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Kaisersohn Otto Habsburg ist tot

04.07.2011 | 09:26 |  von Hans Werner Scheidl (Die Presse)

Der Ehrenpräsident der Internationalen Paneuropa-Union und ehemaliger Alterspräsident des Europaparlaments ist 98-jährig in Bayern verstorben. Er soll „friedlich eingeschlafen“ sein.

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Otto Habsburg-Lothringen, der älteste Sohn des letzten österreichischen Kaisers und ungarischen Königs Karl I. (IV.), Ehrenpräsident der Internationalen Paneuropa-Union und ehemaliger Alterspräsident des Europaparlaments, ist am Montag in den frühen Morgenstunden in seinem Haus in Pöcking am Starnberger See in Bayern im Alter von 98 Jahren verstorben.

Otto Habsburg ist nach Angaben einer Mitarbeiterin „friedlich eingeschlafen“. Seit dem dem Tod seiner Gemahlin Regina im Vorjahr war er verwitwet. Habsburg hinterlässt sieben Kinder, 22 Enkelkinder und zwei Urenkel. Chef des Hauses Habsburg ist sein ältester Sohn Karl Habsburg-Lothringen, der in Österreich lebt. Der Verstorbene war Träger zahlreicher hoher Auszeichnungen. Zuletzt hatte ihm der französische Präsident Nicolas Sarkozy das Großkreuz des Ordens der Ehrenlegion verliehen.

Sein Sohn Karl erklärte am Montag zum Tod des ehemaligen Erzherzogs: „Mein Vater war eine überragende Persönlichkeit. Mit ihm verlieren wir einen großen Europäer, der uns in allem, was wir heute tun, über die Maßen geprägt hat.“

Am 16. Juli gibt es für den Verstorbenen im Wiener Stephansdom mehrere Gedenkgottesdienste - beigesetzt wird er in der Kapuzinergruft, der Kaisergruft der Habsburger.

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Thronfolger ohne Thron

Als Erzherzog-Thronfolger hätte er einmal eine europäische Großmacht beherrschen sollen – als ältester Abgeordneter zum Europäischen Parlament hat er den Lebensbogen beendet: Franz Josef Otto Robert Maria Anton Karl Max Heinrich Sixtus Xaver Felix Renatus Ludwig Gaetan Pius Ignatius von Habsburg-Lothringen ist tot. Sein hohes Alter in robuster Gesundheit – Erbteil der Mutter – war eine Gnade Gottes, dem er zeitlebens blindlings vertraut hat. Und so durfte er noch seinen Traum von einem Europa der freien Völker in Erfüllung gehen sehen. Dass er noch die ehemaligen Kronländer „heimkehren“ sah, war krönender Abschluss eines bizarren Lebenslaufes. (c) APA

(c) APA



Anders – ganz anders hätte dieser aussehen sollen. Die österreichischen Doppeladler blähten sich noch stolz (wenngleich auch schon ein bischen müde) auf den reich bestickten Standarten der kaiserlich-u.-königlichen Regimenter, damals, am 21. November 1912; nur wenige ahnten schon, daß diese heile Welt demnächst in Trümmer fallen werde.

Als es so weit war, der kaiserliche Vater – vertrieben von Land und Thron – im Exil auf Madeira viel zu früh starb, da war die kurze „Karriere“ des blondgelockten kaiserlichen Prinzen Otto jäh zu Ende. In einem Alter, da andere Kinder ins Leben treten, war seines schon mit vielen und schweren Erlebnissen beladen. Mit sechseinhalb Jahren hieß für ihn das neue Ziel – Exil. Aus der Kinderstube ging es direkt in die Schule des Lebens.

