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Die großen Tabuzonen beim Sparen

05.02.2012 | 18:38 |  KARL ETTINGER (Die Presse)

Schuldenabbau. Die Milliarden zur Familienförderung sind für die ÖVP unantastbar. Das Gesundheitswesen ist ein Minenfeld. Bei geplanten finanziellen Sanktionen für reformunwillige Länder wird es besonders heikel.

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Wien. Es geht ums Sparen. Aber aktuell prallen beim Kräftemessen zwischen SPÖ und ÖVP um die Frage, wie hoch der Anteil neuer oder höherer Steuern zur Sanierung der Staatsfinanzen am geplanten Zehnmilliardenpaket bis 2016 sein soll, die Meinungen am härtesten aufeinander. Die ÖVP will das Budget hauptsächlich über Einsparungen sanieren. Weil aber Kanzler Werner Faymann dies erstens nicht anstrebt und zweitens SPÖ-intern nicht durchbrächte, wird jetzt um das Verhältnis von Steuern und Ausgabenkürzungen gekämpft. Dem Vernehmen nach ist eine Variante, bei der rund ein Drittel aus neuen Einnahmen und zwei Drittel aus Einsparungen kommen, am wahrscheinlichsten.

Es gibt jedoch Tabuzonen, in denen SPÖ und ÖVP nicht gegen massiven Widerstand Einsparungen vornehmen wollen.

1 ÖVP-Veto gegen Einschnitte bei den Familienleistungen.

Für die ÖVP sind Kürzungen, die Leistungen für Familien treffen, absolut tabu. Automatisch sind die Familien allerdings von anderen Spar- oder Steuermaßnahmen betroffen – etwa vom Aussetzen der Biennalsprünge bei Beamten oder von den Verschärfungen für ältere Arbeitnehmer, die erst später in Frühpension gehen dürfen.

Hintergrund für das ÖVP-Veto gegen Kürzungen der Familienförderungen, die in Summe mehr als acht Milliarden Euro ausmachen, ist der Umstand, dass das Loipersdorfer Sparpaket ab Anfang 2011 bereits Einschnitte gebracht hat – etwa eine Reduzierung der 13. Familienbeihilfe. Gegen diese Maßnahmen richtete sich auch die Hauptstoßrichtung der Proteste.

Familienminister Reinhold Mitterlehner musste deswegen von ÖVP-Landesorganisationen, Sozialvereinen und kirchlichen Vertretern heftige Kritik einstecken. Daher hat er gleich zu Beginn der Debatte über die Schuldenbremse öffentlich klargestellt, dass Einsparungen bei den Familien diesmal für ihn nicht infrage kommen. Dies machte Mitterlehner einmal mehr auch am Sonntag in der ORF- „Pressestunde“ deutlich.

Die ÖVP hat in einer geschlossenen Front alle Vorstöße von SPÖ-Seite – etwa Änderungen bei der Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten – abgewehrt. Ähnlich erging es Arbeiterkammer und Industriellenvereinigung, die in einer ungewöhnlichen Allianz für einen Umbau der Familienförderung samt Kostensenkung eintreten.

2 Das alte Match: Landeshauptleute gegen Bundesregierung.

Auf einem regelrechten Minenfeld bewegt sich die Regierung auch bei allen Versuchen, die Länder zu mehr Sparsamkeit anzuhalten. Klar ist ohnehin, dass sämtliche Sparmaßnahmen, die auch die Verwaltung der Länder und Gemeinden betreffen, mit den Landeshauptleuten besprochen werden.

Zu diesem Zweck ist eine außertourliche Sitzung der Landeshauptleute nach der Präsentation des Steuer- und Sparpakets vorgesehen. Diese wird aller Voraussicht nach in der ersten Märzhälfte stattfinden. Die reguläre Sitzung der Landeshauptleute Anfang Mai im steirischen Stainz käme dafür zu spät, weil das Maßnahmenbündel schon mit Mai in Kraft treten soll.

