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Glawischnig: "Parlamentsferien gehören gekürzt"

27.07.2011 | 16:47 |   (DiePresse.com)

Grünen-Chefin Eva Glawischnig fordert eine Verkürzung der Sommerpause im Parlament. Während das BZÖ den Vorschlag begrüßt, lehnen SPÖ und ÖVP eine Kürzung kategorisch ab. Die FPÖ zeigt sich gesprächsbereit.

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Zehn Wochen lang finden in den Sommermonaten im österreichischen Parlament keine Plenarsitzungen statt. Für einige Abgeordnete sind die Ferien zu lang, sie fordern eine Verkürzung der Sommerpause. Zu ihnen zählt etwa Grünen-Chefin Eva Glawischnig. Sie will eine "drastische Kürzung" der Parlamentsferien. Auch das BZÖ sprach sicham Mittwoch dafür aus, dass parlamentarische Ausschüsse während des gesamten Sommers tagen sollten.

Die Regierungsparteien lehnten eine Verkürzung der Ferien allerdings ab, berichtete das Ö1-Mittagsjournal am Mittwoch. Schon jetzt werde auch im Sommer gearbeitet, hieß es.

Glawischnig: "Das versteht kein Mensch"

Glawischnig hatte zuvor für eine Orientierung an dem Europäischen Parlament plädiert. Dort wäre auch nur ein Monat sitzungsfrei. Der August reiche als Sommerpause, so die Grünen-Chefin. Besonders die Kontrolltätigkeit sollte in den Sommermonaten nicht eingeschränkt sein. "Dass man im Sommer keine Anfragen stellen darf, versteht kein Mensch."

Die FPÖ zeigt sich gesprächsbereit. Allerdings müsse man den rund 800 Mitarbeitern des Parlaments auch die Chance auf einen längeren Urlaub geben, erklärte der dritte Nationalratspräsident Martin Graf. Wolle man mehr Tagungen, brauche es auch mehr Mitarbeiter, so Graf.

Kopf: "Keine zwei Monate frei"

ÖVP-Klubchef Karl-Heinz Kopf verteidigte dagegen das aktuelle System: "Die Abgeordneten haben nicht zwei Monate Ferien. Wir machen nur halt in der Zeit keine Sitzungen." Die Abgeordneten seien in ihrem Wahlkreis unterwegs und bereiteten die Herbstarbeit vor.

Gegen eine Änderung der bestehenden Ordnung sträubte sich auch die SPÖ. Zwar plädierte Parlamentspräsidentin Barbara Prammer stets für eine Verkürzung der Ferien, Klubchef Josef Cap zeigte sich davon aber wenig begeistert. Es werde ohnehin gearbeitet. Immer wieder habe man Sondersitzungen, so Cap.

Sommerpause üblich

In der Bundesverfassung ist die sitzungsfreie Zeit klar geregelt: Zwischen 15. Juli und 15. September gibt es keine Sitzungen. Bestehe der Wunsch nach mehr Sitzungen, müsste die Verfassung geändert werden. 

Im europäischen Vergleich liegt das österreichische Parlament damit im Durchschnitt: Acht Wochen seien durchaus die Regel, hieß es seitens des Instituts für Parlamentarismus. In fast allen EU-Mitgliedsstaaten fänden von Mitte Juni bis Mitte September keine parlamentarischen Sitzungen statt.

Griechen haben die längsten Ferien

Die Ausnahme bilden Italien und Bulgarien. Hier ist nur der August sitzungsfrei. Auch in Deutschland gibt es eine spezielle Regelung: Der Bundestag hat offiziell nur im August Sommerpause. In der Regel liegen aber zwischen der letzten Plenarsitzung und der ersten im Herbst auch zwei Monate.

Länger frei haben dagegen nur die Griechen. Ihr Parlament in Athen befindet sich drei Monate lang in den Ferien.

(Red.)

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29 Kommentare
 
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Gast: werner1967
14.09.2012 10:51
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echt witzig

Die Glawischnig fordert kürzere Parlamentsferien.

aktuell 15.07 bis 15.09

Abgeordneter Pilz fliegt am 13-07 erst mal in Urlaub


Gast: observer11
29.07.2011 13:57
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Gebannter Sommerfrust


Wie schön wäre es doch, sich auch im Sommer mit dem Kaffeehäferl in der Hand und in das neue Kleid gehüllt, in der Parlamentssendung des ORF zeigen zu können...