Denn der Vater – ausgemergelt und erschöpft nach dem Zusammenbruch seines Reichs – erkrankte in Funchal auf Madeira an der Spanischen Grippe. Das Kind – noch nicht zehn Jahre alt – musste am Sterbelager des Kaisers verweilen, der Vater wollte es so: „Er soll wissen, wie man sich in solchen Lagen benimmt, als Kaiser und als Katholik.“ Am Karsamstag 1922 war der Leidensweg des letzten Kaisers von Österreich zu Ende. Und die Mutter nahm ihren Ältesten beiseite: „Dein Vater schläft jetzt den ewigen Schlaf, nun bist Du Kaiser und König.“ Dann deutete sie vor ihrem Kind eine Verbeugung an.

Es dauerte, bis der junge Mann die Träume der kaiserlichen Mutter Zita als Illusion erkannte, ihn, den vergötterten ältesten Sohn, auf einen Thron in Europa zu setzen – es musste in ihren Augen nicht unbedingt der österreichische sein. Aber der Bedarf nach einem Habsburger-Herrscher war nach dem Absturz Alt-Europas ins Bodenlose nicht mehr gegeben – und der junge Mann musste sich nach anderen Lebenszielen umsehen.

Schwer genug für einen, der als Rüstzeug zwar die beste Ausbildung (österreichische und ungarische Matura, Doktorat der politischen und sozialen Wissenschaften in Löwen, Belgien) genießen durfte, von der Mutter, den Geschwistern und den zahllosen über die ganze Welt verstreuten Familienmitgliedern aber als „Chef des Hauses“ betrachtet wurde. Macht und Einfluss, Geld und Vermögen konnte er ihnen nicht verschaffen (manche waren selbst tüchtig genug) – aber den Glanz des Namens, den wollte/musste er den Nachkommen und der Welt erhalten. Respekt und Achtung wollte er aus eigenem erringen – durch ein untadeliges Privatleben, durch ein Auftreten, stets „comme il faut“, durch eine Tätigkeit, die ihn unabhängig machen sollte von jeder staatlichen Apanage (die es sowieso nicht zu erhoffen galt) und durch eine politische Umtriebigkeit, die ihm ein bescheidenes Mitspielen im europäischen Gestaltungsprozess ermöglichen sollte.

Das ist Otto lange Jahre gelungen. Es war kein gescheitertes Leben – auch wenn das Ziel vorerst so ganz anders vorgegeben schien. Lange Zeit stand es im Schatten der kaiserlichen Mutter. Sie war gemeinsam mit dem Gemahl Karl vom ungarischen Fürstprimas gesalbt und gekrönt worden und fühlte sich daher absolut nicht berechtigt, auf irgendwelche Herrscherrechte zu verzichten. Sie sah sich bis zum letzten Atemzug als Königin ihrer Völker.

Ottos Abschied von diesen Illusionen glich einem Seiltanz: Hier die verehrte Mutter, die gehörig resolut sein konnte, dort die politische Einsicht, dass an eine Habsburger-Restauration nicht zu denken sei – nicht einmal in den turbulentesten Zeiten Österreichs 1938, als der erklärte Legitimist Kurt von Schuschnigg Österreich vor Adolf Hitler retten wollte. Otto forderte die Kanzlerschaft für sich, sollte Schuschnigg gar keinen anderen Ausweg mehr sehen. Für den Habsburger eine folgerichtiges Verlangen: Er habe seinem Land zu dienen, das hatte ihm die Mutter vorgelebt, auch um den Preis des persönlichen Unterganges. Aber Schuschnigg musste dies ablehnen: Weil es sinnlos gewesen wäre und er den Kaisersohn nicht unnötig in Gefahr bringen wollte. Da ging er später lieber selbst in den Hausarrest des NS-Regimes. Und Otto – über viele Zwischenstationen – ins US-Exil.

Erst im Amerika der Kriegsjahre schärfte sich Ottos politisches Profil. In unzähligen Demarchen, persönlichen Gesprächen auf allen Ebenen, bei zahlreichen Einladungen durch Präsident Roosevelt agitierte der Vertriebene für das Wiedererstehen eines souveränen Österreichs, für eine Abkoppelung des Landes vom Deutschen Reich nach Kriegsende – äußerstenfalls für eine vage „Donaukonföderation“ aller Nachfolgestaaten der alten Monarchie. Ohne Zita und die Söhne Otto, Robert und Felix hätte die berühmte „Moskauer Deklaration“ der Alliierten zu Österreich ganz anders gelautet.

