26.05.2012 11:57 | Meine Presse Merkliste 0

Schuldenbremse: ÖVP will 2012 zwei Milliarden sparen

30.11.2011 | 13:53 |   (DiePresse.com)

Die ÖVP spricht von zwei Milliarden Euro, die 2012 eingespart werden müssten. Grüne und BZÖ weigern sich indes, der Schuldenbremse zuzustimmen, sollten ihre Forderungen weiter ignoriert werden.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die Budgetpläne der Regierung für 2012 nehmen immer größere Ausmaße an: Nachdem am Wochenende wahlweise von 900 Millionen Euro oder 1,4 Milliarden Euro die Rede war, um im kommenden Jahr unter drei Prozent Neuverschuldung zu kommen, hat Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) am Mittwoch einen neuen Betrag ins Spiel gebracht. Er sprach von zwei bis 2,5 Milliarden Euro, die schon im kommenden Jahr hereingebracht werden müssten.

Der ÖVP gehe es ja nicht um kurzfristige Sparaktionen, sondern "grundsätzliche Strukturreformen", wie Spindelegger zuletzt mehrfach betont hatte. Dazu hatte die Volkspartei kürzlich eine Art Sechs-Punkte-Programm vorgestellt, das die bekannten Sparpläne von ÖBB über Pensionen und Förderungen bis hin zu Beamten ("Jubiläumsgeld"), Verwaltung und Gesundheitssystem zusammenfasst.

Keine Einigung mit Grüne und BZÖ

Indes betonten Länder und Gemeinden am Dienstag, die Schuldenbremse ab 2017 umsetzen zu wollen. Damit benötigt die Koalition nur noch die Zustimmung einer Oppositionspartei, um diese im Verfassungsrang beschließen zu können. Hier spreizt es sich allerdings noch, denn weder BZÖ noch Grünen wollen von ihren Forderungen abrücken. Die FPÖ schloss ihre Unterstützung schon im Vorfeld aus.

So gab Bundessprecherin Eva Glawischnig am Mittwoch bekannt, dass sie vor Jahresende keine weiteren Verhandlungen mit der Koalition zur Schuldenbremse erwarte. Auch BZÖ-Chef Josef Bucher kritisierte, dass sich die Regierung den Forderungen der Opposition bisher nicht genähert habe.

Grüne: Bremse plus Begleitmaßnahmen

Glawischnig betonte, dass die Forderung nach höheren Vermögenssteuern und einem vernünftigen Einsparungspaket die Voraussetzung für die Stimmen der Grünen bleibe. Mit der Schuldenbremse alleine werde man die Ratingagenturen ohnehin nicht beeindrucken, es brauche begleitende Maßnahmen. Anderes zu glauben sei naiv, meinte die Grünen-Chefin. Unverständlich ist für sie außerdem, wieso die Länder nun doch nicht das Haushaltsrecht des Bundes übernehmen müssten, obwohl dieses mittlerweile eine internationale Benchmark sei.

Mit der Abfuhr der Grünen bleibt der Regierung nur noch die Hoffnung auf Unterstützung seitens des BZÖ. Denn   die Koalition will den geplanten Verfassungsrang der Schuldenbremse noch vor dem Jahresende beschließen. Doch auch dieses gibt sich unnachgiebig: Partei- und Klubchef Josef Bucher beharrte am Mittwoch auf den orangen Bedingungen: Sanktionen bei Nichteinhaltung sowie die Einführung einer fixen Steuern- und Abgabenquote. Weiters verwies er auf die "schwierige" Gesprächssituation mit den Regierungsparteien, die "in den eigenen Reihen keine Linie" hätten.

Bucher: "Kniefall" der Finanzministerin

BZÖ-Chef Josef Bucher sprach indes von einem "Kniefall" von Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) vor den Ländern. Auch ortete er darin ein "fatales Signal" für die Finanzmärkte: "So werden die Länder weiterhin ihr eigenes Süppchen kochen."

