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Anti-Terror-Gesetz: SPÖ gegen Ho-ruck-Aktion

24.07.2011 | 18:30 |  von KARL ETTINGER (Die Presse)

Das Innenministerium will nach dem Massaker in Oslo eine bessere Vernetzung mit ausländischen Behörden. Die SPÖ fordert verstärkte Beobachtung Rechtsradikaler, warnt aber vor Einschränkung der Bürgerrechte.

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Wien. Nach dem verheerenden Doppelanschlag in Norwegen wird auch in Österreich verstärkt über vorbeugende Maßnahmen debattiert. Auslöser ist nicht zuletzt der Chef des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) Peter Gridling, der bereits am Samstag für mehr Befugnisse der Polizei und staatlicher Behörden im Zuge des geplanten Anti-Terror-Pakets eingetreten ist. Die Kernpunkte hat er am Sonntag im Gespräch mit der „Presse“ präzisiert (siehe untenstehenden Bericht). Allerdings warnt die SPÖ davor, das Massaker in und in der Nähe von Oslo zum Anlass für Ho-ruck-Aktionen und „falsche, überzogene Ziele“ in Form der Reduzierung von Bürgerrechten zu nehmen, betont SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter im Gespräch mit der „Presse“.

„Szene-Observierung statt Einschränkung von Bürgerrechten“: Auf diese Kurzformel bringt SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim die Lehren aus den Attentaten in Norwegen. Die rechtsradikale Szene müsse in ganz Europa einer genauen Feldbeobachtung unterzogen werden. „Das ist ein ganz wichtiger Punkt.“ Österreich habe dies seit 2002 nicht mehr weitergeführt.

Jarolim und die SPÖ haben schon vor den Anschlägen in Norwegen klargemacht, dass sie den Gesetzesvorschlägen von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und Justizministerin Beatrix Karl (beide ÖVP) für ein Anti-Terror-Paket aus grundrechtlichen Bedenken in der vorgesehenen Form nicht zustimmen werden. Die beiden Ministerinnen hatten die neuen Präventionsmaßnahmen gegen terroristische Aktivitäten Anfang Juni unmittelbar nach der Festnahme von vier Terrorverdächtigen auf dem Flughafen Wien-Schwechat vorgestellt.

 

„Zeit für rasche Umsetzung“

Im Innenministerium wird vor dem Hintergrund der Ereignisse in Oslo vor allem ein Punkt des Pakets als wichtig angesehen, hieß es am Sonntag: Demnach soll durch eine Änderung im Sicherheitspolizeigesetz eine Abgleichung mit Daten ausländischer Sicherheitsbehörden leichter möglich sein. So soll geklärt werden, ob ein Bezug zu Österreich besteht. Laut Innenministerium hat es bereits zwei „sehr konstruktive“ Verhandlungsrunden mit dem Koalitionspartner SPÖ gegeben. Und weiter: „Es wird Zeit, dass man das möglichst rasch zur Umsetzung bringt.“ Ziel ist ein Beschluss im heurigen Herbst.

Welche Neuerungen sind im Anti-Terror-Paket von Innen- und Justizressort noch vorgesehen? Als terroristische Straftat soll künftig bereits die öffentliche Aufforderung zu einer solchen Tat oder auch schon das Gutheißen einer derartigen Aktion gelten. Neu definiert wird, was „öffentlich“ bedeutet: Als qualifizierte Öffentlichkeit soll ein Kreis von 30 Personen gelten. Wer eine „Anleitung zur Begehung“ einer terroristischen Straftat veröffentlicht, wird mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe bedroht.

Strafbar macht sich auch, wer sich solche Informationen beschafft. Der Tatbestand der Verhetzung wird überdies präzisiert. Schließlich ist ein Paket für Investitionen im EDV-Bereich mit insgesamt zehn Millionen Euro, um präventiv Maßnahmen gegen Terror setzen zu können, vorgesehen.

Jarolim verweist darauf, Justizministerin Karl habe bereits signalisiert, dass es sich bei dem Paket vorerst um einen Gesetzesvorschlag handle. Das Allerwichtigste sei eine Klärung, welche Sachverhalte man mit dem Anti-Terror-Gesetz tatsächlich regeln wolle.