Das wurde Otto nie gelohnt. Nach dem Krieg und einer „standesgemäßen“ Vermählung mit Regina von Sachsen-Meiningen ließ sich die Familie des einstigen Thronprätendenten in Pöcking am Starnberger See nieder, in der „Villa Austria“, von wo man die Salzburger Berge der Heimat erblicken konnte. Im österreichischen Reisepaß fand sich weiter der behördliche Eintrag: „Gilt für alle Staaten der Welt. Berechtigt nicht zur Einreise nach Österreich und nicht zur Durchreise durch Österreich.“ Wenigstens dieses Unrecht wollte der promovierte Staatsrechtler Otto beseitigt wissen. Aber das dauerte noch bis in die  sechziger Jahre.

Mindestens so ungeduldig warteten die verbliebenen Monarchisten auf die Geburt eines männlichen Nachkommens: Fünf Töchter hatte das Paar schon, bevor Karl und später noch Georg für Aufatmen bei den Getreuen sorgten.

Habsburg: Eine europäische Familie im 21. Jahrhundert

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Beseelter Paneuropäer

Der Vater hingegen war unermüdlich auf Vortragsreisen, er schrieb Bücher, verfasste Zeitungskommentare – alles einer Idee untergeordnet: Nur ein vereintes Europa könne auf Dauer dem geschundenen Kontinent Frieden und Stabilität sichern. Diesem übergeordneten Ziel Richard Coudenhove-Kalergis folgte von da an die politische Lebensbahn des Habsburgers. Was der erste Pan-Europäer in der „Neuen Freien Presse“ skizziert hatte, das gestaltete Otto freilich nach eigenem Gutdünken aus. Die Tochter Walburga hat das einmal sehr treffend so beschrieben: „Mein Vater entspricht – unter geänderten Bedingungen – dem Bild Grillparzers vom Kaiser, der niemals stirbt“ (König Ottokar).

Viele Winkelzüge, manche Kompromisse waren dabei nötig. Nicht alle Familienmitglieder machten da mit. Sie akzeptierten nicht, dass der „Chef des Hauses“ freiwillig auf Restitutionsforderungen verzichtete, dass ihm eine politische Rolle wichtiger war – die er nur spielen konnte, wenn er sich mit den Parteien nicht anlegte.

Um überhaupt den Fuß in die Politik zu bekommen, nahm Otto eine Doppelstaatsbürgerschaft auf sich – sie ermöglichte ihm ein Mandat der bayrischen CSU für das Europa-Parlament. Und überdies verteidigte er stets und überall die Sudetendeutschen als „Schirmherr“ dieser vertriebenen Altösterreicher – eine durchaus logische Funktion im Selbstverständnis des Habsburgers.

In einer langen Generationenkette betrachtete sich Otto stets als Verbindungsglied zwischen 19. und 21. Jahrhundert. In jeder Phase hätten die Habsburger ihre Rolle zu spielen. Er sprach gern von der Translatio imperii, der Übertragung des Reiches. „Das war im Jahre 800, bei der Kaiserkrönung Karls des Großen, der Fall und später wieder bei der Krönung Ottos I. Es gab wieder eine Translatio imperii, als  nach der chaotischen, kaiserlosen Zeit von 1245 bis 1273 Rudolf von Habsburg zum deutschen König gewählt wurde.“

Und so war für den Mann, der aus rein taktisch-politischem Kalkül der Mitgliedschaft zum „Haus Habsburg“ abgeschworen hatte, bis zum letzten Atemzug die europäische Einigung nichts anderes als eine weitere Translatio imperii. Es gab keinen Thron, aber es gab die Idee des Abendlandes, „und Habsburg war die kaiserliche Dynastie des Abendlandes. Sie verkörperte seit Rudolf I. die reichische Idee.“ Und noch etwas hat Otto nie vergessen, sondern vorgelebt: „Die Dynastie hat nicht das Reich in Besitz genommen, sondern umgekehrt, das Reich die Dynastie.“

