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Karlheinz Töchterle: Der letzte Bildungsbürger

04.06.2011 | 17:46 |  von Christoph Schwarz (Die Presse)

Der Uni-Minister markiert einen Typ Politiker, wie er selten geworden ist: Der 61-Jährige punktet mit intellektuellem Charme - in der Debatte um das Ende des Lateinunterrichts geht er nun auf Konfrontation mit der SPÖ.

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Viel Zeit habe er heute nicht, sagt Karlheinz Töchterle. Erst vor wenigen Stunden ist er mit der Morgenmaschine aus Brüssel zurückgekehrt, den vereinbarten Fototermin am Michaelerplatz in der Wiener Innenstadt packen seine Mitarbeiter kurzerhand zwischen zwei andere Termine. Die dortigen archäologischen Ausgrabungen sind es, vor denen sich der neue Wissenschaftsminister eigentlich fotografieren lassen sollte. Eigentlich. Denn ganz zufrieden zeigt sich Töchterle mit der Wahl des Schauplatzes dann doch nicht.

Das alles sehe zu sehr nach Mittelalter und zu wenig nach Antike aus, sagt er mit einem kurzen Blick auf die freigelegten Mauerreste, die tatsächlich nicht nur von einer römischen Lagervorstadt stammen, sondern auch vom mittelalterlichen Witmarkt, dem heutigen Kohlmarkt. Keine geeignete Szenerie für einen Altphilologen also. Töchterles Wunschziel: der Theseustempel im Volksgarten – eine Nachbildung des berühmten Theseions in Athen. Für den kurzen Fußmarsch nimmt er sich dann doch die Zeit. Nicht nur hier, sondern fast überall in Wien treffe man auf die Antike, sagt Töchterle und zeigt wie zum Beweis auf die Wandfresken an einem Haus. „Die Antike ist das unhintergehbare Fundament unserer Kultur.“


Einblick in eine fremde Welt. Die Debatte um dieses Fundament ist es auch, in der Töchterle jetzt erstmals mit einem Angriff auf den Koalitionspartner SPÖ auf sich aufmerksam macht: Als Wiens Bürgermeister Michael Häupl in der Vorwoche in einer Boulevardzeitung laut darüber nachdachte, ob Latein denn überhaupt noch zum „Repertoire ausgebildeter junger Menschen“ gehöre, und sich damit implizit für die Abschaffung des Schulfachs Latein aussprach, musste Töchterle reagieren. Vor seinem Einstieg in die Politik vor wenigen Wochen und seinem Rektorsamt an der Uni Innsbruck war der parteifreie Tiroler der Leiter des Bereichs Latinistik sowie Studienleiter der philologisch-kulturwissenschaftlichen Fakultät seiner Universität. Erst seit dem Wechsel von Beatrix Karl ins Justizressort sitzt er auf einem Ticket der ÖVP in der Regierung. Seinem Fach ist der 61-Jährige bis heute eng verbunden.

„Mich wundert, dass ausgerechnet SPÖ-Politiker immer wieder einen Seitenhieb auf Latein austeilen“, sagt er und wirkt dabei ehrlich betroffen. Vor allem, weil gerade Latein ein echtes „Bildungs- und Kulturfach“ sei, das sich „nicht schnell Zweckbestimmungen und Ökonomisierungsvorwürfen“ aussetzen müsse. Im Gegenteil: „Latein ist, wenn es richtig unterrichtet wird, ein stark emanzipatorisches Fach“, sagt Töchterle. „Latein erschließt uns eine andere Welt – eine Welt, die uns zwar fern ist, aber nicht fremd.“ Und: „Wenn ein Junger in diese Welten gehen darf“, werde auch ein Arbeiterkind „zum Bildungsbürger. Ich verstehe nicht, warum Michael Häupl das nicht sieht.“


