23.05.2013 20:11 Merkliste 0

Kaisersohn Otto Habsburg ist tot

04.07.2011 | 09:26 |  von Hans Werner Scheidl (Die Presse)

Der Ehrenpräsident der Internationalen Paneuropa-Union und ehemaliger Alterspräsident des Europaparlaments ist 98-jährig in Bayern verstorben. Er soll „friedlich eingeschlafen“ sein.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Otto Habsburg-Lothringen, der älteste Sohn des letzten österreichischen Kaisers und ungarischen Königs Karl I. (IV.), Ehrenpräsident der Internationalen Paneuropa-Union und ehemaliger Alterspräsident des Europaparlaments, ist am Montag in den frühen Morgenstunden in seinem Haus in Pöcking am Starnberger See in Bayern im Alter von 98 Jahren verstorben.

Otto Habsburg ist nach Angaben einer Mitarbeiterin „friedlich eingeschlafen“. Seit dem dem Tod seiner Gemahlin Regina im Vorjahr war er verwitwet. Habsburg hinterlässt sieben Kinder, 22 Enkelkinder und zwei Urenkel. Chef des Hauses Habsburg ist sein ältester Sohn Karl Habsburg-Lothringen, der in Österreich lebt. Der Verstorbene war Träger zahlreicher hoher Auszeichnungen. Zuletzt hatte ihm der französische Präsident Nicolas Sarkozy das Großkreuz des Ordens der Ehrenlegion verliehen.

Sein Sohn Karl erklärte am Montag zum Tod des ehemaligen Erzherzogs: „Mein Vater war eine überragende Persönlichkeit. Mit ihm verlieren wir einen großen Europäer, der uns in allem, was wir heute tun, über die Maßen geprägt hat.“

Am 16. Juli gibt es für den Verstorbenen im Wiener Stephansdom mehrere Gedenkgottesdienste - beigesetzt wird er in der Kapuzinergruft, der Kaisergruft der Habsburger.

Otto Habsburgs Leben in Bildern

Alle 18 Bilder der Galerie »

Thronfolger ohne Thron

Als Erzherzog-Thronfolger hätte er einmal eine europäische Großmacht beherrschen sollen – als ältester Abgeordneter zum Europäischen Parlament hat er den Lebensbogen beendet: Franz Josef Otto Robert Maria Anton Karl Max Heinrich Sixtus Xaver Felix Renatus Ludwig Gaetan Pius Ignatius von Habsburg-Lothringen ist tot. Sein hohes Alter in robuster Gesundheit – Erbteil der Mutter – war eine Gnade Gottes, dem er zeitlebens blindlings vertraut hat. Und so durfte er noch seinen Traum von einem Europa der freien Völker in Erfüllung gehen sehen. Dass er noch die ehemaligen Kronländer „heimkehren“ sah, war krönender Abschluss eines bizarren Lebenslaufes. (c) APA

(c) APA



Anders – ganz anders hätte dieser aussehen sollen. Die österreichischen Doppeladler blähten sich noch stolz (wenngleich auch schon ein bischen müde) auf den reich bestickten Standarten der kaiserlich-u.-königlichen Regimenter, damals, am 21. November 1912; nur wenige ahnten schon, daß diese heile Welt demnächst in Trümmer fallen werde.

Als es so weit war, der kaiserliche Vater – vertrieben von Land und Thron – im Exil auf Madeira viel zu früh starb, da war die kurze „Karriere“ des blondgelockten kaiserlichen Prinzen Otto jäh zu Ende. In einem Alter, da andere Kinder ins Leben treten, war seines schon mit vielen und schweren Erlebnissen beladen. Mit sechseinhalb Jahren hieß für ihn das neue Ziel – Exil. Aus der Kinderstube ging es direkt in die Schule des Lebens.

Denn der Vater – ausgemergelt und erschöpft nach dem Zusammenbruch seines Reichs – erkrankte in Funchal auf Madeira an der Spanischen Grippe. Das Kind – noch nicht zehn Jahre alt – musste am Sterbelager des Kaisers verweilen, der Vater wollte es so: „Er soll wissen, wie man sich in solchen Lagen benimmt, als Kaiser und als Katholik.“ Am Karsamstag 1922 war der Leidensweg des letzten Kaisers von Österreich zu Ende. Und die Mutter nahm ihren Ältesten beiseite: „Dein Vater schläft jetzt den ewigen Schlaf, nun bist Du Kaiser und König.“ Dann deutete sie vor ihrem Kind eine Verbeugung an.

