22.05.2013 23:56 Merkliste 0

Schuldenbremse "nur" als einfaches Gesetz beschlossen

08.12.2011 | 16:30 |   (DiePresse.com)

Die Schuldenbremse schaffte es in der Nationalratssitzung am Mittwoch nicht in die Verfassung, dafür schafften es die Töchter in die Hymne. Ebenfalls beschlossen: Politiker-Konterfeis werden von Regierungsinseraten verbannt.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die Opposition ist bei ihrem "Nein" geblieben, die Schuldenbremse hat es nicht in die Verfassung geschafft: Nach einer hitzigen Debatte wurde sie mit Koalitionsmehrheit in der Nationalratssitzung am Mittwoch als einfaches Gesetz beschlossen. Für ein Verfassungsgesetz wäre eine Zweidrittelmehrheit nötig gewesen und damit die Zustimmung von zumindest einer Oppositionspartei.

Die nun beschlossene Schuldenbremse ist als einfaches Gesetz nicht bindend - auch nicht für die Länder. Sie ist lediglich eine Vorgabe, die mit einfacher Mehrheit wieder aufgehoben werden kann. Länder und Gemeinden könnten nun aber mit einer sogenannten 15-a-Vereinbarung zur Einhaltung der Sparziele verpflichtet werden. Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) hat sich bereits dafür ausgesprochen. Auch St. Pölten signalisierte Bereitschaft.

Heftige Debatte über Schuldenbremse

Die  Debatte um die Schuldenbremse (Eckdaten) im Nationalrat verlief heftig. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache kritisierte die Schuldenbremse als unnötig: "Wer hat Sie daran gehindert, in den Budgets der letzten Jahre eine verantwortliche Politik zu betreiben und dem Land keine neuen Schulden aufzuladen?", fragte Strache in Richtung Regierungsbank. Die beste Schuldenbremse wären ein Rücktritt der Regierung und Neuwahlen. Der FP-Chef forderte erneut, dass kein Geld mehr in den Euro-Rettungsschirm fließen dürfe. Diese Bedingungen hatten die Freiheitlichen für eine Zustimmung zur Schuldenbremse gestellt.

SPÖ und ÖVP seien "Verhandlungsflüchtlinge", sagte Grünen-Chefin Eva Glawischnig. Es habe keine seriösen Gespräche mit der Opposition gegeben. Die Regierung sei nicht fähig gewesen, auch nur in Grundzügen zu beschreiben, in welche Richtung es mit der Schuldenbremse gehen solle. Über geplante Sparmaßnahmen habe man nichts erfahren. Die Grünen hätten der Regierung ein ernsthaftes Sparkonzept vorgelegt, doch darauf seien SPÖ und ÖVP nicht eingegangen. Das sei die "wahre Blockade", sagte Glawischnig.

Koalition: "Opposition ist verantwortungslos"

BZÖ-Chef Josef Bucher kritisierte die Forderung von SPÖ-Klubchef Josef Cap. Dieser hatte einen "nationalen Konsens" gefordert.  "Sie alleine hätten es in der Hand gehabt, für die Zähmung der Finanzmärkte zu sorgen, so Bucher. Dass sich VP-Klubchef Karlheinz Kopf über die hohen Schulden beklagt hat, nennt er "hinterhältig. Immerhin habe diese die ÖVP seit 25 Jahren mitbeschlossen. Bucher pochte erneut auf seine Forderung, eine Steuer- und Abgabenquote festzuschreiben. Unter dieser Bedingung hätte das BZÖ einer Schuldenbremse in der Verfassung zugestimmt.

Faymann "bittet und wirbt"

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hatte SP-Bundeskanzler Werner Faymann am Mittwoch auch vorgeworfen, nicht mit seiner Partei in Verhandlungen getreten zu sein. Als Grund nannte der Kanzler, dass die FPÖ "raus aus der EU" strebe: "Und ich werde Österreich nicht an den Abgrund führen." Mit den anderen Oppositionsparteien will er aber weiter verhandeln, um die Schuldenbremse zu einem späteren Zeitpunkt doch noch in die Verfassung zu bekommen. "Darum bitte ich, darum werbe ich", so Faymann.

