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Koalitionskrach um Sozialleistungen

09.12.2011 | 18:31 |   (Die Presse)

Schuldenabbau: Schon vor dem Start gibt es massive Differenzen um ein Sparpaket. Kein Pflegegeld mehr für "Bestverdiener"? Die ÖVP läuft gegen "Klassenkampf" der SPÖ Sturm.

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Wien/Ett. In der rot-schwarzen Koalition tun sich tiefe Gräben bei der Frage auf, wo tatsächlich gespart werden soll, um den angestrebten Abbau der Staatsschulden in den kommenden Jahren umzusetzen. Die ÖVP stieg am Freitag auf die Barrikaden. Anlass waren die Sparpläne, mit denen SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter in der „Presse“ vorgeprescht ist: Für „80.000 Bestverdiener“ und „Millionäre“ solle es nach dem SPÖ-Vorschlag demnach bestimmte soziale Transferleistungen wie das Pflegegeld nicht mehr geben.

Das löste in der Volkspartei einen wahren Proteststurm aus. „Statt struktureller Sparvorschläge kommen immer wieder nur neue Belastungsideen“, warf ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch dem Koalitionspartner SPÖ vor. „Sich in alter Klassenkampfmanier hinzustellen und nur zu überlegen, wem man etwas wegnehmen kann, ist dabei zu wenig.“

 

„Nur Schüren von Neid“

In die gleiche Kerbe schlug der ÖVP-Vizeklubobmann und Generalsekretär des Wirtschaftsbundes, Peter Haubner, im Gespräch mit der „Presse“: „Ich kenne von der SPÖ keinen ernst zu nehmenden Sparvorschlag.“ Das „Schüren von Neid“ sei manchen in der SPÖ wichtiger, als durch ausgabenseitige Strukturreformen von den Pensionen bis zur Verwaltung die Zukunft zu meistern. „Neiddebatten schaden dem sozialen Frieden“, warnte ÖVP-Sozialsprecher August Wöginger.

Die Empörung ist in der Volkspartei besonders groß, weil diese durch die SPÖ nach den Familien eine „zusätzliche Belastung“ der Pflegebedürftigen befürchtet. Finanzstaatssekretär Andreas Schieder (SPÖ) hat sich zuletzt ebenso wie ÖGB-Präsident Erich Foglar und SPÖ-Sozialsprecherin Renate Csörgits dafür ausgesprochen, die 2009 eingeführte steuerliche Absetzbarkeit für Kinderbetreuung einzuschränken und lieber Kindergärten auszubauen.

 

Sozialressort hält sich bedeckt

Für das Pflegegeld werden an rund 460.000 Bezieher in Summe rund zwei Milliarden Euro ausgegeben. Der Anspruch auf Pflegegeld, das in sieben Stufen ausbezahlt wird, richtet sich derzeit nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit, nicht nach dem Einkommen.

Kräuter hat das Pflegegeld aber nur als ein Beispiel genannt, bei dem soziale Transferleistungen nur mehr bis zu einer bestimmten Einkommensobergrenze („Ich bin gern bereit, den Begriff Millionäre anzuwenden“) ausbezahlt werden könnten. In der SPÖ werden die Auswirkungen einer derartigen Maßnahme berechnet. Nach verlässlichen Informationen der „Presse“ hat es bereits vor rund zwei Wochen ein SPÖ-Treffen gegeben, bei dem mit der Parteispitze darüber gesprochen worden ist.

Das zuständige Sozialministerium mit Ressortchef Rudolf Hundstorfer (SPÖ) wollte sich auf „Presse“-Anfrage zu den von Kräuter vorgebrachten Sparvorschlägen vorerst nicht äußern. „Das ist jetzt ein Diskussionsprozess.“ Und: „Wir kommentieren das nicht.“ Der grüne Sozialsprecher Karl Öllinger sprach von einer „Sozialschmarotzerdebatte“ von „ahnungslosen Generalsekretären“.

 

Konfrontation um Pensionen

Die ÖVP fordert, endlich über die „wahren Kostentreiber“ und ihr Sechs-Punkte-Sparpaket zu verhandeln. Dazu gehören eine „Notbremse“ bei ÖBB-Zuschüssen, aber auch die Eindämmung von Frühpensionen. In beiden Bereichen will die ÖVP vorerst eine Milliarde Euro einsparen. In der SPÖ gibt es bei den Pensionen Widerstand gegen einen Sozialabbau.

