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Einigung bei Pensionen, Gespräche in den Ferien

05.02.2012 | 09:40 |   (Die Presse)

Das Sparziel von zwei Milliarden Euro dürfte im Jahr 2012 zwar verfehlt werden. Maßnahmen benötigen Zeit, bevor sie Geld in die Kasse spülen können. Langfristig will man bei den Pensionen aber 7,8 Mrd. sparen.

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Wien. Offiziell gibt sich die Regierung weiterhin schweigsam, wenn es um die Frage geht, wie das Budget konkret saniert werden soll. Hinter den Kulissen wird aber viel geredet. So wird kommende Woche trotz angelaufener Semesterferien (in Wien) weiterverhandelt. Die Sechsergruppe mit drei ÖVP-Ministern (Maria Fekter, Johanna Mikl-Leitner, Reinhold Mitterlehner) und drei SPÖ-Vertretern (Rudolf Hundstorfer, Staatssekretäre Andreas Schieder, Josef Ostermayer) wird am Werk sein. Kanzler Werner Faymann und Vizekanzler Michael Spindelegger sollen „bei Bedarf“ dazustoßen, erklärte am Samstag ein Kanzlersprecher.

Weitgehend einig soll man sich bei den Pensionen sein, das sagte Spindelegger zumindest im „Kurier“. So soll es „keine Invaliditätspension mehr vor 50“, sondern ein Reha-Geld-Modell geben. Außerdem soll das Antrittsalter bei der Korridorpension und der Hacklerregelung von 62 auf 63 Jahre angehoben werden. Der ÖVP-Chef erwartet zudem, dass bis 2016 das Antrittsalter um 1,5 Jahre steigt und bis 2020 noch einmal um 2,5 Jahre. Für die bestehenden Pensionen hat man nach Angaben Spindeleggers den Pensionistenvertretern zwei Modelle vorgelegt, von denen sie sich eines aussuchen könnten. Insgesamt soll es bei den Pensionen bis zum Jahr 2016 Einsparungen von 7,8 Milliarden geben. In einem anderen Interview sprach Spindelegger gar von „richtigen Hämmern“, die die Koalition plane.

Faymann: Null-Runde kommt „nicht in Frage"

Faymann gab sich am Samstag zurückhaltend: „Es gibt keine abgeschlossenen Vereinbarungen zu Pensionen, Pensionsrecht und Beamten. Ich halte es nicht für zielführend, mit einzelnen Punkten an die Öffentlichkeit zu gehen", sagte er in Richtung Spindelegger. Auch wolle er die Details, die der Vizekanzler ausgeplaudert hat, nicht kommentieren. Eine in den Raum gestellte Null-Runde bei Pensionisten komme aber „nicht in Frage"; ebenso wenig Kürzungen bei Pensionen unter 1000 Euro pro Monat.

SP-Sozialminister Rudolf Hundstorfer betonte in einer Aussendung, er wollte nichts von einer Erhöhung des Antrittsalters bei der Korridor-Pension wissen. Auch eine angebliche Erhöhung des Antrittsalters von 62 auf 63 Jahre bei der Hacklerregelung bestätigte er nicht. Dies sei „nicht Teil des Pensionspaketes, das von der Regierungskoalition ausverhandelt wird", so der Minister.

Sparziel könnte verfehlt werden

Generell zeichnet sich für heuer ab, dass das Sparziel von zwei Milliarden Euro pro Jahr verfehlt werden könnte. Denn die Maßnahmen benötigen Zeit, bevor sie Geld in die Kasse spülen können. Manche Pläne – etwa die Zusammenlegung von Bezirksgerichten – könnten kurzfristig etwas kosten, sollen erst langfristig beim Sparen helfen. Auch eine Erbschaftssteuer, die sich die SPÖ vehement wünscht, bräuchte einige Monate Vorlaufzeit. Näher gekommen sein soll sich die Koalition schon beim Thema Solidarbeitrag, also einer höheren Besteuerung von Besserverdienern beim 13. und 14. Monatsgehalt. Bei den ÖBB und der Landwirtschaft ist man hingegen noch auf der Suche nach weiteren Einsparungen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.02.2012)

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297 Kommentare
 
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Gast: Politisch nicht korrekt betrachtet
06.02.2012 18:17
2 0

Wozu soll sich Arbeit noch lohnen?

