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Absage an neue Beamtenbesoldung

09.11.2011 | 18:18 |  KARL ETTINGER (Die Presse)

Trotz des Drucks der Gewerkschaft ist für Ministerin Heinisch-Hosek ein Umbau des Gehaltsschemas „im Moment“ kein Thema. Heute startet sie einen großen Reformdialog.

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Wien. Noch bevor übermorgen, Samstag, die Verhandlungen über die Erhöhung der Beamtenbezüge für 2012 fortgesetzt werden, winkt die für den öffentlichen Dienst zuständige Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) bei einem Sonderwunsch der Beamtengewerkschaft ab. Ein völlig neues Besoldungssystem gemeinsam mit einer großen Dienstrechtsreform „ist für mich kein Thema“, betont die Ministerin im Gespräch mit der „Presse“. „Im Moment ist das finanztechnisch nicht möglich“, erklärt sie unter Verweis auf geschätzte Mehrkosten von 200 bis 300 Millionen Euro pro Jahr.

Heinisch-Hosek stemmt sich damit dem Druck der Beamtengewerkschaft entgegen. Diese hat am Mittwoch bei ihrem Kongress in einem ohne Gegenstimme beschlossenen Leitantrag nochmals auf eine Reform des Dienstrechts und eine neue Besoldungsstruktur mit höheren Einstiegsgehältern gedrängt. Sie selbst wolle auch ein neues Dienstrecht und „attraktive Einstiegsgehälter“, versichert Heinisch-Hosek: „Aber bitte morgen und nicht heute.“ Als „Realistin“ halte sie das derzeit nicht für praktikabel.

Die Ressortchefin wirbt für ihre jetzige Absage um Verständnis angesichts der prekären Finanzsituation in Europa: „Rund um uns treten Regierungen zurück.“ Auch in Österreich gebe es „mehr Baustellen“, so steige beispielsweise die Arbeitslosigkeit jetzt wieder.

 

„Möchte eine Modernisierung“

Die Beamtenministerin gibt heute, Donnerstag, selbst das Startzeichen für einen umfangreichen „Reformdialog“ über den öffentlichen Dienst. „Mir ist der öffentliche Dienst sehr, sehr viel wert.“ Und: „Ich möchte Veränderungen und eine Modernisierung.“ Im Zuge des Dialogs könne auch über ein neues Gehaltsschema gesprochen werden. Die Lebensverdienstsumme für einzelne Bedienstete soll unverändert bleiben.

Für diesen Reformdialog nehme man sich ein Jahr lang Zeit. Basis sind die Vorarbeiten einer von ihr im Vorjahr eingesetzten Expertengruppe. 50 Empfehlungen sollen danach in den Bundesländern und auch unter aktiver Beteiligung der Bürger diskutiert werden.

 

„Sozial verträglicher Abschluss“

Heinisch-Hosek kommt eben von einer Verwaltungsmesse in Berlin, wo Österreich etwa bei E-Government als Vorbild gesehen werde, wie sie am Mittwoch vor rund 250 Personalleitern im Bundesdienst im Wiener Museumsquartier hervorstrich. „Hier in Österreich können wir mehr als froh sein, dass wir einen ganz stabilen öffentlichen Dienst haben.“ Obwohl die Beamtengewerkschaft 4,65 Prozent mehr Gehalt für das kommende Jahr fordert, zeigt sie sich zuversichtlich bezüglich der samstägigen Gehaltsrunde: Ihr sei ein „sozial verträglicher Abschluss“ wichtig. Allerdings werde sie den Aspekt der Sicherheit des Arbeitsplatzes im Bundesdienst ebenfalls geltend machen.

Ihr Gegenüber am Verhandlungstisch bleibt Fritz Neugebauer. Der schwarze Christgewerkschafter ist, wie in einem Teil der Mittwochsausgabe berichtet, mit 85,6 Prozent nach 14 Jahren als Vorsitzender wiedergewählt worden. Das war zwar deutlich mehr als die 80,6 Prozent bei seiner Kür 2006. Dennoch verzeichnete er offenbar aus Widerstand gegen sein erneutes Antreten mit 67 Jahren diesmal wieder etliche Streichungen.

