26.05.2012 11:44 | Meine Presse Merkliste 0

ÖVP will Schuldenbremse im Verfassungsrang

08.09.2011 | 15:30 |   (DiePresse.com)

Das 60-Prozent-Maastricht-Ziel soll künftig in der Verfassung festgeschrieben werden, fordern Vizekanzler Spindelegger und Finanzministerin Fekter. Die SPÖ zeigt sich gesprächsbereit.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die ÖVP tritt jetzt doch geschlossen für eine verfassungsrechtliche Schuldenbremse ein. Das 60-Prozent-Maastricht-Ziel sollte für die Zeit nach Auslaufen des Budgetpfades 2015 in der Verfassung festgeschrieben werden, forderten Parteichef Michael Spindelegger und Finanzministerin Maria Fekter am Donnerstag.

"Österreich entschulden" sei das große Ziel der "Herbstarbeit" seiner Partei, betonte Spindelegger. Fekter geht davon aus, dass die Verschuldung - derzeit 74 Prozent - bis 2015 unter 70 Prozent gedrückt werden und bis 2020 das Maastricht-Kriterium von 60 Prozent erreicht werden kann. Es in der Verfassung zu verankern, sollte als "Weidezaun mit Starkstrom" wirken, meinte Spindelegger. Fekter - die dies bisher ablehnte - sieht die Sache seit den Budgetverhandlungen anders. Da habe sich gezeigt, dass sich "nicht alle Ressorts an die Vorgaben halten". Keinesfalls dürfe eine Schuldenbremse aber Steuererhöhungen bedingen, betonte sie.

Dem SPÖ-Wunsch nach mehr Vermögenssteuern erteilten die ÖVP-Granden neuerlich eine Absage. Als "Beitrag für die Versachlichung" der Vermögenssteuer-Debatte schlug Fekter vor, dass der Bund die Steuerhoheit für die Grundsteuer abgibt. Dann läge es an den Bundesländern, "attraktive Bemessungssysteme zu finden", die sicherstellen, dass nicht Investoren vertrieben und Arbeitsplätze vernichtet werden.

Faymann gesprächsbereit

Bei der SPÖ stößt die Forderung nach einer Schuldenbremse in der Verfassung nicht auf grundsätzliche Ablehnung. Dies sei eine Frage der Ausgestaltung, sagte SP-Bundeskanzler Werner Faymann anlässlich der Präsidiumsklausur seiner Partei am Kahlenberg. Sichergestellt sein müsse jedenfalls, dass man in Krisenzeiten auch antizyklisch handeln könne, wie dies zuletzt unter anderem mit Konjunkturpaketen und Kurzarbeit gelungen sei.

Primär legt die SPÖ ihren Fokus freilich unverändert auf die so genannte Millionärssteuer. Diese habe den Vorteil, dass sie direkt auf das Vermögen abstelle und nicht auf die Arbeitseinkommen, erklärte Finanzstaatssekretär Andreas Schieder. Deshalb bevorzuge er diese Maßnahme auch deutlich gegenüber einer Erhöhung des Spitzensteuersatzes.

Freudig begrüßt wurde der ÖVP-Vorschlag von der Wirtschaftskammer (WK) und dem Institut für Höhere Studien (IHS): Diese Forderung sei "sehr zu begrüßen", meinte IHS-Chef Bernhard Felderer. WK-Präsident Christoph Leitl (ÖVP) versicherte Spindelegger und Fekter, dass die Wirtschaft beim Schuldenabbau mit der ÖVP an einem Strang ziehe.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

128 Kommentare
 
1 2 3 4
franz1
11.09.2011 15:25
1 0

eigene klientel

während die spö ihre anhänger weiterhin in jeder hinsicht bedient, bekämpft die övp die ihren auf allen fronten.
in der bildungslinie, in der pensionsfrage, in vielen wirtschaftsthemen
nur eins macht sie nicht, ihre eigenen reichen, die eigentlich für einen wahlsieg viel zu wenige sind, auch nur ansatzweise zur kasse zu bitten.
das ist der unterschied: rote gehen mit 50+ in die pension, schwarze sollen sich für 60+ auch noch schämen.
die rechnung wird bitter sein - für die övp