Zu der Dauerkonfrontation um Kompetenzen im Schul- und Gesundheitswesen ist bei der Sondersitzung auch ein Kräftemessen um die Anteile aus zusätzlichen Einnahmen garantiert, wenn sich die Bundesregierung auf neue Steuern festlegt. Nach Informationen der „Presse“ war zuletzt auch eine strengere Regelung für reformunwillige Länder oder solche, die partout auf teure Leistungen nicht verzichten wollen, im Gespräch.

Konkret wurde ein Mechanismus diskutiert, der Länder, die unnachgiebig bleiben, mit finanziellen Sanktionen belegt. Diese „Strafen“ würden dann so gehandhabt, dass der Bund im Rahmen des Finanzausgleichs Einnahmen im Ausmaß der Kosten, die für die umstrittene Maßnahme eines Landes notwendig werden, nicht überweist. Ein Beispiel wären Sonderpensionsbestimmungen für Landesbeamte, die teurer als jene für die Bundesbeamten sind.

3 Gesundheit: Eine „echte“ Reform war von vornherein nicht geplant.

Wenn es ums Geld geht, nützen auch grundsätzliche Einigungen über eine gemeinsame Steuerung zwischen Ländern und Sozialversicherung (auf Landesebene) wenig. Entscheidend ist, ob der Bund weiterhin – notfalls über höhere Krankenkassenbeiträge – die Mittel zur Verfügung stellt. Eine Bereinigung des Kompetenzdschungels im Gesundheits- und Spitalssektor oder gar die Verlagerung zentraler Kompetenzen zum Gesundheitsminister war in den Verhandlungen von vornherein praktisch tabu.

4 ÖBB: Eisenbahnerpensionen als koalitionäre Problemzone.

Bei den Eisenbahnern gibt es seit heuer einen von Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) angeordneten Frühpensionsstopp. Außerdem wird im Infrastrukturbereich gespart. In die Problemzone rutscht die Koaliton aber, wenn es um Einschnitte bei der Berechnung der Eisenbahnerpensionen – konkret um die Anrechnung von Nebengebühren – geht. Dabei sieht der Rechnungshof innerhalb von rund 40 Jahren ein Sparpotenzial von bis zu 1,2 Milliarden Euro.

5 Die Bauernvertreter akzeptieren keine Kürzungen.

Zum Missvergnügen nicht nur der SPÖ, sondern auch der ÖVP-Spitze wehren sich, wie berichtet, Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich und der ÖVP-Bauernbund mit Händen und Füßen gegen das Streichen von Förderungen und Begünstigungen für Bauern

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.02.2012)

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30 Kommentare
 
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Gast: Gustl
07.02.2012 18:21
0 0

Gesundheitswesen

Ich befürchte, dass man älteren Leuten in Zukunft nicht mehr jede Behandlung im Gesundheiswesen angedeihen lassen wird.
In dem Falle wäre das Euthanasie!
Österreich wäre dann nicht mehr würdig, dass man dort leben möchte.

Gast: Bürger01
07.02.2012 06:40
0 0

während sich die Vermögenden

und Stiftungstäter samt Advokaten auf die Schenkel klopfen und in Luxusresorts abfeiern - plant diese Pleiterregierung einen massiven Leistungsabbau bei gleichzeitiger Einnahmenerhöhung . Das sich die Länder (beim Kassieren wollen ja alle dabei sein) auch noch melden und sich am Sparen (ein Witz , weil darum gehts ja wirklich nicht) aktiv einbringen wollen (der neue strat. Marketing-gag ) verkompliziert die Abzocke am Bürger etwas , aber da werden sie sich schon einig werden ......

Gast: armes österreich
06.02.2012 17:45
0 0

Runter mit den Pensionen

Eine Einheitspension von 700 EUR (Inflationsgesichert) für alle.

Mehr werden all jene, die jetzt um die 40 sind, auch nicht mehr bekommen.
- also gleiches "Recht" für alle!