Dass sein ältester Sohn Karl als österreichischer Parlamentarier eine Zeitlang neben ihm sitzen konnte – das war für Otto mehr als nur sentimentales Glücksgefühl im Alter: Ein Zeichen für die Kontinuität sollte es sein, die die Habsburger nie aus den Augen lassen würden. Dass der Sohn in vielem nicht nach ihm geriet – Otto wusste es natürlich. Aber nie hätte er ihn im Stich gelassen. Da ramponierte er lieber 1998 in blinder Verteidigung des Sohnes, der aus Unverstand das politische Kapital verspielte, eigenes Renommee. Zuletzt übertrug er dem Sohn noch das Amt eines Souveräns über den Orden vom Goldenen Vlies, wofür sich Teile der Familie nur sehr zögernd erwärmen konnten.


Doch da neigte sich seine eigene Rolle in Europa ohnedies schon dem Ende zu. Er hatte immerhin die Ehre, den Altersvorsitz im Europaparlament führen zu dürfen, als erstmals österreichische Abgeordnete ihre Plätze im Plenum einnahmen. Das gemahnte stark an die repräsentativen Rolle des Erzherzogs Johann, der 1848 die erste deutsche Nationalversammlung in der Paulskirche präsidierte.

Und dass just seine Paneuropa-Union jenes „Picknick“ an der ungarischen Grenze veranstaltete, das den Aufbruch, die Explosion in Osteuropa einleitete – diese historische Rolle wird ihm nie jemand absprechen, auch wenn seine resolute und tüchtige Tochter Walburga federführend war. Nie werden wir die Bilder jener jubelnden DDR-Bürger vergessen, für die sich in Ungarn erstmals der Stacheldraht zum goldenen Westen, zur erhofften Freiheit öffnete. Eine Eruption war das, nichts konnte diesen einmal eingeleiteten „Volksaufstand“ – im wahrsten Sinne des Wortes – mehr stoppen. Kein Gorbatschow, kein Honecker.  

Das wiegt, das zählt. Und das wird vor der Geschichte Bestand haben.

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Otto Habsburg

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278 Kommentare
 
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Re: Re: R.I.P.

Wenn Sie es (zu Recht) genau nehmen, dann füge ich gerne das fehlende Adverb "heute" hinzu.

Re: Re: R.I.P.

Wenn Sie es (zu Recht) so genau nehmen, füge ich gerne das fehlende Adverb "heute" ein.

1 1

Re: R.I.P. ... im Vergleich zu dem Politpöbel, der die Parlamente bevölkert?

Unter einem solchen Parlament wollte er Bundeskanzler sein?


Gast: hk1190
04.07.2011 10:25
12 1

Prägend

Eine herausragende politische Persönlichkeit ist von uns gegangen. Sein Erbe ist etwas, was es leider nur mehr sehr selten gibt: S. K. H. Otto von Habsburg war und bleibt Vorbild in all seinem Tun und vor allem in der Treue zu Österreich.
Passend dazu der Wahlspruch meiner Verbindung: "Fidelus usque ad mortem".

requiescat in pace

Kaiserliche Hoheit, du wirst uns fehlen! Ein großer Sohn Europas und würdiger Thronfolger ist von uns gegangen - ich hoffe inständig, dass es mir irgendwie möglich sein wird, zu den Begräbnisfeierlichkeiten zu gelangen, um diesem großartigen Menschen die letzte Ehre zu erweisen.

Österreich wird dich ewig vermissen! Ruhe in Frieden, Majestät!

In tiefer Trauer

Ein großartiger Mensch hat diese Erde verlassen.

Gott schenke seiner Seele den ewigen Frieden.

