26.05.2012 11:57 | Meine Presse Merkliste 0

Der Schuldenbremse droht die Herabstufung

26.11.2011 | 10:34 |  PHILIPP AICHINGER (Die Presse)

Wenn die Opposition nicht mitspielt, will die Koalition die Regelung als einfaches Gesetz beschließen. Nüchtern betrachtet wäre der Beschluss der Schuldenbremse in einem einfachen Gesetz aber weitgehend sinnfrei.

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Wien. Bisher war es der Regierung nicht gelungen, die Opposition dazu zu bewegen, die Einführung einer Schuldenbremse im Verfassungsrang mitzutragen. Nun arbeitet man an einen Plan B.

„Wir wollen auch eine Oppositionspartei dabei haben, deshalb verhandeln wir ja darüber“, sagte Kanzler Werner Faymann am Freitag, um dann aber nachzusetzen: „Wir haben darüber in der Koalition Einigkeit, das reicht für die einfachgesetzliche Regelung.“ Ähnlich äußerte sich ÖVP-Budgetsprecher Günter Stummvoll. Bevor man sich von der Opposition „erpressen lasse“, sei auch er dafür, die Schuldenbremse nur einfachgesetzlich zu beschließen. Für ein Verfassungsgesetz benötigt man im Parlament eine Zwei-Drittel-Mehrheit, dafür braucht die Koalition die Mitwirkung zumindest einer Oppositionspartei. Diese lenkten bis dato nicht ein, sondern stellten Gegenforderungen.

Nüchtern betrachtet wäre der Beschluss der Schuldenbremse in einem einfachen Gesetz aber weitgehend sinnfrei. Dies brächte höchstens eine Signalwirkung in Richtung Brüssel und Finanzmärkte. Aber halten müsste sich an die Schuldenbremse niemand. Denn bei einfachen Gesetzen gilt die Regel, dass das neuere Gesetz das ältere schlägt. Wenn also in einem künftigen Budgetgesetz die Schuldenbremse ignoriert wird, wäre das rechtlich völlig legal. Würde man hingegen die Schuldenbremse im Verfassungsrang beschließen, müssten immerhin alle künftigen einfachen Gesetze daran gemessen werden. Sonst könnte sie der Verfassungsgerichtshof kippen. Da dieses Szenario aber komplizierte Fragen aufwerfen würde, hatten mehrere Juristen bereits gefordert, dass besser konkrete Sanktionen bei einem Verstoß gegen die Schuldenbremse beschlossen werden sollten. Der Wiener Jus-Dekan Heinz Mayer wiederum hält den jetzigen Plan einer Schuldenbremse ohnedies für „völlig sinnlos“. Denn bereits jetzt gehe aus der Verfassung hervor, dass man sparsam sein müsse.

 

ÖVP fordert Einsparungen

Die ÖVP-Zentrale zeigte sich am Freitag dann aber doch bemüht, wieder auf die Idee einer verfassungsrechtlichen Schuldenbremse einzuschwenken: Man bleibe bei der Forderung, erklärte ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch. Die Aussagen Stummvolls seien bloß ein Appell an die Opposition gewesen, Verantwortung zu zeigen. Die Schuldenbremse sei nötig, denn es gebe ein Ausgabenproblem. Man müsse sich Kostentreiber ansehen, etwa beim Lehrerdienstrecht, den ÖBB, den Frühpensionisten oder im Gesundheits- und Verwaltungsbereich.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.11.2011)

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196 Kommentare
 
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Gast: kibitz
02.12.2011 18:02
0 0

Letzte Option - Gelddrucken


Ein Szenario, das die EZB als bad bank einspringen soll, ist die Wunschvorstellung aller SOZIALISTEN, die auf Schulden, die andere zurückzahlen sollen, gut leben wollen.

Gast: DISKRIMINIERUNG
01.12.2011 10:15
0 0

Schottermitzi und Andreas KOPF machen sich es leicht . . .

Die Aussagen der ÖVP die Beamten können ja durchaus eine NULLLOHNRUNDE haben, ist DISKRIMINIERUNG von Kindergärtnerinen, Elektriker, Schlosser, Sekretärin, Hilfsarbeiter und Familienernäherer (z.B. 2 Kinder) haben.