Über Umwege ans Gymnasium. Töchterle spricht damit auch seine eigene Biografie an. Denn sein Weg an die Uni war nicht vorgezeichnet. Aufgewachsen ist Töchterle im Stubaital – bis heute spielt er in seiner Heimatgemeinde Telfes in der Musikkapelle Flügelhorn – als Sohn eines Schmieds. Dass er ins Gymnasium geht, sei nicht geplant gewesen. Wie es dann doch dazu kam, sei „wohl ein Unikum“, sagt Töchterle – und setzt zu einer seiner vielen Anekdoten an: Sein Weg in die höhere Schule sei dem Sohn des Dorfarztes zu verdanken, der im streng katholischen Internat in Hall „so viel Heimweh hatte, dass seine Eltern auf die Idee kamen, ihm einen Landsmann zur Seite zu stellen“ und die Töchterles zu bitten, „den Karlheinz doch auch dorthin zu schicken“. Mit dem Dorfpfarrer lernte der damals Elfjährige die verpassten Lateinlektionen nach, ein Jahr später unterrichtete er bereits selbst seinen Bruder. „Ich war plötzlich so ein guter Lateiner, mir war nichts mehr ein Problem.“ Den Mehrwert, den eine klassische Bildung biete, könne man bis heute nicht groß genug schätzen: Gerade Latein leiste Dinge, die kein anderes Fach leisten könne oder wolle – vom Einblick in das Funktionieren von Sprache und Grammatik über die metasprachliche Kompetenz bis hin zu Rhetorik und dem bewussten Akt des Übersetzens, also jenem „Verweilen an einem Wort, in dem extrem hoher Bildungswert stecke“, sagt er – und ist wieder ganz Professor.

Töchterle weiß um seinen professoralen Charme – und er setzt ihn bewusst ein. Im persönlichen Gespräch entpuppt er sich als Charismatiker. Er ist einer jener Menschen, denen man sprichwörtlich beim Denken zusehen kann – und einer der wenigen, die dabei nicht langweilen. Denn Karlheinz Töchterle spricht nicht, er doziert. Egal, ob er nun über die von Raoul Schrott losgetretene Debatte über die Heimat Homers nachdenkt („Da wird an fundamentalen Elementen unserer Kultur gerührt.“), den bekannten Altphilologen Uvo Hölscher zitiert. („Die Antike ist uns das nächste Fremde.“) Oder von knallbunt bemalten, in den Gestank der Tieropfer gehüllten Tempel erzählt, deren strahlend weiße Nachbauten nur der „idealisierenden Grecomanie“ des Neohumanismus geschuldet seien. Der 61-Jährige, der bald zum vierten Mal Opa wird, markiert damit auch einen Typ Politiker, wie er in der aktuellen Parteienlandschaft selten geworden ist. Bei Interviews hat er – zum Schrecken aller Pressesprecher – noch keine vorgefertigten Worthülsen parat. Auch von Parteilinien hält er wenig – immerhin sei er kein Parteimitglied, wie Töchterle, der im Gemeinderat bereits für die Grünen kandidierte, gerne erwähnt.

Sich kurz zu fassen, will er nicht einmal versuchen. Laut ist er dennoch nicht – schon in seiner Zeit als Rektor war er nicht der große Redner, sondern „einer, der gerne zuhört“, wie es heißt. Vom Zuhören ist auch sein Führungsstil am Minoritenplatz geprägt. Oder, wie er selbst es formuliert: „Jemand, der den platonischen Dialog kennt und seine Hintergründigkeit schätzt, legt vielleicht noch mehr Wert auf Dialog.“ In die Kritik an der mangelnden politischen Kultur in Österreich will er nicht einstimmen: „Die Sehnsucht, dass Politik kultiviert sei, spiegelt die Sehnsucht des Menschen nach Harmonie wider – sie widerspricht aber dem Wesen demokratischer Auseinandersetzung.“

Die Mühen des Dialogs. Ob ihn die Dialogbereitschaft in der verfahrenen österreichischen Uni-Politik weiterbringt, steht auf einem anderen Blatt: Schon Vorgängerin Karl beschwor den Dialog, führte zuletzt aber eher einen Monolog. Einen erfolglosen noch dazu. Töchterle erbte eine lange Liste an unerledigten Reformen. Die Unis sind überfüllt und unterfinanziert. Auf die 100-tägige Schonfrist, die neuen Ministerin zugestanden wird, sollte er sich nicht berufen. Als Rektor hat er Erfahrung – und sich gemeinsam mit Kollegen stets mit klugen Vorschlägen an Vorgängerin Karl gewandt. Jetzt kann er sich beweisen.

