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Darabos gegen SP-Kräuter: Eurofighter nicht verkaufen

02.01.2012 | 14:54 |   (DiePresse.com)

Die parteiinterne Idee, die Abfangjäger zu verkaufen und die Überwachung des Luftraums abzugeben, stößt bei Verteidigungsminister Darabos auf Ablehnung. Der Vorschlag sei "nicht ausgegoren".

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In der SPÖ kündigt sich dicke Luft an: Denn Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) erteilte dem Vorstoß von SP-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter, die teuren Eurofighter anderen EU-Staaten zum Verkauf anzubieten am Montag eine Abfuhr. Auch die Überwachung des Luftraumes werde nicht an Nachbarstaaten abgegeben werden. "Ich bekenne mich klar zur immerwährenden Neutralität und die selbstständige Luftraumüberwachung durch das Österreichische Bundesheer ist ein integraler Bestandteil davon", sagte Darabos.

Die Opposition übte am Montag heftige Kritik an der SP-internen Debatte. Während die ÖVP ihren Koalitionspartner als "Unsicherheitspartei" brandmarkte,  kritisierte FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl das "Tohuwabohu im Verteidigungsministerium". BZÖ-Wehrsprecher Kurt List wurde sogar persönlich und nannte Kräuter einen "Politkasperl".

"Nicht ausgegorene Sparidee"

Den Spareffekt, der durch einen Verkauf der Eurofighter erreicht werden könnte, bezeichnete Darabos als "enden wollend". "Wir müssten die Eurofighter schließlich durch anderes Gerät ersetzen. Diese "vielleicht gut gemeinte, aber sicher nicht ausgegorene Sparidee ist somit zu verwerfen", so der Minister.

Darabos erinnerte auch daran, dass es ihm bereits gelungen sei, durch Nachverhandlungen beim Eurofighter-Vertrag 370.000 Euro einzusparen. "250.000 Euro davon sind cash an die Republik gegangen", sagte Darabos. Möglicherwiese kennt der Minister freilich die eigenen Zahlen nicht. Laut Rechnungshof wurden nämlich durch die Verringerung der Stückzahl und Ausstattungsreduktion 267 Millionen Euro eingespart.

Eurofighter: Eine Affäre ohne Ende

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Dennoch betonte Darabos, in seinem Ressort bereits sinnvolle Sparmaßnahmen gesetzt zu haben und verwies auf die Reduktion von schwerem Gerät (bis 2014 werden zwei Drittel der Panzer ausgesondert), Liegenschaftsverkäufe und Personalmaßnahmen (1.000 Bedienstete werden eingespart, 200 davon wechseln ins Innenministerium, 400 ins Finanzministerium). "Wer aber glaubt, das Budget kann allein über das Bundesheer saniert werden, der geht fehl", sagte Darabos.

Ausstieg bei Korruptions-Nachweis

Anders würde die Sache freilich aussehen, sollte - wie auch Kräuter hofft - Österreich durch die laufenden Vorerhebungen der Staatsanwaltschaft gegen Ex-Verteidigungsminister Herbert Scheibner (BZÖ) die Ausstiegsklausel im Kaufvertrag für die Eurofighter aktivieren können. "Sofern da Korruption vorliegt, kann ein Ausstieg geprüft werden", sagte ein Sprecher der Verteidigungsministers am Montag. Ob es dann aber auch wirklich zu einer Rückabwicklung der Geschäfte kommt, hänge von der Frage ab, ob man dabei Ersparnisse erzielen könnte.

In Scheibners Amtszeit als Verteidigungsminister war die Typenentscheidung für die Abfangjäger gefallen. Der Korruptionsverdacht gründet darin, dass er - Jahre nach seiner Zeit als Verteidigungsminister - für die Eurofighter Jagdflug GmbH tätig war. Unter anderem soll er sich für eine Präsentation der Flieger in einem arabischen Land eingesetzt haben. Dafür hat er laut eigenen Angaben ein Jahr lang monatlich je 5.000 Euro von Eurofighter erhalten. Scheibner wies jegliche Korruptionsvorwürfe zurück und betonte, zu 100 Prozent korrekt gehandelt zu haben.

(APA/Red.)

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429 Kommentare
 
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Gast: Kraut und Rüben
06.01.2012 16:43
0 0

Meiner Meinung nach sollte man alle Belange der Kriegsführung dem Militär überlassen

und dieses sollte die israelischen Strukturen einführen.

Gast: Lukas
03.01.2012 17:45
1 0

vielleicht kann man auch die ÖBB verkaufen

die Deutsche Bundesbahn wird viel kostengünstiger die Aufgaben der ÖBB übernehmen...

Antworten derpradler
04.01.2012 10:35
0 2

Re: vielleicht kann man auch die ÖBB verkaufen

Schwachsinn pur!

Antworten Gast: Der mit der Bahn fährt
03.01.2012 19:44
1 0

Re: vielleicht kann man auch die ÖBB verkaufen

Gute Idee!

census
03.01.2012 16:42
1 0

Verkaufserlös abzüglich Schmiergelder ergäbe = 0!