Es dauerte, bis der junge Mann die Träume der kaiserlichen Mutter Zita als Illusion erkannte, ihn, den vergötterten ältesten Sohn, auf einen Thron in Europa zu setzen – es musste in ihren Augen nicht unbedingt der österreichische sein. Aber der Bedarf nach einem Habsburger-Herrscher war nach dem Absturz Alt-Europas ins Bodenlose nicht mehr gegeben – und der junge Mann musste sich nach anderen Lebenszielen umsehen.

Schwer genug für einen, der als Rüstzeug zwar die beste Ausbildung (österreichische und ungarische Matura, Doktorat der politischen und sozialen Wissenschaften in Löwen, Belgien) genießen durfte, von der Mutter, den Geschwistern und den zahllosen über die ganze Welt verstreuten Familienmitgliedern aber als „Chef des Hauses“ betrachtet wurde. Macht und Einfluss, Geld und Vermögen konnte er ihnen nicht verschaffen (manche waren selbst tüchtig genug) – aber den Glanz des Namens, den wollte/musste er den Nachkommen und der Welt erhalten. Respekt und Achtung wollte er aus eigenem erringen – durch ein untadeliges Privatleben, durch ein Auftreten, stets „comme il faut“, durch eine Tätigkeit, die ihn unabhängig machen sollte von jeder staatlichen Apanage (die es sowieso nicht zu erhoffen galt) und durch eine politische Umtriebigkeit, die ihm ein bescheidenes Mitspielen im europäischen Gestaltungsprozess ermöglichen sollte.

Das ist Otto lange Jahre gelungen. Es war kein gescheitertes Leben – auch wenn das Ziel vorerst so ganz anders vorgegeben schien. Lange Zeit stand es im Schatten der kaiserlichen Mutter. Sie war gemeinsam mit dem Gemahl Karl vom ungarischen Fürstprimas gesalbt und gekrönt worden und fühlte sich daher absolut nicht berechtigt, auf irgendwelche Herrscherrechte zu verzichten. Sie sah sich bis zum letzten Atemzug als Königin ihrer Völker.

Ottos Abschied von diesen Illusionen glich einem Seiltanz: Hier die verehrte Mutter, die gehörig resolut sein konnte, dort die politische Einsicht, dass an eine Habsburger-Restauration nicht zu denken sei – nicht einmal in den turbulentesten Zeiten Österreichs 1938, als der erklärte Legitimist Kurt von Schuschnigg Österreich vor Adolf Hitler retten wollte. Otto forderte die Kanzlerschaft für sich, sollte Schuschnigg gar keinen anderen Ausweg mehr sehen. Für den Habsburger eine folgerichtiges Verlangen: Er habe seinem Land zu dienen, das hatte ihm die Mutter vorgelebt, auch um den Preis des persönlichen Unterganges. Aber Schuschnigg musste dies ablehnen: Weil es sinnlos gewesen wäre und er den Kaisersohn nicht unnötig in Gefahr bringen wollte. Da ging er später lieber selbst in den Hausarrest des NS-Regimes. Und Otto – über viele Zwischenstationen – ins US-Exil.

Erst im Amerika der Kriegsjahre schärfte sich Ottos politisches Profil. In unzähligen Demarchen, persönlichen Gesprächen auf allen Ebenen, bei zahlreichen Einladungen durch Präsident Roosevelt agitierte der Vertriebene für das Wiedererstehen eines souveränen Österreichs, für eine Abkoppelung des Landes vom Deutschen Reich nach Kriegsende – äußerstenfalls für eine vage „Donaukonföderation“ aller Nachfolgestaaten der alten Monarchie. Ohne Zita und die Söhne Otto, Robert und Felix hätte die berühmte „Moskauer Deklaration“ der Alliierten zu Österreich ganz anders gelautet.