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Grün

die Grünen haben mit Sicherheit das aufregenste Programm, um in Österreich etwas zu bewegen.
Geistig hochstehend, was denen immer so einfällt, wenn die Tage lang sind.
Gut, dass es jetzt eine Grüne in der Stadtregierung gibt, die die Autofahrer noch mehr knechtet und endlich auch die Radfahrer bevormundet.


Gast: dauerurlaub
29.07.2011 00:50
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bitte ned

wozu kürzen - für paintballsager reichen auch die restl. 42 wochen....

Gast: da korl
28.07.2011 21:43
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das ist ja furchtbar

Jetzt wird mir klar, warum die SPÖ kein Ohrwaschel zuckt wenns darum geht, das Lehrer statt 4 Monate im Jahr auch nur 5 Wochen Urlaub haben sollen, und 40 Stunden Anwesenheitspflicht. Lehrer könten den Rest in den Ferien die den urlaub vom 5 Wochen übersteigen. Auf Scgulungen gehen oder Lernschwächere Schüler und Schülerinnen Betreuen. Was uns Steuerzahler Millionen von €uro kostet. Die Politiker solen wir auch noch mitbezahlen, die Privatwirtschaft. Wenn wir nicht Aktiv sind kommt in die Staatkasse kein Geld. Zu viel Urlaub und stillstand in der SPÖ. Ja Nirgens anstreifen, ansonsten gibts in der eigenen Partei Zof. Frau Glawischnik wir brauchen die Verwaltungsreform, die erpart Millionen von Euro. Arbeitsplatze gibts woanders auch als beim Staat. Die Verwaltungsreform schmerzt in der Politik von den umgehenden Genossen. Jedes Bundesland a anderes Gesetzt. In jeder Dorf mit 2000 Einwohner an Burgermaster. Handeln ist angesagt. Wenn sich Feymann das nicht antun will soll er zurücktretten. Aber die Bundeshymne ändern das war Wichtig! 30 Jahre um Ortstafel streiten, ist das wirklich Politik von Persönlichkeiten.

Keine Schlechterstellung für die Abgeordneten!


Solange eine ganze Reihe von Lehrkräften im Nationalrat sitzen, so lange bleiben die Parlamentsferien in diesem Ausmaß.

Wie heisst es doch:

Das Parlament ist einmal voller und einmal leerer - aber immer voller Lehrer.

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...wie lang ist sie jetzt verheiratet

auf jedenfall schaut sie ur-alt aus !!

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Die schaut aber verstört aus!

Seit dam Sager mit Hirn und Hintern hintert sie wohl niemand mehr beides zu benutzen.


Gast: Beobachtung
28.07.2011 10:25
2 0

Was erwarten wir von Verkürzung der Sommerpause im Parlament?

Zwei Monate weniger Mist produzieren. Was spricht dagegen?

8 0

Gutmensch

Die Gutmenschen mimen, aber nie dort sein, wo den Menschen der Hut wirklich brennt- das sind derzeit Österreichs Grüne.

Re: Gutmensch

Unnötig wie Akne !!!!

Gast: donna corleona
28.07.2011 09:54
0 4

Parlamentsferien

Einige der untenstehenden Postings finde ich ziemlich unverständlich. Dass es für Abgeordnete wichtig ist zu wissen, was (etwa über ihre eigenen Anträge) in den Zeitungen steht, ist klar und somit Zeitunglesen ein unverzichtbarer Teil ihrer Arbeit.

Noch unfairer erscheint mir das undifferenzierte Glawi- und Green-Bashing. Was ist gegen ihren Vorschlag einzuwenden??? Im übrigen scheinen die Grünen Abgeordneten jene zu sein, die - auch im Urlaub - die meiste konstruktive Arbeit leisten; siehe "Charta für Humanität" und Leistungen von Peter Pilz in der causa Golowatow ....

(aktuell im "Standard"):
... In der Affäre Golowatow richtet der Sicherheitssprecher der Grünen, Peter Pilz, massive Angriffe gegen Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP). Pilz wirft der Ministerin vor, gelogen zu haben und will das anhand eines Polizeiprotokolls beweisen. Heute Vormittag will er bei einer Pressekonferenz die "Lügen der Justizministerin" aufdecken.
Im Ö1-Morgenjournal forderete er einen U-Ausschuss. Der Grund dafür: Die Justizministerin hatte bisher stets betont, bei der Freilassung des mutmaßlichen Kriegsverbrechers Golowatow sei alles rechtmäßig abgelaufen und es habe keine russische Intervention gegeben. Pilz sieht durch das Polizeiprotokoll das Gegenteil bewiesen...