Antworten Gast: wow ... aha .... ???
11.09.2011 16:56
0 0

Re: eigene klientel

"rote gehen mit 50+ " (????)
"schwarze sollen sich mit 60+ auch noch schämen"

Schwarze landesbedienstete gehen mit 58 durchaus,
schwarze Bauern gehen durchwegs mit 58 (Bäuerinnen mit 56, mit Anrechnungen von Zeiten wo sie gar keinen eigenen beitrag bezahlt haben)

Also an "rote" und "schwarze" allein kann man die frühen pensionsantritte nicht binden,
wobei die Schwarzen schon einiges an vorteilen über 2003 hinaus bewahrt haben .........

luis
11.09.2011 09:40
0 0

wir bürger

sollten an einem malussystem für unsere unfähigen politiker arbeiten - indem wir ihre parteien nicht mehr wählen!

Gast: ajoux
10.09.2011 23:24
0 0

Unter 60 Prozent Neuverschuldung, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, wolle man spätestens ab 2020 kommen.

sind die wahnsinnig?

was anderes als 0 % neuverschuldung kann ich nicht akzeptieren. und zwar noch in diesem leben.

alles andere kann nur als böswilliges staatsschädigendes verhalten der regierung angesehen werden und muß entsprechende konsequenzen haben.

Holy Ghost
10.09.2011 20:40
0 0

An ihren Taten......

Daran erkennt man Pfuscher, sie basteln. Und
Genauso schaut die Mizzi (sorry) Maria aus.
Ein Wahnsinn Die ÖVP.

Gast: Plach2
10.09.2011 18:01
0 0

Das ist doch der Witz des Monats!!!!!

ÖVP Finanzminister haben den Staat auf unglaubliche 220 Mrd. verschuldet. (Molterer Grasser, Pröll, Fekter) und nun spielt sich die ÖVP als "Schuldenbremser" auf???

ÖVP+SPÖ Abgeordnete im Parlamet haben dieser Staatsverschuldung zugestimmt!

Die halten uns wohl für besonders blöd!

Gast: total crash
10.09.2011 11:07
1 0

Wie wär es

mit Einsparungen bei Parteien,Bundesrat, den Drei & Viergleisigkeiten in der überbordenden Verwaltung,beamtete Schreibtisch-Schläfer,Bundespräsidenten abschaffen,unqualifizierte Zuwanderer die nur am Sozialtropf hängen,Reduzierung der 24 (oder mehr?) Krankenkassen,EU Nettobeitrag-Zahlungen senken,Gruppenbesteuerung weg, usw usf,die Liste läßt sich noch beliebig ergänzen.Wenn die Hälfte der Vorschläge Umgesetzt würde,wäre schon sehr viel geholfen.
Na macht!Fängt an!

heri3
10.09.2011 01:10
0 0

die schwarzen basteln höchstens ,

an neuen steuergeschenken für bauern,banken und wirtschaft!

0 0

Eine Schuldenbremse wäre eine gute Idee!

Dann hätten wir zwei Möglichkeiten:
1. Ab Erreichen der Grenze keine Zinsen mehr anwachsen lassen, denn auch die Zinsen dürfen da nicht drüber.
2. Einfach alles Geld, was wir haben, zurückzahlen.

Gast: gastfreitag
09.09.2011 17:39
1 0

häuslbauer , mittelstand, u.asvg pensionen- da wird weiter zugegriffen, bei den wirklich vermögenden wird weiter weggeschaut

jetzt kommen die häuslbauer dran mit der grundsteuer - bei den reichen bauern mit ihren steuerberfreiungen und grundstücken schaut man weiter weg. die övp schaut halt auf ihr klientel . dass kann man von einer spö nicht mehr behaupten- die hat alles und jeden an die banken und finanzmärkte verkauft.
der mittelstand wird weiter mehr zahlen müssen, als alle anderen und die asvg pensionisten werden weiter alleine bluten für alle anderen pensionsprivilegien.(ORF,ÖBB, nationalbank, Bauernusw.) so ist halt die spö immer gewesen- sie lässt sich von den asvg arbeitnehmern wählen und macht dann politik für die andere vermögende seite.
die banker und millionäre werden weiter gehätschelt und die scheinheiligen spö aktionen werden sich wieder nur gegen das volk richten- bei den wirklichen kapitalvermögenden und bankenmärkten trauen sie sich nicht. aber so wars ja immer und wirds auch immer bleiben. wer der spö u faymann glaubt ist selber schuld.

