26.05.2012 11:54 | Meine Presse Merkliste 0

NS-Opfer oder „Scheinasylanten“?

18.11.2011 | 18:33 |   (Die Presse)

SPÖ, Grüne und das Mauthausen Komitee orten eine Diffamierung von NS-Opfern. FPÖ-Politiker Kickl weist dies zurück. Man habe ihn bewusst missinterpretiert.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Wien/Aich. Die Interpretation einer Parlamentsrede des FPÖ-Generalsekretärs Herbert Kickl sorgt für Debatten. Während der Politiker betont, nur Kritik an „Scheinasylanten“ geübt zu haben, ortet das Mauthausen Komitee eine Diffamierung von NS-Opfern.

Ins Rollen gebracht hatte die Causa der grüne Mandatar Karl Öllinger, der sich empört über Kickl zeigt. Konkret geht es um folgende Passage in der Rede des FPÖ-Abgeordneten zum Thema Armut und Pensionisten: „Sie wissen genauso gut wie ich, Herr Sozialminister, dass viele dieser armen Menschen in Österreich deshalb so arm sind, weil sie Pensionisten sind, weil sie in Österreich als Dank und Anerkennung für ihre Leistung, für ihre Aufbauleistung – weil sie damals nicht davongelaufen sind, sondern weil sie angepackt haben, weil sie nicht davongelaufen sind so wie andere, die Sie verhätscheln, meine Damen und Herren, aus aller Herren Länder – viel zu wenig bekommen.“

Öllinger meint auf seiner Internetseite www.stopptdierechten.at, dass Kickl mit den Verhätschelten „aus aller Herren Länder“ auf den „ewigen Juden“ habe anspielen wollen, der rastlos über die ganze Welt umherziehe und der „damals“ aus Österreich „davongelaufen“ sei – im Gegensatz zu jenen, die angepackt haben. „Eine entsetzliche, eine unglaublich zynische Rede“, folgert Öllinger. Auch SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas sieht eine „unfassbare und unentschuldbare Entgleisung“.

Kickl sagt hingegen, man habe ihn bewusst missinterpretiert. Er habe nur zwischen den jetzigen Pensionisten, die nach 1945 das Land aufgebaut hätten, und den Wirtschaftsflüchtlingen der jüngeren Vergangenheit, die unter dem „Schutzmantel des Asyls“ aus ihren Ländern „davonlaufen“, unterschieden. Diese Zuwanderer würden aber „verhätschelt“ werden, während „Pensionisten an der Armutsgrenze leben“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.11.2011)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

9 Kommentare
Gast: Anachronist
21.11.2011 20:29
0 0

15 ganze Schillinge war der Lehrlingslohn die Woche,..

für 48STunden am Bau und am Samstag Werkstatt zusammenräumen extra, ohne Überstundenbezahlung.
Mit einem geflickten Fahrrad im Winter 1951/52.
Das würde ich dem Herrn Karl einmal wünschen!
Krankenstand war unbezahlt, dann würd er nicht soviel Unsinnreden.

A.F.
20.11.2011 14:38
2 0

Nehmen wir an er wurde korrekt zitiert...

... dann wäre ich ganz sicher nicht auf die Idee gekommen, mit diesem Satz wäre auf Juden angespielt worden, die dieses Land zum Zweck ihres Überlebens verlassen haben.
Aber unsere Linken (naja ein gewisser Teil davon) wissen ja ganz genau, was jemand meint, auch wenn er es nicht sagt - sie versuchen sich eben als Gedankenpolizei zu etablieren.

Henry44
19.11.2011 19:45
0 0

Was Herr Kickl wirklich gemeint hat


... ist nach diesen wirren Worten für mich nicht feststellbar.

Da können alle möglichen Leute gemeint sein, von Auswanderern aus Österreich angefangen bis zu Zuwanderern, Asylsuchenden oder vielleicht auch Flüchtlingen aus dem Dritten Reich.

Ein Zusammenhang zwischen alldem mit der Höhe heutiger Pensionen ist für mich nicht herstellbar.

Ein einziges Geschwurbel.