Das wurde Otto nie gelohnt. Nach dem Krieg und einer „standesgemäßen“ Vermählung mit Regina von Sachsen-Meiningen ließ sich die Familie des einstigen Thronprätendenten in Pöcking am Starnberger See nieder, in der „Villa Austria“, von wo man die Salzburger Berge der Heimat erblicken konnte. Im österreichischen Reisepaß fand sich weiter der behördliche Eintrag: „Gilt für alle Staaten der Welt. Berechtigt nicht zur Einreise nach Österreich und nicht zur Durchreise durch Österreich.“ Wenigstens dieses Unrecht wollte der promovierte Staatsrechtler Otto beseitigt wissen. Aber das dauerte noch bis in die  sechziger Jahre.

Mindestens so ungeduldig warteten die verbliebenen Monarchisten auf die Geburt eines männlichen Nachkommens: Fünf Töchter hatte das Paar schon, bevor Karl und später noch Georg für Aufatmen bei den Getreuen sorgten.

Habsburg: Eine europäische Familie im 21. Jahrhundert

Alle 12 Bilder der Galerie »

Beseelter Paneuropäer

Der Vater hingegen war unermüdlich auf Vortragsreisen, er schrieb Bücher, verfasste Zeitungskommentare – alles einer Idee untergeordnet: Nur ein vereintes Europa könne auf Dauer dem geschundenen Kontinent Frieden und Stabilität sichern. Diesem übergeordneten Ziel Richard Coudenhove-Kalergis folgte von da an die politische Lebensbahn des Habsburgers. Was der erste Pan-Europäer in der „Neuen Freien Presse“ skizziert hatte, das gestaltete Otto freilich nach eigenem Gutdünken aus. Die Tochter Walburga hat das einmal sehr treffend so beschrieben: „Mein Vater entspricht – unter geänderten Bedingungen – dem Bild Grillparzers vom Kaiser, der niemals stirbt“ (König Ottokar).

Viele Winkelzüge, manche Kompromisse waren dabei nötig. Nicht alle Familienmitglieder machten da mit. Sie akzeptierten nicht, dass der „Chef des Hauses“ freiwillig auf Restitutionsforderungen verzichtete, dass ihm eine politische Rolle wichtiger war – die er nur spielen konnte, wenn er sich mit den Parteien nicht anlegte.

Um überhaupt den Fuß in die Politik zu bekommen, nahm Otto eine Doppelstaatsbürgerschaft auf sich – sie ermöglichte ihm ein Mandat der bayrischen CSU für das Europa-Parlament. Und überdies verteidigte er stets und überall die Sudetendeutschen als „Schirmherr“ dieser vertriebenen Altösterreicher – eine durchaus logische Funktion im Selbstverständnis des Habsburgers.

In einer langen Generationenkette betrachtete sich Otto stets als Verbindungsglied zwischen 19. und 21. Jahrhundert. In jeder Phase hätten die Habsburger ihre Rolle zu spielen. Er sprach gern von der Translatio imperii, der Übertragung des Reiches. „Das war im Jahre 800, bei der Kaiserkrönung Karls des Großen, der Fall und später wieder bei der Krönung Ottos I. Es gab wieder eine Translatio imperii, als  nach der chaotischen, kaiserlosen Zeit von 1245 bis 1273 Rudolf von Habsburg zum deutschen König gewählt wurde.“

Und so war für den Mann, der aus rein taktisch-politischem Kalkül der Mitgliedschaft zum „Haus Habsburg“ abgeschworen hatte, bis zum letzten Atemzug die europäische Einigung nichts anderes als eine weitere Translatio imperii. Es gab keinen Thron, aber es gab die Idee des Abendlandes, „und Habsburg war die kaiserliche Dynastie des Abendlandes. Sie verkörperte seit Rudolf I. die reichische Idee.“ Und noch etwas hat Otto nie vergessen, sondern vorgelebt: „Die Dynastie hat nicht das Reich in Besitz genommen, sondern umgekehrt, das Reich die Dynastie.“

Dass sein ältester Sohn Karl als österreichischer Parlamentarier eine Zeitlang neben ihm sitzen konnte – das war für Otto mehr als nur sentimentales Glücksgefühl im Alter: Ein Zeichen für die Kontinuität sollte es sein, die die Habsburger nie aus den Augen lassen würden. Dass der Sohn in vielem nicht nach ihm geriet – Otto wusste es natürlich. Aber nie hätte er ihn im Stich gelassen. Da ramponierte er lieber 1998 in blinder Verteidigung des Sohnes, der aus Unverstand das politische Kapital verspielte, eigenes Renommee. Zuletzt übertrug er dem Sohn noch das Amt eines Souveräns über den Orden vom Goldenen Vlies, wofür sich Teile der Familie nur sehr zögernd erwärmen konnten.