"Wir kommen nicht um Sanktionen und Reformen herum", so der BZÖ-Chef. Die Budgetsanierung müsse ausgabenseitig erfolgen, pocht er auf das Einfrieren der Steuerquote bei 42 Prozent. Bei Nichteinhaltung der Defizitgrenze sollen laut Bucher außerdem Sanktionen in Form einer Verfassungsklage sowie personelle Konsequenzen drohen. "Wenn man uns ins Boot holen will, müssen die Forderungen erfüllt sein", sagte er am Mittwoch. Das BZÖ will bis Montag noch um eine Einigung "ringen" und hofft auf ein Einlenken der Regierung.

(APA/Red.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

241 Kommentare
 
1 2 3 4 5 6
Gast: v. Faltin
02.12.2011 08:42
0 0

Mißbrauch des Sozialwesen

Man brauch nur den Mißbrauch im Sozialwesen abzustellen und die Leistungen auf das lebensnotwendige einzuschränken. Also statt Geld Lebensmittelkarten. Kleider nur von der Caritas. Betrug im Gesundheitswesen etc. abstellen. Milliarden von Euro gespart. Dann könnte der Haushalt genesen.
Aber da traut sich keiner rüber.

Gast: ÖVP Wahlwerbung
30.11.2011 22:57
0 0

Wenn Dir bewusst wird, das Österreich am Neujahrstag 2012, 250 Milliarden Euro Schulden besitzen wird

kannst auch Du über den Schaumschläger Slogan ''ÖVP will 2012 zwei Milliarden sparen'' wieder mitleidig lächeln.

Antworten Gast: Plach2
01.12.2011 14:01
0 0

Re: Wenn Dir bewusst wird, das Österreich am Neujahrstag 2012, 250 Milliarden Euro Schulden besitzen wird

100% richtig!

Sollte Österreich jährlich 1% seiner Schulden zurückzahlen, (Basis 220 Mrd.) dann würden alle Schulden in 217 Jahren getilgt sein. (Griechenland liegt bei 1.500 Jahren)

Davon sind wir aber meilenweit entfernt! Bis 2015 macht die Regierung unglaubliche 35 Mrd. neue, noch höhere Schulden!

Gast: Baur4
30.11.2011 20:42
0 0

Wozu braucht Spindelegger die Opposition?

900 Mio fehlen, einsparen will die ÖVP 2 Mrd. - ergibt ein plus von 1,1 Mrd.!

23.11.2011: ÖAAB warnt vor Schuldenbremse

25.11.2011: Spindelegger ist über die SPÖ erschüttert weil sie die Schuldenbremse aufweichen will

26.11.2011: Die Regierung braucht 900 Mio (Spindelegger)

29.11.2011: "Am Ende des Tages wird jeder in Österreich seinen Beitrag leisten müssen ... es wird niemand auskommen", sagte der ÖVP-Vizekanzler in der "ZIB 2"

30.11.2011 Die ÖVP will 2 Mrd. einsparen (Spindelegger)




Sinus17
30.11.2011 19:01
0 0

Sparen könnte man ja auch beim Schwarzgeld - aber das sind ja die ÖVP-Kunden.


Vergil
30.11.2011 18:43
0 0

"Sparen"

Lieber Herr Spindelegger,
Ihre Enttäuschung über die SPÖ, die sachlich berechtigt, aber bei einem Kanzler ohne jede Hausmacht vielleicht vorhersehbar war, in Ehren. Trotztdem haben Sie es auch selbst in der Hand, die internationale Einschätzung Österreichs positiv zu beeinflussen. Bleiben Sie bei den Beamten bei einer Erhöhung von maximal 2.5% standhaft, sonst ist das AAA ohnedies Geschichte, weil eine stärkere Aufbesserung ein ebenso starkes Zeichen für die österreichische Unwilligkeit bei strukturellen Reformen darstellen würde.So gesehen müsste auch ein Beamtengewekschafter, der aus völlig unerfindlichen Gründen als Beamter Präsident des Parlamentes, also der höchsten legislativen Körperschaft Österreichs ist begreifen, dass es bei dieser Gehaltsrunde nicht um die Beamten, sondern um Österreich geht !!!!