 

ÖVP-Chef lädt Gewerkschaft ein

Vizekanzler ÖVP-Obmann Michael Spindelegger nahm das „hervorragende Ergebnis“ für Neugebauer zum Anlass, um die Gewerkschaft sofort in die Pflicht zu nehmen und zu einer „Reformpartnerschaft“ einzuladen, die Österreich dringend brauche. „Wir müssen alle unsere Kräfte bündeln, auch die Gewerkschaften möchte ich dafür gewinnen“, so Spindelegger via Parteiaussendung. Konkret wolle er vor allem bei den Pensionen ansetzen. Der Haken dabei: Neugebauer und die Beamtengewerkschaft bekämpfen schon jetzt die Verschärfungen der Hacklerfrühpension, die ab 2014 ein abruptes Anheben des Zugangsalters von 60 auf 62 Jahren vorsehen.

Auf einen Blick

Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek setzt am Samstag die Verhandlungen mit der Beamtengewerkschaft über die Gehaltserhöhung im öffentlichen Dienst für 2012 fort. Für den Bundesdienst kostet ein Prozent mehr rund 111 Millionen Euro, die Gewerkschaft hat plus 4,65Prozent verlangt. Ein ganz neues Gehaltsschema mit höheren Anfangsbezügen ist für Heinisch-Hosek wegen Mehrkosten von 200 bis 300 Millionen Euro „kein Thema“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.11.2011)

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101 Kommentare
Antworten Antworten Gast: VBler
10.11.2011 07:19
3 1

Re: Re: Metaller haben 4,5% erstritten.

Die Produkte der Metall-Branche kauft wer?

Die Produkte des Handels kauft wer?

Die Gehälter von Beamten zahlen tatsächlich wir alle! UND wir alle nehmen auch die Leistungen des Staates in Anspruch!

Re: Re: Re: Metaller haben 4,5% erstritten.

Ich kann Ihnen sagen wer die Produkte der Metallbranche kauft: Diese werden größtenteils exportiert!

Im Handel arbeiten die meisten Angestellten um ca. 1000 Euro netto, denen eine Gehaltserhöhung zu verwehren wäre eine Gemeinheit.

Die Erhöhungen in beiden Fällen sind keine Geschenke, sondern spiegeln die Produktivitätssteigerungen der Branchen wider! Die Arbeitnehmer haben sich also ihre Lohnsteigerungen erarbeitet!

Bei den Beamten gibt es leider keine Produktivitätssteigerungen. Die Effizienz erinnert an die K. und K. Monarchie. (auch die Anzahl der Beamten erinnert daran)

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: VBler
10.11.2011 16:29
1 0

Re: Re: Re: Re: Metaller haben 4,5% erstritten.

......"Ich kann Ihnen sagen wer die Produkte der Metallbranche kauft: Diese werden größtenteils exportiert!"

Ganz toll, wer kauft dann z. B. die PKW die mit den Blechen der VOEST hergestellt werden?

Bitte nicht nur bis zur Nasenspitze denken!

"Im Handel arbeiten viele um 1.000 Euro netto"
Ja das stimmt - mit der Bildung/Leistung gibt's eben nicht mehr!

International sieht man unser Verwaltungswesen durchaus positiv. Viele Betriebe aus D oder Südtirol haben sich in den letzen Jahren in Ö angesiedelt - sehr oft mit dem Argument der besseren Verwaltung!

Des weitern sollten Sie nicht vergessen, dass es hier nicht nur um die Verwaltungsbeamten geht. Im Öffentlichen Dienst sind sehr viele Berufsgruppen.
Wollen Sie ernsthaft behaupten, das Polizisten, Richter, Justiz, Krankenhauspersonal,... einen lockern Job haben?????

Re: Re: Re: Metaller haben 4,5% erstritten.

richtig! die höheren löhne der metaller, der verkäufer usw. zahlen die konsumenten!
über die beamtengehälter wird gerne geschimpft und dabei übersehen dass auch die exorbitanten gehälter der manager und die gewinne der unternehmer von allen bezahlt werden, eben über den umweg des konsums, ja sogar über den zwangsweisen einkauf von unbedingt lebensnotwendigem zahlen wir die höchsten managerbezüge und gewinne mit!