Mit welcher BEGRÜNDUNG WERDEN EINZELNE PERSONEN SCHLECHTER und ander BESSER gestellt, wie die Metaller mit 5,3 %, welche die gleichen Berufe haben ?

Auch für Leute mit 2.000,- Euro oder 1500,- Euro Netto erhöhen sich alle Kosten, STROM; GAS; WASSER; MIETE; LEBENSMITTEL um 2,5 % Inflation !

Wie soll ein FAMILIENVATER (Beamter mit 2 Kinder) mit 2.000,- die bestehenden KREDITE WEITERBEZAHLEN, wenn er von IHNEN und der DISKRIMINIERUNGSMINISTERIN HeiHo eine SCHLECHTERSTELLUNG so wie vorriges Jahr mit 1% hat.


TMF42
29.11.2011 12:00
0 0

Schuldenbremse

Schuldenbremse ist nichts anderes als ein Signal an Finanzmärkte. Auch die Regierung ist sich dessen bewusst - darum gibt's die Diskussion überhaupt.

Schuldenbremse hin oder her sie wird nicht die notwendigen Sparmaßnahmen beeinflussen sondern hat nur einen Erinnerungseffekt. Denn so wie wir uns unsere Einkaufslisten an den Kühlschrank heften muss die Regierung daran erinnert werden mal 100 Mrd (übertrieben) irgendwo einzusparen.

heri3
26.11.2011 20:21
0 1

aber wenn schon in die verfassung,

dann richtig!
bauern, banken und die wirtschaft 0 % steuern.
denn die müssen ihr ergaunertes geld in ein steuerparadis schicken!
der kleine arbeitnehmer muß mindestens 60% steuern zahlen,denn das sind unsere sklaven!

Walter2
26.11.2011 15:54
3 0

Unsinn zum Quadrat

Wenn man tatsächlich sparen(!) will, so hätte man das schon bisher tun können! Und kann es auch heute tun. Wenn man dafür unbedingt ein Papierchen braucht, möge man die schon seit langem unterschriebenen Maastricht-Verträge bemühen.

Diese Show, zwecks Signalwirkung (aber wer glaubt denn schon wirklich an Bremsen, welche überhaupt erst nach einem halben Jahrzehnt wirksam werden sollen) und als Begründung für die sofort ins Spiel gebrachten Steuererhöhungsvorschläge von Steinzeitsozialisten, ist leider, leider, eigentlich nur mehr sinnfremd und erbärmlich.

In (alter) Schulsprache: "Thema verfehlt, nicht genügend, setzen".

Gast: frank678
26.11.2011 15:02
0 0

die staatsverschuldung

liegt in erster linie an den frauen, die so viel mehr geld bekommen, als sie einzahlen

das ist einfach auf dauer nicht finanzierbar

alle länder, die ein so niederes frauenpensionsalter haben, bekommen massive probleme: in griechenland, italien und österreich gehen frauen 5 jahre eher in pension, in frankreich beide geschlechter mit 60

und was ist alle diese länder haben massive probleme

frauen bekommen mehr geld bei der pension (€90.000 mehr pro kopf und nase) in aut, mehr bei krankenversicherungsleistungen [gut 1/4 mehr als männer wird für sie ausgegeben), mehr beratungsstellen (100% aller zur verfügung stehende mittel nur für frauen) und alles müssen mehr oder weniger männer direkt finanzieren

Antworten TMF42
29.11.2011 11:52
0 0

Re: die staatsverschuldung

Man kann nicht mit aber auch nicht ohne sie leben. Und Frauen nehmen Männern die Arbeitsplätze weg. Frauen raus! :)

Nein im Ernst, ich stimme zu dass das Pensionssystem generell angepasst werden muss.
Aber Frauen werden auf Grund von Karenz, Krankenversicherungsleistungen und Sozialleistungen gegenüber niedrigeren Löhnen, immer mehr als Männer bekommen. Gleichberechtigung ist ein langwieriger Prozess über Generationen hinweg und hätten wir sie von vorn herein nicht benachteiligt gäbe es die jetzige Übergangssituation nicht.
Volkswirtschaftlich macht es aber Sinn denn ohne Mutter kein Sohn.