In tiefer Trauer entbiete ich seiner Familie mein aufrichtigstes Beileid.

19 3

R.I.P.

Viribus Unitits

Vorschlag: Den Dr. Karl Lueger Ring. Der Name eines Anschlussbefürworters, bis nach dem Krieg, in Otto von Habsburg Ring unbenennen!

Antworten Gast: Desinfoterminator
04.07.2011 10:31
7 2

Dr.-Otto-von-Habsburg-Ring statt Dr.-Karl-Lueger-Ring

Und überhaupt ist die Abkürzung Dr. vor dem Namen Karl Lueger eindeutig falsch. Niemals durfte Karl Lueger von Rechts wegen den Titel "Doktor" führen.

Gerade in Zeiten wo man einem Mann aus adeligem Haus die Doktorwürde aberkannte, da er auf Anführungszeichen in seiner Doktorarbeit vergessen hatte, muss man für Gerechtigkeit sorgen und den Teil des Rings, der bisher die Bezeichnung Dr.-Karl-Lueger-Ring 1 hat - allein schon wegen der Vorbildwirkung auf Stundeten - in Dr.-Otto-von-Habsburg-Ring 1 umbenennen.

Es darf nicht sein, dass ein falscher Doktor die Adresse einer Universität verunstaltet.


Re: Dr.-Otto-von-Habsburg-Ring statt Dr.-Karl-Lueger-Ring

was reden sie da für einen krampf.

einem ADELIGEN wurde der Doktertitel aberkennt. frage: ist für sie ein adeliger etwas anderes als ein anderer mensch? gelten für so jemanden andere regeln? oder sollten andere regeln für ihn gelten?

sie verunglimpfen die abschreibübung des herrn guttenberg. herr guttenberg hat sich über jeden, der rechtmäßig einen doktertitel erworben hat, lustig gemacht. und er hat den wissenschaftlichen dienst des deutschen bundestages, der mit richtigen wissenschaftlern besetzt ist, wesentliche teile seiner arbeit schreiben lassen. hier gehts nicht um ein paar anführungszeichen, wie sie vielleicht glauben, sondern darum, dass ein angehöriger des sog. adels, auf die akademische gemeinde spuckt, aber deren insignien füren will, aber bitteschön ohne leistung. ein schande dieser herr guttenberg. wenn das adel ist, bin ich froh nicht dazu zu gehören

Re: R.I.P.

Kann sein, daß Sie Lueger mit Renner verwechseln?

Antworten Antworten Gast: RIP
04.07.2011 10:29
3 2

Re: Re: R.I.P.

Tut er nicht, bin auch für die Umbenennung.

Re: Re: Re: R.I.P.

Dann irrt er aber mit "bis nach dem Krieg". Da war Lueger seit 35 Jahren tot.

Gast: Tam O'Shanter
04.07.2011 09:58
3 1

Ruhe in Frieden

SKH Otto von Habsburg ist von uns gegangen.
Ein wahrlich große Mann. Der letzte einer großen Zeit. Respekt und Anerkennung.

22 8

Österreicher haben ihre Identitaet verloren!

Die Habsburger Monarchie war die einzige Blütezeit der Österreicher. Mit dem Tod von Otto von Habsburg hat Österreich keine Zeuge seiner Geschichte mehr! Mit Faymann und Spindelegger wird Österreich nie eine Bedeutung in der Geschichte haben!

Re: Österreicher haben ihre Identitaet verloren!

Das sehen die beiden aber anders.

Antworten Gast: zynischer zweifler
04.07.2011 11:24
2 3

Re: Österreicher haben ihre Identitaet verloren!

belgien und slowenien werden auch nie bedeutungsvoll sein ... völlig unabhängig davon wer dort regiert.

so what? opas großreich-sehnsucht noch immer nicht überwunden?

3 10

Re: Österreicher haben ihre Identitaet verloren!

herr habsburg war 6 jahre alt,als das alte österreich ungarn unterging. was für ein zeuge soll ein 6-jähriger gewesen sein?