Töchter in der Hymne

Die Schuldenbremse war zwar das heißeste Eisen in der mittwöchigen Sitzung, doch auch sonst wurden mitunter brisante Punkte abgehandelt: Nach der Inseraten-Affäre beschloss der Nationalrat das Medientransparenzgesetz. Es verbietet die Abbildung von Politiker-Porträts auf Einschaltungen der öffentlichen Hand. Ab einer Höhe von 5000 Euro pro Quartal müssen die Ausgaben für Inserate zudem ab 1. Oktober 2012 offengelegt werden. Medienunternehmen werden durch das Gesetz gezwungen, ihre Eigentümer-Verhältnisse transparent zu machen.

Der Nationalrat hat am Mittwoch auch die "Vertöchterung" der Bundeshymne beschlossen. Ab 1. Jänner 2012 werden auch die großen "Töchter" der Republik besungen - zum Ärger von FPÖ und BZÖ. Außerdem wurde in der letzten Nationalratssitzung die Beamten-Gehaltserhöhung von durchschnittlich 2,95 Prozent durchgewunken und die Zuverdienstgrenze beim Kindergeld erweitert. Bei der einkommensabhängigen Variante wird sie von 5800 auf 6100 Euro erhöht. Die Gesetzesänderung soll zudem verhindern, dass bei Wiederantritt der Arbeitstätigkeit mitten im Monat das bezogene Kindergeld wieder zurückbezahlt werden muss.

Der Nationalrat erweiterte auch die Prüfungs-Kompetenzen der Volksanwaltschaft auf Kasernen, Gefängnisse und Altenheime.

Die Republik legte sich zudem eine Haftungsobergrenze von 193,1 Milliarden Euro zu.  Aktuell belaufen sich die Haftungen des Bundes auf 190 Milliarden Euro. Außerdem beschlossen wurde ein Zuschuss für die Gedenkstätte am ehemaligen KZ in Auschwitz. Die Republik wird für die Sanierung sechs Millionen Euro zuschießen. Ebenfalls beschlossen: Rundfunk-Teilnehmer müssen künftig auch für den ORF zahlen, wenn wenn sie in einem Gebiet ohne Empfang leben.

Insgesamt 12,5 Stunden wurde im Hohen Haus am Mittwoch debattiert. Eigentlich sollte es die letzte Nationalratssitzung 2011 sein. Doch Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) bezweifelte in ihrem Schluss-Statement, dass das Plenum am Mittwoch tatsächlich das letzte vor Weihnachten war. Im Raum steht eine Sondersitzung zu den Ergebnissen des bevorstehenden EU-Gipfels, die in der kommenden Woche stattfinden könnte.

AP (Punz)

vergrößern

(kron/jst/APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

325 Kommentare
 
1 2 3 4 5 6 78
Gast: Wolfsbergerin
07.12.2011 13:03
5 10

Neuwahl Herr Strache?

Wird dann ganz Österreich zu einen mit Kärnten vergleichbaren hochverschuldeten Land ohne Perspektiven und hohen Imageverlust!

Nein Danke!

Antworten Gast: Tacheles-
07.12.2011 13:17
2 2

Re: Neuwahl Herr Strache?

Ganz Östtereich noch mehr Schulden geht ja gar nicht mehr. Die haben schon Schwierigkeiten, die Zinsen zu bezahlen und können trotzdem ohne zunehmend Neuverschuldung nicht mehr regieren.
Also nicht besser als Kärnten, Frau Wolfsbergerin. Denken Sie mal darüber nach. Und denken Sie auch mal darüber nach, wie die nächste(n) Generation(en) reagieren werden auf diese Zustände.
Der Karren steckt im Schlamm - und weit und breit niemand in Sicht, der in da wieder herausziehen kann...

Antworten Antworten Gast: Wolfsbergerin
07.12.2011 13:36
6 2

Re: Re: Neuwahl Herr Strache?