Gast: Otterfing
26.11.2011 12:05
2 0

Pfifferling

Schuldenbremse im Verfassungsrang?
Dass sich die Regierung einen feuchten Kehricht und einen Pfifferling um die Verfassung schert, zeigte das letzte Budget. Sie will der Bevölkerung nur Sand in die Augen streuen und zu Feymann Jubelchören stimulieren, wo er doch schon andere damit beauftragt hat, oder?

Staunton
26.11.2011 07:56
1 4

?????

Also, die Vernichtung der Steuergelder der Bevölkerungen in zwei- und dreistelliger Milliardenhöhe (oder soll man schon Billionenhöhe sagen?) in den USA, Griechenland und anderen Pleitestaaten haben sicher nicht die "Linken" zu verantworten, sondern die Bankenbosse, Finanzjongleure, Wirtschaftskapitäne, die wider besseren Wissens diese unfassbare Mengen an Geld in den Sand gesetzt haben. Und noch weiter in den Sand setzen werden. Denn selbst der dümmste Mann auf der Straße weiß, wie es in zahlreichen Ost- und zahlreichen Südländern in der Finanz- und Wirtschaftswelt zugeht, nur halt die unsittlich überbezahlten Macher anscheinend nicht. Von den zahlreichen kriminell fahrlässigen Kreditververgaben sowie Geschäften der Macher, die jeder kaufmännischen Sorgfalt und Kontrolle entbehrten, einmal abgesehen.

Es wäre auch etwas ganz Neues, dass die Großpleitiers und Großversager die linken Parteien als ihre Vertretung ansehen. Oder womöglich auch wählen! Die erdrückende Mehrheit der Macher versucht fast ausschließlich über die christlichen bzw. bürgerlichen Parteien an die Staatskasse bzw. Kasse Bürger ranzukommen. Denn da gibt es immer Unterstützung bis zum Abwinken.

Antworten Walter2
26.11.2011 16:13
0 0

Re: ?????

Die Regierenden haben sich Ihren Weg selbst vorgezeichnet, denn Staatsschulden galten gesetzlich immer als "sicher" und mussten, im Gegensatz zu jeder anderer Kreditvergabe, auch nie mit Eigenmitteln abgesichert werden. Das ergab letztendlich eine überbordende Staatsverschuldung ohne jede marktwirtschaftliche Bremse und Absicherung.

Obwohl sicher die Bankenkrise von 2008 bei der Schuldenhöhe selbst mitspielt, ist sie jedoch bei weitem nicht das hauptverantwortliche Ereignis für die heutige Situation. Sie hat nur dem Niedergang ein wenig an Beschleunigung verliehen. Die Hauptprobleme (Österreich: Strukturreformen, Klientelpolitik, ....) selbst sind leider weiter unverändert vorhanden.

Wenn Sie sich die EURO-Länder als Zug mit mehreren Wagons (jedes Land ein Wagon) vorstellen, so haben wir heute folgendes:
Die ersten Wagons befinden sich bereits im freien Fall über der Klippe. In den noch auf Schienen befindlichen Wagons diskuttiert man derweil über "etwas später" auf die Bremsen steigen, während die Beschleunig durch die bereits fallenden Wagons immer höher wird.

Obwohl wahrscheinlich nur abkuppeln eine vernünftige Chance für den Rest ergeben würde, wird das aber für die Leute im "Wagon-Bremserhäuschen" bisher als "alternativlos" nicht möglich angesehen.