Gast: Bauern Sohn
06.02.2012 17:23
1 0

Das Land wird wegen den Bauern noch bankrott gehen!

Schämts eich bauern!

Florianus
06.02.2012 14:39
0 0

Zu Punkt 5

Entweder Spindelegger schafft es sich gegen die Bauern durchzusetzen oder er sollte zurücktreten.

Es scheint als sei Berlakovich mächtiger als Spindelegger. Dieser Umstand lähmt die ganze Republik.

Auch die Bauern müssen endlich einmal ihren Beitrag leisten!

Gast: Februar
06.02.2012 13:13
2 0

Gehört alles weg

Schaut man sich die o.a. Themen an, wird deutlich, daß es im Grunde immer um die angeblich segensreichen (Um)Verteilungen des von den Menschen erarbeiteten Einkommens durch den Staat geht.
Der sogenannte Wohlfahrts- und Sozialstaat überläßt seinen Bürgern seit Jahrzehnten nicht mehr als ein Netto/Nettotaschengeld von höchstens 1 Drittel des erarbeiteten Brutto/Bruttoeinkommens.
Die Österreicher und Innen haben sich so daran gewöhnt, überall irgendetwas vom Staat zu bekommen, daß sie gar nicht mehr auf die Idee kommen, daß das eigentlich ihr eigenes Geld ist.
Und weil der Staat bei der Verteilung so ineffizient ist und daher ein guter Teil dieses erarbeiteten Einkommens in Verwaltungsapparaten und sonstigen noch weniger lustigen Kanälen versickert und weil die Leute immer mehr vom Staat haben wollen, wurden eben immense Schulden gemacht.
Und jetzt, wo das nicht mehr geht, wo die Abgabenbelastung an inakzeptable Grenzen stößt, wo neue Schulden nur zu immer höheren, ruinösen Zinsen gemacht werden können und wo der Papa Staat das Taschengeld noch weiter kürzt, greinen sie in allen Ecken wie die Kleinkinder oder bekommen unkontrollierte Wutausbrüche.
Lächerlich.
War immer vorauszusehen.
Anstatt Eigenverantwortung zu übernehmen betätigen sich die Leute als Hobbysozialingenieure.
Die Steuern und Abgaben gehören radikal gesenkt.
Die Leute müssen wieder mehr Netto/Netto verdienen.
Der Staat hat sich auf die unbedingt erforderlichen Aufgaben zurückzuziehen.

Gast: international_
06.02.2012 10:23
5 2

altpensionen

eine tabuzone sind auch die altpensionen.

eigentlich ist es nicht ganz verständlich, dass die altpensionisten, die noch nach den wesentlich günstigeren bedingungen in pension gegangen sind keinen beitrag zur pensionssicherung leisten müssen - ja im gegenteil noch lautstark volle inflationsabgeltung fordern.

alle, die jetzt in pension gehen bekommen nämlich deutlich weniger ausbezahlt (da längere durchrechnungszeiträume ....) und werden damit auch zurechtkommen müssen.

Antworten Gast: Merkurius
06.02.2012 18:26
0 0

Re: altpensionen

Wenn schon die kommenden Pensionisten Einbußen erleiden sollen, wieso greift der Staat bei den Altpensionen nicht zu? Wieso sollen diese ungeschoren davonkommen? Welche Gründe gibt es dafür? Vor allem diejenigen, welche "früher " gesund abgedankt" haben sind zur Budgetsanierung in die Pflicht zu nehmen.

Gast: international_
06.02.2012 10:07
4 0

bauern gegen eisenbahner

wenn das spiel schutz der bauern gegen schutz der eisenbahner nicht endlich beendet wird, werden wir nie gerechtigkeit haben.

gerecht ist es, alle gleich zu behandeln (wie asvg), egal welche privilegien sie vorher gehabt haben. natürlich gibt niemand gerne vorteile ab, aber manche privilegien sind halt nur durch historische tatsachen entstanden.
so war es sicher berechtigt, einem eisenbahner, der auf einer dampflok unterwegs war, vorteile zuzugestehen - heute fahren sie im bequemen, gewärmten führerstand und sind daher nicht anders zu behandlen als ein busfahrer von dr. richard & co.