Weiters sollen laut ÖVP-Paket Förderungen „durchforstet“ werden, und es müsse Einsparungen im Gesundheitswesen, in der Verwaltung und beim Beamtendienstrecht geben. Was Förderungen und Subventionen betrifft, so hat auch SPÖ-Geschäftsführer Kräuter betont, dort sei der „Löwenanteil“ an Einsparungen zu holen.

Auf einen Blick

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter hat am Freitag im Gespräch mit der „Presse“ vorgeschlagen, soziale Transferleistungen nur mehr bis zu einer bestimmten Einkommensgrenze auszuzahlen und so Einsparungen vorzunehmen. „80.000 Bestverdiener“ und „Millionäre“ sollten davon betroffen sein. Als Beispiel hat er das Pflegegeld angeführt. Für Kräuter ist das ein Vorschlag zur Umsetzung des von SPÖ und ÖVP beschlossenen Abbaus der Staatsschulden. Den „Löwenanteil“ sollten Einsparungen bei den Subventionen einbringen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.12.2011)

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128 Kommentare
 
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Es gibt genügend Einsparpotenzial

Es gibt genügend Einsparpotenzial ohne die Steuern zu erhöhen. Ein paar Beispiele: OEBB, Verwaltung, Nationalbank usw.

Keine Ahnung warum die Regierung hier nicht tätig wird.

Nicht zu vergessen

** Viel zu hohe Förderungen der Bauern
** Viel zu hoher Steuerpauschalbetrag
(€ 100.000,-) der Bauern (in
Deutschland € 20.000,-
** Lächerlich geringe Grundsteuer für
Bauern
** Geförderter Diesel für Bauern
** Viel zu viele Beamte (50% reichen)
** Viel zu hohe Beamtengehälter und
Beamtenpensionen
** Gruppenbesteuerung für Konzerne
** etc.

warum...

warum nur will die spö dieses land komplett ruinieren !?

Re: warum...

Warum Millionäre Sozialleistungen erhalten verstehe ich auch nicht.

Hier sollte man auch den Sparstift ansetzen. Dieser Vorschlag der SPÖ ist sehr vernüftig.

Lustig.

Das Kürzen von Sozialleistungen ist für die ÖVP plötzlich eine "Belastungsidee". Nächstens werden dann neue Steuern ausgabenseitig erhöht oder wie?

Die Rückkehr des Totalitarismus in den Kommentaren?

Man sollte sich anschauen, was in den 30iger Jahren passierte. Die Krise hat die Banken erwischt und danach die Industrie, ... am Ende Arbeitslose, die ihre Sparkonten schon vorher verlofen hatten. Die politischen Folgen sind bekannt.
Diesmal hat die Politik klüger reagiert - aber nicht bedacht, dass die Radikalen trotzdem wieder aus ihren Löchern kriechen.
Wem dient es denn, wenn bei einem Lebensstandard, der 1000e% höher ist, als 1934 wieder von Bürgerkrieg usw. geschrieben wird? Plötzlich sind Gesetze nur mehr dazu da um geändert zu werden. Expertenregierungen - wir werden sehen, was herauskommt. Bisher hat das immer nur für kurze Zeit funktioniert. Ehrenamtliche Parlamentarier - hurra endlich kommen wieder nur die ins Parlament, die es sich auch leisten können - vollkommener Unsinn!
Auch die Schauermärchen, die hier überall erzählt werden, stammen aus der braun/roten Sudelküche.
Wahrscheinlich geht es nur mit einer Finanztransaktionssteuer, der Abschaffung von 10% der Bezirkshauptmannschaften (mindestens -1 pro Bundesland), der Reduktion des Bundesrates (oder Ersatz durch die LH-Konferenz), Schaffung von Gemeindeverbünden, Zusammenlegung einzelner Sozialversicherungsträger, Verkleinerung des Nationalrates auf das vor Kreisky-Niveau von 165, ...

Gast: holifax
11.12.2011 09:55
3 0

Sozialleistungen

für die,welche es wirklich brauchen und nicht mehr nach dem Giesskannenprinzip.Alles andere ist nicht stimmig !
Aber natürlich hat die ÖVP auch recht,wenn sie meint, bei anderen Kostentreibern wie Frühpensionierungen und ÖBB müssen auch die Konsequenzen gezogen werden.
Und natürlich gehören die Fördertöpfe reformiert....,und das Gesundheitssystem(eines der teuersten von ganz Europa,trotzdem nicht effektiver!)
Liebe Regierung, hört doch auf herumzustreiten,geht doch an die Arbeit !!!
Es ist endlich Zeit die Hemdsärmel aufzukrempeln und gemeinsam den Kurs,in einem für alle erträglichen Maße, zu ändern.


Volle Zustimmung !!