Doch da neigte sich seine eigene Rolle in Europa ohnedies schon dem Ende zu. Er hatte immerhin die Ehre, den Altersvorsitz im Europaparlament führen zu dürfen, als erstmals österreichische Abgeordnete ihre Plätze im Plenum einnahmen. Das gemahnte stark an die repräsentativen Rolle des Erzherzogs Johann, der 1848 die erste deutsche Nationalversammlung in der Paulskirche präsidierte.

Und dass just seine Paneuropa-Union jenes „Picknick“ an der ungarischen Grenze veranstaltete, das den Aufbruch, die Explosion in Osteuropa einleitete – diese historische Rolle wird ihm nie jemand absprechen, auch wenn seine resolute und tüchtige Tochter Walburga federführend war. Nie werden wir die Bilder jener jubelnden DDR-Bürger vergessen, für die sich in Ungarn erstmals der Stacheldraht zum goldenen Westen, zur erhofften Freiheit öffnete. Eine Eruption war das, nichts konnte diesen einmal eingeleiteten „Volksaufstand“ – im wahrsten Sinne des Wortes – mehr stoppen. Kein Gorbatschow, kein Honecker.  

Das wiegt, das zählt. Und das wird vor der Geschichte Bestand haben.

Reaktionen: ''Ganz Europa weint''

Alle 11 Bilder der Galerie »


Otto Habsburg

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

278 Kommentare
 
1 2 3 45 6 7

Re: Re: Re: Was soll das Gerede?

Soldatenspiele? Von Logik verstehen Sie genauso wenig wie von Geschichte.

Der Krieg war ausgemachte Sache zwischen den USA, Frankreich, Großbritannien und Russland.
Der deutsche und der österreichische Kaiser wollten nie Krieg.

Die einzigen Kriege die Franz Josef führte waren Verteidigungskriege!!!

Die Franzosen verkrafteten nicht, dass sie ökonomisch schechter waren, sind und immer sein werden, als Deutschland.

Die Russen wollten soch immer eine mobilere Schwarzmeerflotte und drängten Richtung Bosporus (Berliner Konferenz) und Mittelmeer (Bündins Serbien)

Die Amerikaner hätten ihre Kriegskredite nicht mehr zurückbekommen (Brest-Litovsk ... Frankreich vor Niederlage) und mussten daher auch in den Krieg.

Vom Partner Italien wurde man überfallen.

Das Waffenstillstandsangebot von Kaiser Karl wurde nicht nur nicht angenommen sonder gegen ihn instrumentalisiert.

Leider steht das nicht in ihren Geschichtsbüchern. Das was Sie wissen ist die Geschichte der Sieger.

Die Soldatenspiele gehörten zu den westlichen Republiken und das Abschlachten bis zur bedingungslosen Kapitulation auch!!!

Re: Re: Re: Re: Was soll das Gerede?

also soweit ich weiß war österreichs kriegserklärung an serbien der anfang des krieges
hat meines erachtens kaum was mit dem restlichen europa bzw der usa zu tun

Re: Re: Was soll das Gerede?

Weil die Russen einen Mittelmeerhafen wollten hat Österr. den Krieg erklärt; ist das die neue Logik? Bei den damaligen Kräfteverhältnissen ware ndie Erfolgschancen eher sehr gering.
Tatsache ist,dass Fanz-Josef Freude am Soldatenspielen hatte.

Gast: schwarzgelb
04.07.2011 18:55
19 3

Gott erhalte, Gott beschütze

unsern Kaiser unser Land

Ruhe in Frieden Dr. Otto von Habsburg

Gast: Heute statt Seinerzeit
04.07.2011 18:16
1 16

Zum Glück

Was Otto in Sachen Europa von sich gab, war durchaus ok.

Dies sehe ich aber als Privatmeinung. Dass wir aber heute eine Republik statt in einer Monarchie haben, ist ein Glück für Österreich.
Dies sollten wir schätzen, denn wir Bürger können mitgestalten (nur Raunzen ist zu wenig).

Wer Monarchie will, soll sich im Fernsehen die Adelshochzeiten ansehen und froh sein, dass wir nicht die Folgen (Spesen) tragen müssen.