Kräuter stellt namens der SPÖ grundsätzlich klar: „Ich würde davor warnen, dass man unter dem Eindruck dieser Tragödie in Norwegen Rechtsstaatsprinzipien und Grundrechte leichtfertiger betrachtet.“ Man müsse auf Bedrohungen der Sicherheit reagieren, „das ist bestreitbar“. Freilich könne man „solche Wahnsinnstaten“ letztlich nicht ausschließen.

 

„Der größte Fehler“

Kräuter verweist ausdrücklich auf die Reaktion des sozialdemokratischen norwegischen Premiers Jens Stoltenberg: „Hier wird vor Ort überhaupt nicht abgegangen von der liberalen Gesellschaftsordnung.“ Jarolim formuliert es noch drastischer, um zu unterstreichen, den Zielen des Attentäters nicht nachzugeben: „Der größte Fehler, den man machen könnte, ist, dass man genau dem folgt.“

Überschattet von dem Massaker in Norwegen ist das JuSo-Festival der IUSY (International Union of Socialist Youth) im oberösterreichischen Weißenbach am Attersee. Zur Gedenkkundgebung, die heute, Montag, um 20 Uhr statt der Eröffnungsfeier stattfindet, kommt auch Bundeskanzler Werner Faymann. Eine Schweigeminute wird abgehalten, Kerzen werden im Gedenken an die Opfer entzündet.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.07.2011)

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115 Kommentare
Antworten Gast: Verstehst Korl, i ned
25.07.2011 18:18
1 0

Thema "Nachdenken"

womit? Vom Hausmeister zum Minister, von der Handelsschülerin zur Ministerin. Wie vom Tellerwäscher zum Millionär. Die roten sinds, die schrein Bildung. Ohne den griagst kan JOB. Es gibt für alle was, einen Job für den Cleveren und auch nicht so Cleveren. Der eine Arbeitet mit Hirn der andere mit Muskeln.

Re: Thema

Für einen gutbezahlten Job genügt sehr oft ein rotes Paddeibüchl. Da muß man nicht einmal sehr gebildet sein.

Gast: Rindvieh
25.07.2011 14:26
1 1

Die ÖVP gehört aufgrund ihres Wirtschaftsterrors verboten!


13 1

tendenziös

geben sich jetzt wurden natürlich sofort alle Medien in Europa.
Auch Fleischhhacker Hinweis ist es.
Die roten Politiker, die ja bekanntlich die größten Gruppen gewaltbereiter Vertreter stellen, heucheln besonders in Bezug auf die norwegische Tragödie.

Gast: habnix
25.07.2011 12:09
1 2

Anti-Terror-Gesetz:

wie können leute die selbst angst und terror verbreiten ein gesetz verabschieden, und den terror noch verursachen terror hat immer politische hintergründe

14 0

Ich finde es zum Kotzen,

dass das Innenministerium diesen Vorfall zum Anlass nimmt, um seinen grundrechtswidrigen Entwurf durch zu peitschen. Die norwegischen Behörden hatten den Mann nicht einmal unter Beobachtung. Was hätte daher die Vernetzung von Behörden für einen Sinn gemacht - gar keinen. Warum wird dieser Vorfall also zum Anlass genommen. Und wenn das Gutheißen von terrorstischen Aktionen genau so brilliant definiert wird, wie § 278a StGB, werden politische Diskussionen über z.B. den nahen Osten wohl nurmehr in Anwesenheit mehrerer Strafverteidiger stattfinden können, die die Argumente prüfen, bevor sie öffentlich ausgesprochen werden können. Wieso schaffen wir die Verfassung, die EMRK und diese ganzen lästigen Normen ab und setzen Mikl-Leitner und ihre Häscher nicht einfach als Alleinherrscher und Leiter des Ministeriums für Wahrheit ein, die solche Gedankenverbrechen sofort, ohne lästige Gerichte, ahnden darf...

0 0

Re: Ich finde es zum Kotzen,

*...als Alleinherrscher und Leiter des Ministeriums für Wahrheit... *

Köstlich ;-)

1 3

SPÖ gegen Ho-ruck-Aktion

wir machen erst was
wenn es richtig
"Scheppertt" !