Nächste Generation?
Kärnten hat 19,8 Mrd Euro Landeshaftungen! Unterschrieben von der Opposition die heute die Schuldenbremse verhindert, nämlich FPÖ+FPK & BZÖ!
10 Jahre Freiheitliches Wirtschaften in Kärnten:
von 900 Mio Euro in 10 Jahren auf 5 Mrd Euro Schulden!

Daher soll sich die FPÖ schleichen.
Wenn der Clown Strache Schulden sanieren will soll er zuerst Amtshilfe seinen Kollegen in Kärnten geben und dort mithelfen Schulden abbauen!

Antworten Antworten Antworten Gast: Pandora
07.12.2011 14:30
4 1

Re: Re: Re: Neuwahl Herr Strache?

Und SpöÖvp haben die restlichen 200 Mrd Staatsschulden verbrochen, und darum sollen die sich schleichen !!!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Wolfsbergerin
10.12.2011 22:51
0 0

Re: Re: Re: Re: Neuwahl Herr Strache?

Ziehen sie 2 Mrd ab, denn dies hat uns die Hypo gekoste, verursacht durch die freiheitlichen Schw...


Re: Re: Re: Re: Neuwahl Herr Strache?

Die Beihilfe bzw. Komplizenschaft der FPÖ bzw. des BZÖ sollten Sie aber nicht verschweigen. Die haben auch auf Bundesebene Reformen verhindert, Defizite angehäuft und in der "Sternstunde des Parlamentarismus" im September 2008 einem wahren Exzess an populistischen Wahlgeschenken zugestimmt (Hacklerregelung, etc.).

Antworten Antworten Antworten Gast: Guckst du
07.12.2011 14:22
1 1

Re: Re: Re: Neuwahl Herr Strache?

Du bist hier im anscheinend für dich falschen Forum! Du seierst uns hier mit Kärnten voll, wo all über den Schuldenberg Gesamtösterreichs schreiben.
Und warum wirst du so ausfällig? Fehlt dir der soziale Hintergrund, in dem man respektvolles Diskutieren lernt?
Also: Erstens immer genau gucken, wo über was diskutiert wird und zweitens immer schön artig und nicht prolhaft die Gedanken formulieren.

1 1

Re: Re: Re: Neuwahl Herr Strache?

In den betreffenden Kommissionen waren übrigens auch Rote und Schwarze. Im übrigen wurde gestern im Nationalrat unwidersprochen dargelegt, welche große Verantwortung eigentlich die ÖVP für diesen Wahnsinnsdeal trägt!

2 2

Re: Re: Re: Neuwahl Herr Strache?

Die gestrige Nationalratsübertragung versäumt? War nämlich interessant zu erfahren, dass es anscheinend/offensichtlich die ÖVP war, die den Hypo-Deal gefördert und unterstützt, gefördert hat - 2013 werden 3 Milliarden fällig.....Zu diesem Vorhalt hat von Seiten der ÖVP übrigens niemand widersprochen.

Antworten Gast: Plach2
07.12.2011 13:10
9 1

Re: Neuwahl Herr Strache?

Wie lange wollen wir noch tatenlos zusehnen wie SPÖ+ÖVP den gesamten Staat an die Wand fahren????

Beamte, ÖBBler und mit ihnen viele Parteigünstlinge werden wieterhin lebenslang mit hochbezahlte Jobs versorgt. Als Dank dürfen sie dann ab 50 in Pension gehen.

Raiffeisen zahlte für 2 Mrd. Gewinn lediglich 1% Steuern......

Nur wer Veränderung wählt, bekommt auch Veränderung; sonst bleibt alles wie gehabt.

Nein! da wir sehr bald nicht nur pleite sind, sondern bald leider wir alle es zu spüren bekommen!


Gast: Karawankensepp
07.12.2011 13:00
3 6

Neuwahlen und wen und was dann?

Wen sollen wir bitte wählen?

Die Falotten unter Strache der ewiggestrigen Partei oder die Grünen oder das BZÖ, welches bereits genug Schaden angerichtet hat in Kärnten?


Antworten Gast: Und die Karawanken sie wanken und wanken
07.12.2011 14:24
2 0

Re: Neuwahlen und wen und was dann?