Antworten Wa. Serro_
30.11.2011 20:26
0 0

Re: "Sparen"

Mal ganz brutal verdeutlicht:

1) Metaller: 4,3 % Erhöhung = stark dominiertes SPÖ-Klientel

2) Pensionisten: 2,9 % Erhöhung = vornehmlich SPÖ-dominiertes Wählerklientel

3) Beamter (laut Ihnen) 2,5 % Erhöhung (unter der Inflation) = stark dominiertes ÖVP-Wählerklientel

Frage: Hegen Sie nicht vielleicht parteipolitische Hintergedanken bei dieser Zuteilung der Erhöhungsraten?


Antworten Antworten Gast: Baur4
01.12.2011 14:03
0 0

Statistik

Einkommensvergleich 1999 - 2009:

Beamte +26%
Angestellte + 4 %
Arbeiter - 9%

Monatliches Durchschnittseinkommen

Arbeiter 1331
Angestellte 2481
Beamte 3722

Als Begründung nennen Beamte: Sie sind besser gebildet wie der Rest der Bevölkerung...

Antworten Wa. Serro_
30.11.2011 20:16
0 0

Re: "Sparen"

Frage? Haben Sie diese Meinung auch bei den Metallern vertreten?

Gast: Ehrenschlumpf
30.11.2011 18:38
0 0

Einfach:

Eine Milliarde bei den Universitaeten, eine Milliarde beim Bundesheer, wo der Nobsi halt noch irgendwas zusperren soll. Dann ist die Republik wieder saniert fuer ein Jahr OeBB und Bauern!

1 0

Ists Bösartigkeit oder nur Dummheit ??

Die Länder halten sich einen BUND zum Geldeintreiben, spekulieren mit Wohnbaugeldern u. sind wahre "GELDVERNICHTUNGSMASCHINEN" ((c) Hannes ANDROSCH). Doch solange wiederwahl- u. somit schuldensüchtige Politiker, Kämmerer u. Gewerkschaftsfunktionäre nicht zur Privatwirtschafts-Therapie geschickt werden, gibts kaum Hoffnung. Zusätzlich sitzen trotz Gewaltentrennung BEAMTE in den Legislativen u. versorgen ihre "Freunde" schamlos mit "Müllionärs"-Funktionen !!

Gast: bob.2
30.11.2011 17:54
0 0

900 Millionen Euro

YouTube Angst ums Geld - Wer hat Schuld am Euro-Chaos? 1

Gast: b754
30.11.2011 17:42
0 0

das beste wäre

wenn sich die övp selbst einsparen würde

Gast: Plach2
30.11.2011 17:30
0 0

Spindelegger ist ein politischer Eunuch

Er weiß zwar wie es geht aber er kann nicht!

(* Eunuch ist ein entmannter Herr im Harem)

3 0

Dänemarks kleinste Verwaltungseinheit umfasst seit 2007

mind. 50 000 Einwohner. Schweiz hat 8 (in Worten ACHT) statt 22 Öffis je 1000 Einwohner trotz kantonaler Struktur u. bessere Werte bei der Verwaltungseffizienz !!!

Somit braucht Österreich 1/4 Brüssel, 1/4 Bund u. 1/4 der Bezirke mit kantonaler Finanzhoheit samt Konkurrenz.

In Österreich werden Mrd. für eine irre aufgeblähte Verwaltung u. NIE eingezahlte Pensionen (Schweden hat ECHTES Umlageverfahren) verschwendet.
Unsere KINDER haben ein RECHT auf eine schuldenfreie Zukunft u. VERZICHTEN auf wiederwahl- u. somit schuldensüchtige Politiker, Kämmerer u. Gewerkschaftsfunktionäre !!!

Antworten McGlandom
30.11.2011 17:33
0 0

Re: Dänemarks kleinste Verwaltungseinheit umfasst seit 2007

Da bin ich ganz ihrer Meinung!!

Antworten Gast: Baur4
30.11.2011 17:32
0 0

Re: Dänemarks kleinste Verwaltungseinheit umfasst seit 2007

94 Regierungsmitglieder und 770 Abgeordnete in Österereich.

Das EU Parlament vertritt 500 Mio und hat 736 Abgeordnete.