Wichtigster Effekt der Kürzungs - Vorschläge besteht darin, daß die Differenz der durch durchschnittlich bezhalte Arbeit erreichbaren ASVG-Pension zu den durch die Ausgleichszulage definierten Mindestsätzen radikal verringert wird.

Wer 450 Monate um (jeweils valorisiert) um 2000 Euro gearbeitet hat, erhält jetzt eine Korridorpension von rund 1240.-- Euro.
Geht es nach der sogenannten "Wirtschaft" bald noch weniger.

Den Richtsatz von 1222 Euro erhält ein zeitweise beschäftigter Migrant mit familiennachzogener Frau aus dem Orient, auch wenn seine versicherungsmathematisch erreichnete Pension nur 300 Euro betragen sollte.

DARAN geht das Pensionssystem dauerhaft bergab. Und daran wird nicht gerüttelt.

STATT DESSEN wird der inländische Durchschnittsverdienr noch mehr gemolken und bestraft.

Gast: Baur4
06.02.2012 12:33
1 0

Spindelegger und Faymann sind doch nur "Marionetten" von Häupl und Pröll!

Wichtige Entscheidungen werden im Hintergrund in Wien gemeinsam mit NÖ gefällt.

Faymann und Spindelegger dürfen dann die Einigung den Medien berichten. Alle anderen Bundesländer dürfen dazu JA oder JA sagen.

Gast: Baur4
06.02.2012 12:30
1 0

10 Mio aus dem Sozialtopf!

haben sich ÖVP und SPÖ Seniorenvertreter selbst genehmigt.

Rechnungshofpräsident Fidler kritisiert das als verdeckte Parteienförderung. Es handelt sich bei beiden Gruppen um Vorfeldorganisationen von SPÖ+ÖVP. Nachdem nun zu wenig Geld im Sozialtopf vorhanden ist, müssen ALLE Pensionisten dafür beim kommenden Belastungspaket zahlen!

Gast: Holokan
06.02.2012 08:00
3 0

ich tät gern wissen

ob Spindelegger eigentlich weiß, daß es für Pensionisten über etwa 2000 € in den letzten Jahren (außer für 2012) meistens ohnehin nur "Nulllohnrunden" oder Deckelungen gegeben hat? Das sind übrigens die Pensionisten die bis zum 65. Lebensjahr gehackelt haben und meistens deshalb eine höhere Pension haben.

1 0

Re: ich tät gern wissen

Wie üblich hat der Spindelegger und seine Parteikonsorten keine Ahnung; Pensionskürzungen gibt es seit Jahren (und damit Eingriffe in das bestehende System!!) und im Übrigen kann er nicht einmal die einfachsten Gedanken denken. Beispiel: "„keine Invaliditätspension mehr vor 50, sondern ein Reha-Geld-Modell“... Wie soll das bitte gehen. Was mach der 46-jährige Schlaganfallpatient, der irreversibel(!) an Hämiparese und Aphasie leidet? Reha?? Welche bitte. Vielleicht könnte er zum Dolmetsch für aphasisch ausgebildet werden und den zusammenhanglosen Unsinn übersetzen, den diese PolitikerInnen von sich geben.

Gast: total crash
06.02.2012 07:25
1 0

Hiniche Politiker,

machen hiniche Politik(°~°)


Antworten Gast: Beamtenpartei
06.02.2012 07:41
3 0

Beamtenregierung macht Politik für die Beamten!

Genauer genommen hat Österreich eine Regierung und eine Gesetzgebung, welche von Funktionären der geschützten Bereiche kontrolliert wird. Und, diese Gruppe macht sich schon immer des Gesetz in eigener Sache, also eine Politik für sich selbst und gegen die anderen Österreicher!

Hiniche Politik, Ja!
Hiniche Demokratie, Ja!

Gast: commonSense
06.02.2012 04:08
2 0

es gibt keine Wissenschaft und Politik für soziale Gerechtigkeit

es gibt keine Wissenschaft und Politik für soziale Gerechtigkeit
. . . sollte nicht das Durchschnittseinkommen der Parameter für und nicht bedürftig sein?
Damit müssten erst die geringeren Einkommen zumindest mit der Inflation abgegolten werden.
Ebenso sollte man die auseinanderklaffende Einkommensschere
begrenzen. Diese wäre vorerst von der Arbeitnehmervertretung wahrzunehmen und generell via Einkommensteuer zu begrenzen.