Bestattungsort

Ein ausserordentlicher Vertreter Österreichs ist von uns gegangen. Er war sozusagen das letzte Bindeglied zwischen dem "alten und dem neuen Österreich".

Ich hätte eine Frage an "royale Experten", die sich auch mit dem "Hofzeremoniell" auskennen: Ist zu erwarten, dass Otto von Habsburg in der Kapuzinergruft beigesetzt wird? Zudem: O.v.H. hat sich ja stetes gegen eine Überführung des Leichnams seines Vaters in die Kapuzinergruft ausgesprochen, könnte sich das mit seinem Tod ändern?

Vielen Dank.

Antworten Gast: Firmian
04.07.2011 11:36
1 0

Re: Bestattungsort

Daß Kaiser Karl nicht in die Kapuzinergruft überführt wurde, hängt damit zusammen, daß er bereits vor der Seligsprechung in Funchal verehrt wurde.

Was Otto betrifft, wurde ja bereits sein Bruder Carl Ludwig dort beigesetzt, dann würde Otto sicher erst recht dort hingehören - andererseits wurde im Vorjahr seine Frau in Hildburghausen bestattet, also ich weiß es auch nicht, lassen wir uns überraschen.

Re: Re: Bestattungsort

Herzlichen Dank für Ihre Einschäzung.

Re: Bestattungsort

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Zitta die letzte Habsburgerin war, die in die in der Kapuzienergruft beigesetzt wurde.

Re: Re: Bestattungsort

Da muss ich Sie jedoch korrigieren. Zitas Sohn Carl-Ludwig wurde als bisher letzter Habsburger 2008 in der Kapuzinergruft beigesetzt.

Re: Re: Re: Bestattungsort

Danke für die Info

Antworten Antworten Gast: Firmian
04.07.2011 11:37
2 0

Re: Re: Bestattungsort

Da irren Sie ganz sicher.

http://wien.orf.at/stories/248871/

Gast: FragenderIn
04.07.2011 09:47
15 0

R.I.P.

Der gro0e Otto von Habsburg ist tot.

Und ein Faymann ist Bundeskanzler.

Tiefe Trauer...

ein weltbürger


R.I.P.

Antworten Gast: Elito
04.07.2011 09:46
4 1

Re: ein weltbürger

Der G. Verdi war aber bekanntlich kein Freund der Habsburger.

Gast: Dr. Otto Ludwig Ortner
04.07.2011 09:35
7 1

ein Nekrolog eines Dieners des Hauses Österreich

Ein Fürst, dem Hause Österreich entsprungen,
litt er für seiner Väter Schuld.
Ward auch der kaiserlichen Heer bezwungen,
lebt ihre Fahne doch in ihrer Völker Huld!

Kein Leiden ist umsonst, ward es getragen
im Geist des Dienstes für das Gute:
Weil es die Hoffnung stärkt - und neues Wagen
erweckte oft, was sterbend lag im Blute!

RIP Otto von Habsburg

Ausgerechnet am wichtigsten amerikanischen Staatsfeiertag - ein übler "Treppenwitz" der Geschichte. Waren es doch die USA bzw. Woodrow Wilson, die die Zerstückelung von Österreich-Ungarn initiert haben. Ich bin kein Monarchist und bei den Habsburger waren nicht immer Glanzgestalten dabei, aber eins muss man ihnen lassen: sie haben sich immer für ihr Land eingesetzt und das vor allem mit Weitblick.

In der Donaumonarchie musste man nur ~ 5% Steuern zahlen und die heutige Demokratie produziert nur Witzfiguren vom Schlage eines Faymanns.. Den heutigen Politikern geht es doch nur darum, in den kurzen Jahren an der Macht, soviel abzucashen wie nur möglich. Ohne jegliche Rücksicht auf Schulden die zulasten der Zukunft gehen.