Bislang ist er echte Lösungsansätze schuldig geblieben. Doch schon einmal hat Töchterle überrascht: Als 2007 ausgerechnet er – ein Altphilologe ohne nennenswerte Erfahrung – ins Rektorsamt gewählt wurde, hat das an seiner Uni auch für Erheiterung gesorgt. Seine Kritiker sind bald verstummt.

Die Aufgaben, die auf Uni-Minister Karlheinz Töchterle warten, sind zahlreich – die Liste an unerledigten Reformen ist lang: Die Unis wissen etwa nicht, wie sie ab 2013 den laufenden Betrieb finanzieren sollen. Die Rektoren forderten (bislang erfolglos) 300 Mio. Euro zusätzlich pro Jahr. Auch Töchterle hat bereits abgewunken. Ein Modell der Studienplatzfinanzierung – jede Uni würde dann einen Fixbetrag pro Student erhalten – ist zwar fertig ausgearbeitet, wird aber zurückgehalten. Somit rücken auch flächendeckende Zugangsbeschränkungen, die im Konzept enthalten wären, wieder in weite Ferne. Wie der Studentenansturm (vor allem aus Deutschland) im Herbst bewältigt werden soll, ist unklar.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.06.2011)

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31 Kommentare
 
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Gast: Udo Jarislav
08.06.2011 20:51
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ja die in der spö

redens a moi mit einige Herrn und Damen der SPÖ, die haben die Lösung. Wie man lange, das studiert, was für andere kurz fertig ist und passt. Noch dazu hat die Partei den bestbezahlen studenten, kann kaum einer teurer gewesen sein, in der Geschichte. Ist ja auch klar das die SPÖ keine Studien Gebühren möchte. Was umsonst ist ist nichts wert. Studien Gebühren einführen. Bin aber dafür schwächere unterstützen, die andern sich leisten können sollen bezahlen dafür.

Gast: Politikwissenschaftler
06.06.2011 09:31
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Äpfel und Birnen

Sorry, wenn ich hier die schöne Feier störe, aber bleiben wir auf dem Boden. Hier die edlen Wissenschaftler, dort die rüden, brachialen Politiker („dumm und feig“) – das ist doch zu billig! Töchterle ist jetzt an seinen Leistungen als Politiker nicht zu messen, nicht als Altphilologe. Es geht nicht darum, ob seine von Esprit sprühenden Anekdoten einen Marktwert haben, sondern ob es ihm gelingt, den festgefahrenen Karren der österreichischen Universitäts- und Forschungspolitik wieder flott zu machen. Und zu tun gibt es wahrlich sehr viel: jetzt und nicht erst nach der Sommerpause oder im nächsten Jahr! Das ist der Marktwert seiner Leistung, der gegebenenfalls mit Wählerstimmen honoriert wird. Anekdoten erzählen können auch andere Politiker, da darf man den Esprit der Kollegen nicht unterschätzen.

Gast: Politikwissenschaftler
06.06.2011 09:29
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Äpfel und Birnen

Sorry, wenn ich hier die schöne Feier störe, aber bleiben wir auf dem Boden. Hier die edlen Wissenschaftler, dort die rüden, brachialen Politiker („dumm und feig“) – das ist doch zu billig! Töchterle ist jetzt an seinen Leistungen als Politiker nicht zu messen, nicht als Altphilologe. Es geht nicht darum, ob seine von Esprit sprühenden Anekdoten einen Marktwert haben, sondern ob es ihm gelingt, den festgefahrenen Karren der österreichischen Universitäts- und Forschungspolitik wieder flott zu machen. Und zu tun gibt es wahrlich sehr viel: jetzt und nicht erst nach der Sommerpause oder im nächsten Jahr! Das ist der Marktwert seiner Leistung, der gegebenenfalls mit Wählerstimmen honoriert wird. Anekdoten erzählen können auch andere Politiker, da darf man den Esprit der Kollegen nicht unterschätzen.

