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Grundrechtsexperten: „Polizeistaat ist gefährlicher“

26.07.2011 | 18:18 |   (Die Presse)

Experten warnen vor dem Sammeln von Daten, wenn kein konkreter Verdacht besteht. Eine übertriebene Überwachung züchte Terrorismus, statt ihn einzudämmen.

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Wien/Awe/Pö. Kritik an den neuerlichen Anti-Terror-Plänen des Innenministeriums gab es am Dienstag von Grundrechtsexperten. Hannes Tretter, Leiter des Boltzmann-Instituts für Menschenrechte, hält vor allem die geplante Speicherung und „Verschneidung“ von Unmutsäußerungen von beobachteten Personen mit ausländischen Geheimdienstdaten für problematisch. Terrorprävention sei legitim, wäre aber dann unverhältnismäßig, wenn es keinen konkreten Verdacht auf bevorstehende Taten gebe. Das Gutheißen von Terrorakten zu bestrafen, sei hingegen vorstellbar.

Auf mehr statt weniger Datenschutz pocht Richter Franz Schmidbauer: Schon jetzt würden hierzulande „viel zu viele Daten gesammelt“. Er sei auch „ganz dagegen, aus einer Einzeltat im Ausland, die sich durch keine Überwachung verhindern ließ, irgendwelche Forderungen nach verstärkter Überwachung im Inland zu erheben“, sagte er der „Presse“. Die Gefahr eines Polizeistaats sei viel größer als jene des Terrors. Bürger würden durch eine übertriebene Überwachung immer stärker gegen den Staat aufgebracht. Das züchte Terrorismus, statt ihn einzudämmen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.07.2011)

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9 Kommentare
rhodium
27.07.2011 14:06
0 0

Man mag es kaum glauben ...

da bringt unser Bundes-Heinz einmal im Leben einen wahren Satz heraus und bestätigt die Tatsache, daß die Anschläge in Norwegen keinen Einfluss auf die österr. Gesetzgebung haben solllten. Was passiert?

Die ÖVP stets auf der Suche nach der nächsten Mauer in die man den lädierten Karren-ÖVP fahren lassen will, springt in die Bresche und fordert die Verschärfung von Gesetzen. Angefangen von diversen Stasi-Gesetzen bis zur Verschärfung der Psychotest für Waffendokumente.

Was will diese Partei eigentlich noch alles machen um die letzten verbliebenen Wähler zu vergraulen? Offenbar hält sie es für nötig die SPÖ in allen Lagen links zu überholen.

Gast: Polizeistaat
27.07.2011 11:18
0 0

Steuerterror als Straftatbestand

Den Steuer- und Abgabenterror (z.B. Häupls Gebührenerhöhungen), wo die simple politische "Lösung" immer für alles Steuern- und Abgabenerhöhung heißt, müßte auch als strafrechtlich relevanter Tatbestand aufgenommen werden. Wir sind sowieso eines der Weltspitzeländer im Steuernzahlen und im Roboten für unfähige Politiker, welche gewissenlos als ökonomische Analphabeten unser Steuergeld hirnlos verjuxen. Versklavt, darf jeder mittlere Steuerzahler von Jänner bis August/September kostenlos für den Staat roboten. Diese ständig nach oben getriebene Ausbeutung gehört sanktioniert. Denn von superst bezahlten Politikern müßte man qualitativ höherwertige Problemlösungskompetenz erwarten können. Andernfalls wären sie schon vor der nächsten Wahl zur Schadensminimierung vom Souverän zu feuern und die sie entsendende politische Partei zu sanktionieren. Deren finanzielles Risiko sollte es sein, minderwertiges Personal entsandt zu haben. Das Instrumentarium der direkten Demokratie müßte deshalb gleichfalls ausgebaut werden.

Gast: Vendetta
27.07.2011 10:04
1 0

Polizeisstaat

Ein Polizeistaat ist Terrorismus am eigen Volk!!

Da genügt es dann schon nur mal das falsche Wort wo gepostet zu haben ***Upps - oh Shiit ***

Jetzt gibt es halt wieder einen Aufhänger um solche feuchten Fantasien in die Realität umzusetzen.


TicTacToe
27.07.2011 07:37
0 0

aha !

das gutheißen von terror bestrafen !

und was ist dan mit staatlichem terror ???
der findet ja jeden tag staat !?

ist es vielleicht schon so weit, das wir in einem polizei st a at leben !?

die meinungsfreiheit in österreich ist ja schon lange nicht mehr gegeben !

Gast: amarie
26.07.2011 21:36
1 0

das gutheißen von terror bestrafen

könnt ich mir auch vorstellen.

vor allem der staatliche terror wird immer bedrohlicher.
dem muß legal einhalt geboten werden, sonst kann man sich hier nicht mehr sicher fühlen und müßte kriminell werden um sich und die seinen vor diesen übermächtigen übergriffen zu beschützen.

Gast: Internetcafegast
26.07.2011 21:35
0 0

Kritik an der Redaktion

"Das Gutheißen von Terrorakten zu bestrafen, sei hingegen vorstellbar"

--> Wie unkompetent kann ein Journalist bzw. eine Redaktion sein? Das gutheißen strafbarer Handlungen ist auch jetzt schon im StGB strafbar!

Antworten Gast: oh yeah
26.07.2011 23:10
0 0

Re: Kritik an der Redaktion

INkompetent, bitteschön ...

Lupus.67
26.07.2011 20:42
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das ganze

ist ein einziger witz. vor allem bei den vorfällen im bezug auf "datenschutz" der letzten wochen.

die österreichiche regierung ist eine phantasielose, rückständische einheitspartei, die nicht einmal die mindeststandards im bezug auf bürgerrechte, datenschutz und demokratische grundsätze erfüllen will / kann. und gleichzeitig seit schüssel an der errichtung eines metternichschen polizeistaates mit raiffeisen als regierungsverantwortlichem arbeitet.

aber mit demokratie haben die schon lange nichts mehr am hut, den "wählerwillen" zitierens nur wenns wieder bürgerfeindliche gesetze beschließen. und die sozi sind zu einer "etwas weiter linke" unterpartei der ultrakonservativen raiffeisen-övp verkommen. (ist der attentäter nicht auch ein ultra-konservativer????? da kann man ja fast eine europaweite verschwörung vermuten. nur die deutschen und norweger spielen da nicht mit. welcher hohn dass das unbedeutende österreich da anspringt)

Gast: Datenhamsterer
26.07.2011 18:30
0 0

Sehr vernünftige Kommentare von wirklichen Kennern der Materie.


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