Antworten Gast: frank678
26.11.2011 14:56
2 0

Re: ?????

du hast wieder mal gar keine ahnung

wer beschließt die gesetze? der banker, finanzjogleure?? ansonsten würde man sie einsperren, es muss demnach alles legal gewesen sein, was sie taten

es sind die nationalratsabgeodenten und da die roten seit jeher in österreich inder regierung sitzen und das in führender position die dierse regeln, die derzeit herrschen beschlossen haben und weit mehr geld ausgegeben haben wie man zur verfügung hatte

kreisky hat mit den ganzen wahlzuckerln angefangen, die ihm 2 mal die absolute einbrachten, kreisky ist schon lange unter der erde, nur jetzt haben wir den salat

wer ist denn gegen jede reform?ß vor allem die gewerkschaft und die spö

die frauenfrühpensionen mit 60 (und darunter) kostet uns nahezu 90milliarden euro, denn jede pensionistin bekommt um 90.000€ mehr als ein mann im leben an pension ausbezahlt bei 1.000.000 pensionistinnen (bei gesamt 2mill pensionisten männl.+weibl.) macht das nach adam riese 90.000.000.000€

ein wahnsinn und man will dagegen nicht unternehmen gerade von spö und gewerkschaftsseite

Antworten Antworten steirerman
26.11.2011 20:20
1 0

Re: Re: ?????

Sie heben vollkommen recht.Mit Kreisky hat der Stimmenkauf auf Kosten aller Steuerzahler begonnen.Gratisbücher, Schülerfreifahrten, Heiratsprämie sowie wahnwitzige Investitionen in die total verpolitisierte Verstaatlichte waren der Beginn der Schuldenpolitik.Ist auch kein Wunder wenn derzeit im Nationalrat 125 Beamte,17 Bauern und nur 41 Freiberufler (Profil) sitzen.Beamte haben noch nie gewusst wie Geld verdient werden muss,sie wissen nur wie man es verschwendet.Wir brauchen eine neue Bewegung wo die Politiker aus der Wirtschaft kommen.Siehe:www.ehrenamtliche.at

nachdenken
26.11.2011 00:25
5 0

der kabarettcharakter ist nicht mehr zu leugnen!

was weiß der BK schon?
das was jetzt (nicht) gemacht wird, dient doch nur mehr als opium fürs Volk und als reine verzögerungstaktik - oder?

denn wer sparen will, der spart!

fragt`s den moser, der gibt euch ein liste, da brauchts nur stupid abarbeiten - ohne denken ;-)), weil das hat der Rechnungshof mit hunderten beamten schon für euch gemacht.

Peter123
25.11.2011 23:16
0 3

Verbrecherische Verhinderer

Ich hoffe, dass die Verhinderer der vielleicht letzten Chance einer Schuldenbremse später vom österreichischen Volk zur Verantwortung gezogen werden. Gute Nacht Österreich!

Lupo0
25.11.2011 23:15
2 0

wozu schuldenbremse

ich frage mich warum wir in der verfassung eine schuldenbremse verankert brauchen. Es gibt meines erachtens einen euro stabilitätspakt, an den sich zwar keines der der euromitgliedsländer hält, der nach wie vor bestand hat. sicher schaffen wir in den nächsten jahren niemals die kriterien. trotzdem gibt es für unsere lieben fa-minister eine benchmark an die man sich halten muss.

anna89
25.11.2011 19:50
8 0

Blähungen und Ausreden bis zum Erbrechen


Gerne propagiert der Staat die bekannte Sechzehntelwahrheit, dass das allgemeine Finanzproblem von und durch die Banken entstanden sei.

Die enormen Staatsverschuldungen (alle EU-
Staaten außer Finnland) an denen alle Länder laborieren sind aber keine Greueltat der Banken, sondern der einzelnen Volkswirtschaften, weil Politiker und Bevölkerung in den letzten Jahrzehnten gewirtschaftet haben, als ob das Geld abgeschafft worden wäre.

Die verschuldeten Staaten bürgen für die verschuldeten Banken, die wiederum eben diesen Staaten das Geld leihen - das ist die momentane konkrete Situation.

Werner F.-wie der Rest der Bundesregierung - vermittelt den Eindruck von volkswirtsch. Zusammenhängen nicht den Hauch einer Ahnung zu haben, ansonsten würden die Herrschaften nicht öffetnlich ihre Blähungen pflegen, sondern Vollgas geben und handeln. Viele Wege führen nach Rom - Voraussetzung ist jedoch, dass man zumindest einmal vor die Haustüre geht.