Gast: Saiffenstayn
06.02.2012 10:02
3 0

Dann ist die Regierung Fay-kontra-VPBünde gescheitert

das Sparpotential bei den Pensionen ist gefährlich, weil es könnte ja auch "uns" treffen, ...
und wenn man die Nebengebühren der Eisenbahner streicht, warum dann nicht bei allen Beamten ??
..... und auch die Überstunden bei den ASVGlern?

DIE ALLE haben dafür SV-Beiträge bezahlt !!!

Bei den Großagrariern = über 100 ha Ackerland ...
spart der Großbauernbund nicht, lieber opfert man ein weiteres Drittel der kleinen Höfe (wie schon sein 1995 bis 2010 !!!)

OBWOHL nachweislich die Fixkosten der Großbetriebe pro ha wesentlich geringer ausfallen und daher auch weniger Förderung zu verkraften wären ...

Klientenpolitik wohin man schaut ....


Iason
06.02.2012 09:37
3 0

Beim Sparen und Reformieren darf es KEINE Tabus mehr geben

Österreich ist pleite! Versteht das doch endlich.
Nur mehr die Zentralbanken halten die Zombies am Leben.

Sparen heißt nicht Steuern erhöhen!
Max. 25% darf über neue Einnahmen kommen und nur deshalb, weil die Reformen erst längerfristig wirken. Aber man kann auch bei den Ausgaben sofort einsparen. Nur dazu sind diese Politiker zu feige. Sie sind durch ihre fürstlichen Politikerbezügen mit all den verbundenen Privilegien träge geworden.

tentum
06.02.2012 09:27
3 0

Abkehr von Klientelpolitik

Bei dem Vorhaben kann die Regierung nur verlieren, die Klientelpolitik wird nicht mehr greifen, sie verkehrt sich ins Gegenteil,da alle verlieren. Jetzt wäre die Chance endlich triefgreifende Reformen anzugehen, das würde die Bevölkerung verstehen, anstatt sich im Belastungspaket gegen die Bevölkerung zu verzetteln. Her mit der Bundesstaatsreform, weg mit der aufgeblähten Verwaltung, weg mit der Parteienförderung,hohen Politikerpensionenusw.

Gast: Analyst
06.02.2012 08:14
4 0

Weitere Tabuzonen sind leider ...

... die Besteuerung internationaler Konzerne und der Banken, die Aufhebung von Steuerprivilegien etwa der Kirche oder der Kammern, die Beamtenpensionen, die Parteienfinanzierung samt den so genannten Vorfeldorganisationen, die Einheitswerte etc., etc...
Hier wird schon wieder nur reapriert aber nicht reformiert!

2 0

Österreich braucht 1/4 Brüssel, 1/4 Bund u. 1/4 der Bezirke

mit kantonaler Finanzhoheit u. KONKURRENZ wie in der Schweiz !!!

Alles andere kann ersatzlos gestrichen werden !!
(klar dass die Kompetenzen der Länder klug verteilt werden müssen)

DOCH das SYSTEM Österreich ist gekippt !!

Die Landesfürsten halten sich den Bund zum Geldeintreiben u. zusammen mit den unSozialpartner verhindern sie JEDE STRUKTURREFORM !!!

Somit bleibt Österreich eine Bürokraten u. Pensionistendiktatur mit angeschlossenem Privatbetrieb zur Erhaltung.

Das KINDERAUSPLÜNDERUNGSPROGRAMM wird fortgesetzt bis zum griechischen ENDE.

Das, werte ÖSTERREICHER-Innen ist GELEBTE SOZIALPARTNERSCHAFT !!!!

Antworten Gast: Auslandoesterreicher
06.02.2012 12:48
0 0

Re: Österreich braucht 1/4 Brüssel, 1/4 Bund u. 1/4 der Bezirke

100% ZUSTIMMUNG !!!!!!