Re: RIP Otto von Habsburg

die habsburger haben durch eigenes handeln, bzw. deren nicht-handeln, denn - wie torberg schrieb - ist die einzige entscheidung die der österreicher mit leichtigkeit imstand ist zu treffen, die entscheidung eben keine entscheidung zu treffen, den untergang österreich-ungarns zu verantworten. insbesondere franz-josef, von dem erwin ringl schrieb, er hätte es geschaft in über 50 regierungsjahren keine einzige konstruktive entscheidung zu treffen.
also wenn man solches verhalten, als für sein land einsetzten hält, dann machen das unsere heutigen politiker genauso gut.

Antworten Gast: Fatalist
04.07.2011 10:22
2 0

Re: RIP Otto von Habsburg

Es gab auch viele die keine Steuern zahlen mussten, weil sie nichts hatten!
Die gute alte Zeit!!

Re: Re: RIP Otto von Habsburg

Von denen gibt es heute 2,7 Millionen (bezogen auf die EK- und Lohnsteuer).

Antworten Gast: Realistische Sicht
04.07.2011 09:53
3 8

Re: RIP Otto von Habsburg ... Weshalb?

Bedauern Sie auch die vielen, vielen Toten, die ihr Ableben den Habsburgern zu "verdanken" haben?

Antworten Gast: Dr. Otto Ludwig Ortner
04.07.2011 09:42
4 4

Re: RIP Otto von Habsburg

In der Meinung, Woodrow Wilson habe die k.u.k-Monarchie zerstören lassen, fuhr ich als Fulbright-Stipendiat 1956 nach Princeton und schrieb mein "Junior-Term-Paper zum Thema "Woodrow Wilson and Austria- Hungary", das ich natürlich noch habe. Dabei kam ich zu dem Schluß, daß es ausschliesslich die ethischen und staatsphilosophischen Fehler der Dynastie und ihrer Berater - vor allem Metternichs- waren, die die "Monarchie" zerstörten. In Details kann ich hier nicht eingehen, aber für das eigene Versagen andere verantwortlich zu machen, ist bequem, aber nicht hilfreich.

Re: Re: RIP Otto von Habsburg

Die Zerschlagung Österreich-Ungarn war eine ausgemachte Sache zwischen den USA und Frankreich. "Das internationale Finanzjudentum" hat damals ganze Arbeit geleistet. ein föderatives Kaisertum war vom Ausland her nicht erwünscht.
die alleinige Kriegsschuld der Mittelmächte war ohnehin ein Schmee 2. Klasse

Wilson hat sich von den faulen, unfähigen und verschuldeten Franzosen mit ihren ständigen Streiks und Krisen völlig manipulieren lassen.

Interessant ist, dass die USA erst nach dem Frieden von Brest-Litovsk in den Krieg eingetreten sind. Sie hatten Angst um ihre französischen Kreditnehmer und verließen die Monroe-Doktrin, die sie aber sehr bald nach dem Krieg wieder aufnahmen.
Leute wie Clemenceau, Roosevelt und Churchill sind die eigentlichen Verbrecher des vergangenen Jahrhunderts!!!!!

Heute herrscht in Europa die Kleinstaaterei was natürlich im Interesse der USA liegt.

Antworten Antworten Antworten Gast: nestbeschmutzer
04.07.2011 18:10
0 2

Re: Re: Re: RIP Otto von Habsburg

Na ja, unsere Nationalistischen Freunde woilen Europa noch Kleinstaatlicher, sozusagen runterbrechen bis auf Schrebergartenniveau... kommt schon noch

Gast: Martin G 123
04.07.2011 09:32
14 3

ein großer Verlust

Otto von Habsburg hatte mehr Fachwissen, Erfahrung und Weitblick als unsere gesamte derzeit herumfuhrwerkende politische Klasse. Unsere Kommunisten hatten so großen Respekt (Angst) vor ihm und seiner Beliebtheit in der Bevölkerung, dass sie ihn erst in den 60er Jahren in Land ließen. Zudem kannte er die Geschichte als Zeitzeuge und nicht die rot eingefärbte, von Siegern propagierte und von linken Mittelmaßhandelsschülern a la Bures und Faymann gefressene Geschichte.