Ah ja, was uns die Politik auch gerne verschweigt:
Die finanz. Engagementes der "bösen" deutsch., franz. u. österr. Banken in GR und im Osten waren verbunden mit bilateralen, von den R e g i e r u n g e n ausgehandelten, Wirtschaftsabkommen, wobei die ökonom. Wertschöpfung ausschl. in den Heimatländern der Banken (auch bei uns) verblieb= Kredit und Produkt prakt. von einer Firma.

Die Verantwortung liegt jetzt wo?

Gas geben lautet die Devise und bitte, bitte verschont's uns mit Lügen, Halbwahrheiten und Wunschdenken.

Antworten 17und4
26.11.2011 10:56
0 1

Re: Blähungen und Ausreden bis zum Erbrechen

ist schon richtig, aber:

die Banken haben sich mit ihrer Geldschöpfung erheblich daran beteiligt
sie haben Geld gemacht, was ihnen nicht zusteht und mit diesem Pseudogelt noch selbst gespielt oder Fondsverwalte spielen lassen.

Weiters haben sie Politiker durchgängig falsch und fahrlässig beraten und daraus auch erheblich Gewinn gezogen.

Antworten Antworten anna89
26.11.2011 17:39
0 0

Re: Re: Blähungen und Ausreden bis zum Erbrechen


??? Sie glauben doch nicht wirklich, dass Banken Geld drucken ???

Nur Notenbanken dürfen Geld drucken und da nur mit staatl. Auftrag.

Antworten Antworten Antworten 17und4
26.11.2011 20:07
0 0

Re: Re: Re: Blähungen und Ausreden bis zum Erbrechen

sag ich auch nicht, oder wo haben sie das gelesen?
Nemen sie die untenstehende Erklärung von Walter2, der wiederholt genau das, was ich geschreiben habe.

Antworten Antworten Walter2
26.11.2011 16:27
0 0

Re: Re: Blähungen und Ausreden bis zum Erbrechen

Banken, ausgenommen die EZB, können keine "Geldschöpfung" (Drucken von Geld) betreiben.
Und Geld an Staaten zu verleihen war ja außerdem nicht so, dass man diese mit vorgehaltener Pistole zur Kreditannahme gezwungen hat. Zudem galten Kredite an Staaten bereits gesetzlich als gesichert. Man benötigte also kein Eigenkapital oder sonstige zur Absicherung.

Also, Nachfrage und gesetzliche Bedingungen regelten diesen Markt in einer Form, welche jede marktwirtschaftliche Bremse außer Kraft setzte. Es mag schon sein, dass das den Banken und Investoren nur recht war, das Umfeld so geschaffen und genutzt zu haben, geht aber zu Lasten der Politik.

Und wenn man nur einen Hauch von Hausverstand hat und die mathematischen Grundrechnungsarten beherrscht, so könnte man, trotz "falscher Beratung", eine leise Ahnung davon haben, wohin das führt. Ich nehme auch an, man hatte auch diese Ahnung. Die Fehleinschätzung war wohl betreffend des Zeitpunkts, denn sich jeder erst in ferner Zukunft erwartete.

Antworten Antworten Antworten 17und4
26.11.2011 17:31
0 0

Re: Re: Re: Blähungen und Ausreden bis zum Erbrechen

wenn eine Bank bei vielleicht 6% Eigenkapital Krdeite vergibt, dann ist das wohl Geldschöpfung.
Das ist ja das Problem, wenn dieses verliehene Geld futsch ist, dann hat die Bank, so sie keine anderen Reserven hat und bis zur wiederhergestellten Liquidität keine Kredite mehr bekommt (von anderen Banken), dann ist die Buchgeldschöpfung der Bank notleidend.
Im anderen Fall dürfte eine Bank ja nie Liquiditätsschwierigeiten haben!

Antworten Antworten Antworten Antworten Walter2
26.11.2011 18:50
0 0

Re: Re: Re: Re: Blähungen und Ausreden bis zum Erbrechen

Eine Bank vergibt nicht Kredite aus dem Eigenkapital, sie vergibt Kredite aus dem ihr dazu zur Verfügung stehendem "Fremdgeld", u.a. auch Einlagen auf Konten. Oder denken Sie vielleicht, sämtliches Geld auf Konten oder Sparbüchern liegt in der Bank in einem Tresor?