Antworten Gast: feldi
09.09.2011 19:10
0 0

Re: häuslbauer , mittelstand, u.asvg pensionen- da wird weiter zugegriffen, bei den wirklich vermögenden wird weiter weggeschaut

Dummerchen hast wohl die ÖVP mit der SPÖ verwechselt

Gast: Delta
09.09.2011 17:31
1 0

Schuldenbremse

schön und gut - ein Tilgungsfahrplan wär aber auch ganz nett.

grazer100
09.09.2011 16:13
1 0

Kampf gegen die Frühpensionen ?

Die Wahrheit ist, dass die Schere zwischen denjenigen, die arbeiten und jenen, die - aus welchen Gründen auch immer - sich vorzeitig aus der Leistungserbringung verabschieden, auseinandergeht. Rasant.

Daher läuft es darauf hinaus, dass diejenigen, die im Berufsleben stehen, länger arbeiten sollen (nicht selten unter erschwerten Bedingungen). Und weil man weiß, dass das viele nicht schaffen (können), erhalten diese bedeutende Abschläge.

Diese von der BM Fekter als "Strukturschwächen" definierten Umstände sind doch ganz und gäbe. Im übrigen haben hier der Bund und va die Länder entsprechende Vorbildwirkung geleistet (u tun es noch immer).

Eindeutig die Blöden bei dieser bereits bestehenden und noch weiters beabsichtigten "Angleichung" ist die arbeitende Mittelschicht. Weil die können es sich oft (wegen der enormen Abschläge) nicht leisten, in die Pension zu gehen, während ansonsten die Frühpensionen deutlich zunehmen (weil sich die Leute sagen für wenige Euro mehr arbeite ich nicht 5 Jahre länger).

Mit anderen Worten: eine zunehmend auseinanderdriftende Zweiklassengesellschaft (was im übrigen auch aus den Postings hier erkennbar ist)

Gast: Blondiene
09.09.2011 16:01
0 0

Damit soll die Telekomsauerei

vergessen werden?

Natürlich und sofort!!!

Aber nur in Verbindung mit einer Lehrer-Dienstrechtsreform einer Offenlegung der Agrarförderungen und damit verbunden eine Agrarsubventionsoptimierung (dazu gehören auch die Pensionsprivilegien der Bauern), nicht zu vergessen einer Industriesubventionsoffenlegung und Optimierung, sowie Parteifinanzierung und Kammernunwesen öffentlich machen und Korruption streng zu bestrafen!! ;-)

Ob da die Schwarzen über ihre „dunklen“ Schatten springen können?

Antworten Gast: Delta
09.09.2011 17:37
0 0

Re: Damit soll die Telekomsauerei

wenn wir schon beim Schattenspringen sind:

- Pensionsreform
- ÖBB Reform
- SWAP-Aufklärung
- Hauptverbandsreform
- Inseratsbeschränkung für alle Medien

Ob da die Roten über ihre „linken“ Schatten springen können?


Gast: Fleming
09.09.2011 13:57
0 1

Geisterbahn...

zwei besonders auffällige Exemplare aus der schwarzbraunblauen Dekorabteilung für unvergessliche Fahrten durch die Nacht.
Abkassiert wird und aufgeteilt wird sofort nach Betreten des Etablissements.

1 0

Einsparungen bei den ÖBB

vollkommen richtig! Nur wie soll das durchgesetzt werden?