1 0

Re: Zum Glück

Den Unterschied zwischen Demokratie und Republik habe sie offensichtlich noch nicht ganz begriffen, aber das wird schon noch..... irgendwann.

19 2

Europa....

...verliert einen großen Bürger und einen seiner letzten Politiker von Format und Kompetenz !

Mein herzlichstes Beileid den Hinterbliebenen!

Gast: Time for Change
04.07.2011 16:42
14 3

"Er habe seinem Land zu dienen, das hatte ihm die Mutter vorgelebt, auch um den Preis des persönlichen Unterganges"

Genau das macht einen wahren Anführer aus,; Der erste Diener sein, nicht der Erste der die Hände im Steuertopf hat.

Das haben die Politiker von heute vergessen, und genau darum ist es Zeit für einen Machtwechsel.

Antworten Gast: Genosse Graf Gudenus
04.07.2011 17:21
5 1

Anführer

dux, resp. Herzog (vor dem Heer zog resp. Ziehenden).


1 15

Re:

Polemik vom Feinsten...

Monarchen sind ja bekanntlich die, die finanziellen Vergütungen entsagen, und die wissen, wie man sparsam lebt. Siehe zB die letzten 2 Hochzeiten in Monaco und London - aso warte, hat ja doch der Steuerzahler finanziert!

Re: Re:

In Monaco gibt es keine Steuern, ergo auch keine Steuerzahler.

0 2

Re: Re: Re:

Und glaubst du deshalb das Fürst Albert für seine Millionen (...arden?) arbeiten geht, und den Staat aus eigener Tasche finanziert?

Ob du das Geld über Steuern, Mieten, oder sonstwie einnimmst: Das Volk zahlts, die Verpackung ist nur eine Andere.


2 0

Re: Re: Re: Re:

Armer Knopf!

Gäbe es in Monaco keine Monarchie, mit Herrschern die sich seit vielen Jahrzehnten wirklich um das Land kümmern, sonsern eine Dummokratie wie in allen westlichen Ländern, würde Monaco kein Mensch kennen und die Leute müssten Steuern zahlen.

0 1

Re: Re: Re: Re: Re:

Wie kommst du zu der Aussage? In meinen Augen hat Monaco eine ziemlich einzigartige Geschichte puncto Landschaft und Einwanderung, später kombiniert mit Tourismus und Glückspiel, die man spätestens seit den 60ern nicht mehr den Herrschern anrechnen kann, sondern seitdem als Selbstläufer funktioniert.

Es ist wohl auch generell nicht sinnvoll, Zwerg- und Stadt-staaten mit größeren Ländern zu vergleichen - Vergleiche mit Belgien, Holland, Schweden, UK, etc. sind da angebrachter.

Demokratie und Monarchie schließt sich auch nicht automatisch aus - du kannst in einer demokratischen Monarchie genauso die Herrscher wählen, d.h. du hast die selben Probleme wie in einere demokratischen Republik, oder du hast die Erbfolge, wo die Probleme wohl offensichtlich sind.

PS: Knopf?

11 0

Ein großer Österreicher ist tot.


So mancher österreichischer Politiker solle sich etwas abschauen von einem Staatsmann, der Österreich in der Welt vorbildlich repräsentiert hat.

Wohin ist Europa gegangen? Was hat die Demokratie - die beste Regierungsform -, bzw. was haben die Politiker aus Europa gemacht?
Ja, es gab wieder eine Einigung der Nationalstaaten. Aber stehen wir nicht vor dem finanziellen Scherbenhaufen der letzten Jahrzehnte und damit vor einer der größten Herausfoderungen seit Jahrzehnten?

Es wird großer Politiker bedürfen, um dringend notwendige Reformen durchzuziehen.

Ruher er in Frieden.


Gast: dildo
04.07.2011 16:30
0 15

ui jetzt starten die ösis den III. weltkrieg... schais!


Gast: Jesas
04.07.2011 16:28
4 1

die österreicher sind ein undankbares volk!

wenn man die postings liest man glaubt dass viele geschichte in der schule verschlafen haben...

Re: die österreicher sind ein undankbares volk!

Wahrscheinlich kennen sie aus der Schule nur mehr die politisch korrekte Geschichtsklitterung, mit der die Sozialisten unsere Geschichte umgeschrieben haben (danach verdanken wir ja alles dem Sonnenkönig Kreisky)!