Also nochmals und ganz vereinfacht, sie "schöpft kein Geld", sondern verleiht bei ihr eingelegtes bzw. ihr sonstwie zur Vergügung stehendes Geld. Die Eigenkapitalquote gibt darüber Auskunft, in welche Höhe solche Kredite theoretisch ohne Probleme anfallen könnten (Verluste durch Eigenkapital gedeckt werden können), ohne das die Bank "wackelt".
Aber ACHTUNG: Staatsanleiheschulden sind von einer solche Deckung NICHT erfasst, denn für diese benötigen Banken rechtlich gar keine Eigenkapitalhinterlegung! Was das Ausfallrisiko, trotz event. guter, offizieller Eigenkapitalabsicherung, dramatisch erhöht. Um das zu vertuschen gibt's ja u.a. die diversen Rettungsschirme und die nun kommende Erhöhung der Eigenkapitalquote (für andere Kreditnehmer).

PS: Und das ganze System lebt davon, dass niemals alle Leute gleichzeitig deren Guthaben von der Bank abheben dürfen. Denn wie bereits gesagt, es liegt gar nicht dort.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten 17und4
26.11.2011 20:06
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Re: Re: Re: Re: Re: Blähungen und Ausreden bis zum Erbrechen

sie wiederholen ja ganz genau, was ich geschrieben habe,
da haben sie offensichtlich ein Verständnisproblem.
Man sollte halt beim Lesen erstmal die emotionen ausschalten und nur das rationale Gehirn arbeiten lassen.
Aber schön, dass sie mir recht geben!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Walter2
27.11.2011 10:51
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Blähungen und Ausreden bis zum Erbrechen

Betreffend Verständnisproblem kurz folgendes - Ihr Ausgangsposting unter Anführungszeichen:

a) "die Banken haben sich mit ihrer Geldschöpfung erheblich daran beteiligt sie haben Geld gemacht, was ihnen nicht zusteht".
Kann nirgenwo etwas finden, womit ich diese, Ihre Aussage bestätigt hätte! Kreditvergabe und das erwitschaften von Einnahmen, mittels z.B. Zinsen von Krediten, ist ja eine Hauptaufgabe einer Bank.

b) "Weiters haben sie Politiker durchgängig falsch und fahrlässig beraten und daraus auch erheblich Gewinn gezogen."
Detto. Die Politik hat für sich selbst in Anspruch genommen, dass sie (ein Staat) nie zahlungsunfähig werden kann. Und das staatliche Geldausgaben, von Wahlgeschenken über Klientelpolitik bis ineffiziente Verwaltung auf Empfehlungen von Banken zurückgeht, halte ich ebenfalls für unglaubwürdig.

Wenn Sie also Ihre Meinung durch mich bestätigt sehen, so dürfte das Verständnisproblem wohl weniger auf meiner Seite liegen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten 17und4
27.11.2011 13:37
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Blähungen und Ausreden bis zum Erbrechen

ist ja völlig wurscht, pflegen sie ihr ego

Antworten Antworten Antworten Antworten anna89
26.11.2011 17:55
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Re: Re: Re: Re: Blähungen und Ausreden bis zum Erbrechen


Dann ist die Bank schlicht und einfach pleite. Was im kommenden Jahr unausweichlich einige Österr. Institute treffen wird.

Ungewollt haben Sie trotzdem einen wichtigen Punkt angesprochen, der die Kreditwirtschaft in den komm. Jahren prägen wird: Die Banken verleihen aus Misstrauen untereinander kein Geld mehr und bunkern es bei der EZB - so haben die momentanen Wackelkandidaten kaum noch Chancen sich angesichts der neuen Eigenkapitalvorschriften zu refinanzieren.

Große Geldmengen werden zur Zeit aus dem Kreislauf herausgenommen, was besonders die Wirtschaft treffen wird.


 
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