Gast: Korrupty
09.11.2011 22:30
6 0

Griechenland rückt näher

Neugebauer darf die Steuerzahler weiter ausbeuten. Ein hoch auf die Schmarotzer und Reformverhinderer
Ein ganzes Leben nichts geleistet nur verhindert und Steuergeld verschwendet
Bravo Neugebauer

Gute Nacht Österreich Griechenland rückt näher

Es führt kein Weg vorbei an der Abschaffung

der Hacklerpension - lieber heute als morgen.

Gast: Franzia
09.11.2011 22:25
0 2

Die Beamten glauben das nicht!

„Mir ist der öffentliche Dienst sehr, sehr viel wert.“

Gast: krikri
09.11.2011 20:20
5 4

hand aufs herz, wenn die beamten streiken ic glaube kein normaler mensch wird sie vermissen, und es wird österreich einem großen gefallen getan!!! oder brauchen wir wirklich die beamten??? ich kann mir ein leben ohne beamten ruhig vorstellen!!!


Re: hand aufs herz, wenn die beamten streiken ic glaube kein normaler mensch wird sie vermissen, und es wird österreich einem großen gefallen getan!!! oder brauchen wir wirklich die beamten??? ich kann mir ein leben ohne beamten ruhig vorstellen!!!

lassen sie sich mal was erhellende sagen: sie sind ein sehr d.u.m.m.e.r mensch!

Antworten Gast: VBler
10.11.2011 07:26
3 1

Re: hand aufs herz, wenn die beamten streiken ic glaube kein normaler mensch wird sie vermissen, und es wird österreich einem großen gefallen getan!!! oder brauchen wir wirklich die beamten??? ich kann mir ein leben ohne beamten ruhig vorstellen!!!

ja genau - wenn Sie zb Hilfe im Spital brauchen und da ist dann keiner mehr. Denken ist ganz klar nicht Ihre Stärke, dass Sie sich was vorstellen können ist wohl ein Gerücht.

Gast: Fredak
09.11.2011 19:31
0 5

das sind Argument

das sich das die beamten gefallen lassen. Wir haben auch alle mal angefangen zu Arbeiten mit weniger gehalt, im laufe der Jahre is mehr geworden. Der heut bei uns Anfang un den selben Elektriker job macht, bekommt auch weniger. Jetzt wil a Ministerin die beamten die erst einsteigen schon höher belohnen. Des ist ja ungerecht gegenüber einen mitarbeiter der wahrscheinlich oder vielleicht schon 30 Jahre für den staat arbeitet als lehrer zb. Da sagt sie die 200 bis 300 millionen sind so wie wurst. Die schon 10,15,20 Jahre dort arbeiten brauchen ja nix mehr.
Frau Hosek fängst bei euch Ministern an, wenn schon nicht einwilligt für eine Höchstgrenze von 3000 euro brutto allegemein als Minsiter. Dann verzichtens wenigsten 3000 euro weniger am Gehaltszettel.
Ich bin für Extras der lehrer und somsige abzuschaffen. Aber ich denke die Braven Beamten sollen gut leben.
Wie immer und überall beim kleinen Beamten sparts ihr, bei dnn kleinen Polizisten der nicht weis ob er heute ein risko eingeht oder ob eh alles gut geht. Der soll um 1700-2000 euro brutto seinen dienst machen. Die Verbrechen steigen täglich, die Verbrecher werden immer brutaller. Da geht a Ministerin her und sagt Gehaltserhöhung zuviel. Was ist Geld. Gegenüber das was die SPÖ verschwendet nichts. Da muss ich sagen, das ist der falsche weg. Sparen Frau Minster bei euch mal anfangen. Abgeordnet auf 80 reduzieren. Gerchtigkeit bist der weg in die zukunft.

Schlachtet die heiligen Kühe

Österreichs Finanzlage ist besorgniserregend.

Besonders 2 Gruppen liegen dem Steuerzahler massiv auf der Tasche:

1. Beamte: Sie verdienen bei weitem mehr als der Durchschnitt und erreichen bis zur Pension (wegen Sondervorrückungen) wirklich horrende Gehälter. Sie gehen außerdem überdurchschnittlich früh in Pension und bekommen in der Pension überdurchschnittlich viel ausbezahlt. Außerdem sind Beamte nicht kündbar. (auch solche die theoretisch kündbar werden, werden nie gekündigt)

2. Bauern: Sie bezahlen de facto keine Steuern, kassieren enorme Förderungen und erhalten mit 57 (!!!) Jahren eine fast gänzlich steuerfinanzierte Pension, da sie ja selbst viel zu wenig einzahlen müssen.

