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Schuldenbremse: In der SPÖ regt sich Widerstand

18.11.2011 | 15:12 |   (DiePresse.com)

Gewerkschafts-Chef Foglar steht der Verankerung der Schuldenbremse in der Verfassung "sehr skeptisch bis ablehnend" gegenüber. Auch Oberösterreichs SP-Chef Ackerl übt Kritik.

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Als "ausgesprochen notwendige Maßnahme" hat SP-Bundeskanzler Werner Faymann die geplante Schuldenbremse bezeichnet. In seiner Partei sehen das aber nicht alle so. "Sehr skeptisch bis ablehnend" steht etwa der Präsident des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB), Erich Foglar, einer Verankerung in der Verfassung gegenüber. Für Budgetregelungen gebe es "Haushaltsgesetze und dergleichen", sagte er am Freitag im "Ö1-Mittagsjournal".

Foglar sieht zudem viele offene Fragen zu den Auswirkungen der geplanten Maßnahmen. Der Gewerkschaftsbund befürchte, dass mit der Schuldenbremse das Wachstum gebremst werde und man am Schluss einen Pyrrhussieg erlange.

--> Fragen und Antworten zur Schuldenbremse

AK warnt vor "Abwürgen" des Wachstums

Auch die Arbeiterkammer (AK) zeigte sich am Freitag skeptisch. Man bekenne sich zwar zu einem Defizitabbau und geordneten Staatsfinanzen, sagte AK-Präsident Herbert Tumpel. Die diskutierten Maßnahmen dürften aber nicht dazu führen, dass Beschäftigung und Wachstum schrumpfen. Es müsse sichergestellt werden, dass durch die geplanten Maßnahmen das Wachstum nicht abgewürgt werde, betonte Tumpel.

Oberösterreichs SPÖ-Chef Josef Ackerl übte ebenfalls Kritik an den Plänen der Regierung. "Ich möchte nicht, dass es von Roten und Schwarzen dann heißt, wir können die Pensionen nicht erhöhen, weil die Schuldenbremse in der Verfassung steht. Die Bremse wird dann zum gegenseitigen Ausrede-Instrumentarium von SPÖ und ÖVP, warum etwas nicht geht", sagte er gegenüber dem "Kurier".

EU-Kommissarin lobt Österreich

EU-Justizkommissarin Viviane Reding lobte Österreichs Pläne unterdessen als vorbildlich für Europa: "Das will ich mehr in der EU sehen". Österreich sei innerhalb der EU der "beste Schüler" in diesem Bereich. Auch Deutschland habe eine Schuldenbremse, aber es sei nicht dezidiert ein Abbau vorgesehen.

--> Was halten Sie von der Schuldenbremse?

Keine Einigung mit Opposition

Die Klubobleute der Parlamentsparteien sind am Freitag zu einem ersten Gespräch über die Einführung der Schuldenbremse zusammengetroffen. Eine Einigung gab es erwartungsgemäß nicht, die Opposition stellte Bedingungen für eine Zustimmung.

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache forderte die Einstellung der österreichischen Beteiligung an der Griechenland-Hilfe und eine Volksabstimmung über den Euro-Rettungsschirm - eine für die Koalition wohl unerfüllbare Bedingung. Der Grüne Vizeklubchef Werner Kogler will über eine Schuldenbremse nur verhandeln, wenn gleichzeitig ein Steuer- und Sparpaket für fünf Jahre fixiert wird. Auch BZÖ-Klubchef Josef Bucher will vor einer allfälligen Zustimmung wissen, wie das geplante Sparpaket der Regierung aussehen soll.

SP-Klubobmann Josef Cap und VP-Klubchef Karlheinz Kopf kündigten im Anschluss an das Gespräch nun Einzelverhandlungen mit FPÖ, Grünen und BZÖ an. Die Verknüpfung der Schuldenbremse mit anderen Fragen lehnten sie ab. Die Schuldenbremse und die zur Umsetzung des Sparkurses nötigen Maßnahmen im nächsten Jahr seien "zwei Paar Schuhe", sagte Kopf.

Die Koalition braucht die Zustimmung mindestens einer Oppositionspartei, weil sie nicht über die Verfassungsmehrheit (mindestens zwei Drittel der Stimmen) verfügt. SPÖ und ÖVP wollen die Schuldenbremse möglichst noch heuer beschließen.

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(APA/Red.)

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135 Kommentare
 
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Antworten Gast: Karlod er Kater
18.11.2011 14:29
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Re: Ist doch alles egal.

Irgendwie hat das nicht funktioniert. Hier der richtige Link:
http://www.stadtbekannt.at/de/wien/debatte/stadtbekannt-kontrovers_-mit-dem-nordeuro-heim-ins-reich_.html

Gast: KR2
18.11.2011 14:12
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Der Looser Ackerl meldet sich zu Wort

Lächerlich!

Re: Der Looser Ackerl meldet sich zu Wort

to lose = opposite of to win
loose = your mom

Quelle:
http://theoatmeal.com/comics/senior_year (Sektion: English)

Da hat der Hr. Ackerl schon recht

Wir wollen ja nicht, dass die Schuldenbremse als Ausrede benutzt werden kann, dass laufende Kosten nicht über Schulden finanziert werden können;-)
Meine Fresse - der hat´s noch immer nicht kapiert...

Gast: Gast895
18.11.2011 13:58
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Die Gewerkschaften

haben bereits Griechenland, Spanien, Italien und Portugal in den Konkurs getrieben. Jetzt wollen die sozialistischen Bonzenversager auch noch Österreich zerstören!

Antworten Gast: dontworry
18.11.2011 14:14
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Re: Die Gewerkschaften

Nicht aufregen. Öffentliche Aussage und dgl. sollten nicht 100% für wahr und vernünftig genommen werden. Oder was erwarten Sie von den Interessenvertretern? Was erwarten Sie vom Management eines Unternehmens bei einer öffentlichen Ansprache? Die Wahrheit verkauft sich nicht. Daher ist das nur heisse Luft zum Schutze der SPÖ.

Eine SchuldenBREMSE im Verfassungsrang,

also nicht eine Schuldenreduktion oder eine Neuverschuldungsverbot, sondern nur eine Reduktion des Neuverschuldungswachstums ist den Roten Pleampln schon zu riskant.
Und die AK (Zwangsmitgliedschaft im Verfassungsrang!) faselt wirr von "Abwürgen der Wirtschaft". Gebt uns die Zwangsgebühr zurück und schon haben wir ein Wirtschaftswachstum von 0,5% generiert, ihr Hiasln!

Gast: Hans im Glück
18.11.2011 13:49
6 1

Es wird in den Geschichtsbüchern stehen...

Wegen der SPÖ, die nichts gelernt hat, haben wir das AAA verloren.

Danke ihr Genies.

Gast: TT1
18.11.2011 13:43
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Wenn Gewerkschaft, AK und SPÖ-Ländle

gegen die Schuldenbremse ist, weiß Österreich, daß das der richtige Weg ist.

Gast: michelle
18.11.2011 13:37
7 1

wenn hier wer

was abwürgt, dann sind es die roten in ihrer unendlichen weisheit des schuldenmachens.

denen haben wir seit kreisky und androsch unser schicksal des ewigen schuldenzahlens zu verdanken.

und die lösung dieser kasperln: höhere steuern....

aber der wähler will es ja so, siehe wien. hier herrscht das rotgrüne steuerparadies für selbige - und das volk wählt ihre eigenen henker !

 
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