Wien/Vrg. Die Frauenförderpläne des Beamtenministeriums zeigen Wirkung. Innerhalb von fünf Jahren konnte der Anteil der weiblichen Führungskräfte von 15,8 Prozent im Jahr 2006 auf mittlerweile 20,9 Prozent gesteigert werden, wie der Fortschrittsbericht zur Frauenförderung im Bundesdienst zeigt. Dieser wurde am Dienstag von Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek dem Ministerrat vorgelegt.
Vor allem bei Sektionsleitungen konnte ein merkbarer Anstieg registriert werden: 2009 betrug der Anteil der Sektionsleiterinnen noch 18,6 Prozent, 2010 schon 21,7Prozent. Im Vergleich dazu zählte die Privatwirtschaft 2010 laut einer Studie der Arbeiterkammer nur 4,4Prozent Frauen in Vorständen und 10,3 Prozent in Aufsichtsräten.
Zurückzuführen sei dieser Anstieg laut Bericht vor allem auf das spezifische Ausbildungsangebot für Frauen, die Karriere im Bundesdienst machen wollen. Auch die festgeschriebene Transparenz wirke sich positiv aus, besonders das Ausschreibungsgesetz für alle Stellen im Bundesdienst.
„Kein Mangel an Nachwuchs“
Um sowohl diesen Prozentsatz als auch den Anteil der Frauen in Führungspositionen weiter zu vergrößern, seien im Stellenplan für die Jahre 2009 bis 2013 neue Ziele vereinbart worden. „Ein Drittel aller Jobs in der zweiten Führungsebene ist bereits heute mit Frauen besetzt. Es mangelt uns also nicht an weiblichen Nachwuchskräften“, meinte Heinisch-Hosek.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.07.2011)
CIA-Putsch, Revolution, KriegZeitleiste: Die dramatische Geschichte des Iran
Von der Türkenbelagerung bis zum Zilk-AttentatSind Sie ein echter Wiener?
Politik skurrilLieß Putin Superbowl-Ring mitgehen?
Zitate der Woche''Weniger grillen und chillen''
Politik per Photoshop Wenn Bilder lügen