Als Schlußfolgerung dessen, dürften ihnen die Rotschwarzen Gangster anscheinend also noch zu wenig Schaden in gesamt Ö.angerichtet haben. So dass Sie sie wieder mit Freuden wählen würden.

Antworten Antworten Gast: Karawankensepp
10.12.2011 22:43
0 0

Re: Re: Neuwahlen und wen und was dann?

Grün nicht wählbar, FPÖ sind Falotten bis zm geht nicht mehr, BZÖ und FPÖ haben schon ein Bundesland ruiniert also bleibt nicht viel übrig!
Lieber rot schwarz als die freiheitlichen Falotten!

Re: Neuwahlen und wen und was dann?

ALLES ist besser, als eine neuauflage von rotschwarz.

Gast: Gast xyz
07.12.2011 12:56
11 3

wir brauchen

HC-Strache. Die FPÖ und ÖVP für die nächste Regierung. Die Feymann SPÖ schließt Strache mit der gesammtem FPÖ aus. das ist Unsozial. Wenn Feymann nicht Teamfähig ist, soll er bitte gehn.

Antworten Gast: Karawanken und sie wanken und wanken
10.12.2011 22:45
0 0

Re: wir brauchen

Haben wir nicht schon das blaue Chaos einmal gehabt?

Noch immer zuwenig ruinieert durch die blauen Falotten?

Antworten Gast: Korl des pockst ned!
07.12.2011 17:32
1 1

Re: wir brauchen

einen Wende, die heißt FPÖ HC-Strache. "Für Feymann sind alle FPÖ Wähler Entmündigt!" Wenn man jemanden nicht mag, kann man sich nicht den Zorn auf die ganze Partei auslassen. Jetzt erst recht HC-Strache. X = FPÖ Bei den andern gehts gerechte zu Feymann. Da gibts nicht die Postenchacherei unter Familien Freunde.

Re: Re: wir brauchen

Wo waren Sie eigentlich die letzten 10 Jahre? Bei der FPÖ gibt es keine Postenschacherei... Ein schönes Märchen.

z.B. die FPÖ

"Wer hat Sie daran gehindert, in den Budgets der letzten Jahre eine verantwortliche Politik zu betreiben und dem Land keine neuen Schulden aufzuladen."

z.B die FPÖ selbst? In der denkwürdigen Parlamentssitzung vom 24.9.2008 wurden wenige Tage vor der Nationalratswahl mit zahlreiche Gesetze beschlossen, welche nach Expertenberechnungen den Staatshaushalt künftig mit weit über 2 Milliarden € pro Jahr belasten werden.

Nur die ÖVP war teilweise dagegen!

Gast: Hermann vom Gipfel
07.12.2011 12:47
2 1

"Beste Schuldenbremse wären Neuwahlen"

Das ist dann der Kernsatz der "part of the game" Strategie.
Millionen für Marketing und Wahlkampf.
Millionen für Inserate in befreundeten Zeitungen.
Millionen für direkte Wahlkampfzuckerln,
Milliarden für indirekte Wahlkampfzuckerln,
...
Ein Politiker richtet in einem Wahlkampf soviel Schaden an, dass er dananach gar nicht genügend Zeit mehr hat, diesen Schaden auch wieder zu reaparieren.

Natürlich kommt ein Wahlkampf jetzt besonders gelegen:
Die Justitz wird nicht mehr weiter ermitteln, Politiker können unmittelbar vor ihrer Wahl auch kaum verhaftet werden, ...
Der Telekom-Untersuchungsausschuss wäre auch dahin, das gäbe die Möglichkeit weitergehender Korruption, ...

Antworten Gast: Unabhängiger Wahlbeobachter
07.12.2011 13:32
0 0

Re: "Beste Schuldenbremse wären Neuwahlen"

Schon mal mit der Idee vertraut gemacht: "Wahlen ohne Wahlkampf"?
Das wäre doch mal was, oder? Da kann das ganze Geld gespart werden und das Wahlvolk könnte ohne dauerlästiger Beeinflussung an die Wahlurnen, ist sozusagen zum selber Denken gezwungen, bevor die Kreuzerl brav in die Kasterl gemalt werden.