3 19

Wie viele leben hat das Adelsgeschlecht auf dem Gewissen??

Und die EU ist eh so Menschenfreundlich und äußerst gerecht,nicht kriminell und schon gar nicht korrupt..............

Antworten Gast: Genosse Graf Gudenus
04.07.2011 17:39
2 1

Adelsgeschlecht,

Man hat das Vergnügen das Haupt eines solchen Geschlechtes zu sein.

Jedoch steht man abseits, soll heissen das ein anderes Geschlecht weit über einem steht. Ein solches Geschlecht kann auch ein bäuerliches, etc sein.

Meine Grossmutter war ein einst israelitisches Geschlecht. Annekdote. Einst hatte sich beim Verstorbenen eine Gruppe ungarischer Juden angemeldet. Die Antwort war: kenne nur Ungarn was bei den Vorsprechenden Begeisterung erweckte.

Antworten Gast: HRGeiger
04.07.2011 16:35
12 0

???

... und ein Bezug zu den bösen Ausländern ist Ihnen nicht auch noch eingefallen? Dann hätt ma die Trias des Bösen komplett.

Lustig nur, dass Sie als "Austriak" (was auch immer das sein soll) 650 Jahre unserer Geschichte nur unter dem Gesichtspunkt "wieviel Menschenleben" sehen. Schauen Sie sich die Schweiz an, die (als Republik) ganz Europa mit Söldnern versorgt hat, schauen Sie sich Frankreich und GB an, welche auf blutigste Weise Kolonialreiche eroberten - im Vergleich dazu waren die Habsburger eine kulturelle Großmacht (wenn man einmal in Temesvar, Zagreb oder Teplitz am Hauptplatz gestanden ist und sich wie in Graz oder Leibnitz vorgekommen ist, weiß man, was "österreichische Barockkultur bedeutet), und der Großteil der von den Habsburgern geführten Kriege waren Abwehrkriege (von den Türken vor Wien, über die Franzosen unter Ludwig XIV. und Napoleon, bis zu den Preußen und Friedrich und Bismarck), keine Eroberungsfeldzüge.

Lernen Sie zuerst Geschichte, bevor Sie unter dem Namen Österreichs hier irgendeinen schwarz-weiß-karierten Stehsatz posten!

Und, zur Sache: Requiescat in pacem!

Antworten Antworten Gast: guarneri
05.07.2011 07:40
0 1

Re: ??? + ?

Es hat mich immer schon brennend interessiert weshalb die Schweizer ihren herzöglichen Landsleuten solange die Stirn boten bis sie sie aus dem Land hatten. Erst vorgestern durfte man auf SF1 die 625-Jahre-Feier der Schlacht von Sempach verfolgen.
Und wie erklärt man die Entwicklung zweier Völker, Schweizer und Niederländer, die unter dem Banner "Habsburg - nein, danke" wohl mehr erreicht haben als die versifften Habsburger Kolonien?

Re: ???

Beim Wiener Kongress wurde sogar der Verlierer (Frankreich) eingeladen und saß mit am Verhandlungstisch.

Im 1. Weltkrieg betrieben die Westmächte die Politik der totalen Zerstörung. Den Verlierern wurde die alleinige Kriegsschuld zugeschrieben und von den Verhandlungen ausgeschlossen. Die Saat des 2. Weltkiegs verursacht von den REPUBLIKEN USA und Frankreich.

Gast: tmax1000
04.07.2011 15:44
17 1

Ruhe in Frieden

Ein Grosser hat die europäische Bühne verlassen. Ruhe in Frieden

17 4

Ruhe in Frieden mein geliebter Kaiser!


2 17

Re: Ruhe in Frieden mein geliebter Kaiser!

bitte um bekanntgabe von ort und zeitpunkt der krönungsfeierlichkeiten? ach und mit quellenangabe. damit ich geschichte lernen kann. denn dass war mir bislang nicht bewusst.

Re: Re: Ruhe in Frieden mein geliebter Kaiser!

Bei Ihnen wär rechtschreiben lernen schon was, Geschichte woll ' ma gar nicht verlangen

Re: Re: Ruhe in Frieden mein geliebter Kaiser!

Zuerst sollten Sie die Regeln für die Anwendung von das bzw. dass lernen!!

