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Hintergrund: Die österreichische Bundeshymne

13.07.2011 | 13:04 |   (DiePresse.com)

Im ursprünglichen Vorschlag von Paula von Preradovic hatten die "Söhne" auch noch Väter.

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Die österreichische Bundeshymne ist zwei Jahre jünger als die Zweite Republik: Am 25. Februar 1947 wurde der Text der Dichterin Paula von Preradovic (1887-1951) zur Melodie der Freimaurerkantate aus dem Jahr 1791, die lange Zeit Wolfgang Amadeus Mozart zugeschrieben wurde, per Ministerratsbeschluss zur österreichischen "Volkshymne" erklärt. Nach immer wieder aufgeflammten Diskussionen soll nun der Text um die "Töchter" erweitert werden.

Preradovic' Text wurde aus 1.800 Einreichungen im Rahmen eines Preisausschreibens ausgewählt. Ihr Vorschlag wurde von der damaligen Bundesregierung abgeändert, denn die "Söhne" hatten ursprünglich auch noch Väter. Zudem attestierte die Autorin in der ersten Strophe der Ur-Fassung Österreich "arbeitsam und liederreich" zu sein. So hieß es in ihrem am 17. Dezember 1946 eingereichten Vorschlag: "Land der Berge, Land am Strome, / Land der Aecker, Hämmer, Dome / Arbeitsam und liederreich. / Grosser Väter freie Söhne, / Volk, begnadet für das Schöne, / Vielgerühmtes Österreich."

Die Autorin erhielt für ihren Sieg beim Wettbewerb einen Geldgewinn und trat im Gegenzug sämtliche Urheberrechte an den Staat ab. Dies und die Tatsache, dass ihr Text schon mit der Beschlussfassung abgeändert worden war, waren für das Handelsgericht Wien erst im Vorjahr Argumente, die Verbreitung einer modifizierten Version mit Töchtern nicht zu stoppen.

Der aktuelle Text der Bundeshymne:

1. Strophe: Land der Berge, Land am Strome, Land der Äcker, Land der Dome Land der Hämmer, zukunftsreich. Heimat bist du großer Söhne, Volk, begnadet für das Schöne, vielgerühmtes Österreich!

2. Strophe: Heiß umfehdet, wild umstritten, liegst dem Erdteil du inmitten, einem starken Herzen gleich. Hast seit frühen Ahnentagen hoher Sendung Last getragen, vielgeprüftes Österreich!

3. Strophe: Mutig in die neuen Zeiten frei und gläubig sieh uns schreiten, arbeitsfroh und hoffnungsreich. Einig lass in Brüderchören, Vaterland, dir Treue schwören, vielgeliebtes Österreich!

(APA)

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1 Kommentare
Gast: Paula von Preadovic
15.07.2011 21:06
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Warum wird eine so verdiente Frau die schon seit Jahrzehnten Tod ist, so diskriminiert ?

Es ist für mich einfach unverständlich das die heutigen emanzipierten Politikerfrauen auf Ihre Geschlechtsgenossin, nämlich Paula von Peradovic so unnachsichtig reagieren. Eine Frau hate den Text für die wunderschöne Bundeshymne geschrieben. Sie hat sich sicher etwas dabei gedacht. Natürlich konnte Sie nicht ahnen, das Ihre eigenen Geschlechtsgenossinen Ihre Leistung und Ihren Wunsch für diesen Text nicht akzeptieren. Kein Mann würde in dieser Art reagieren! Was ist nur los mit den heutigen Frauen. Nur Unfrieden säen und auf die eigenen Befindlichkeiten unter allen Umständen zu bestehen. Toll gemacht Frauen !
Ein wertvoller Beitrag zum Weltfrieden !

Ich würde lieber eine neue Hymne für Österreich akzeptieren als die kleinlichen Waschküchen-Streitereien der Politikerinnen zu ertragen!

Gute Nacht Österreich!

Entschuldigen Sie Frau Paula von Preradovic !
Wir österreichischen Frauen und Männer wollten nicht Ihr Andenken schänden !

Wir werden selbst nach einer Änderung, jede Bundeshymne mit Ihrem Original-Text singen !