Nicht in der Koalition, sondern in der Opposition für soziale Gerechtigkeit läge die Chance einer Volks- und Familienpartei.

Weg mit der Pfründe- und Privilegienwirtschaft jetzt und nicht in 42 Jahren! Ein einheitliches Steuer-und Sozialsystem! Wahlen jetzt und nie wieder Koalition.

Gast: der vom Himmel
05.02.2012 19:29
1 0

war nur ein Faschingsscherz

Alles nur bla, bla, bla - die Ankündigungen vom Schwinelegger war nur ein Faschingsscherz, sozusagen als Lückenfüller für die Wochenendausgaben von den Printmedien.

Iason
05.02.2012 18:56
3 0

Das Belastungspaket ist geschnürt


Warum nennen die das eigentlich Sparpaket?

Reformen und ausgabenseitige Einsparungen kann ich keine erkennen. Oder was bringen diese heuer und nächstes Jahr?

1 0

Re: Das Belastungspaket ist geschnürt

Genau das frage ich mich auch. Es ist kein Sparpaket sondern ein Sozialrundumkahlschlagspaket und ein Belastungspaket. Sonst nichts. Die Staatseinnahhmen sind wesentlich höher als geplant und zwar höher als das, was man jetzt den Bürgern an Belastungen antun möchte.

Gast: Zwangsbeitragszahler
05.02.2012 18:32
8 0

ZUERST PRIVILEGIEN STREICHEN

Wieder einmal schlägt die Nomenklatura auf die ASVG-Versicherten, obwohl sie selbst und ihre Günstlingen sich weiterhin in obszönen Privilegien suhlen - von Politikern über Richter und andere höhere Beamte bis zu den luxuriösen Dienstpensionen der PVA-Bürokraten, die direkt vón unseren Zwangsbeiträgen finanziert werden.

Die ASVG-Höchstpension ist eine
MORALISCHE GRENZE
für Pensionsleistungen aller Art.

Was darüber bezogen wird, gehört gestrichen. Solangen das nicht geschieht, ist es unzumutbare Ausbeutung, die ASVG-Versicherten noch weiter zu belasten.

Antworten Herman
06.02.2012 05:39
0 0

Re: ZUERST PRIVILEGIEN STREICHEN

. . . funkt nicht, die Schweinerei ist unsere Verfassung.

Antworten Iason
05.02.2012 19:00
3 0

Re: ZUERST PRIVILEGIEN STREICHEN

Gibt es noch Beamten mit Moral?

Antworten Antworten Herman
06.02.2012 04:55
0 0

Re: Re: ZUERST PRIVILEGIEN STREICHEN

. . . und dann die Pfründewirtschaft und den Filz elimentieren.
Und der Staat wär' saniert.

Telecom Austria Mafia

Telecom Austria in Bulgaria (Mtel) have threatened me with cutting off my fingers if I do not participate in their cartel in the telecommunication industry in Bulgaria (some prices higher than uk). It have been done through involuntary implanted small device similar to hearing apparatus in my sinuses, connected to nerves, controlled wireless with their network. Many politicians and Government servants in Bulgaria are controlled in a similar manner.
http://convergingtechnology.eu/threats-for-developing-countries/

Gast: neuling
05.02.2012 18:26
1 0

Horizont

Es ist doch ungeziert obszön, dass uns jetzt gerade jene Politiker ein „Sparpaket“ aufs Auge drücken wollen, deren Obliegenheiten es bereits „gestern“ nötig gewesen sei ein Finanzdebakel von Österreich fern zu halten. Es soll mir keiner kommen, dass das naiv gedacht ist. Gerade dann, wenn man mit aller Welt Geschäfte betreiben will, sollten an der Spitze des Staates Leute sitzen, die sich mit den Blendungen und Betrügereien im Geschäftsleben wirklich auskennen. Man schau sich nur ab und zu eine Übertragung aus den Landtagen oder aus dem Parlament an und weiß sofort, warum wir heute, 1012, wieder einmal sparen müssen. Wieder einmal die „kleinen Leute“.

1 0

Wir sitzen alle im gleichen Boot.

Doch während die einen rudern sind die anderen am angeln!

