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Spindelegger im Irak: "Noch nie so viel Militär gesehen"

16.11.2011 | 07:51 |   (DiePresse.com)

Der österreichische Außenminister warnt bei seinem Irak-Besuch vor einer "Implosion" in Syrien. Auch die Wasserversorgung werde zu einem Problem.

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Der österreichische VP-Außenminister Michael Spindelegger hält sich seit Dienstag im Irak auf. Sein Besuch wird drei Tage dauern. Er zeigte sich angesichts der massiven Präsenz des Militärs beeindruckt. "So viel Militär habe ich noch nie gesehen", meinte der Minister, dessen gepanzerter Konvoi bei der Fahrt vom Flughafen in das Gästehaus der Regierung von zwei Pick-Ups mit schwer bewaffneten Soldaten begleitet wurde.

Bei Gesprächen mit hochrangigen Vertretern des irakischen Außenministeriums - am heutigen Mittwochvormittag wird Spindelegger auch mit Ressortchef Hoshyar Zebari und später mit Präsident Jalal Talabani und Premier Nuri al-Maliki zusammentreffen - wurde Spindelegger auch von der irakischen Sorge um die Wasserversorgung in Kenntnis gesetzt. Kritik gibt es seitens der Iraker dabei an der Türkei. Es komme von dort trotz internationaler Verträge immer weniger Wasser den Tigris hinunter, wurde beklagt.

2040 kein Wasser mehr in Tigris?

Da es im Irak kaum Grundwasser gibt, ist das Tigris-Wasser eine Lebensgrundlage für viele Bauern. Etwa für die Bewässerung von Reisfeldern. Diese Grundlage werde ihnen so entzogen. Nicht wenige Landwirte seien bereits in die Städte gewandert, wodurch sich auch die Arbeitslosenrate erhöht habe. Wenn es so weiter gehe, werde es 2040 überhaupt kein Wasser mehr im irakischen Teil des Tigris geben, resümierte der Vizekanzler die Sorgen seiner Gastgeber. Selbst wenn das Tigris-Bett in Bagdad derzeit noch gut gefüllt aussieht.

Ein weiterer Problempunkt mit der Türkei seien die Übergriffe der türkischen Luftwaffe auf Gebiete des Nordiraks, wo mutmaßliche Stellungen der kurdischen Rebellen-Gruppe PKK angegriffen werden. Diesen Territorialverletzungen hat das irakische Militär wenig entgegenzusetzen. Erst ab dem kommenden Jahr werde es über eigene Kampfflugzeuge verfügen, heißt es dazu aus Diplomatenkreisen. Allerdings ist das Grenzgebiet, von dem aus die PKK operiert, sehr gebirgig, sodass es auch von der Türkei nicht völlig kontrolliert werden kann. Und im Prinzip hat der Irak für den Kampf gegen die Kurden-Rebellen ja sogar Verständnis.

Angst vor "Implosion" des syrischen Nachbarn

Angst besteht in Bagdad vor einer "Implosion" der politischen wie sozialen Situation in einem weiteren Nachbarland: Syrien. Dort liefert sich Machthaber Bashar al-Assad einen blutigen Kampf mit aufständischen Oppositionellen. "Eine solche Implosion würde ein enormes Sicherheitsproblem bedeuten", erklärte Spindelegger am Dienstagabend in Bagdad vor österreichischen Journalisten. Bis jetzt gebe es aber wenigstens noch keine Flüchtlingsströme aus Syrien in den Irak. Allenfalls seien Menschen zurückgekehrt, die einst aus dem Irak nach Syrien geflohen waren.

Für die Zeit nach dem Abzug der USA wird im Irak jedenfalls in einer ersten Phase mit einem Ansteigen von Gewalt und Anschlägen gerechnet. Allerdings vertraue man seitens der Regierung weiter auf die Hilfe der Amerikaner, so der Minister. Von den Militärstützpunkten in Kuwait und Bahrain könnten die US-Boys schnell wieder im Irak sein, laute ein Argument. Spindelegger: "Die Flugzeuge sind in fünf Minuten da, die Panzer in einer Stunde."

(APA)

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24 Kommentare
Gast: ROTER OKTOBER
16.11.2011 22:23
2 1

Und was soll der Josef Pröll auf dem Photo neben dem Spindelegger?


Re: Und was soll der Josef Pröll auf dem Photo neben dem Spindelegger?

sie kennen sich ned aus! des is ganz klar da gorbach hubsi beim networking!

2 0

Gut wäre, wenn er dem Assad unseren Darabos andreht! Dann wäre beiden Staaten geholfen Österreich und Syrien!


2 1

Das ist eine KDF-Reise! Außer Spesen nichts gewesen!


Gast: So viel Militär hat er noch NIE gesehen, NAU, Gott sei Dank hat den Buben der Ausflug gefallen!
16.11.2011 19:17
2 2

Das gefällt mir.....

...unser Aussenminister fliegt in der Welt herum und spielt die heile Welt und zuhause hungern und frieren die Behinderten und Schwachen auf ihren Schaumkartonstoffmatratzen, von den Obdachlosen(die täglich mehr werden) gar nicht zu reden, ALLE ACHTUNG!
Ps: Wichtig ist, dass er auf den Fotos immer lächelt!