Man könnte den Pleitegeier zur Luftüberwachung abrichten!

Antworten Gast: Vogelexpertte
03.01.2012 19:47
0 0

Re: Verkaufserlös abzüglich Schmiergelder ergäbe = 0!

Diese Überlegungen wurden bereits vor geraumer Zeit angestellt.
Dabei hat sich aber herausgestellt:
1. Der Pleitegeier ist zu langsam.
2. Er ist zu schwach, kann die schwere Bewaffnung nicht hatlen.
3. Er ist schon zu alt, seine Sehschwäche entspricht nicht mehr den modernen Zieleinrichtungsgeräten.
4. Er ist unzuverlässig, lässt sich leicht ablenken.
5. Wir haben nur einen! Wenn der hin ist, ham ma goar kan mehr!!!

Gast: nK
03.01.2012 15:18
0 0

Experten ?

Kräuter auf die Frage er solle mit Experten reden:

Kräuter: "Mit wem?"

mistral_56
03.01.2012 10:02
1 0

Nachwehen

Diese Wortspende kann man nur als Nachwehen eines kapitalen Neujahrsrausches sehen.

Allerdings: derartige Aussagen werden bei den Parteien auch in (vermutlich) nüchternem Zustand gemacht.

Gast: Papa Schlumpf
03.01.2012 09:59
0 1

Wenn dann kein Eurofighter mehr den Überschall knallen läßt, ja wer wird dann die armen Hunderl schrecken?

Und müssen dann die Schwarzen und Blauen die Schmiergelder anteilig zurückzahlen?

Antworten Gast: elbeastoh
03.01.2012 16:40
0 0

Re: Wenn dann kein Eurofighter mehr den Überschall knallen läßt, ja wer wird dann die armen Hunderl schrecken?

ja klar, wenn man 0 aufteilt... bissl größer ist da glaub' ich der spö anteil, ah pardon, das war ja rapid ...

Antworten Gast: Pilot Schlumpf
03.01.2012 13:54
0 0

Re: Wenn dann kein Eurofighter mehr den Überschall knallen läßt, ja wer wird dann die armen Hunderl schrecken?

Ja,wer wird die armen Hunderl und viele andere Viecherl und Touristerln und und ...erschrecken?Keine Sorge,wer immer den Job übernehmen würde,der würde schon sorgen,daß es gehörig kracht,ohne sich Gedanken zu machen.Piloten müssen doch üben:Interception,lowlevel,touch and go und das geht doch wunderbar im Rheintal,Inntal,Drautal,entlang der Donau,über den Seen und ich glaube nicht,daß es einen Minister des Auslandes interessiert,was wir Ösis empfinden ausser wenn er hier Urlaub macht.Genau so wenig wie Wrabetz mit
seinem Schreibtischpelinkhasen oder die
EU mit dem Alpentransit.There is much more between heaven and earth as there is dreamt of in your mind,Kräuterio

Antworten Antworten Gast: MKU
03.01.2012 19:51
0 0

Re: Re: Wenn dann kein Eurofighter mehr den Überschall knallen läßt, ja wer wird dann die armen Hunderl schrecken?

Unsinn. Überschallflüge werden hauptsächlich über dem Atlantik, dem Mittelmeer, Wüstengebieten geübt.
Die Deutsche Luftwaffe hat deswegen z. B. Stützpunkte in den USA und in Italien, fliegt aber auch über der Nordsee.
Österreich ist für Überschall-Übungsflüge gänlich ungeeignet.

Inquisitor
03.01.2012 09:47
2 0

Mitverteidigung durch NATO-Staaten?

Das wird nicht billig!

Zunächst muss man wissen: es gibt (in steigender Intensität geordnet)Luftraumüberwachung (Air Surveilance), Luftraumsicherung (Air Policing) und Luftraumverteidigung (Air Defence).

Jedes NATO-Mitglied hat als Eigenleistung die Luftraumsicherung zu erbringen, damit ist die Luftraumüberwachung selbstverständlich abgedeckt, nur im Verteidigungsfall greift der Verbund (Beistandspflicht). Also nicht einmal NATO-Mitglieder haben die Möglichkeit, sich mitüberwachen zu lassen.

Ein neutrales Land hätte alle Aufgaben in Eigenleistung zu erfüllen.

Zufolge der politischen Entscheidungen ist das ÖBH aufgrund seiner personellen und materiellen Ausrüstung in der Lage:

- Luftraumüberwachung ständig
- Luftraumsicherung über einen begrenzten Zeitraum
- Luftraumverteidigung räumlich punktuell über einen noch kürzeren Zeitraum

durchzuführen.

So moralisch verwerflich es auch sein mag, aber rein finanziell gesehen ist das Aufrechterhalten der Neutralitätslüge (weder politisch neutral zu sein noch die Mittel bereitzustellen, die Neutralität angemessen zu verteidigen - nach Schweizer Muster) die günstigste Lösung.