Ich bevorzuge zu angeln. ;-)


Gast: Valery
05.02.2012 18:10
1 0

Erhöhung des Antrittsalters bei der Korridor-Pension !?!?

Höre ich schlecht? Diese geht ohnedies erst ab 62 und dann mit gigantischen Abschlägen!
Da gehen viele mit 57, 58, 60 in Pension - und werden es wohl noch eine Zeitland so machen - und dann erhöht man eine Pensionsart für Leute, die dann ohnehin schon 40 bis 45 Jahre geschuftet haben! Meist sind es ASVG-ler,die ohnedies die Deppen der Nation sind.

dadada
05.02.2012 18:03
1 4

das sind die vernünftigen Vorschläge


• Der ÖGB fordert eine progressive Besteuerung, d. h. je größer das Vermögen, desto höher der Steuersatz.

• Vermögen im Wert von weniger als 700.000 Euro sind von der Vermögenssteuer ausgenommen. "Häuslbauer" haben also nichts zu befürchten: Laut Nationalbank liegt das durchschnittliche Immobilienvermögen bei rund 250.000 Euro - und wäre somit steuerfrei.

• Vermögen zwischen 700.000 und zwei Millionen Euro werden mit einem Steuersatz von 0,5 Prozent besteuert.

• Vermögen zwischen zwei und drei Millionen werden mit einem Prozent besteuert.

• Vermögensteile über drei Millionen werden mit einem Steuersatz von 1,5 Prozent belegt.

• Wer kein Vermögen über 700.000 Euro besitzt, muss auch keine Erklärung darüber abgeben.

• Das Steueraufkommen wird auf 2,5 bis 3 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.

und natürlich die Wiedereinführung der Erbschaft- u. Schenkungsteuer!!!


Antworten Iason
05.02.2012 19:06
1 1

Re: das sind die vernünftigen Vorschläge

Die Gehälter de ÖGB Bonzen und Pensionäre gehören drastisch gekürzt.

Sie sind ein sizialistischer Klassenkämpfer - typisch ÖGB- Bonze.

Vermögenssteuern sind Diebstahl und Enteignung. Woher soll denn die Steuer bezahlt werden? Die Erträge aus den meisten Vermögen sind heute real betrachtet negativ und diese werden außerdem bereits besteuert!

Antworten Antworten dadada
05.02.2012 19:37
0 0

Re: Re: das sind die vernünftigen Vorschläge

wirklich mir kommen die tränen....

den millionären kann man nicht zumuten ein paar euro zu zahlen.

einen pensionisten mit ein 1000 oder maximal 1500 euro soll man was wegnehmen!!!


Gast: Dasgibtsdochnicht
05.02.2012 18:02
3 0

Pensionistenbetrug

Dem rotschwarzen Gelabere kann man entnehmen, dass die ASVG Pensionisten, vor
allem die jahrzehntelang viel eingezahlt haben,
weiter die Deppen der Nation sind. Die Vermanschung von Sozialhilfe mit Pension bringt schon seit Jahren eine Nivellierung zu
einer Einheitspension. Aber was ist mit der
sofortigen Gelichstellung von Politkern, Beamten (Bund, Wien, Nationalbank, ÖBB etc.)
mit den ASVG Pesionisten? Da hört man nichts!

Antworten Gast: MR
06.02.2012 08:46
0 0

Re: Pensionistenbetrug - Denkfehler

Nix habens eingezahlt, sondern als Aktive die damaligen Pensionisten unterstützt!

Gast: gtrfd
05.02.2012 17:59
9 1

Pension

Eines weiss ich, ich habe mein Lebenlang gehacklt und geschuftet, (1100 Pension) jetzt werde ich belohnt mit einer Pensionskürzung, ich habe seit meiner Jugend immer SPÖ gewählt, aber ich werde es sicher nimmer, wir werden nur belogen und betrogen, ein kleinbürger, kann sich ,leider, bei einer Wahl währen, meine Stimme bekommt sicher bei der nächsten Wahl FPÖ, weil bescheuerter können die auch nicht machen.

Antworten Iason
05.02.2012 19:19
1 0

Re: Pension

Diese Erkenntnis kommt zu spät.

Sie hätten es lieber so wie ihre Parteigenoosen handhaben sollen. Die haben nie etwas gearbeitet, bekommen aber eine fürstliche Politpension.

 
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