Gast: rosele
07.12.2011 12:45
1 1

...

lol, also neuwahlen und eine mögliche regierung schwarz+blau+(orange?) soll dann die lösung sein?.....gaaaanz sicher und genauso gut wie schon einmal...am liebsten mit dem khg, damits wiklich seriös wird. sark. off.

3 2

Re: ...

blau bzö und die KOMMUNISTEN, selbst die sind mir mittlerweile als alternative vorstellbar!!!

BZÖ als Alternative ?

Retten wir unser Geld vor SPÖ, ÖVP und den EU-Bossen!
Der Bucher-Plan: Neugründung der EU
Retten wir unser Geld vor Banken und Spekulanten!
Der Bucher-Plan: Neue Regeln für die Finanzmärkte
Retten wir unser Geld vor der ÖVP-Finanzministerin!
Der Bucher-Plan: Steuergerechtigkeit für den Mittelstand
Retten wir unser Geld vor rot-schwarzen Schuldenmachern!
Der Bucher-Plan: Reformen und Schuldenbremse
Mann sollte ernsthaft überlegen ob das BZÖ nicht eine Alternative währe.

Re: BZÖ als Alternative ?

Grundsätzlich stimme ich ihnen zu, nur ich kann Westenthaler, Petzner, Scheibner und Stadler nicht wählen!

mit westenthaler und petzner tut er sich halt schwer wählbar zu werden!


Ob die Opposition verantwortungslos ist, ist schwer zu sagen.

Sicher ist es die Regierung. Wenn man sich jahrelang gegenseitig blockiert, keinerlei Strukturreformen (insbesondere keine Verwaltungsreform) in Angriff nimmt und sich (fast) täglich mit markigen Sprüchen in den Medien wichtig macht, hat man seine Verantwortung über lange Jahre nicht wahrgenommen. Und last not least: im Wesentlichen hat die Opposition nur verlangt, dass man die Inhalte des nächsten Belastungspaketes erst einmal auf den Tisch legt und danach die "Schuldenbremse" (was für ein skurrilen Wort!) beschließt. Aber das kann man von diesen unseriösen PolitikerInnen, die hemmungslos die Verfassung brechen, wenn es aus wahltaktischen Überlegungen opportun erscheint (siehe die letzten Landtagswahlen) und ein Belastungspaket als "Zukunftsbudget" deklarieren, das trotz erheblicher Mehreinnahmen und Rechenfehlern (beim Bundeszuschuss für die Pensionen hat man 400,000.000,- EUR zuviel eingeplant!) nicht einmal ein Jahr in die Zukunft gedacht ist, wohl nicht erwarten. Zu meinem großen Bedauern haben alle drei Oppositionsparteien mit ihren Argumenten hier absolut Recht.

Realität in einem Satz

Ist schon Irre ! Die Parteihörigen und Ewiggestrigen haben immer noch nicht mitbekommen das rot und schwarz es ist, die dafür Verantwortung trägt das Österreich zu einer Korrupten, Diktatorischen, Verarmten und Ungebildeten Nation wird und teilweise schon ist. Zur Info ! Nicht die Dummen u. Arbeitslosen sondern die sog. Gebildeten Intelligenten sind Verantwortlich für das Desaster.

Antworten Gast: Plach2
07.12.2011 13:04
1 0

"Falsch"!

SPÖ+ÖVP meinen, es sind die Ratingargenturen und die Opposition.

Die Regierung macht bis 2015
53 Mrd. neue, noch höhere Schulden (Rechnungshofpräsident Moser in der ORF Pressestunde)

1 1

Re: Realität in einem Satz

Natürlich, unter blauschwarzorange wurde alles anders...Parteien aller Coleurs verfallen in die selbe Agonie, so bald sie in der Regierung sitzen, oder was konnte die FPÖ bewegen?
Unter blauschwarz wurde die Korruption flächendeckend salonfähig gemacht...gegeben hat es sie schon immer, nur nicht derart ungeniert...

humoristische Einlage UHBK

der Faymann will also Österreich nicht an den Abgrund führen - das wäre auch ein Schritt zurück, weil diese Regierung (und die direkte Vorgängerin) hat uns schon IN den Abgrund geführt. Dass Realitätsverweigerung in der SPÖ Programm ist ist ja kein Geheimnis, aber die Meisterschaft zu der es Faymann in dieser Disziplin gebracht hat wird in die Geschichtsbücher eingehen.