Gast: globetrotterneu
19.11.2011 19:39
10 0

zeit füt gerechtigkeit

Meine Grossmutter eine der Truemmerfrauen und hat bis heute keine anerkennung bekommen und zum Lohn hat sie 7000 Schilling Pension bekommen und das für 40 jahre langes arbeiten.Ja das ist Rote gerechtigkeit.Kickl hat vollkommen recht was er sagt.

Gast: orban
19.11.2011 14:48
0 0

blau-schwarze Zukunft

Vorschau auf Schwarz-Blau oder doch Blau-Schwarz?

http://vimeo.com/23982683

Gast: aloism
19.11.2011 13:56
0 2

Die Geschichte wird sich wiederholen

SPÖ und Grüne. Wo ist die ÖVP? Natürlich werden sie ihren künftigen Koalitionspartner nicht vergrämen. Wer hat eigentlich den Vorfall im Parlament aufgedeckt, als Peter Pilz dem Martin Graf vorgeworfen hat, er sei ein "rechtsextremer"? Es war der neue ÖVP-Bauernchef Auer. Wer möchte das Anti-Terror-Gesetz verschärfen? Es ist die ÖVP-Innenministerin Mikl-Pröll. Warum? Um potentielle Presse-Blogger auszuspionieren, die die ÖVP kritisch gegenüberstehen. Wer hat Bundestrojaner, die in Österreich verboten sind, eingekauft? Es war das ÖVP-Innenministerium.

Diese Partei schreckt nicht einmal davor zurück, Verfassungsbruch zu begehen. Niemand, der sich kritisch gegenüber der ÖVP äußert, sollte sicher sein. Tierschützer, die der ÖVP-Klientel unbequem geworden sind, sollten mit Manipulation ein Verbrechen vorgeworfen werden. Blogger und Poster sollen mit Bundestrojanern ausspioniert und fertig gemacht werden. Die ÖVP möchte ein Regime wie jetzt in Ungarn errichten. Verbrecher wie Grasser und Mensdorff-Pouilly sollten geschützt werden. Da wartet man bis zur Verjährung.

Was jetzt die Innenministerin und die Justizministerin machen, ist eine Vorbereitung für schwarz-blau. Dann übernimmt Strache das Innenministerium und verfolgt die Demokraten.

Graf, Kickl und Vilimsky werden dann als Minister für Recht und Ordnung sorgen.

Ich glaube, das hatten wir schon mal.

Gast: @ed
19.11.2011 13:05
10 0

Die 3 Dahergelaufenen

Wenn die Vorwürfe gegen Herbert Kickl von Karl Öllinger, Willi Mernyi und Laura Rudas kommen, ist schon alles gesagt.

Karl Öllinger in seinem "paranoiden" Kampf gegen rechts, Willy Mernyi als "bezahlter Linksaktivist", SPÖ-Mitglied, KPÖ-Sympathisant und nebenbei Vorsitzender des Mauthausen Komitees und wie immer die Laura Rudas.

Was macht Laura Rudas eigentlich im Parlament, ausser mit ihrem Smartphone zu spielen ?




poldionkel
18.11.2011 22:19
15 0

grüne

der schelm ist wie er denkt, und dies trifft punktgenau auf diese grüne blattwanzentruppe zu

Gast: Steppenwolf81
18.11.2011 21:06
19 0

Scheinasyl

Ich finde es schon recht heftig wie eine rede hier ausgeschlachtet wird nur um wieder mit dem finger zeigen zu koennen. Meine Grossmutter war selbst eine der Truemmerfrauen und hat bis heute keine wirkliche anerkennung bekommen.
Dafuer bekommt aber jeder der zuwandert aus politischen gruenden wird bei uns wirklich verhätschelt. Sicher haben es wirkliche asylanten sehr schwer bei uns aber es leben genug als wirtschaftsflüchtlinge bei uns. Fuer einen bosnier,serben,albaner oder tuerke gibt es keinen grund mehr zu uns zu fluechten.aber da schon etliche generationen da sind,wird einer nach dem.anderen zu uns rueber geholt und dann heisst es schnell kinder machen. Eigene notfalls wohnungen werden zir verfuegung gestellt waerend unsere leut nicht mal heizung haben. Oesterreicher zu sein ist im eigenen land schon eher ein hinderniss,sofern man auf sozialleistungen angewiesen ist.

Mein Parlament