övp - die wirtschaftspartei.

aber bitte nur dann, wenn der knödel in den eigenen taschen bleibt. alles andere nennt sich "klassenkampf" und ist furchtbar böse...

Gast: Ösi
10.12.2011 22:35
4 1

Es wird uns nichts übrig bleiben als ein paar hundert Millionen beim Sozialen einzusparen.

Damit treiben wir die Milliarden auf, die wir für die Beamten brauchen, die uns so sicher durch alle Krisen führen.

so long
Ösenpower

Gast: Ich wähl die Schwarzen nie mehr wieder
10.12.2011 21:45
3 2

Mit der ÖVP ist doch kein Staat mehr zu machen. Vorschlag: 20 Jahre in die Opposition und aushungern lassen!


Es reicht!
Die ÖVP ist reif für die "Unter-20%-Marke"!!!!!!

Gast: odin C.
10.12.2011 21:41
2 0

Topverdiener brauchen doch keine Sozialleistungen!


Die ÖVP beweist ihre absolute Unfähigkeit.
Sie ist zur minderwertignen Pfründenlobby geworden.

Die Millionäre werden es richten....

Ich frag mich, wer auf derart plumpe Ablenkungsversuche reinfällt.
Eine Ablenkung vom Umstand nämlich, dass alle zur Kassa gebeten werden sollen, was wiederum bedeutet, dass zuvorderst die Mittelschicht als echte Zahler herangezogen werden.

Angeblich gibt es 80000 Millionäre. Diese zu treffen, ist aus mehreren Gründen (Bankgeheimnis etc) ein Ding der Unmöglichkeit.

Bislang gibt es weder hinsichtlich Sparens noch Vermögens strukturelle Vorschläge, sondern dominieren nur Worthülsen.
Sogar das profil ortete im Sozialbereich (sowie bezügl. Transferzahlungen) einen Molloch mit leistungsfeindlichen Tendenzen.

Das Dilemma sind die Wähler vorrangig der SP, zählen diese doch mehrheitlich nicht zu dem (noch) knappen Drittel, das im Lande als Netto-steuerzahler fungiert.

Gast: Kastengeist und Standesdünkel (wir werden gemeinsam untergehen) gehören schleunigst abgeschafft
10.12.2011 16:42
4 0

Davon predige ich seit 20 Jahren.

Mit den diversen Transferzahlungen an die Reichen, sind wir ja wohl eines der dümmsten Euroländer. Eine offensichtliche Rücksichtslosigkeit den Staatsfinanzen gegenüber(immer schön auf Kosten der finanziell Ausgelaugten), ist dabei nicht mehr zu übersehen. Die tiefe Bitternis breiter Bevölkerungsschichten darf inzwischen als Realität angenommen werden. Auch darf es für die Mega-Einkommensbezieher keine Steuerfreibeträge, Urlaubs-wie Weihnachtsgelder mehr geben. (…) betteln nicht um Solidarität, nur, wenn unseren „Privilegienhascherln“ für Strom und sonstige anfallende Lebenshaltungskosten dieselben Unkosten entstehen wie unsereinem, stimmt finanztechnisch wohl vieles nicht mehr. Sie sind es die unseren malträtierten Sozialstaat von hintenherum aussaugen. So kann und darf es nicht mehr weitergehen!!! Ein radikaler Schlussstrich muss gezogen werden. Wohnbeihilfen und verbilligte Essen-Bons für inzwischen steinreiche Politiker u.a. Mitläufer-do legst di nieda und stehst nimmer auf-gehören aufs rascheste abgeschafft. Der Selbstbedienungsladen hat für die „Futtertrogspezialisten immer Saison. Bei freiem Eintritt wird eiskalt mit schmarotzt. Die in vielen Reden strapazierte Loyalität und die seit langem nicht mehr wahrgenommene Solidarität, sind mit diesem rücksichtslosen Nehmerqualitäten schon ein ganzes Weilchen ad absurdum geführt.

Gast: Fertil Leiser
10.12.2011 16:34
0 2

Ich glaub, die Klimakatastrophe haben wir uns hart erarbeietet!

Arbeit macht die Welt kaputt!

Gast: Denkanstoß
10.12.2011 16:27
0 4

Die Summe der sozialisierten Nachteile Eurer Arbeits/Leistungswut ist immer größer als die Summe der privatisierten Vorteile !

Die Arbeitswütigen haben den Owizahrern also nichts vorzuwerfen!

Antworten Gast: die matrix
11.12.2011 09:25
2 1

Re: Die Summe der sozialisierten Nachteile Eurer Arbeits/Leistungswut ist immer größer als die Summe der privatisierten Vorteile !