OESISTAN IST PLEITE !!!! HURRA !!!!

...ein Auslandsoesterreicher

was machte stalin mit seinen generaelen: er erschoss sie!

Gast: fi ha
06.02.2012 01:22
6 0

was braucht es denn damit diese erbärmliche regierung endlich kapiert

daß sie nicht an den fundamentalen leistungen sparen kann - für die wir steuern, abgaben und sozialversicherungsbeiträge bezahlen und die uns deshalb rechtmässig zustehen -

sondern an ihren kosten.
die kosten für regierung und verwaltung und deren personal sind es nämlich, die völlig aus dem ruder gelaufen sind und in keinem verhältnis mehr zu dem stehen, was wir erwirtschaften können und von unseren privatwirtschaftlichen einkommen abgeben können.
unverschämter luxus für unkündbare beamte, für vollkommen nutzlose öd-posten, für politische fehltritte in gigantischem ausmaß, genannt bankenhilfe und griechenlandhilfe, eurorettung und ähnlicher sinnfreier missbrauchsartiger und raubartiger unfug.
das muß endlich und sofort gestoppt werden.

vorher braucht man über leistungskürzungen für privatwirtschaftlich tätige oder danach pensionierte nicht einmal nachdenken. wir haben für diese leistungen bezahlt. wir haben einen angemessenen preis bezahlt.

wir werden pensionen über der normalen höchstpension nicht mehr dulden und nicht mehr bezahlen.
wir werden keine ausländischen banken mehr beschenken.
wir werden nicht bezahlen für grundrechtswidrige überwachungsmaßnahmen und ähnliche zumutungen.
wir brauchen endlich eine regierung die begreift was sache ist.

Antworten Iason
06.02.2012 09:42
1 0

Re: was braucht es denn damit diese erbärmliche regierung endlich kapiert


DIESE Regierung wird gar nichts verändern. Sie werden ein wenig Kosmetik betreiben.
Bis zum totalen Finanzcrash des öffentlichen Sektors, der sicher kommt.

Dann werden die Steuern auf 90% hinaufgeschraubt werden, Enteignungen am laufenden Band wird es geben. Doch all das wird nichts mehr nützen. das System wird crashen, wenn nicht JETZT grundlegende Reformen angegangen werden. Die letzte Chance sozusagen.

heri3
05.02.2012 22:06
5 0

die größten tabuzonen beim sparen sind .

förderungen für bauern-banken und der wirtschaft!
da halten die schwarzen abzocker die hand drauf!
wunder ist es keines, es sind lauter schwarze!!

Ertl
05.02.2012 19:55
2 0

wie immer

und übrig bleiben wie immer die ASVG Versicherten vor allem der Generation 50+ die noch einen Job haben und deren Pension offenbar so wie die Verwaltungsreform,die Steuergerechtigkeit,das Ende des Subventionsunwesens und noch 10.000 andere sinnvolle Dinge,bis zum St.Nimmerleinstag verschoben werden soll.

Re: wie immer

Die Generation 50+ jammert, die Generation 30+ hat sich bereits damit abgefunden.

Antworten Antworten Gast: international_
06.02.2012 10:18
1 0

Re: Re: wie immer

die generation um 50+ hat deshalb ein problem, weil sich alle nur wenig ältere kollegen und kolleginnen mit 55/60 in die pension verabschiedet haben - in manchen bereichen wie etwa post zeitweise sogar unter 50 - während für sie selbst die latte laufend höher gehängt wird.

das ist zwar aufgrund der altersentwicklung notwendig, aber schwer zu verkraften, weil die veränderungen relativ schnell gehen.
der grund dafür ist, dass etliche regierungen (vranitzky, klima) das problem, das eigentlich schon bekannt war einfach aus polit-taktik und feigheit negiert haben. an sich hätte das pensionsantrittsalter schon viel früher erhöht werden müssen. dann hätten natürlich kleinere schritte genügt, die dem bürger leichter zumutbar gewesen wären.

