unfug!
Die Wirtschaftserfolge Österreichs waren in Schillingzeiten am höchsten und unsere Leistungsbilanz wäre ohne Kreisky, den Sozen und die "Verstaatlichte" noch bedeutend höher ausgefallen.
Zudem hat Österreich von der Ostöffnung profitiert, aber sicher nicht vom "Binnenmarkt".

Der Euro sei stabiler als der US-Dollar?

Der Dollar ist schon lange kein Maßstab mehr. Genauso gut könnte man den Euro mit dem Zimbabwe Dollar vergleichen.
Das Maß der Dinge war die Deutsche Mark. Deshalb wurde auch Deutschland gezwungen, diese aufzugeben.

Und daß die "kleingeistigen" Schweizer, Schweden und Norweger mit ihren Währungen schon völlig verarmt sind, verblüfft wohl selbst den hartnäckigsten Realitätsverweigerer.

Wie dem auch sei, die kleingeistige Schottermiaz wäre jedenfalls gut beraten, Treichls Worte zu beherzigen und noch ein paar Semester zu studieren...

Ich hab vor Jahrzehnten eine Pensionsversicherung ...

... in schweizer Franken abgeschlossen.
Täglich kann ich juben, wenn ich mir den schwachen EURO anschau.
Außerdem habe ich vor 2 Jahren Gold gekauft (Ögussa: 24.000) heute ist das 34.000 wert.
Treichl hat recht: blöd und verstehen nichts von Wirtschaft.

0 0

Re: Ich hab vor Jahrzehnten eine Pensionsversicherung ...

Die Rechnung mit dem Franken könnte auch aufgehen, muss aber nicht, abwarten!

Der Goldkauf war sicher ein Hit, ich habe ebenfalls seit einigen Jahren physisches Gold gebunkert und jeden übrigen Euro verwende ich noch weiter dazu!

Der Tag kommt immer näher wo die Banken für ein paar Tage geschlossen halten werden und dann ist es bereits viel zu spät, dann werden nämlich UNS die Haare (am Konto) geschnitten und wenn man halt nur eine Glatze aufzuweisen hat, dann kommt man ungeschoren davon!-)

immer nur lügen

warum sagt uns die regierung nicht endlich die wahrheit über die situation. sie müssen "ihr" volk vollkommen für vertrottelt halten. so kann es doch nicht mehr weitergehen. unser sozialnetz wird überstrapaziert, wir verschenken milliarden an fremde länder, die selbst nichts unternehmen um aus den schlamassel herauszukommen und die regierung beschönigt alles. es ist wirklich fünf vor zwölf.

Re: immer nur lügen

verschenkt wurde-zumindest bis jetzt-nichts.sowas behaupten nur die blauen.leider glaubt's denen ein teil der bevoelkerung-aber zum glueck nur der vertrottelte.

Antworten Antworten Gast: L.W.
18.05.2011 17:04
0 0

nur der vertrottelte


"mit Verlaub", das sagt genau wer ?

Ahso. Nur einer der üblichen Blaubasher, also völlig irrelevant.

Gast: Marximiliane
18.05.2011 12:44
3 1

Was hat den Professor geritten?

Van der Bellen hält ein Plädoyer für das Imperium Euro - währen die ganze Welt in den kleinen Schweizer Franken flieht.

wer hat den interveniert

dass in sachen EU-Rettungsschirm wieder auf Teufel komm raus zensuriert wird?

Gast: unbeteiligter
18.05.2011 11:46
7 0

Hirnlos in Mode ?

Warum wählt dann niemand die Grünen- kann also nicht stimmen.