Gast: Esprit gilt als wertlos da null Marktwert
06.06.2011 05:21
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Der Zauber intellektuellen Charmes

kontrastiert höchst erfreulich mit der üblichen Ödesse des banalen Politiker-"speaks". Leider werden in unserer "Wissensgesellschaft" von Barrosos Gnaden Persönlichkeiten mit Seltenheitswert wie Töchterle nicht wie Preziosen sondern eher wie geklonte Wollmilchschafe im Medienzirkus dem gaffenden Publikum vorgeführt. Denn Bildung hat kaum mehr Marktwert, wird nicht mehr honoriert, sondern kostet nur: Geld + Zeit, sodaß sich nurmehr immaterielle Rendite ergibt - und die ist verpönt, da nur materieller Profit als "Erfolg" gewertet wird, es sei denn man ist "Professor". Geistesadel zählt daher nichts mehr, gilt als verschroben, bestenfalls als Skurrilität. Was zählt ist technokratisches Fachwissen. Dies allein wird materiell honoriert. Wer trotzdem in humanistische Bildung investiert, gilt als Ewiggestriger. Unsere "Bildungs"ministerin ist da als bürokratische Technokratin, die Kunst nur nach Preisschild differenziert, deutlich weniger antiquiert. Forsch wird ruckizucki auf Gesamtschule umgestellt im Glauben, mit Matura für fast alle ließe sich durch nach unten nivellierende Gleichmacherei aus jedem Huhn ein souveräner Adler dressieren, der die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs erhöht. In dieser neuen schönen genormten Einheitsgesellschaft werden Persönlichkeiten wie Töchterle nurmehr als Raritäten, dezimiert auf einige wenige Exemplare, im universitären Exotenkabinett oder als Privatiers überleben können. Und bestenfalls fallweise wie ein archäologisches Fundstück bestaunt werden

Gast: Vergißmeinnicht
06.06.2011 00:28
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Töchterle ist nicht nur Uniminister.

Bitte auch beim Budget mal an Forschung denken! Danke.

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Danke, Herr Töchterle!


Antworten Gast: Der letzte Mohikaner
05.06.2011 20:05
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Re: Danke, Herr Töchterle!

Ja, danke für das Interview! Jetzt kann ich beruhigt schlafen gehen.

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Der letzte Bildungsbürger -

Bildungsbürger (innen!) gibt´s viele, nur in der Politik sind sie rar geworden.

Gast: andi007
05.06.2011 18:16
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tja

töchterle mag vieles sein, aber politiker ist er nicht und dementsprechend wird sein amt nicht allzulange währen

und latein, ich kann seiner argumentation folgen, sehe aber dennoch nicht, warum es weiterhin in den gymnasien exisitert (die ganzen bhs haben es ohnehin nicht), da es dort nicht unbedingt zu den attraktiven fächern zählt. sollte man es fürs studium brauchen, kann man es während des studiums lernen

das tiefere verständnis für viele asiatische und afrikanische kulturen ist auch immens interessant, nur in den lehrplan wirds dennoch nicht genommen

aber wenn er wegen so einem thema schon groß rumredet, ihm aber weitere (zu verhindernde) kürzungen im unibereich (siehe studierendenheime) recht egal sind, sehe ich nicht unbedingt eine richtung

auch bei den studiengebühren, ja, ich selber würde diese befürworten, aber nur wenn die unis auch ausfinanziert sind. aber gebühren zu bezahlen und dennoch nur eine miese leistung zu erhalten, dass spielt sich nicht und das will auch töchterle nicht klar sagen

Gast: gast gast
05.06.2011 17:37
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das wird ihm in der övp schnell vergehen


Gast: w.maurer
05.06.2011 15:07
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Rarität!