Mein herzliches Beileid der Familie VON Habsburg

Allen Neidern, Geschick losen, Faulen wünsche ich gar nichts. Ich hoffe dass wir weiterhin die Regierungskoalition „des geschützten Bereiches“ haben und dass unsere linken Zecken erleben was es heißt wenn ein Staat einmal in die Zahlungsunfähigkeit schlittert.

Gast: schlÄchter
04.07.2011 09:32
3 1

sg herrr edakteur scheidl!

ein würdiger nachruf.
mfg
s.

Gast: Jesas
04.07.2011 09:30
12 2

was wäre österreich OHNE die habsburger gewesen?!

noch kleiner und unbedeutender?
ruhe in friede alter mann!
übrigen er ist mit 99 gestorben nicht mit 88 wie hier im artikel steht. der journalist kann offensichtlich nicht rechnen...

Antworten Gast: Wolfgang Amadeus Mozart
04.07.2011 10:03
2 3

Dann wäre es ein Land der Babenberger geworden

ei Land voll Kultur und Kunst.

Antworten Antworten Gast: Wolfgang Amadeus Mozart
04.07.2011 10:24
2 3

Re: Dann wäre es ein Land der Babenberger geworden

und es wäre ein Land der Technik und Innovationen geworden.

Gast: axel wien 1190
04.07.2011 09:25
18 1

wieder ein großer weniger


Mein aufrichtiges Beileid möchte ich hiermit
der gesamten Familie ausdrücken

Ruhe in Frieden

Ein großer Europäer, ein großer Österreicher. Ein ehrenwerter Politiker, und vorallem einer dem Österreich immer wichtig war!

Gast: Gerne nur Gast
04.07.2011 09:16
23 3

Bilanz:

- ein großer Österreicher
- ein wahrer Patriot
- während Renner den Anschlusstag als "schönsten Tag seines Lebens" bezeichnete, war Otto v. Habsburg bereit für sein Land zu kämpfen und wenn nötig zu sterben.
Nach Renner wird der Ring benannt, Otto v. Habsburg wurde enteignet und vertrieben: Rote Dominaz - wo die Lüge zur "Wahrheit" wird.

Gast: Biersauer
04.07.2011 09:14
3 30

Hätt es die Habsburger nicht gegeben,..

wäre uns viel erspart geblieben.

18 1

Ein großer Bürger

Ich hatte immer schon Hochachtung vor diesem Mann.
Ein normaler Bürger war er aber sicher nicht, da er sicher unheimlich viel geleistet hat zum gemeinwohl Aller.

Mein Beileid gilt der Familie

Kraxn

"da er sicher unheimlich viel geleistet hat zum gemeinwohl Allerda er sicher unheimlich viel geleistet hat zum gemeinwohl Aller"

Na dann zählen Sie mal auf.


Antworten Gast: Fatalist
04.07.2011 10:35
1 6

Re: Ein großer Bürger

Mal im Ernst, was hat er geleistet, nichts!!
Immer am Boden der Realität bleiben!

Re: Re: Ein großer Bürger

Wahrscheinlich wissen Sie nicht einmal, was eine Leistung ist. Also halten Sie den Mund!!

Antworten Antworten Antworten Gast: Fatalist
04.07.2011 12:11
2 11

Re: Re: Re: Ein großer Bürger

Also ich habe als Arbeiter hundertmal mehr für Österreich getan als dieses "Artefakt", das nur durch seine Geburt privilegiert war!!!!
Den Mund lasse ich mir von Ihnen nicht verbieten, Eure Scheinheiligkeit ist ja schon zum Kotzen!!!

Re: Re: Re: Re: Ein großer Bürger

Sie werden sich schon nicht überarbeiten. Falls es doch zu anstrenged wird in Österreich: Verschwinden Sie doch nach Kuba oder nach Nord-Korea.

 
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