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Volksanwältin: Entschuldigung fehlt viel zu oft

01.02.2012 | 18:13 |   (Die Presse)

Es gebe so etwas wie eine „Angst“ der Behörden davor, sich beim betroffenen Bürger zu entschuldigen. Bürger, die von der Verwaltung falsch behandelt wurden, sollen entschädigt werden können.

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Wien/Aich. Wer bei Behörden zu Unrecht auf Granit biss, kann sich bei der Volksanwaltschaft beschweren. Diese darf die Missstände dann auch offiziell festhalten. Doch es fehle eine ordentliche „Entschuldigungskultur“ in Österreich, klagte Volksanwältin Gertrude Brinek am Mittwoch bei einem Pressegespräch.

Es gebe so etwas wie eine „Angst“ der Behörden davor, sich beim betroffenen Bürger zu entschuldigen, wenn etwas schiefgelaufen ist. Dies müsse sich rasch ändern. Zudem wünscht sich Brinek sogar, dass Bürger als Entschuldigung Geld erhalten können. Gleichzeitig gibt sie sich keinen Illusionen hin und glaubt, dass dieser Punkt auf die Schnelle nicht verwirklicht wird. „Das ist das Ziel, das ich dann als 80- oder 90-Jährige erreicht sehen möchte“, sagte Brinek.

Die Volksanwältin, die am Samstag ihren 60. Geburtstag feiert, warnte zudem davor, dass ein kompletter Aufnahmestopp bei Beamten für Probleme sorgen könnte. Man dürfe nicht „mit dem Rasenmäher einsparen“. Es gebe Bereiche, wo der Aufnahmestopp kein Problem sei, und andere Bereiche, wo es Nachbesetzungen geben müsse.

Ihre Erfahrungen als Volksanwältin hat Brinek in einem Buch („Vom wahren Leben im Rechtsstaat“, Styria) verarbeitet, das Mitte Februar präsentiert wird. „Das wahre Leben im Rechtsstaat ist ein anderes, als es sich die Rechtsstaatsschreiber vorgestellt haben“, meinte die Juristin mit Blick auf ihre Erlebnisse. Gleichzeitig gebe es aber auch unberechtigte Beschwerden, denn es herrsche „viel Unsinn und Naivität bei Bürgern“. So komme es immer wieder vor, dass sich diese überhaupt nicht um Berufungsfristen scheren.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.02.2012)

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8 Kommentare
Gast: so etwas
04.02.2012 08:32
0 0

Uebersetzung

Ich erhalte EUR 20.000/Monat um die Bevoelkerung mit meinem blabla zu belaestigen.

Gast: Gast2
03.02.2012 20:35
2 0

Kosten im Verwaltungsverfahren

Man bekommt in einem Verwaltungsverfahren nicht einmal die Verfahrenskosten ersetzt, wenn man zur Gänze Recht bekommt. Eine Schande für einen Rechtsstaat!
Nur finanziell bestens ausgestattete Bürger können es sich leisten, ihre Rechte gegenüber Behörden in einem Verwaltungsverfahren durchzusetzen. Die Mehrheit der Bürger kann von Behörden schikaniert werden, ohne sich tatsächlich dagegen wehren zu können!

Dieser Missstand gehört schnellstens behoben!

Gast: Wirtschaftler
02.02.2012 16:22
3 0

Meine Meinung:

Früher (80-iger Jahre) war die Volksanwaltschaft eine echte Anlaufstelle für Bürger. Jetzt aber dient diese Insitution meiner Meinung nach- und ich durfte die werte oben angesprochene Dame in ihrem Amt kurz kennenlernen- eher als Versorgungsposten für "verdiente" Politikerpensionäre. Denn zwischen der gestellten Aufgabe, etwas für die Bürger zu bewegen, und der Realität, möglichst wenig Staub aufzuwirbeln, um den lieben politischen Freunden nicht zu schaden, liegen Welten wenn nicht gar die Dimensionen eines Weltalls.
Es ist an der Zeit für die BürgerInnen dieses Landes, sich langsam nach etwas Effizienteren umzusehen.

Gast: kriticus
02.02.2012 14:36
0 0

die Volksanwaltschaft in der Kritik

die seltsamen Entscheidungen der VA und kritik an deren Taetigkeit kann man neuerdings hier finden

www.volksanwaltschaft.org

Gast: gast xyz
02.02.2012 07:13
1 0

Das wahre Leben im Rechtsstaat

Beamte als Kollegen nehmen keine Rücksicht auf Behinderte Menschen. Dafür sollte es Höhere Strafen geben. Zb. Sozialdienst ein Jahr lang am Wochenende. Dabei könnten die dem Unterschied vom Gesunden Menschen und eines Behinderten Menschen erfahren.

bula sagt
01.02.2012 22:58
2 1

liebe presse

ordentlich recherieren.
ist in zeiten von google und wikipedia für halbwegs lesefähige eine minutenangelegenheit.
dr. phil. gertrude brinek ist (gelernte) volks- und hauptschullehrerin. und eine öaab niederösterreicherin mit dazugehörigem geistigen hintergrund.
wurde unter "kollegin" gehrer ("strickliesl") trotz mehrheitlicher ablehnung wegen mangelnder wissenschaftlicher leistungen ab 2003 an der uni wien definitiv gestellt.
denn bürgern - von einer unzahl gesetzlicher regelungen, unzuständigen behörden und präpotenten beamten gequält - erst einmal unsinn und naivität zu unterstellen bzw die versäumnis von berufungsfristen, zeigt nur allzu deutlich, dass die "gute" frau anscheinend wenig ahnung vom "wahren leben im rechtsstaat" hat.
hat ihre vorgängerin fekter in der volksanstalt eine lücke gross wie eine schottergrube hinterlassen, so hat brinek die rasch gefüllt.
allerdings mit wenig substantiellem.

bula sagt
01.02.2012 22:58
0 1

liebe presse

ordentlich recherieren.
ist in zeiten von google und wikipedia für halbwegs lesefähige eine minutenangelegenheit.
dr. phil. gertrude brinek ist (gelernte) volks- und hauptschullehrerin. und eine öaab niederösterreicherin mit dazugehörigem geistigen hintergrund.
wurde unter "kollegin" gehrer ("strickliesl") trotz mehrheitlicher ablehnung wegen mangelnder wissenschaftlicher leistungen ab 2003 an der uni wien definitiv gestellt.
denn bürgern - von einer unzahl gesetzlicher regelungen, unzuständigen behörden und präpotenten beamten gequält - erst einmal unsinn und naivität zu unterstellen bzw die versäumnis von berufungsfristen, zeigt nur allzu deutlich, dass die "gute" frau anscheinend wenig ahnung vom "wahren leben im rechtsstaat" hat.
hat ihre vorgängerin fekter in der volksanstalt eine lücke gross wie eine schottergrube hinterlassen, so hat brinek die rasch gefüllt.
allerdings mit wenig substantiellem.

Gast: Plach2
01.02.2012 21:21
4 0

"Alles für die Fisch"!

Weil ein Familienvater seine Bauplätze nicht spottbillig an den Freund (und Baumeister) des Bürgermeisters (ÖVP) verkauft hat verschwanden wenig später von seinem alten Haus die Unterlagen aus dem Bauakt auf der Gemeinde. Auf einmal war sein Haus "unbewohnbar" und die Familie musste weg ziehen!

Der Bezirkshauptmann (ÖVP)
der Landeshauptmann (ÖVP),
die Volksanwältin (ÖVP)
bestätigten alle "die Richtigkeit der getroffenen Maßnahme".

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