Mein Kompliment an den Verfasser dieses Portraits, Christoph Schwarz. Es ist selten geworden, dass derart stilvolle und anerkennende Artikel über unsere Spitzenpolitiker tatsächlich noch verfasst und gedruckt werden. Solches trägt zur Hebung der politischen Kultur bei und tut auch dem Presseleser gut!

Antworten Gast: uburoi
05.06.2011 16:45
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Re: Portrait?

man sollte in der övp den fischorden einführen.
damit man die geruchsbelaestigung eventunell in den griff bekommt.

Wer wenn nicht dieser Typ Mensch

ist von den Österreichern am meisten respektiert? Er hat einen Dr. und ist Prof. , weiß sich zu benehmen und ist besonnen, tritt somit niemanden offen auf die Füße, trägt die Früchte der konservativen Bildungswelt (wertungsfrei, bitteschön) und hat noch dazu einen leicht adeligen touch.

Mehr will man doch gar nicht, oder?

Antworten Gast: Der Aristokrat
05.06.2011 14:07
0 1

Re: Wer wenn nicht dieser Typ Mensch

Der adelige Touch ist besonders wichtig und nützlich. Ein Grundproblem der österreichischen Universitäten ist ja die Verflachung der Hierarchien. Sie ist glücklicherweise nicht so weit gediehen, wie in den übrigen Industrienationen, aber man sollte doch den Anfängen wehren. Etwas mehr Hierarchie, Respekt vor Herkunft (adeliges oder zumindest gutbürgerliches Haus) und Zugehörigkeit (Verband) könnte viele Probleme lösen (insbesondere Plagiatsproblem, Rückstand in den Forschungsrankings usw.).
Die österreichisch-ungarische Monarchie war bekanntlich eine der weltweit führenden Forschungsnationen.

Antworten Antworten Gast: The King
05.06.2011 23:05
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Re: Re: Wer wenn nicht dieser Typ Mensch

Aus welcher modrigen Gruft sind Sie nur entstiegen....

Gast: uburoi
05.06.2011 12:04
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leseschwäche ist in österreich keine schand nicht! ;-)))

Guest:
wo ist der unterschied zwischen einer gleichschenkeligen pyramide und einer kugel, bei gleicher oberfläche?

Karlheinz Töchterle:
Entweder die Basis oder die Spitze der Pyramide ragt über die Kugel hinaus.

Karlheinz Töchterle:
Für einen Platoniker ist eine geometrische Frage keineswegs ungewöhnlich. Man denke nur an die Aufschrift über dem Eingang der Akademie. Ich bedanke mich für die herausfordernden Fragen und bei der Presse für die Gelegenheit zu einer anregenden Stunde.

ref: http://diepresse.com/home/bildung/universitaet/666620/Unis-muessen-sich-nicht-vor-Deutschen-fuerchten?from=home.bildung.universitaet.sc.p1
" target="_blank">http://diepresse.com/home/bildung/universitaet/666620/Unis-muessen-sich-nicht-vor-Deutschen-fuerchten?from=home.bildung.universitaet.sc.p1


http://de.wikipedia.org/wiki/Tetraeder
" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Tetraeder

http://de.wikipedia.org/wiki/Kugel
" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Kugel

---

Bundespräsident

Karlheinz Töchterle soll unser nächster Bundespräsident werden!

Gast: Logiker
05.06.2011 09:29
0 0

Bildungsbürger, na ja...

Wenn

Bildungsbürger = Latinist

und

Töchterle = letzter Latinist

dann

Töchterle = letzter Bildungsbürger

Gast: Kienat
05.06.2011 09:07
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Respekt

Ich zolle diesem Mann Respekt, dass er auf dumpfe Journalistenfragen noch immer in einer angemessenen Sprache antwortet.
Ein echter Lichtblick in Sache Benehmen und Bildung.
Was sich in Österreich da an Niedergang in den letzten Jahrzehnten zugetragen hat, ist ja auch ein Teil des Problems, das wir heute haben.Aber die verdummten Massen werden die Zukunft Österreichs wohl nicht meistern können, ..