Antworten Antworten Antworten Gast: Februar
06.02.2012 13:21
0 0

Re: Re: Re: wie immer

So ist es.
Mit dem Zusatz, daß das auch schon vor Vranitzky bekannt war.
Im Grunde war das ganze Pyramidenspiel Pensionsversicherung nach den Regeln, wie es gespielt wurde und wird, nie finanzierbar.
Warum sich die Leute aufregen, daß ihnen jetzt etwas "weggenommen" wird, was dem Grunde nach immer ein Geschenk auf Schulden und auf dem Rücken der nächsten Generation ausgetragen wurde, erschleißt sich mir nicht.

Antworten Antworten Antworten Ertl
06.02.2012 10:40
1 0

Re: Re: Re: wie immer

Der erste Absatz Ihres Postings ist völlig korrekt.Der zweite Absatz gibt nur wieder,was Politiker uns seit Jahren einreden,was aber dadurch nicht richtiger wird.
Die Verteilungskurven innerhalb der Pensionsberechtigten sind völlig unterschiedlich,je nachdem ob man Bundes-oder Landesbeamter,ÖBBler oder einfacher ASVG Versicherter ist.In Wahrheit findet seit Jahrzehnten eine Quersubventionierung von ASVG zu allen anderen statt.Für die aktiven ASVG Versicherten werden die Bedingungen immer mehr verschlechtert um die besseren Bedingungen der übrigen Gruppen mit sehr,sehr langen Übergangsfristen zu verändern.Die ASVG Versicherten haben den höchsten Eigendeckungsgrad aber die schlechtesten Bedingungen von allen und die werden auch noch laufend verschlechtert.Grund ist,dass diese als einzige keine machtvolle politische Lobby haben und sich noch genügend finden,die trotzdem die ehemaligen Großparteien wählen.

Antworten Antworten Antworten Antworten grazer100
06.02.2012 17:33
0 1

Re: Re: Re: Re: wie immer

Nein, nein das was oben "Gast international" sagt, ist schon richtig.

Sie lassen auch außer Acht, dass das Pensionsantrittsalter im öff. Dienst jetzt schon um ca 3 Jahre über dem in der Privatwirtschaft liegt. Es ist auch klar, dass es viele Bereiche (auch im öff. Dienst) gibt, wo es mehr als nur schwierig ist, bis 65 zu arbeiten. Daher läuft das Ganze - auch wenn es geboten erscheinen mag - auf eine (drastische) Pensionskürzung hinaus.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Ertl
06.02.2012 18:19
1 0

Re: Re: Re: Re: Re: wie immer

Das höhere Antrittsalter im öffentlichen Dienst wird nur dann tatsächlich zutreffen,wenn es zuvor noch einen entsprechenden Sprung gibt,was z.B.Titel betrifft da die auch mit entsprechend mehr Bezug einhergehen und damit auch die Pension entsprechend auffetten.Und bei den Beamten ist mir keine Kürzung bekannt.Den aktiven ASVG Versicherten wird innerhalb von nicht einmal 10 Jahren die dritte massive Verschlechterung zugemutet weil der Vertrauensgrundsatz offenbar nur mehr für Beamte gültig ist,die mit entsprechend langen Übergangsfristen im Schneckentempo ins ASVG Recht übertreten.Die realen Pensionskürzungen treffen immer nur die ASVG Versicherten niemals das ÖVP Kernklientel in Form der höheren Beamten.

Gast: Forstwirt
05.02.2012 19:52
10 0

ÖVP-In Geiselhaft vom Bauernbund

Während der Bauernbund das Bauernsterben bei den kleinen und mittleren Bauern still und heimlich feiert, werden ungerechte Privilegien der Herrenbauern bis zum Letzten verteidigt.
Man wähnt sich als Mitgliederstärkster Bund, in Wahrheit ist man ein dementer Seniorenbund, in dem es sich einige für sich und ihresgleichen richten.

 
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