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Wahlrechtsreform: Nationalrat repariert Briefwahl

16.06.2011 | 14:22 |   (DiePresse.com)

Die Wahlkarten müssen künftig am Wahltag bei der zuständigen Behörde einlangen. Nur die FPÖ stimmte der Reform nicht zu.

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Die Briefwahl wird neu geregelt. Künftig müssen die Wahlkarten bis zu Wahlschluss bei der Wahlbehörde eingelangt sein, um eine nachträgliche Stimmabgabe zu verhindern. Das sieht eine Wahlrechtsnovelle vor, die am Donnerstag vom Nationalrat beschlossen wurde.

Ebenfalls in dem Paket enthalten ist eine Einzelfall-Prüfung bezüglich des Wahlausschlusses von Strafgefangenen. Schließlich fällt noch der "Habsburger-Paragraf", der Mitglieder ehemals regierender Häuser von einer Kandidatur bei Präsidentschaftswahlen ausschließt.

Die Reform wurde mit den Stimmen der Antragsteller SPÖ, ÖVP und BZÖ sowie der Grünen beschlossen. Die FPÖ stimmte zwar in Zweiter Lesung teilweise - etwa der Streichung des Habsburger-Paragrafen - zu, blieb in Dritter Lesung bei der Abstimmung des gesamten Gesetzes inkl. Briefwahl-Änderungen aber sitzen.

In der Debatte über das Wahlrecht musste sich die FPÖ einige Kritik gefallen lassen - weil sie zwar im Nationalrat wortreich die Briefwahl ablehnte, die FPK in Kärnten aber eine Volksbefragung über die Ortstafelregelung in Briefform durchführt. Dafür gibt es nicht einmal eine gesetzliche Grundlage. Der Kärntner Freiheitliche Max Lindner trat an, um dies zu verteidigen. Der Rücklauf bei der am 6. Juni gestarteten Befragung sei sehr gut, betonte er. Es werde den anderen Parteien noch leidtun tun, dass sie sie nicht mitgetragen haben.

(APA)

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7 Kommentare
Gast: Udalrich
21.06.2011 09:37
0 0

Moment!!!

"In der Debatte über das Wahlrecht musste sich die FPÖ einige Kritik gefallen lassen - weil sie zwar im Nationalrat wortreich die Briefwahl ablehnte, die FPK in Kärnten aber eine Volksbefragung über die Ortstafelregelung in Briefform durchführt."

So, FPÖ ist ja auch nicht gleich der FPK!
Die FPÖ ist die Freiheitliche Partei Österreich, die FPK die Freiheitliche Partei Kärnten.
Letztgenannte ist aber nicht "urfreiheitlich", sondern ein BZÖ-Verschnitt!!!

vanitas
17.06.2011 09:55
0 0

Seltsam, warum stimmt die FPÖ

einem Gesetz nicht zu, das verhindern soll, daß jemand auf kriminelle Art und Weise Wahlergebnisse fälscht?

Re: Seltsam, warum stimmt die FPÖ

der Grund liegt wohl darin, dass, solange die Briefwahl als solches noch existiert auch weiterhin Wahlergebnisse leicht gefälscht werden können.

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die Briefwahl bleibt eine sehr dubiose, manipulierbare Angelegenheit

In Ländern mit hohem Korruptions- und Betrugspotential, wie zum Beispiel Österreich, sollte man ganz darauf verzichten.

Antworten Panda
16.06.2011 15:24
1 0

Re: die Briefwahl bleibt eine sehr dubiose, manipulierbare Angelegenheit

Sie sollten mal schauen wie die geistig Behinderten so waehlen. Die sind alle wahlberechtigt weil zumeist nicht entmuendigt.
In Wien und Bgld waehlen die zu 99 % rot.
Ich nehme mal an in NOE werdens schwarz waehlen.

Gast: wosindwir
16.06.2011 12:51
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Was man da in der NR-Debatte auf TW1

über Absurditäten bzw. an Wahlbetrügereien in den Gemeinden hört, das ist unfassbar. Dass aber dabei vor allem die ÖVP genannt wird, das hätte ich ihr nie zugetraut!!!

Antworten mm6015
17.06.2011 08:05
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Re: Was man da in der NR-Debatte auf TW1

Ich bin davon überzeugt. Schwarze Parteifunktionäre, die zu den Alten/Kranken gehen, um ihnen mitzuteilen, dass sie sich nur ja nicht von der Volkshilfe sondern vom Hilfswerk oder vielleicht noch von der Caritas pflegen lassen dürfen, weil sie sich sonst versündigen, sind Faktum. Das habe ich selbst erlebt. Warum sollen sie (natürlich nur vereinzelte "schwarze" Schafe, immerhin gilt die wunderbare Unschuldsvermutung *loool*) nicht in mehreren Fällen entsprechende Manipulationen tätigen.

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