Gast: Randolph Carter
07.12.2011 12:25
3 1

Er soll nu weiterhin nicht mit der FPÖ verhandeln...

Vielleicht schaffen wir nach der kommenden oder der übernächsten Wahl die Absolute und dann wird man ja sehen was passiert. Merh als 25% der ÖsterreicherInnen auszugrenzen wird auf dauer nicht gut gehen.

2 12

Entkleidung in einem Satz

Dass HCS nichts von Wirtschaft und Ökonomie versteht , ist bekannt. Dass er dies auch gleich an einem simplen Satz jeden Vernunftbegabten vor Augen führt, wird bei seinen Wählern auch keine Einsicht bringen.
Wie sollten Neuwahlen (Unterstützung der wahlwerbenden Partein durch das Budget) eine Ersparnis bringen, wenn durch so einen Akt auch gleich nach außen kommuniziert wird, dass Österreich instabil ist und damit nicht Triple-A würdig ist (auch höher Zinszen sind Ausgabe Herr Strache).
Aber vielleicht möchte HCS Österreich auch stärker in die Krise führen - wie die Geschichte lehrt sind arbeitslose Massen leichter von Demagogen verführbar.

2 2

Re: Entkleidung in einem Satz

vielleicht wird aber strache fachleute in die regierung holen, derer es in österreich genug zu geben scheint. nur leider hören unsere staatsmänner nicht auf sie, sie bezahlen sie nur fürstlich.

Re: Re: Entkleidung in einem Satz

Was die FPÖ unter Fachleute versteht hat man schon während ihrer Regierungszeit schmerzlich erfahren müssen. Erinnern Sie sich doch bitte einmal an diese FPÖ-Minister. Abgesehen von einigen wenigen Ausnahmen die absolute Katastrophe.

"Beste Schuldenbremse wären Neuwahlen"

das ist er, der Satz des Jahres, jedenfalls für mich.

3 12

Re: "Beste Schuldenbremse wären Neuwahlen"

Welche Alternative steht denn zur Wahl? Strache würde Österreich noch schneller zu Kärnten machen, die FPÖ kann für jemanden, der bis drei zählen kann, keine wählbare Alternative sein, die Grünen?, die Orangen?

Re: Re: "Beste Schuldenbremse wären Neuwahlen"

Leider haben sie Recht. Es fehlt eine Partei der systemisch denkenden sozialen Mitte. Aber jene, die die Herausforderungen auch nur einschätzen könnten gehen nicht in die Politik; ein viel zu schmutziges Geschäft.

Antworten Antworten Gast: Wos woa unsere Leistung?
07.12.2011 12:39
1 0

Re: Re: "Beste Schuldenbremse wären Neuwahlen"

Kann gar nicht passieren, weil: Was Schulden betrifft ist doch eh schon ganz Österreich "Kärnten", wie Sie es bezeichnen.
Eigentlich ist es doch so, dass die meisten Nationalstaaten auf dem Kontinent versagt und Schuldenberge angehäuft haben, die nie mehr zurückbezahlt werden können.
Es wagt aber niemand die simple Wahrheit "Sie haben da Auto gegen die Wand gefahren" auszusprechen. Doch was sollte man mit jemanden machen, der nicht Auto fahren kann und somit einen Totalschaden verursacht? Richtig... Den Führerschein wegnehmen.
Deshalb kann nur noch die forcierte EU-Integration Abhilfe schaffen. Nicht von heute auf morgen, jedoch mittel-langfristig.

4 1

Auch die konkrete Ankündigung...