Wann wird endlich etwas gegen diese Ungerechtigkeiten unternommen?
Bitte schlachtet diese heiligen Kühe endlich!


Antworten Gast: VBler
10.11.2011 07:30
2 0

Re: Schlachtet die heiligen Kühe

Da bin ich mal gespannt wie Sie sich den Blödsinn schönrechnen wollen. Zur Erinnerung 25 % des Staatshaushalts gehen an die Pensionisten, dann nochmal ca. 10 % an die Zinslast.

Da Sie oben die Gruppe der Pensionisten nicht erwähnt haben kann man sich ja denken warum!

Re: Re: Schlachtet die heiligen Kühe

...und von den 25% gehen wie viel an Beamtenpensionen? Recherchieren sie mal!

Antworten Antworten Antworten Gast: VBler
10.11.2011 16:31
1 0

Re: Re: Re: Schlachtet die heiligen Kühe

Das der Dienstgeber die SV-Anteile nicht einzahlt, ist nicht das Verschuldne der Dienstnehmer.
Recherchieren SIE doch mal!

Re: Re: Schlachtet die heiligen Kühe

Ich habe die Pensionisten gleich 2 x erwähnt!
-->Bitte nochmal gründlich nachlesen!

Ja, und bei den Pensionen sind nicht die ASVG-Pensionisten das Problem, da hier der Staat prozentuell sehr wenig beisteuern muss.

Pensionisten welche eine weitreichend STEUERfinanzierte Pension erhalten sind jene die Bauern oder Beamte waren.

Antworten Antworten Antworten Gast: VBler
10.11.2011 16:36
1 0

Re: Re: Re: Schlachtet die heiligen Kühe

Das frühe Antrittsalter der ASVG-Pensionisten soll das Budget nicht belasten? Lügen Sie sich bitte nicht selbst in die Tasche.

Das der Staat für Beamtenpensionen zahlen muss ist richtig - jedoch, hat der Staat als DG seine Beiträge eben nicht entrichtet, dies kann wohl nicht den DN angelastet werden!


Re: Re: Re: Re: Schlachtet die heiligen Kühe

1. Auch unter Berücksichtigung dass der der Staat über die Jahre hinweg keinen DG-Beitrag zahlt kostet ein Beamtenpensionist dem Staat viel mehr als ein ASVG-Pensionist.

2. Das Antrittsalter der normalen ASVG-Arbeitnehmer ist im Vergleich sehr hoch ! (alle anderen Berufsgruppen gehen früher in Pension)

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: VBler
12.11.2011 15:42
1 0

Re: Re: Re: Re: Re: Schlachtet die heiligen Kühe

1. Damit hat der Staat bei Einstellung der Beantem geworben.
Am Zahltag muss man zu seinen Zuagen auch stehen.

2. Aus welchem Jahr sind diese Werte? Bitte die Quelle für diese Angaben!

Oberblödsinn

Das einzige, das sie können ist lügen !!!

Meine Kollegin ist 50; Beamtin und darf mit 65 in Pension gehen. Vorher nicht.
Die Pensionessumme wird aus dem Durchschnitt ihrer Lebensverdienstsumme berechnet.

Antworten Antworten Gast: VBler
10.11.2011 07:27
2 1

Re: Oberblödsinn

Die Wahrheit wird eben nicht gern gehört - von den einfach Gestrickten.

Antworten Antworten Gast: DerPatriot
10.11.2011 06:59
3 1

Re: Oberblödsinn

die hat wohl erst mit 45 das erste mal zu arbeiten begonnen, nach 17 kindern gleich mal in die geschütze werkstätte da für sonstiges untauglich!

Antworten Antworten Antworten Gast: VBler
10.11.2011 11:39
1 1

Re: Re: Oberblödsinn

Wenn dem so wäre - sollte ein "Patriot" 17 Kinder (in Anbetracht der demogrp. Entwicklung) nicht toll finden?!?