Re: SPÖ gegen Ho-ruck-Aktion

Sie wollen wohl am besten alle Bürgerrechte, die MEnschenrechtskonvention u.dgl. abschaffen und einen Überwachungsstaat gem. Metternich. Bedenken Sie aber bitte, dass trotz aller Unterdrückung und Bespitzelung auch im 3. Reich Anschläge durchgeführt wurden.
Gegen zu allem entschlossenen Einzeltäteern mit entsprechedner krimineller energie nützt alle Überwachung nichts.

Re: SPÖ gegen Ho-ruck-Aktion

Und vorher müssen Gremien gebildet und Consultants hinzugezogen werden.

JuSo-Festival der IUSY

In Ihrem Artikel haben Sie vergessen, dass auch die Internationale gesungen wird!

Natuerlich...

...schraenken wir einfach die buergerrechte ein. Denn vernuenftige politik zu machen, den rechtspopulisten mit argumenten entgegenzutreten und deren schwachsinnige verhetzung ad absurdum zu fuehren, ist ja zu muehsam. Da tut man sich mit ein paar neuen gesetzten viel leichter - und vergraemt keine potentiellen waehler. Der naehrboden fuer die rechtsextremisten und fremdenhasser aber bleibt. Und auch wenn es mit dem unvorstellbaren massaker von norwegen nicht vergleichbar ist. Am samstag hat in traun ein oesterreicher einen bulgaren ermordet und zwei weitere schwer verletzt. Der grund: er fuehlte sich von den bulgaren gestoert. Zum glueck hatte dieser psychopath(?) nur ein "flobertgewehr". Haette der eine grosskalibrige waffe besessen, gaebe es jetzt wohl sechs tote rumaenen - darunter zwei kinder. Und erschuettern ist, dass fuer diese wahnsinnstat in einigen online-foren nicht nur verstaendnis gezeigt, sondern im forum des "kleinformats" von einigen sogar unverholen - und vom "zensor" unbeachtet - beifall gespendet wird.

Heute in der OÖN

Anlässlich des Ferienlager der int. sozialistischen Jugend in Österreich wird die Polizeipräsenz verstärkt, weil BK Faymann und der deutsche Gabriel kommen. Verfällt man jetzt in Panik? Da sollte man sich an den Skandinaviern ein Beispiel nehmen, wie die mit dem Attentat und Terror umgehen. Hierzu auch ein Bericht der heutigen bazonline.ch im Interwiev mit der norwegischen Regierung.

Re: Heute in der OÖN

Stellen Sie sich vor, es würde heute ähnliches am Attersee passieren - weil er doch kein Einzeltäter war. Wie wären wohl die Kommentare, wenn die Polizeipräsenz nicht verstärkt gewesen wäre?
Das hat nichts mit Panik zu tun.

1 0

Re: Heute in der OÖN

Ja, die sind gelassener. Haben noch fertig gegessen, sich geduscht und sind dann mit Fahrrad und Schlauchboot gemütlich gekommen um den Täter festzunehmen. Nur keine Hast.

Ich glaube auch nicht, dass hier etwas passieren wird, aber Trittbrettfahrer gibt es ja leider immer. Ich finde diese österreichische Methode jedenfalls besser als die norwegische mit einem Wachmann auf der Insel, der nicht mehr auffindbar ist.

Systemparteien

man setzt schon an zum Sprung, in Zukunft werden wohl nur noch Systemparteien zur Wahl stehen wie in der ehemaligen DDR.

Re: Systemparteien

Es stehen jetzt auch schon nur "Systemparteien" zur Wahl, denn diejenigen, die nicht ordentlich mitmachen und damit "systemfremd" sind, werden ordnungsgemäß entsorgt. So ist das in einer Demokratie eben.

Die Herrschaft des Volkes bedeutet nicht, dass man Extremisten und Ewiggestrige am politischen Geschehen beteiligen muss.

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Vorbeugende Massnahmen

War ja klar, dass gleich alle wieder nach restriktiven Massnahmen schreien werden, die noch nie etwas bewirkt haben.

