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Schuldenbremse: Fekter greift Länder scharf an

28.11.2011 | 22:12 |  PHILIPP AICHINGER (Die Presse)

Die Länder leisten weiterhin Widerstand. Hier habe ein "Umdenken noch nicht eingesetzt", sagt die Finanzministerin. Auch die Grünen stimmen der Schuldenbremse nicht zu.

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Wien. Die OECD lobt  in einem aktuellen Bericht über Österreich die Idee einer raschen Schuldenbremse. Diese ist jedoch noch nicht beschlossene Sache. So leisten die Länder weiterhin Widerstand. Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) nahm dies am Montagabend zum Anlass, um bei der „Presse“-Diskussion „Rechtspanorama an der WU“ scharfe Kritik zu üben. „Das Umdenken bei den Ländern hat noch nicht eingesetzt“, sagte Fekter. Die Länder wollten nicht, dass der Verfassungsgerichtshof prüfen könne, ob die Landesbudgets mit der Schuldenbremse vereinbar seien.

Der Vorsitzende der Finanzlandesreferenten, David Brenner, hatte gestern Nachmittag Forderungen für eine Zustimmung der Länder zur Schuldenbremse gestellt. So sei man gegen eine „absolute Solidarhaftung“ der Länder und Gemeinden untereinander. Überdies wolle man nicht das Haushaltsrecht des Bundes übernehmen. Auch die Entscheidungshoheit, wann man das Budget ausnahmsweise überziehen dürfe, wollen die Länder bei sich sehen. Zudem fordert man, dass der geltende Finanzausgleich nicht bis 2015, sondern bis 2017 gelten soll und dem Stabilitätspakt zeitlich angeglichen wird.

Doch um die Schuldenbremse im Verfassungsrang zu beschließen, benötigt die Koalition die Zustimmung zumindest einer Oppositionspartei. Am Montag stand das Werben um grüne Stimmen auf der Tagesordnung. Der schwarze Klubchef Karlheinz Kopf  traf Grünen-Obfrau Eva Glawischnig. Das Gespräch endete aber ohne konkretes Ergebnis.

Vertreter der Ökopartei betonen zudem weiterhin, dass sie nur einlenken könnten, wenn die ÖVP vermögensbezogenen Steuern zustimmt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.11.2011)

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3 Kommentare
Gast: Merkurius
29.11.2011 15:39
2 0

Wozu brauchen wir die Länder?

Schafft die Länder doch ab - wir haben sowieso eine, wenn nicht 2 Verwaltungsebenen zuviel.

Antworten Gast: Baur4
30.11.2011 09:10
1 0

Seit der Kaiserzeit!

Gibt es die Vorschrift, "die Bürger müssen an einem Tag mit dem Ochsenkarren die öffentliche Verwaltung erreichen können".

Daher gibt es heute noch immer, im Computerzeitalter 99 BH´s.

Hätte Deutschland eine so große Politikerdichte wie wir, gäbe es 90 Bundesländer; tatsächlich sind es 16. Manche mit mehr Einwohner wie ganz Österreich.

Italien mit über 60 Mio Einwohner hat 17 Regierungsmitglieder. Österreich mit 8 Mio die größte und teuerste Regierung aller Zeiten mit 20 Personen.

Statt Reformen beschließen SPÖ+ÖVP nene, noch höhere Steuern! Statt Steuer sagen sie dazu "Solidarabgabe".

Gast: Plach2
28.11.2011 20:40
1 0

Seit 1945 benötigte kein Finanzminister eine Schuldenbremse!

Was konnte bisher alle Finanzminitser was Frau Fekter nicht schafft?

Antwort: Die Einhaltung ihrer Budgetvogaben.

Frau Fekter hat scheinbar keinen Überblick mehr!

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