Gast: k.u.k Feldmarschall
09.11.2011 09:18
2 0

Wie jetzt? Ich dachte die Vorschwitzenden werden bei denen gewogen!


Gast: V.L.
09.11.2011 09:02
0 0

GÖD Chef

Die Überschrift des Artikels muss man sich ja auf der Zunge zergehen lassen:......als GÖD Chef bestätigt - wie wahr, mehr GÖD ist alles, was er im Sinne hat.

Aber Scherz beiseite, das Problem (oder fehlende Unrechtsbewusstsein vieler österreichischer Politiker) besteht u.a. darin, dass sie: einerseits als Interessensvertreter mehr Geld vom selben Staat fordern, dessen Sparkurs sie als Abgeordnete fordern. Welche Überzeugungen haben solche Menschen eigentlich und wie schaffen sie es, sich täglich ohne Grausen in den Spiegel zu schauen?

Gast: Sueton
09.11.2011 08:56
5 6

Zweierlei Maß

Wenn der Oberste Eisenbieger oder der Oberste Handelsangestellte seinen Klientel mit saftigen Gehaltsforderungen, Gesprächsblockaden und Streikdrohungen vertritt, dann findet das jeder normal. Das sei seine Pflicht als Gewerksschaftsboss! Wenn das der Chef der GÖD macht, dann ist das ein Majestätsverbrechen. Die ganze Nation heult auf, und Die Presse geriert sich als Zentralaorgan der Empörten. Mich interessierte, was Sie machten, wenn jemand auf die Idee käme, der Journalistengewerkschaft vorzuwerfen, daß sie eigentlich skandalöse Steuerprivilegien vertritt, daß Konstrukte wie das absolute Redaktionsgeheimnis unlauteren Methoden Vorschub leistet usw.

Re: Zweierlei Maß

Der Unterschied ist offensichtlich: Die von der GÖD eigeforderten Erhöhungen müssen vom Steuerzahler berappt werden!

Antworten Antworten Gast: Sueton
09.11.2011 21:57
4 4

Re: Re: Zweierlei Maß

Mir kommen die Tränen. Glauben Sie, daß Beamte keine Steuern zahlen? Und wer bitte zahlt die Gehaltserhöhungen für die andere Branchen? Richtig der Endverbraucher vulgo Steuerzahler. Von irgendwo muß die Wirtschaft das Geld ja herbekommen.

4 2

Re: Re: Re: Zweierlei Maß

Da übersehen sie einen feinen Unterschied: der Endverbraucher kann entscheiden, was er kauft und wieviel er dafür bezahlt. Der Steuerzahler kann das nicht. Zu glauben, dass Beamte in diesem Land ihr Geld wert sind, ist ja wohl wirklich lächerlich. Wenig Leistung für viel Geld, so sieht es in Wirklichkeit aus.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Sueton
11.11.2011 22:01
1 0

Re: Re: Re: Re: Zweierlei Maß

Nichtwissen erleichtert das Leben und schmerzt nicht. Hauptsache, Ihr Weltbild stimmt!

Gast: Humpelstilzchen
09.11.2011 06:39
9 3

85,6 % haben GROSSE ANGST und KLEINES GEHIRN

GROSSE ANGST die ungerechtfertigten Privilegien zu verlieren oder den Arbeitsplatz / Versorgungsposten weil sie gar nicht gebraucht werden.

Und ein KLEINES GEHIRN weil sie nicht begreifen dass dieser Weg ins Verderben führt: man kann die Leistungsträger nicht endlos ausbeuten und den Staat endlos verschulden.

Gast: canard enchainé
09.11.2011 06:37
4 6

Hätte ich mir in der Presse nicht erwartet

In einer Qualitätszeitung wie der Presse hätte ich mir doch differenziertere Meinungen erwartet, als viele der untenstehenden Meldungen.