Auf der anderen Seite wird gefördert und erzwungen, dass Kinder so schnell wie möglich fremdbetreut werden. Spätestens im Zwangskindergarten, dann Schule etc.

Wie wär's mal damit, eine gesunde Psychische Entwicklung der Menschen zu fördern, in der (finanziell unterstützten) Familie und in Eigenverantwortung?

Und die psychische Stabilität dann durch ein gerechtes, echt demokratisches Steuer- und Rechtssystem zu erhalten?

Re: Vorbeugende Massnahmen

Glauben Sie, dass Kinder in ALLEN Familien besser betreut werden, als in Kindergärten?
Grundsätzlich sollen Zwangsmaßnahmen, bzw. Kindergartenpflicht nur nach reiflicher Überlegung und Diskussion eingeführt werden. Österr, hat z.B. keine Schuklpflicht, sondern nur Lernpflicht.

5 0

Re: Vorbeugende Massnahmen

Jetzt sagen Sie noch zweimal das Wort "Autobahn" und Ihnen ergeht es so wie der Eva Hermann beim Kerner.

Antworten Gast: Karl Huber
25.07.2011 11:00
6 0

Re: Vorbeugende Massnahmen

Dann sinds aufgewacht?
Ihr Verlangen ist vollkommen richtig und gerechtfertigt liegt aber nicht im Interesse der Meinungsdiktatoren.
Die wollen dummes, ungebildetes Stimmvieh. Und wenn es nicht klappt Eigenes zu züchten (wobeis hier auch immer erfolgreicher werden) wird es einfach importiert.

Gast: Tonus
25.07.2011 08:48
15 1

Kryptis

Im ORF-Zentrum: Die wahren Hetzer und Verhetzer unter sich

21 2

und schon wieder

Nachdem in sozialistischen Kreisen alles rechts von ihnen als "-extrem" und "-radikal" angesehen wird, kann man sich gut vorstellen was da alles "beobachtet" wird. Ab sofort ist jeder Rechte ein potentieller Massenmörder??

das ist Österreichs Politik

anstelle die Probleme an der Wurzel zu packen und zu hinterfragen, brauchen wir mal wieder ein Gesetz...

Österreich hat die komplexeste Gesetzesdichte ever - und Millionen Kommentare dazu, weil die schwammigen Gesetze kaum jemand versteht!

Re: das ist Österreichs Politik

Ich bin zwar auch nicht von diesen Gesetzen überzeugt, aber in diesem Fall handelt es sich nicht um eine sogenannte Anlassgesetzgebung sondern wärend den Verhandlungen geschah dieser schreckliche Vorfall.

Ich bezweifle aber auch, dass die Politik wiederstehen kann, diesen Fall dafür auszuschlachten :-(

12 0

Fast schon erwartet

Das wird also nun zur Ergänzung von den 9/11-etc.-Einschränkungen der Bewegungsfreiheit genutzt.

Das ist einfach ein Wahnsinniger, sowas ist immer passiert und wird immer wieder passieren. So schlimm das ist, das lässt sich nicht verhindern und hat nichts mit rechts-links-oben-unten zu tun.

In aller Regel sind diese Wahnsinnstäter ja eher ruhige, unauffällige, besonders hilfsbereite Leute, die dann irgendwann ausrasten. Sowas machen weder "normale" Mörder oder Radau-Brüder/Schwestern, die schon als solche bekannt sind. Also müsste man ausnahmslos jeden überwachen.

Dass die Politiker "davor warnen", dass die Bürgerrechte nicht zu sehr eingeschränkt werden dürfen lässt ja schon ahnen, dass genau das passiert.

Irgendwann werden wir alle wie Vieh mit elektronischen Fußfesseln und Tätowierungen herumrennen. Und die meisten werden das verstehen, weil ja die Sicherheit schon wichtiger als überholte Konzepte wie persönliche Freiheit ist.

Dass die "Sondereinheit" 90 Minuten bis zum Zugriff gebraucht hat, hat jedenfalls dazu beigetragen, dass die Anzahl der Toten so schockierend hoch werden konnte. Das sollte man vor allem einmal untersuchen.