5 0

Die liebe Frau Glawischnig hat recht

Aber ein wichtiges Einsparpotential (in Zeiten des Sparens) hat sie vergessen die Kürzung der Abgeordneten Bezüge oder die Reduzierung der Parlamentssitze um 50%.
Für Zeitung lesen Telephongespräche ect. gibt es in der Privatwirtschaft auch keine Entlohnung.

8 0

im gegenteil: glawi sollte sich dauerferien gönnen

und ihre genossInnen gleich mitnehmen.

Ich gehe ins Kaffe und Abgeordnete ins Parlament zum Plaudern!

Der Unterschied macht sich in der Spesenkasse bemerkbar.

Störend ist nur, daß die Volkstreter gar nicht bemerken, stets neue Gesetze führen zur Uneinhaltbarkeit und diese "Gesetzmacher" - die kein Ende finden, müssen streng danach leben.

Oder werden gekerkert.

und bitte nicht vergessen Fr. Glawischnig

sie müssen immer Meldungen verbreiten, die
a.) die sofort Zustimmung der Bürger haben, weil sie die Details gar nicht kennen.
b.) ohnehin nicht umgesetzt werden (können)

Gast: habnix
28.07.2011 04:48
0 0

warum sollten sie

sie erhöhen das renten antrittsalter bei den arbeitern und alles passt wieder ich würde mich in grund und boden schämen und nebenbei roten sie noch den stör aus dieser kaviar fressende abschaum

"Die Abgeordneten haben nicht zwei Monate Ferien. Wir machen nur halt in der Zeit keine Sitzungen."

Soso.

Ich habe auch nicht einen Monat frei, ich bin nur nicht in der Arbeit :D

meiner meinung

ich sage ihr lohn gehört gekürzt sofort.

Im Falle der Grünen bin ich für 12 Monate Parlamentsferien.

So können sie weniger Unfug anrichten.

Gast: Kopf schüttelt
27.07.2011 20:37
7 0

Transparenz

Grundsätzlich ist Glawischnigs Vorschlag zu begrüßen.
Aber sind wirklich die beiden Sommermonate das Problem?
Vor einigen Wochen war in einer Gratiszeitung zu lesen, dass Nationalräte 62 (!!!) Urlaubstage haben. Sollte das zutreffen, wären das unfassbare Privilegien, für die kein "normaler Angestellter" mit fünf Wochen Urlaub Verständnis aufbringen dürfte.
Auch die von Zeit zu Zeit angesprochene Offenlegung von Gehältern macht nur Sinn, wenn das Urlaubsthema einbezogen wird.

Gast: Pastor Hans-Georg Peitl
27.07.2011 20:17
3 0

Urlaub

Eigentlich verstehe ich nicht, warum sich die SPÖ und die ÖVP aufregen: Urlaub vom Nichtstun kann man nicht machen.

Euer

Pastor Hans-Georg Peitl
Bundespressesprecher der
Österreichischen Bürgerpartei
http://www.oebp.at
http://www.oebote.gnx.at

Gast: habnix
27.07.2011 18:05
5 0

Wozu Plenarsitzungen

da sie ohne zustimmung der eu nichts entscheiden dürfen und können Warum essen Politiker keine Essiggurken? Weil sie mit dem Kopf nicht in das Glas reinkommen.


Gast: ich glaube diese frau ist kein politisches genie
27.07.2011 17:35
2 0

Glawischnig: "Das versteht kein Mensch"

das man in dieser veritablen krise, die für einen demokratieabbau durch neue sicherheitsgesetze, einer lebenswertvernichtung durch sozialabbau und ein einschläfern der reichen in die pflicht nehmen, ein pipifaxthema auf das politische parkett bringt, zeugt nicht unbedingt von einem menschlichen denken.
wenn wir alle zufrieden gestellt würden, dürfte das parlament sicherlich ohne eine neiddebatte auszulösen
auch 3 monate ferien machen.

Da haben Sie aber Recht, Frau Glawischnig!

Zwei Monate Ferien sind zu viel. Nicht jede(r) Abgeordnete hat eine Spielzeug-Eisenbahn.

Pause von Was????

Ferien hat sich nur der verdient der nicht wegen mehreren Nichtgenügend sitzenbleibt! Alle Anderen gehören in die Sommerschule und in den Förderunterricht!

 
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