Da wird - fast à la Leserbriefkasten der Kronen-Zeitung - ein abgedroschenes Klischee nach dem anderen hervorgeholt - und das ist traurig.

a) Es wird pausenlos von "Beamten" gesprochen. Es gibt, und vielleicht geht das einmal in die Köpfe der Poster hinein, im Bundesdienst nicht mehr viele Beamte, weil dort seit 2000 (!!) nicht mehr pragmatisiert wird - das sind inzwischen 11 Jahre !
Fast alles, was heute als "Beamter" bezeichnet wird, ist ein ganz normaler Vertragsbediensteter (analog zum ASVG).

b) In logischer Folgerung saugen somit - nach Meinung einiger Poster - auch alle ASVG-Bediensteten in Österreich (in jeder Privatfirma genau so) den Staat aus.

c) Jeder (noch real existierende "Beamte"), der nach 1954 geboren wurde, bekommt auch keine "privilegierte Beamtenpension" mehr sondern nur mehr ein durchgerechnetes Mischmasch aus Beamten- und ASVG-Pension, "darf" dafür aber Pensionsbeitrag ohne Limit nach oben bezahlen.

d) Wen sich die Beamten und Vertragsbediensteten als ihren Personalvertreter wählen, ist immer noch deren eigene Sache, und wenn der Herr Neugebauer mit mehr als 85% gewählt wird, dann ist das eine Entscheidung, die zu akzeptieren ist, egal ob man ihn leiden kann oder nicht.
(Mir persönlich sind sowohl Neugebauer als auch die GÖD egal, aber es geht da auch ums Prinzip - Wahl ist Wahl und damit basta.)

Re: Hätte ich mir in der Presse nicht erwartet

Zu Ihren Argumenten muss ich ein paar Sachen anmerken:

ad a) Solange nicht ALLE Vorrechte gegenüber einem Angestellten wird man wohl von Beamten sprechen müssen, da ein Angestellter eben was anderes ist.

ad b) Die Bediensteten der Privatwirtschaft können den Staat garnicht aussaugen, da deren Gehälter nicht vom Staat bezahlt werden.

ad c) Lehrer bekommen nach wie vor 100 % vom letzten Gehalt.

ad d) Demokratische Entscheidungen sind zu akzeptieren, aber wenn die Beamten nicht aufhören zu blockieren, dann werden sie sich selbst zum "Opfer von Beamtenhetze" machen, denn niemand sieht mehr ein, warum dermaßen viel Steuergeld in der Verwaltung verschwendet wird.

Antworten Antworten Gast: GAst II
09.11.2011 21:25
4 2

Re: Re: Hätte ich mir in der Presse nicht erwartet

Lieber Florianus:
Sie sind entweder boshaft, unfwissend oder einfach dumm. Auch ihr obiger Kommentar strotzt nur so vor Dummheit und Lüge. Mir war es nur zu dumm darauf zu antworten. Es gibt keinen Lehrer der in Ö mit 100% in den Ruhestand geht.
Ja Ja die Beamten bekommen auch die Schiliftkarte geschenkt, dürfen bei Arzt vor müssen für die U-Bahn nichts zahlen, zahlen keine Lohnsteuer ==> jetzt stellt sich mir wieder die Frage: boshaft, unwissend, oder dumm?

Re: Re: Re: Hätte ich mir in der Presse nicht erwartet

Ein Freund von mir ist Lehrer und geht in den nächsten Jahren in Pension --> mit 100 %.

Auch eine Bekannte von mir ist Lehrerin und versicherte mir, jeder Lehrer bekommt 100 % vom letzten Gehalt.

Das mit den 100 % ist eine Tatsache.

Von Liftkarten, U-Bahn-Tickets etc. habe ich nichts geschrieben.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: gast21_
12.11.2011 15:45
1 0

Re: Re: Re: Re: Hätte ich mir in der Presse nicht erwartet

Das ist kompletter Nonsens - lassen Sie sich von dieser "Bekannten" die Abrechnung zeigen.
Der Vergleich wird auch Sie sicher machen.

Re: Re: Re: Re: Hätte ich mir in der Presse nicht erwartet

Das ist blanker Unsinn: Wer 2011 in Pension geht bekommt 80% des Durchschnitts der letzten 9 Jahre (2012 - 10 Jahre, 2013 - 11 Jahre,...). Wer Gegenteiliges behauptet ist ein dummer Lügner.