Dennoch: die Glaubwürdigkeit Österreichs wird auch daran gemessen...

Gast: axt2000
03.01.2012 09:01
0 0

Das neutrale Irland

bewältigt seine LRÜ auch ohne teure Kriegsjets und ohne ein anderes Land um Hilfe zu bitten. Die haben ganz einfach die Flugzeuge beschafft, die ein neutrales Land ohne kriegierische Nachbarn braucht .... und die sind viel billiger als EF.

Antworten Gast: alatheus
03.01.2012 14:28
0 0

Re: Das neutrale Irland

Wenn ich es richtig recherchiert habe, hat Irland seit 18 Jahren (mit der Ausscheidung der Fouga Magister) keine aktive LRÜ mehr. Und diese scheint auch nicht von einem anderen Staat wahrgenommen zu werden.

Gast: radius
02.01.2012 23:29
0 0

Den Kräuter hat wohl eine Rakete getroffen,

endlich ein Daraboscher Lichtblick.

Gast: Gefahr in Verzug!
02.01.2012 22:29
7 0

Hört, hört, Lauras kongenialer männlicher Counterpart hat wieder eine neue Schnapsidee ...

... da kann man nur einen einzigen Neujahrswunsch:

weg mit diesem wild daherbrabbelnden Gelichter und zwar schleunigst und ratzekahl!

Einzig im raschen und effizienten Verzocken von allem und jedem sind diese Lemuren prima!

Uns halten diese grassernden Parasiten im Alpenzoo Österreich nur als auszuweidendes Getier.

SPÖ = von nichts eine Ahnung, Ignoranz pur, dafür jedoch superst bezahlt: da stimmt doch etwas nicht hinsichtlich der vielzitierten sozialen Gerechtigkeit!?

Ein Horror, sich tagaus tagein dieses idiotische Gelaber anhören zu müssen! Eine Qual!

Bin schon allergisch auf diese Visagen.

Wann haben wir sie alle nur endlich los?

Gast: Kasimir
02.01.2012 22:26
0 0

Lachen oder Weinen

Zig Milliarden für die Anschaffung der Eurofighter. Laufende Kosten degradieren das Bundesheer zum Pfadfinderverein. Und dann können die Spasten nicht mal ein einmotoriges Kleinflugzeug im österr. Luftraum einholen.

4 0

Re: Lachen oder Weinen

Ich habe das Gefühl, Sie haben (und das ist gut so) keine Ahnung, was sich tagtäglich über unserem Staatsgebiet abspielt, und was von unseren Jungs aus unserem Luftraum begleitet/verscheucht (nennen Sie es wie Sie wollen) wird.

Antworten Antworten Gast: Young and good
03.01.2012 09:14
0 1

Re: Re: Lachen oder Weinen

WAS FÜR EINE BEDROHUNG!
Nur weil ein paar Flugzeugerl über Österreich herumfliegen. Gehn's Hör'ns auf mit den Bledsinn!

Antworten Antworten Gast: yes 4
03.01.2012 09:03
0 0

Scherz

oder Wahn? Zu tief ins Glas geschaut?

Antworten Antworten Sprachrohr
03.01.2012 08:25
1 0

Re: Re: Lachen oder Weinen

Unter den Umständen unter denen unsere Jungs und Mädls beim Bundesheer arbeiten müssen leisten sie ohnehin beste Arbeit.

Keynell
02.01.2012 21:18
3 0

Vollkommenes Unwissen

Bitte dringend Geschichte lernen.
Marchiavelli lesen.
Nachdenken wer die größten Opferzahlen in Yugoslavien hatte.
Es gibt Meinungsäußerungen und vollkommen geistige Aussetzer. Der Artikel ist leider das Letztere.


Gast: Franzia
02.01.2012 21:16
1 13

wozu müssen wir den Luftraum überwachen

kostet alles zuviel Geld. Wenn sie das in die Gesundheit und Krankenpflege investieren, könnten alle Menschen bis 65 Jahre Arbeiten gehen. Wir brauchen weder Panzer noch Abfangjäger. Alles Verkaufen. Die in Brüssel sollen ein Berufsheer für alle in der EU gründen.
Die Erhaltung der Flieger und Panzer was die beide an Benzin und Cerasin brauchen ist zu teuer, für das wir sparen müssen.

Antworten Gast: Nachvorngucker
03.01.2012 09:12
0 1

Re: wozu müssen wir den Luftraum überwachen

Sehr vernünftiger Vorschlag, das mit der EU-Armee, der die ewiggestrigen Nabelgucker logischerweise auf die Palme bringt. Aber die können das eh nur mehr bremsen und somit verteuern. Aufhalten können sie das nicht mehr.

Antworten MiFi
03.01.2012 08:24
0 1

Die in Brüssel sollen ein Berufsheer für alle in der EU gründen

brilliant - dann kann Europa endlich seine globale Sicherheitsrolle spielen und die ökonomischen europäischen Interessen richtig schützen

 
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