Re: Fast schon erwartet

Wenn sich ein Muslim in die Luft sprengt, dann hat die ganze Religion Schuld daran. Wenn ein Rechtsextremer ein Massaker verübt, dann "hat das nicht mit rechts-links-oben-unten zu tun" und wahr einfach ein Wahnsinniger?

Re: Dass die "Sondereinheit" 90 Minuten bis zum Zugriff gebraucht hat, ... sollte man untersuchen!

Tatsache ist, Sondereinheiten untersuchen jeden Einsatz, egal ob erfolgreich oder nicht, denn es gibt immer Lern- und Verbesserungsmöglichkeiten.

Aber ich verstehe die örtliche Polizei nicht, denn die heutige Doktrin bei einem Amoklauf ein sofortiges Handeln vor, denn die Wahrscheinlichkeit Leben zu retten ist wesentlich höher als welche zu gefährden ...

Re: Re: Dass die

Man sollte nicht den heutigen Artikel zum Anlass für krude Ideen nehmen. Nehmen Sie die Situation, dass jemand sonntags bei schönem Wetter auf dem Prater neben dem Riesenrad eine Bombe ferngesteuert hoch gehen lässt. Als alle Rettungseinheiten und Exekutive am Tatort sind, großräumige Absperrungen vornehmen und größtes Chaos bei den Leitstellen herrscht, kommt es zum nächsten Notruf, der versehentlich unterdrückt wird und plötzlich eine Welle von Notrufen, die die Notrufleitung überlastet, dass auf der Praterinsel jemand auf Menschen schießt. Wieviel Zeit, meinen Sie, bleibt dem Schießenden? 30 Minuten bestimmt. Wollen Sie da der Wiener Exekutive was unterstellen?

Re: Re: Re: Dass die

Ich unterstelle niemanden etwas und habe im 2ten Absatz nur auf die Meldung bezug genommen, dass die örtliche Polizei angeblich auf das Eintreffen der Spezialeinheit wartete.

Da sich diese Information ebenfalls als Ente herausgestellt hat, sehe ich darin nichts anderes wie ein Unglücksfall, leider mit katastrophalen Auswirkungen!

Re: Fast schon erwartet >> Tschuldign, habe vor dem Posten keinen Komment gelesen!


Gast: Pastor Hans-Georg Peitl
25.07.2011 06:54
5 1

Terrorbekämpfung durch Seelsorge

Sprich, weil nunmehr ein angeblicher Rechter (manche sagen auch, es wäre ein Mossad Agent gewesen, der den CIA unterstützt)
die Nerven verloren hat und in radikalster und verabscheuenster Weise in Oslo seinem Unmut Luft gemacht hat, sollen europaweit die Gesetze noch weiter verschärft werden, damit der Nächste sich in die Enge getrieben fühlt und sich unter Umständen in der Folge also so ein Ereignis wiederholt.

Vielleicht sollte man, bevor man solche Beschlüsse fast überlegen, was in der Seele dieses Menschen vorgegangen ist und was ihn dazu getrieben hat.

Denn wenn man diesen einen Menschen verstehen würde und auf seine Verletzungen eingeht, so ist für die Zukunft vielleicht deutlich leichter Terror zu verhindern, als durch schärfere Gesetze.

Euer

Pastor Hans-Georg Peitl
Bundespressesprecher der
Österreichischen Bürgerpartei
http://www.oebp.at
http://www.oebote.gnx.at

Re: Terrorbekämpfung durch Seelsorge

Von mir bekommen Sie ein Minus, weil Sie krude Gedanken schüren, um so dem Fremdenhass einen Nährboden zu bereiten.

7 0

Re: Terrorbekämpfung durch Seelsorge

Ja, die Leute wollen allgemein diese Überfremdung nicht. Neu ist das ja nicht gerade. Es gibt auch andere, die etwas anderes besonders stört oder beschäftigt. Aber das ist ja kein Anlass ein solches Gemetzel anzurichten.

Ich muss ehrlich sagen, dass mir die "seelischen Verletzungen" von dem Wahnsinnigen ziemlich egal sind.