Re: Re: Re: Re: Re: Hätte ich mir in der Presse nicht erwartet

Mir hat eine Bekannte, die Lehrerin ist, erzählt, dass sie heuer in Pension geht - mit 90% ihrer letzten Bezüge. Sind da vielleicht nicht alle Tierlein gleich? Würde mich nicht wundern im Sauhaufen Österreich

1 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Vielleicht ein Erklärung:

Wahrscheinlich meinte ihre Bekannte, den Unterschied ihrer Nettobezüge! Bekommt sie als Pension BRUTTO 80% vom Bezug des Aktivgehaltes bzw. Schnitt der eltzten Jahre), so sind dies auf Grund der Steuerprogression, geringeren Kankenkassenbeitrags, keinen Pensionsbeitrag (wie wohl Bundesbedienstete auch einen "Pensionssicherungsbeitrag" zu leisten haben), NETTO in etwa 90% ihres letzen Aktivgehaltes

Antworten Antworten Gast: Gast999
09.11.2011 21:25
3 1

Re: Re: Hätte ich mir in der Presse nicht erwartet

Eigentlich sollte man ja auf dumme Menschen nicht reagieren, aber den Blödsinn, dass Lehrer 100% vom letzten Gehalt bekommen, kann man so nicht stehen lassen. Alle Bundeslehrer werden seit 2003 durchgerechnet und bekommen 80% von der Durchrechnungssumme. Alle nach 1954 Geborenen sind im ASVG und bekommen eine Mischung aus Beamten- und ASVG-Pension.
Aufgrund dieser Tatsache muss ich aus ihrem Posting schließen, dass sie entweder völlig ahnungslos oder böswillig sind und ihr Geschreibsel einzig und allein dem Zweck des Beamtenbasshings dient.

Re: Re: Re: Hätte ich mir in der Presse nicht erwartet

Ja und wann ist jemand geboren der 2011 in Pension geht? Hoffentlich vor 1954 oder?

Bitte LESEN!

Alle Bundeslehrer werden seit 2003 durchgerechnet und bekommen 80% von der Durchrechnungssumme.

Wahrscheinlich will Ihre Bekannte Sie pflanzen!
Das sind diese "Wahrheiten", die man vom "Hörensagen" kennt und dadurch entstehen "Gerüchte".

Gast: Herbert E. aus Wien
09.11.2011 06:25
3 1

Er darf munter weiterbetonieren...

Ach,wer gemeint ist: "der 67 jährige Gewerkschafter,der bei "Sitzungen" (wie treffend !) immer selig vor sich hinschlummert,abernichts daran findet diverser "Andere" in die Frühpension zu verfrachten - na,ja sonst wär's ja auch nicht Österreich

Antworten Gast: So long Joe
09.11.2011 21:27
2 2

Re: Er darf munter weiterbetonieren...

Sinnerfassend lesen ist offensichtlich nicht Ihres: Nicht Neugegebauer betoniert (ich nehme an, den meinen Sie mit 67 Jährigen Gewerkschafter, sonder die Heinisch-Hosek betoniert hier.

Republik Österreich

Selbstbedienungsladen für manche Privilegierte.

Heute Griechenland, morgen wir.

Jeder hat die Vertreter,

die er verdient.

Aber lang dauert die Party eh nimmer...

Gast: Borax V.
08.11.2011 23:58
3 1

Wahrlich

Wahrlich, der Fritz ist der Messias, der die Republik in eine neue Zeit führen wird. Frage: Gab es bei der Wahl auch ein Brotvermehrung, fiel Mannah vom Himmel, wurden Junk Bonds in himmlische Super Senior Tranchen verwandelt?

ungerecht

Hr. Neugebauer kämpft nur für die Rechte derer, die er vetritt. Die wahren Versager sind die Politiker, die ihm alles gewähren. (Politiker sind selber Beamte, die von Neugebauers Erfolgen am meisten profitieren).

Antworten Gast: montana
09.11.2011 00:31
8 3

Re: ungerecht


rechte?

das, wofür der kämpft, sind keine rechte sondern schamlose übergriffe.

Gast: Besorgter Mensch
08.11.2011 20:48
15 4

Beamten und Bauern saugen den Staat aus

Zeit auf die Strasse zu gehen.

Re: Beamten und Bauern saugen den Staat aus

Genau so ist es!