Gast: Schwindel.egger
30.11.2011 17:23
1 0

Aber nicht

Sparen ja aber nicht bei uns (Banken, beamten, verwaltung,grossbauern und etc.

Sinus17
30.11.2011 17:09
0 0

Die Schwarzgeldmilliarden fehlen halt dem Budget!


Gast: bob.2
30.11.2011 16:44
0 2

Spindelegger

Schuldenbremse? Wir müssten erst unsere Sau dummen Politiker bremsen und sie als 1 du Narr

Gast: die wahrheit altert NIE
30.11.2011 16:36
1 0

das was jetzt in Österreich abläuft.......

.....ist nur mehr ein grausliches politisches Kasperltheater, welches NUR mit unserer Bevölkerung möglich ist, es gibt nämlich Länder da würden solche Kasperln mit dem nassen Fetzen von den Fresstrogen verjagt.......man kann nur mehr hoffen, dass das Wahljahr 2013 ein Abkürzung macht und so schnell als möglich kommt und der Bevölkerung endlich das Licht aufgeht!
Bß: ist eigentlich schon aufgefallen dass die meisten Politiker die sich und ihren Freunderln die Säcke gefüllt haben, aus der Öffentlichkeit verschwunden sind??? Da sind welche darunter, die schauen am Vormittag ihre WELTWEITEN Kontostände durch(sie könnens gar nicht glauben, SO VIELE Nullen dahinter) und am Nachmittag malen sie verliebte Schafe!

Antworten Gast: Baur4
30.11.2011 16:49
1 0

Re: das was jetzt in Österreich abläuft.......

Sogar unsere Enkelkinder werden daran noch zahlen haben!

Am Beispiel der Bundeskanzler: Vranitzky, Klima, Schüssel, Gusenbauer, demnächst Faymann und mit ihnen unzählige Regierungsmitglieder, die alle weit über 10.000 Pensionsanspruch haben.

Lt. Statistik werden Pensionen jenseits der 10.000 etwa 18,7 Jahre bezogen. Danach von der Witwe 8,2 Jahre. (Die beiden Pensionistenvertreter Blecha SPÖ und Khol ÖVP bewegen sich in der 14.000 Liga. Wir zahlen heute noch immer Pensionen für ehemalige Regierungsmitglieder aus der Kreisky-Ära)

Das kleine Österreich hat weiterhin 94 Regierungsmitglieder und 770 Abgeordnete, mehr wie das EU Parlament.
(Das EU Parlament vertritt 500 Mio Menschen und hat 736 Abgeordnete)

Gast: Clarissa Dart
30.11.2011 16:29
1 0

Lieber Herr Witzekanzler!

Streichen 2 oder 3 der 125 Bauernprivilegien und Sie haben schon 500 Millionen eingespart!
Und bis auf RAIKA bemerks keiner!!

Sinus17
30.11.2011 16:05
0 0

Der Schutz der Schwarzgeldmilliarden ist viel wichtiger

als solche Peanuts wie Gesundheit, Bildung oder Sicherheit.
Die Schützer des Schwargeldes sind die wahren Helden.

Gast: Baur4
30.11.2011 15:31
2 0

Volksverdummung!

Zwischen 2010 und 2015 machen SPÖ+ÖVP unglaubliche € 35 Mrd. neue, noch höhere Statsschulden! Das nennen sie sparen oder Schuldenbremse.

Von 2016 bis 2020 sollen davon lediglich ein kleiner Teil, nämlich 8 Mrd. wieder eingespart werden.

Gestern: Niemand wird sich einer Solidarabgabe verschließen können (Spindelegger); dem Staat fehlen 900 Mio.

Heute: Die ÖVP will 2 Mrd. einsparen. (Spindelegger)

Viel warme Luft und wenig Ergebnissse Herr "Witzekanzler".

Gast: Sepp
30.11.2011 14:49
7 0

Zeit wäre es schon lange

... wie schon öfter gesagt Herr Spindelegger, nur mehr Ergebnisse zählen ... ich glaub Ankündigungen und Versprechen von Politikern schon lange nicht mehr. Ohne Ergebnis gibts keine Wählerstimme.

 
1 2 3 4 5 6

Mein Parlament