Was die Produktion von Tonnen an Ramsch betrifft, so haben Sie recht. Braucht kein Mensch. Doch es gäbe eine Menge Arbeit, die nicht "erledigt" wird, weil schlicht niemand das Geld hat, sie zu bezahlen. (Infrastruktur, Pflege,....)

Gast: Han
10.12.2011 15:41
4 0

Dieses Land

ist und bleibt ein unverschämter Steuer- und Abgabenstaat und werden anstelle geringer Abgaben seit Jahrzehtnen zu Lasten des kleinen Verdieners ständig alle möglichen Abgaben erhöht, sowie Energie und Tabak und permanent Steuern von der Steuer eingefordert.

Dafür werden mit aller "Barmherzigkeit" Sozialleistungen ausbezahlt anstelle der Bevölkerung netto mehr Geld in der Tasche zu lassen

Es ist ein reiner Zufall, dass mit dieser Verblödungspolitik das Staatsschiff noch nicht untergegangen ist und ist dies alleiniges Verdienst der Fleissigen.

Die Zuwandererproblematik ist nur ein geringer Teilbereich und nicht das Hauptproblem. Das Hauptproblem sind die heutigen politischen Parteien, die in diesem Land nichts weiter bringen und mit ihren zahlreichen Abgeordneten zu Lasten des Steuerzahlers herumsitzen!


Futtertröge

Mit Milliarden werden die rot-schwarzen Futtertröge gefüllt damit sich die Politiker, die Parteien und ihr Klientel daran mästen können ""

Die haben alle noch nicht begriffen, was wichtig ist!

Es ist eine alte Weisheit, dass man auf Pump besser lebt als beim Sparen!
Deshalb muss jedes Sparen des Staates die Kaufkraft senken und zu einem Wohlstandsverlust führen.
Das Einzige, was verhindern kann, dass energisches Sparen zu Verarmung führt, sind mehr Innovationen und mehr Investitionen, die mit zusätzlichem Wirtschaftswachstum und mehr Arbeitsplätzen gegensteuern.
Geld für ertragreiche Investitionen kann aber nur von den "Reichen" kommen, weshalb es völlig verkehrt ist, denen Geld, das sonst investiert werden würde, mit mehr Steuern abzuknöpfen.
Das Gegenteil von Investitionen sind Sozialausgaben, dort wird das Geld verkonsumiert, von dort gibt es keinerlei Investitionen.
Wenn kein Weg mehr am Sparen vorbeiführt, müssen daher zu allererst übertriebene Sozialausgaben gesenkt und nicht die Reichen besteuert werden. Nur so kann Armut vermieden und das Sparen sozial verträglich gemacht werden!

Gast: Leon Ding
10.12.2011 13:47
4 0

Nun mal sachlich

Ich kann mich tatsächlich noch erinnern, dass verschiedene Transferzahlungen einkommensabhängig waren! Was ist schlecht daran, nur denen zu geben, die es auch brauchen? Eine soziale Staffelung, die sich nicht nur an den Millionären orientiert, müsste doch konsensfähig sein.

Antworten Gast: Eleonora K.
12.12.2011 15:15
1 1

Re: Nun mal sachlich

Wenn ich mir die Kommentare durchlese frage ich mich, warum überhaupt noch jemand arbeitet. Es dürfte allgemein angenommen werden, dass die diversen Sozialbeiträge vom Himmel fallen. In der Praxis ist es so, dass einer, der mehr verdient, auch mehr Abzüge hat, mit oder ohne Freibeträge. Und die meisten Leute sind nicht die Caritas, sie wollen für ihre Beiträge auch die Leistungen, für die sie einzahlen.

Re: Nun mal sachlich

Ich kann mich aber auch erinnern, daß die SPÖ vehement das "Gießkannenprinzip" förderte, mit dem Argument, man könne die Armen ja nicht so diskriminieren und sie als Bittsteller um die staatlichen Unterstützungen betteln zu lassen!

Gast: ÖVP goes FDP
10.12.2011 12:21
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freier Fall

Die ÖVP hat sich gerade wieder aus ihrem Umfragentief erholt, aber keine Sorge, mit konsequenter Politik für die Superreichen werden sie den Weg der FDP gehen, bei uns dauert es eben ein bißchen länger.

Re: freier Fall

geh bitte, das einzutreiben kostet mehr als es bringt

wie wäre es, ÖBB Frühpensionierung erst ab 60 zuzulassen? oder sind das zu viele SPÖ Wähler?

Re: Re: freier Fall

Meinen Sie, ein aktiver ÖBBler wäre so viel billiger als ein pensionierter?

 
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