...von Strukturreformen inklusive Maßnahmenplan würde Ratin Agenturen sehr schnell vom Willen zum ernsthaften Sparen überzeugen. Aber bei allem was ausgabenseitig den Sparstift ansetzen würde, wird´s unserem Witzfigurenkabinett, auch "Regierung" genannt, schnell wieder viel zu konkret...Da lieber auf einer nebulösen Schuldenbremse ohne konkrete Massnahmen herumreiten...Tja liebe Poster einmal dürft Ihr raten, was sich dadurch ausgabenseitig ändern wird?

Gast: Plach2
07.12.2011 12:10
1 1

Wie lange wollen uns diese Typen noch ver**schen?

"Du hast die größte Schuldenmacher-Partei in der Geschichte Österreichs dazu gebracht, einer Schuldenbremse zuzustimmen!" so Mikl-Leitner zu Spindelegger. (Seit mehr als 10 Jahren stellt die ÖVP die Finanzminister - Molterer, Pröll, Fekter)

ÖVP Wirtschaftsminister Mitterlehner ist für Steuererhöhungen bereit

ÖAAB warnt vor Schuldenbremse - und stimmt im Nationalrat dafür!




Gast: Sepp
07.12.2011 12:06
3 0

Naja

Schuldzuweisungen statt Lösungsversuche. Das ist österreichische Politik. In einer Krise sollte man eher Lösungen suchen ... aber wer erwartet schon was von der Parteiangestellten, Gewerkschafter, Kämmerer, Beamten, Bauernversammmlung?

Gast: Baur4
07.12.2011 12:06
1 0

Das soll eine Schuldenbremse sein?

Die Regierung macht bis 2015
53 Mrd. neue, noch höhere Schulden (Rechnungshofpräsident Moser in der ORF Pressestunde)

Heute: ÖVP Wirtschaftsminister Mitterlehner ist für Steuererhöhungen bereit.

Gestern: VP-Finanzministerin Fekter wendet sich vehement gegen neue Steuern. Der Staat greife den Österreichern ohnehin "schon sehr tief in die Geldbörsen". Das Problem sei nicht, dass es zu wenig Steuern gebe, sondern "dass wir zu viel ausgeben". Der Staat greife den Österreichern - mit einer Steuerquote von 42,8 Prozent - "schon sehr tief in die Geldbörsen". Unser AAA ist nichtgefährdet (Parlament)

3 0

land der schulden, land der steuern ...

vielgerühmtes österreich. ich hoffe, wir werden nach vollbrachter revolte der wutbürger (neuwahlen wären ein traum!) über diese politikerära lachen ....

Antworten Gast: Hardliner 1
07.12.2011 13:04
2 0

Re: land der schulden, land der steuern ...

Hauptsache, es stehen jetzt auch die Töchter in der Nationalhymne. Schulden sind zweitrangig.

0 1

Re: land der schulden, land der steuern ...

Was würde sich denn ausser sinkender Wahlbeteiligung bei den zur Wahl stehenden Parteien ändern? An Strache als heilbringenden Messias gauben nur die wirtschaftlich Unbedarftesten, die Grünen? die Orangen?
Wo bleibt eine wählbare Alternative?

Die Opposition hat hier endlich einmal gehalten

Eine "Schudenbremse" (alleine das Wort ist schon skurril) zu beschließen ohne den Bürgern voher zu sagen, was das an Steuererhöhungen und sozialem Kahlschlag bedeutet, ist schlicht unseriös; aber typisch für diese Politiker, die sich im Übrigen auch nicht scheuen, die Verfassung nach Belieben (z.B. aus wahltaktischen Gründen vor der Steirischen und Wiener Landtagswahl, man erinnere sich...) bedenkenlos zu brechen.

1 1

Re: Die Opposition hat hier endlich einmal gehalten

Nur leider ist diese ausnahmsweise standhafte Opposition nicht in der Lage tatsächlich den Kahlschlag zu verhindern, der uns auch bei der nun eintretenden einfachgesetzlichen Lösung droht.


Ein Liedchen in Ehren...

Welch großer Tatendrang unsere Regierung befallen hat.
Vielleicht sollten wir die neue Version unserer Bundeshymne auch schnell an diverse Investoren senden. Vielleicht beruhigt die "Töchterversion" die Finanzmärkte wieder!


 
1 2 3 4 5 6 78