Das einzige Muster, das ich bei solchen Tätern erkennen kann ist - ich kenne das freilich nur aus der Berichterstattung -, dass sie vorher besonders unauffällig waren. Der eine regt sich über seine Bayuwarische Befreiuungsorganisation auf, der andere hält seine Tochter 24 Jahre im Keller gefangen. Es sind einfach Wahnsinnige. Da gibt es kein Muster und das hat mit politischer Ausrichtung nichts zu tun, das kann genausogut links sein, es kann sein, dass einem die Nachbarn auf die Nerven gehen und er alle abschlachtet etc.

Es sind Leute, die sich an einer fixen Idee festfressen und dabei heiß laufen und eben so wahnsinnig sind oder werden, sodass sie keinerlei Hemmungen haben. Das können auch objekiv belanglose "Probleme" sein.

Der Skandal ist, dass zwar alle - Medien wie Politiker - entsetzt sind, dem aber eine Bühne zur Verbreitung seiner Ideen bieten, von der der wohl nicht zu träumen gewagt hätte. Das ist der zweite Wahnsinn bei der Sache.

Der Täter ist ja verrückt, aber alle anderen, die ihm diese Bühne bieten sollten doch so weit klar denken können um zu wissen, was sie damit anrichten.

Re: Re: Terrorbekämpfung durch Seelsorge

'Ich muss ehrlich sagen, dass mir die "seelischen Verletzungen" von dem Wahnsinnigen ziemlich egal sind.'

Genau das ist ja das Problem, dass er eben allen egal war ... und darum hat er eben auf diese Art und Weise auf sich aufmerksam gemacht.

Abgesehen davon machen Sie einen Logikfehler. Es geht darum, ihm vorher zuzuhören, wenn er noch kein Täter geworden ist.


0 0

Re: Re: Re: Terrorbekämpfung durch Seelsorge

Ja, man hätte ihm vielleicht vorher zuhören sollen, aber eine solche Tat kann wohl durch nichts gerechtfertigt werden, daher finde ich seine Befindlichkeiten jetzt uninteressant.

Es gibt unzählige Leute mit so versponnenen Ideen, die auch in selbst geschneiderten Uniformen herumrennen. Aber kaum jemand schlachtet dann wahllos fast 100 Leute ab.

Meinetwegen soll jemand seine Spinnereien ausleben, aber nach einer solchen Tat sollte man dann aufhören großartig Verständnis aufbringen zu wollen.

Wenn sich Leute wie Klingonen verkleiden ist das ja noch absurder. Wenn davon einer morgen auf die Idee kommt, einen Krieg der Sterne zu veranstalten, dann wird das auch niemand erwartet haben. Der ist dann einfach verrückt geworden.

Man wird sich halt gedacht haben, dass da jemand seine Phantasien auslebt. In Verbindung mit den Uniformen ist das ja eigentlich nicht sonderlich ernstzunehmen.

Ich glaube nicht, dass irgendwer in seiner Umgebung eine Ahnung hatte, was der aufführen wird. Rein von den Fotos her schaut er ja eher freundlich und sympathisch aus, ein Psychopath halt.

Gast: dasgehötgemacht
25.07.2011 06:11
13 0

wir fordern eine stärkere beobachtung der SPÖ,

denn die schmeissen viel zuviel geld beim fenster hinaus - siehe wiener rathaus etc.
dank ihrer völlig überforderten und überbezahlten stadtbonzen.

20 2

Schwachkoepfe

Es wird einer immer eine Moeglichkeit finden Terror zu verbreiten wann der Wille dazu da ist. Verbote? Bei uns ist eh schon alles verboten. Nur nicht die Hirnverbrannten Politbonzen im Parlament.

Gast: robert
25.07.2011 00:19
0 0

terror

bei jedem kommentar sind politiker konfrontiert meine frage ist der legitimierte waffenhandel daran schuld

5 0

Re: terror

Wenn eine Waffe im Haus ist, kann das höchstens begünstigen, dass jemand im Affekt Familienmitglieder erschießt, aber bei einer Tat, die lange vorbereitet ist, ist die Anschaffung von illegalen Waffen eher eine Kleinigkeit. Das würde also kaum etwas verbessern für Fälle dieser Art.