Antworten Antworten Gast: BeobachterSchwarzGelb
04.07.2011 16:45
11 1

Re: Re: Ruhe in Frieden mein geliebter Kaiser!

Als Kronprinz des Hauses Oesterreich wurde er AUTOMATISCH Kaiser. Eine Kroenung gab es nur in Ungarn.

Antworten Antworten Antworten Gast: Johann S
04.07.2011 22:15
0 0

Kaiser

Dies mögen Legitimisten so interpretieren,ausgeübt hat er dieses Amt natürlich nie.Dass der Tod von Otto Habsburg Lothringen solche Emotionen pro und kontra auslöst ist sehr interessant.Er war ein Politiker den man ambivalent betrachten kann,wie jeden anderen Menschen auch.Nach fast 100 Jahren Republiksollte man dies viel gelassener sehen.

0 15

stolz als österreicher

ich habe diesen menschen als politiker geschätz. ich habe seine sachliche und fundierte art geschätz, und ihm in dieser hinsicht respekt gezollt.

aber wieder einmal entbrannt im forum der kampf pro der kontra monarchie, und die sehnsucht nach dem alten großen österreich.

mir ist so etwas wie patriotismus fremd. und wenn mich jemand fragt worauf ich als österreicher stolz bin, dann darauf aus einem land zu kommen, in welchem 1918 der adel abgeschafft wurde. dies war eine große entscheidung. wenigstens ein mal konnten die österreicher zeigen, dass sie im stande sind eine entscheidung zu fällen, die gut war, und zum richtigen zeitpunkt.

Re: stolz als österreicher

Die Abschaffung der Monarchie war keine "große Entscheidung" der Österreicher, sondern eine Friedensbedingung der Siegermächte.

Gast: DieLeserschaft
04.07.2011 14:47
25 4

Ruhe in Frieden, Kaiser der Herzen

Da geht er hin, einer der Letzten die es verdient hätten an der Spitze zu stehen.

Wenn ich mir einen Faymann und einen Fischer da anschaue, die werden niemals die geistige und moralische Größe erreichen um einem Otto von Habsburg überhaupt bis zu den Knien zu reichen.


28 3

Man muss kein Monarchist sein

um seinen Tod zu bedauern. Er war einer von den Guten. Und vor allem einer von den Wissenden. Möge ihm die Erde leicht sein.

Gast: Andreas Maislinger
04.07.2011 14:30
4 3

Respekt für Otto Habsburg-Lothringen

Ich habe Otto von Habsburg vor allem wegen seiner konsequenten Ablehnung des Nationalsozialismus respektiert und deshalb der Stadt Braunau am Inn für den Egon Ranshofen-Wertheimer Preis vorgeschlagen.

Gast: Einblick
04.07.2011 13:59
22 2

Ehrt ihn.

Er war einer der ersten aktiven überzeugten Europär. Er erkannte die Gefahr der Naziidiologie und versuchte sich dem Unvermeidlichem entgegen zustellen musste dann aber doch fliehen. Nach dem Kriwg setze er sich in der Paneuropa Union für die europäische Einigung gleichberechtigter befreundeter Völker ein. Wir verlieren mit Otto von Habsburg einen Vorkämpfer für eine humane friedliche Welt.
Ehrt ihn!

Re: Ehrt ihn.

Absolut d'accord!!!

Gast: GIftspritzer
04.07.2011 13:58
0 5

Liebesgschichten und Heiratssachen

Mich würde interessieren wen wir diesen schriftlichen Liebesbeweis zu verdanken haben?

requiescat in pace

Mit Otto Habsburg-Lothringen verliert Österreich seinen ehrwürdigsten wie ehrenhaftesten Repräsentanten wie Fürsprecher, der seinem Vaterland trotz würdeloser und beschämender Entehrung stets die Treue hielt.

Mit dem Sohn unseres letzten Kaisers geht nicht nur Österreichs erster Sohn, nicht nur Paneuropas erster Vater sondern auch Europas erster Großvater von uns.

Keine andere Seele hat die österreichische Geschichte derart umfasst,
kein anderer Geist hat die paneuropäische Geschichte derart geschrieben und kein anderer Leib hat die europäische Geschichte derart geprägt.