Rote zuständige Verkehrsministerin, roter ÖBB General, roter Generalsekretär im Ministerium, roter Schienenregulator und so weiter und so weiter......

keinerlei Kontrolle, keine Transparenz... also auch keine Information wieviel Geld der Apparat wirklich kostet...

Antworten Gast: seiferst
09.09.2011 14:01
0 1

Re: Einsparungen bei den ÖBB

mit den Summen, die die FPÖFPKBZÖÖVP
in letzter zeit gestohlen haben, könnten wir die Garnituren der OEBB noch vergolden,.. und es würde immer noch Geld übrigbleiben, um die ganze korrupte Partie erneut zu bestechen.

1 0

Re: Re: Einsparungen bei den ÖBB

ja das stimt...
und mit den spö-skandalen, bawag, bewag, vöst, noricum, lucona und konsum könnt die öbb die db aufkaufen

Gast: rifler
09.09.2011 12:42
0 0

kompetenzen

sry, aber von den genannten Personen hat keiner die Kompetenzen....

Gast: Denka09
09.09.2011 12:33
0 0

Nachdem das VP/Nulldefizit 2004

sich als das größte Defizit aller Zeiten herausgestellt hat, ist hier bei einer VP-Schuldenbremse mit dem Schlimmsten zu rechnen.

mm l
09.09.2011 12:08
0 1

Mit den Beamtenpensionen ist das alles leider problematisch

Ich bin natürlich absolut dafür, dass diese in das ASVG-System integriert werden. Das Problem ist nur, dass in den 1970ger Jahren Vollbeschäftigung herrschte und kein (qualifizierter) Mensch in den öffentlichen Dienst ging, weil damals in der Wirtschaft viel mehr zu verdienen war. Man hat die Leute mit dem Argument "sicherer Arbeitsplatz und bessere Pension" angeworben. Obwohl sich die Zeiten radikal geändert haben, ein Job im öffentlichen Dienst ist heute sehr erstrebenswert und erstklassig bezahlt, ist es problematisch, die damals gemachten "Versprechen" einfach nicht einzuhalten. Daher wird da (leider) ein Langfristprozess nötig sein.

Antworten Gast: Dora H L
09.09.2011 12:38
1 0

Wer in den 70ern

in den Staatsdienst ging, hat ab den 80ern blendend verdient. Eine erhöhte Pension ist nicht gerechtfertigt.

Antworten Antworten Gast: Delta
09.09.2011 17:33
0 0

Re: Wer in den 70ern

Auch wenn mir das selbst weh tut - Zusagen sind (und müssen es auch sein) in einem Rechtsstaat bindend.

Antworten Antworten Antworten Gast: ajoux
10.09.2011 23:38
0 0

Re: Re: Wer in den 70ern

wenn sich die umstände ändern und klar ist daß 40 oder 50 jahre alte zusagen nicht gehalten werden können weil das nicht nur den ganzen staat sondern auch die EU massiv schädigen würde und zerstören könnte, wird es nichts bringen die realität zu verleugnen und trotzig mit dem fuß aufzustampfen.

es gibt übergeordnete prioritäten, und dagegen kannst klagen bis ans ende der welt, du wirst verlieren.

mm l
09.09.2011 11:06
0 1

Naja, sie sitzen im Kaffeehaus und

"basteln". Erinnert mich an die Biertischpolitik der FPÖ. Was soll da bitte rauskommen au?er hirnrissiger Unsinn. Z.B.: irre Abschläge, die erst beim letzten Pröllschen Belastungspaket (Zukunfstbudget!!!...) erhöht wurden gibt es jetzt schon, kombiniert mit der Tatsache, dass Menschen die in Invaliditäts/Berufsunfähigkeitspension gehen so krank sind, dass sie nicht mehr arbeiten können leben diese "Frühpensionisten" um im Schnitt 11 Jahre kürzer. DIE belasten das Pensionssystem nicht, den Staat schon gar nicht, weil sich, wenn man die in den Arbeitsmarkt stößt unvermittelbar sind die Arbeitslosenzahl zumindest verdoppelt. Aber soweit können Eindimensionaldenker im Kaffeehaus nicht denken.

 
1 2 3 4

Mein Parlament