Gast: globetrotterneu
24.07.2011 23:41
25 4

liebe spö nicht ablenken bitte

Der Fall Lucona
Die Konsum- Pleite
Der Noricum Skandal
Der AKH Skandal
Bank Burgenland Skandal
Der BAWAG Skandal
und jetzt noch die Draufgabe
Öffis, Strom und Müll werden noch teurer, die Schulden betragen mittlerweile drei Milliarden Euro: Wien muss sparen - obwohl die City eigentlich noch "geheime" Reserven haben müsste. In der privaten AVZ-Stiftung hat nämlich 2001 der damalige SP-Finanzstadtrat 1,7 Milliarden Euro angelegt. Doch davon sollen jetzt nur noch 190 Millionen übrig sein – ein Milliarden-Skandal, sagen Insider.

Antworten Gast: gast gast
25.07.2011 09:43
1 1

Re: liebe spö nicht ablenken bitte

wir leben allerdings im 21 jahrhundert also
grasser strasser schüssel maischberger mensdorf rumpold graf königsdorfer und wie sie alle heißen

Antworten Gast: That`s it!
25.07.2011 00:39
8 0

Re: liebe spö nicht ablenken bitte

Sehr gelungener Kommentar zum Artikel - sie haben ihn wirklich verstanden!!!!!

Antworten Antworten Gast: globetrotterneu
25.07.2011 22:52
0 0

Re: Re: liebe spö nicht ablenken bitte

er kann nichts dafür rote probaganter beim orf gesehen.

1 9

Man könnte mit einem strengeren Waffengesetz anfangen,

dafür muss man niemanden überwachen.

Eine sinnvolle Verhetzungsgesetzgebung ist sicher sinnvoll.
Wer zu Gewalt gegen Menschen aufruft,
gehört bestraft.

Re: Man könnte mit einem strengeren Waffengesetz anfangen,

Wollen Sie einen zweiten Mafiaparagrafen, mit dem dann Menschen angeklagt und übe ein Jahr lang gequält und um ihre wirtschaftliche Existenz gebracht wurde, nur weil dies ein Textilhändler dies so wollte.
Mit einem Verhetzungsparagrafen, wie er von Mikl Leitner geplant ist, werden sicher nicht Berufshetzer angeklagt werden, sondern Personen, die irgend einem Freund eines Miniters ein Dorn im Auge sind.

Re: Einen Verhetzungsparagraph gibt es schon, ...

leider wird der anscheinend zu selten angewandt.

Man braucht sich nur dieses Forum mit der Möglichkeit der anonymen Wortmeldungen anzusehen, das ist die effektivste Methode das auszuhebeln!

2 1

Re: Re: Einen Verhetzungsparagraph gibt es schon, ...

Was ist im Internet heute schon noch anonym?

Re: Re: Re: Einen Verhetzungsparagraph gibt es schon, ...

Dumme Heimnetzwerke mit Standardeinstellungen und mehreren Nutzern, erschweren schon die Identifikation erheblich. Da Ermittlungsresourcen aber ein sehr begrenztes Gut sind, werden dann Verstöße, wie sie in diesem Forum durch Anonyme gepostet werden, nicht geahndet.

Gast: SL95
24.07.2011 23:36
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Die Meinung in den Printmedien

können SPÖ und ÖVP kaufen und das machen sie, vor allem durch Inserate, auch tatsächlich. Im Internet lässt sich die Meinungsmache nur schwer kontrollieren weshalb die Systemparteien auch versuchen das Internet stärker zu überwachen und unliebsame User zu kriminalisieren. Sehr durchsichtig diese Aktion!

Gast: Semjon
24.07.2011 23:28
23 1

Typisch

Klar richten sich die Roten wieder auf das Lieblingsfeindbild, die Rechten. Aber das trifft halt auf den Wirrkopf nicht richtig zu (genausowenig wie auf Franz Fuchs, der ja auch nicht gefunden wurde, weil die nach einer "echten" rechten Partie gesucht haben).

Lustig zu dem Thema ist die ORF-berichterstattung. Tendenziös ist kein Ausdruck.