Ich frage mich ja nur, wie er mit den kleingeistigen Rabauken unter den Politikern da überhaupt kommuniziert.

Gast: radius
05.06.2011 08:21
2 6

Ein wahrlicher Bildungsbürger, der alles was nicht sein darf,

abblockt. So eckt man auch nicht an.

Doch benötigen wir Menschen , die gegen den Strom schwimmen.

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Re: Ein wahrlicher Bildungsbürger, der alles was nicht sein darf,

Empfehle Ihnen einen Trainer, den Djukics

Gast: Pastor Hans-Georg Peitl
05.06.2011 08:12
4 0

Ende des Lateinunterrichts

Es scheint fragwürdig, wie unsere Studenten römisch Recht, die medizinischen Handbücher oder die Bibel verstehen sollen, wenn sie kein Latein beherrschen.

Latein ist in manchen Studienzweigen unumgänglich.

Pastor Hans-Georg Peitl
Bundessprecher der
Österreichischen Bürgerpartei
http://www.oebp.at
http://jachwe.wordpress.com

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Re: Ende des Lateinunterrichts

In vielen anderen Laendern wird ueberhaupt nicht Latein unterrichtet und auch dort gibt es Mediziner und Juristen.

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Re: Re: Ende des Lateinunterrichts

Lernen dürfte schwierig sein, mit viel Schweiß verbunden. Sie haben Recht.

Gast: Bildungsbürger > Pseudos
05.06.2011 03:36
8 0

Besser charismatischer Bildungsbürger statt banaler Milliardär


Töchterle scheint ein echter Intellektueller zu sein, im Gegensatz zu den uns tagtäglich von den Medien (mangels Bildung der Journaille und dank dem herrschenden Zeitgeist) aufgezwungenen Pseudo-Intellektuellen, die nur nerven. Töchterle zeigt in erfrischender Weise, daß Bildung eine unverwechselbare Persönlichkeit hervorbringt, die das von Politik und Management begehrte Charisma besitzt und daher begeistert. Charisma erwirbt man nämlich nicht durch Coaches in modischen Leadership-Seminaren, sondern durch ein die individuelle Wissbegier stillendes, an Qualität orientiertes Leben, Nachdenken, über den Luxus des Zeithabens verfügend, Zuhörenkönnen, Dialogbereitschaft, Bescheidenheit, Ehrfurcht und Maßhaltenkönnen, kurz: durch humanistische Bildung. Dieser Art von leider selten gewordener, da irrtümlich als altmodisch geltender, in Wahrheit zeitloser Persönlichkeitsentwicklung ist klassische Bildung förderlich, aber nicht ausschließlich. Die lebenslange Beschäftigung mit dem Wissens- und Bildungsschatz jeder alten Hochkultur (man denke etwa an Russisch, Chinesisch, Persisch) fördert nicht nur die Sprachkompetenz sondern auch Denkmuster und Persönlichkeit.

Man muß daher kein Kulturbanause sein, wenn man kein Fan von Latein, dem einstigen Bildungsideal eines eurozentrischen Weltbildes ist. Jede tiefgehende Beschäftigung mit einer alten Sprache und Kultur formt Geist, Persönlichkeit, Denken und Weltsicht. So gesehen ist die Öffnung für weitere Hochkulturen ein Erfordernis!


Antworten Gast: markus trullus
05.06.2011 11:34
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Re: Besser charismatischer Bildungsbürger statt banaler Milliardär

Stimme ihnen schon zu; nur gilt das meistens für Leute, die es sich ganz banal gesagt, leisten können, im Elfenbenturm zu sitzen. Sollten sie aber das "Pech" haben, tagtäglich verdienen zu müssen, um zu überleben, dann schaut die Sache der Bildung ein wenig anders aus....

 
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