Gast: Wirtschaftswachstum
16.11.2011 18:57
1 0

Michael Spindelegger ließ sich in der Hauptstadt Bagdad durchs Labyrinth der irakischen Politik führen und warb für österreichische Firmen.

Das ist die unterste Grundanforderung seiner gut überbezahlten Anstellung im Staatsgefüge.
Ob er sein Geld wert ist wird sich an der Auftragsstatistik bald ablesen lassen.

4 1

Sooo viel Militär

Des wünsche sich der Spindi auch bei uns!
Die Generäle hätten wir schon.

Gast: Magister
16.11.2011 18:18
0 2

Mehr als ein Drittel aller auslaendischen Firmen im Irak kommen aus der Türkei.

Viele europaeische Firmen versuchen dort mit den türkischen Unternehmen zusammenzuarbeiten,
weil die Türken in fast die Haelfte des irakischen
Marktes in der Hand haben. Österreich ist leider
in dem Sinne wegen der schlechten Beziehung
zur Türkei ziemlich benachteiligt.

Gast: gast1984
16.11.2011 17:06
10 1

"Noch nie so viel Militär gesehen"

Dort ist auch Krieg! Depp!

Re: "Noch nie so viel Militär gesehen"

fast genauso dümmlich war der Vortrag Spindeleggers vor englischen Studenten. Diesen hatte er allen Ernstes erzählt, England solle auch den Euro einführen. Das Gelächter war kaum endenwollend ...

P.S. Faymann konnte das nicht passieren, denn dafür reicht das Englisch des Studienabbrechers nicht.

Antworten Antworten Gast: HauDrauf
17.11.2011 16:34
0 0

Re: Re: "Noch nie so viel Militär gesehen"

Sie sind wohl so ein Akademiker der sich mit seinem Titel besser fühlt .Hey wissen sie schon das neuste Studieren kann heut zu tage schon ein Pferd. Sie sind einer diese Menschen die Studiert haben und meinen das Wissen der Welt zu besitzen,tun sie der Welt ein gefallen ersparen sie und bitte ihre Ergüsse der Dummheit und Lasen diese Felder jemanden beackern der auch Ahnug hat

Gast: Der Spind
16.11.2011 16:41
7 1

Spindelegger im Irak: "Noch nie so viel Militär gesehen"

Für einen Milizoffizier im Rang eines Oberleutnants
ist das sicher eine beängstigende neue Erfahrung.

Gast: Vogel Strauss
16.11.2011 15:28
5 0

Noch nie soviel Militär gesehen??

Kein Wunder, bei uns gibts ja keins. Ich empfehle ihm einen Besuch in Afghanistan bei den deutschen Truppen ... da kann er was erleben! Dem Darabos übrigens auch.

Der hr. bm verlaesst sein buero............

und ist erstaunt!!!! - noch nie soviel/soviele ............ gesehen!!!!! - hr. bm - dann sollten sie oefter ihr buero verlassen.................

Spindelegger liest Zeitung: "Noch nie so viel Buchstaben gesehen"


Gast: Gast1010
16.11.2011 12:39
6 1

was macht der dort

will sich unser herr aussenminister dort zum kasperl machen????????????

Re: was macht der dort

klar was sonst,
hier ist er ja schon einer

Gast: Gesichtschirurg
16.11.2011 12:09
0 0

Wasser ist der stärkste Friedensgarant für die Region

Wasser ist unersetzlich und im Gegensatz zu Öl gibt es auch keine Alternativen. "Wasser für Frieden" ist das Zukunftskonzept für die Region.


Antworten Gast: alatheus
16.11.2011 12:41
1 0

Re: Wasser ist der stärkste Friedensgarant für die Region

Ich würde es eher andersherum sehen: Wasser ist der Kriegsgrund von morgen. Das Gros der Wasservorräte im Nahen und Mittleren Osten werden von zwei Staaten kontrolliert: Türkei und Israel. Diese könnten, wenn es politisch opportun ist, viele andere Staaten (Libanon, Jordanien, Syrien, Irak, evtl. Teile des Iran) erpressen, indem sie damit drohen sie von der Wasserversorgung abzuschneiden.

Antworten Antworten Gast: Gesichtschirurg
16.11.2011 17:20
0 1

Re: Re: Wasser ist der stärkste Friedensgarant für die Region

Seit wann besitzt denn Israel genug Wasser? Israel's Wasserknappheit ist doch der Grund für die Ausbildung von PKK-Terroristen durch den Mossad. Es gibt auch ein Pipeline Projekt aus der Türkei durchs Mittelmeer nach Israel.

"Noch nie so viel Militär gesehen"

wir haum a kans

Gast: So schauts aus
16.11.2011 09:49
9 0

Es gibt noch Vieles

dass der Vizekanzlist noch nicht gesehen hat oder sich erst gar nicht vorstellen kann.

Na hoffentlich

hat sich die Reise für die Industriellenvereinigung ausgezahlt...

Gast: onkel hans
16.11.2011 08:40
9 1

@spindi


das ist halt (überall) so, wenn man von den amis befreit wird. der spindi ist aber zu jung, um das zu wissen.