Wer sich fragt was dem Großteil der Politker zu wahrer Staatsmännigkeit, was dem Österreicher zu wahrem Patriotismus und dem Europäer zu wahrem Werteverständnis fehlt, findet bei Otto Habsburg-Lothringen die Antwort.

"Seine Kaiserliche und Königliche Hoheit Franz Joseph Otto Robert Maria Anton Karl Max Heinrich Sixtus Xaver Felix Renatus Ludwig Gaetan Pius Ignatius, Kaiserlicher Prinz, Erzherzog von Österreich, Königlicher Prinz von Ungarn"
requiescat in pace.

Antworten Gast: Johann S
05.07.2011 19:45
0 0

Eloge

Diese Eloge wirkt etwas überspitzt und konterkariert eigentlich den traurigen Anlass.Aber ihre Meinung halt.Liebe Grüsse J.

Gast: Nuntius
04.07.2011 13:33
4 2

Als Deutscher heißt er richtig: Otto von Habsburg

Fiel mir gerade auf, nachdem ich die FAZ gelesen habe.

Schade, daß wir nicht mehr erfahren, was er über die derzeitige Entwicklung der EU hin zu einer EUdSSR gedacht hat.

Tiefe Trauer über seinen Tod und über die Entwicklung der EU.

Reaktionen: ''Ganz Europa weint''

auf Seite 7, rechts unten neben dem Wetterbericht und Tageshoroskop....

was hat Otto geleistet?


ein Mann mit solch einem Background hätte mehr bewegen und leisten müssen.
Mit Verlaub, er war halt auch nur ein Habsburger!

Antworten Gast: anonymouse
05.07.2011 08:55
0 0

Re: was hat Otto geleistet?

Und was hat der User Schwarzbär geleistet? Noch weniger... Na geh aber auch...

Gast: pensionär
04.07.2011 13:14
6 4

... allen jenen ins Stammbuch ...

die hiezu desavouierende Kommentare abgeben:
Mich stören vielmehr jene wesentlich mehr, die durch Betrug und Ausbeutung zu Millionen und Milliarden gekommen sind, denn die sind echte "Verbrecher", weil sie durch die Macht und Korruption Millionen von Menschen auf dem Gewissen haben.
Wir "blöden Sklaven" dienen Herren, die wir nicht einmal namentlich kennen.

sehr erfreulich objektiv informativer kommentar

zum ableben von dr otto habsburg-lothringen, dem haupt der familie habsburg, wurde in lobenswerter art und weise ein informativ sachlicher artikel über diesen letzten, der großen weisen alten europäer verfasst, chapeau an den verfasser. mein beileid an seine familie und angehörige. wohltuend auch bisher in diesem forum, dass geifernde antimonarchiekritzler sich ihr pietätälos schriftliches gekeiffe verbissen haben.

Antworten Gast: L.W.
04.07.2011 13:35
7 1

geifernde antimonarchiekritzler


sehr gehrter poldionkel,

jetzt haben Sie es leider verschrieen und prompt sind die von Ihnen Genannten auch schon hier.

Offenbar sind jetzt diesen Figuren aus dem SubStdForum die Schimpfwörter ausgegangen, jetzt toben sie also hier weiter.

Aber egal, diese erbärmlichen Gestalten, die selbst noch nie etwas zustande gebracht haben ausser zu stänkern, können sowieso niemals an die menschliche Größe eines Herrn v. H. anstinken, je lauter sie schreien, umso lächerlicher machen sie sich, merken es allerdings mangels Intelligenz nicht einmal.

Nicht einmal ignorieren diese Würmlinge.

MfG L.W.

Re: geifernde antimonarchiekritzler

warum werfen sie anderen vor ,was sie selbst hier machen ?
oder ist das der Stil der Monarchisten

Antworten Antworten Antworten Gast: L.W.
04.07.2011 16:59
1 0

Ich lese Ihre postings seit geraumer Zeit ...

... daher erübrigt sich jeglicher Kommentar meinerseits.

Einen schönen Tag noch.

Gast: Mac Mad
04.07.2011 13:06
8 1

Cool

endlich wieder die Kayserhymne im Stephansdom.

soviel Stil in den Kommentaren

überrascht ehrlich und scheint dem Anlass geboten. (Bis auf die wenigen Ausnahmen halt. Einen intellektuellen Bodensatz gibt es immer.)

 
1 2 3 45 6 7