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Kritik an FPÖ wegen Reise nach Tschetschenien

08.02.2012 | 18:19 |   (Die Presse)

Kleine Reise, große Wirkung: Für ihren Kurztrip nach Tschetschenien, der durch die „Presse“ publik wurde, ernteten die FPÖ-Abgeordneten Johannes Hübner und Johann Gudenus gestern teils heftige Reaktionen.

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Wien/Pö/Apa. Kleine Reise, große Wirkung: Für ihren Kurztrip nach Tschetschenien, der durch die „Presse“ (Mittwochausgabe) publik wurde, ernteten die FPÖ-Abgeordneten Johannes Hübner und Johann Gudenus gestern teils heftige Reaktionen. Konkret wollte das ÖVP-geführte Außenministerium zwar nicht auf die Reise Bezug nehmen, während der die Politiker auch den umstrittenen tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow getroffen haben. Nur so viel: Das Außenamt sei nicht über die Reise informiert gewesen, und die Abgeordneten seien „nicht in Vertretung der Republik Österreich“ gereist. Und: Die FPÖ-Außenpolitik als solche sei „absurd“ und „ohne jegliche außenpolitische Relevanz“.

Deutliche Worte fand der Grün-Abgeordnete Peter Pilz: „Das ist ja nicht zu fassen“, sagte er im Gespräch mit der „Presse“ dazu, dass Hübner, außenpolitischer Sprecher seiner Partei und Anwalt von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, sowie Vizeparteichef Gudenus in Grosny offenbar nicht nur Kadyrow, sondern auch Premier Magomed Daudow, Parlamentspräsident Dukuwacha Abdurachmanow und den Duma-Abgeordneten Adam Delimkhanow getroffen hätten – laut Pilz (indirekt) Mitverantwortliche für den Mord an Umar Israilow: jenem tschetschenischen Regimekritiker, der 2009 in Wien umgebracht worden ist.

„Was kriegen sie dafür?“

Wie „Die Presse“ berichtete, will die FPÖ in Abstimmung mit Kadyrow und Co. dem Vernehmen nach eine Plattform in Österreich schaffen, über die Flüchtlinge bei ihrer Rückkehr nach Tschetschenien unterstützt werden sollen – wo ihnen aber Gefahr drohen könnte, so Pilz. Der Grün-Abgeordnete: „Was kriegen sie (die FPÖ, Anm.) dafür?“

Zur Aufklärung rund um die Reise drängt Pilz auf eine sofortige Einberufung des außenpolitischen Ausschusses durch dessen Chef Josef Cap (SPÖ). Erfolgt diese nicht, werde er selbst den – die Regierung beratenden – Nationalen Sicherheitsrat aus Kanzler, Vizekanzler, mehreren Ministern, Parteienvertretern und anderen einberufen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.02.2012)

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228 Kommentare
 
1 2 3 4 5 6
Gast: Me
14.02.2012 12:19
1 1

hop hop schnell weg von hier=))

weiso sind hier eigetlich so viele fpö-ler???

bei der kronen zeitung könnt ihr diskutieren ...dort sind eh alle gleichgesinnt;)))))

stefania
10.02.2012 13:18
4 0

Ein Land, das unter Amnesie leidet....

...oder nur, wenn´s die Anderen machen ist es "naiv":

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/701287/Wien-will-Tschetschenen-loswerden

Antworten Joscho
11.02.2012 10:25
3 1

Re: Ein Land, das unter Amnesie leidet....

Sie scheinen den Artikel nicht so genau gelesen zu haben. Diese Delegation erkundete offensichtlich die Verhältnisse für Rückreisewillige Tschetschenen. Zitat: „Die Rückkehr findet sowieso statt – wir haben die Wahl, die Menschen zu unterstützen oder sie alleinzulassen.“

Wie gefährlich das ist, braucht man wohl jedem politisch informierten nicht zu sagen. Der von Moskau installierte Kadyrow hat mit Sicherheit einen Säuberungsauftrag dem er auch nachkommen wird. Was das auf russisch heißt, ist noch in Erinnerung, wenn man daran denkt, wie russische Zwangsarbeiter nach dem zweiten Weltkrieg nach ihrer »Befreiung« umgehend in Sibirien landeten. Was mit Rückkehrern geschieht, und sei es erst nach einigen Jahren, wenn sie nicht mehr unter westlicher Beobachtung stehen, ist schwer vorher zu sagen, gleich ob sie freiwillig zurückkehren, oder ob sie abgeschoben werden.

Gast: moribundus
10.02.2012 10:57
0 0

das ist nun klar,

der eine von ihnen wird in der nächsten Regierung Aussen-,der andere Innenminister,die Frau Marie Zaster schicken wir zurück nach NÖ,
für Herrn Spindelegger wird sich schon irgendein
Job finden.

1 8

http://openpetition.de/petition/online/wir-fordern-den-ruecktritt-von-h-c-strache


Burgos
10.02.2012 08:55
5 0

Zu Kadyrow

ist zu sagen, dass es grundsätzlich besser erscheint eine gute politische Beziehung aufzubauen und zu versuchen damit zu erreichen, dass seine Politik sich in Richtung Menschenrechte entwickelt.

Jene Tschetschenen die nach Hause gehen wollen sollte die Brücke dafür gebaut werden.

Der Hinweis von AI ist allerdings berechtigt. Es sollte auch nicht so sein, dass Österreich für die Tschetschenen das ausschließliche Asyl- und Zuwanderungsland wird!

Krash
10.02.2012 08:53
9 2

Bitte liebe Grüne Gutmenschen kümmert euch wieder über eure Kernthemen:

Räucherstäbchen anzünden, das Unwort des Jahres wählen und Kröten über die Straße tragen.
Die FPÖ tut wenigstens etwas. Das gefällt mir....

Antworten Gast: nasodale
10.02.2012 11:44
1 4

Re: Bitte liebe Grüne Gutmenschen kümmert euch wieder über eure Kernthemen:

wenn ihnen dummer aktionismus gefällt, bitte...

Antworten Gast: jljas
10.02.2012 09:26
5 7

Re: Bitte liebe Grüne Gutmenschen kümmert euch wieder über eure Kernthemen:

Und was bitte tut die FPÖ?
Ohne Verhandlungsmandat einen Diktator besuchen, um einerseits alle anderen Parteien zu provozieren und andererseits im Wahlkampf die Ausweisung sämtlicher Asylwerber fordern zu können - mit dem unglaublich schlagkräftigen Argument: "Wir haben uns das selbst angeschaut - dort ist eh alles super und der Kadyrow ist echt voll nett und hat auch versprochen, dass er keinem etwas tun wird. Also sind alle die hier sind wirklich böse Sozialschmarotzer."
Jawohl, endlich nimmt jemand die Dinge in die Hand!

Da versinkt doch jeder Mensch mit mehr als drei Gehirnzellen vor Scham im Boden...

Gast: immer diese kruden ideen der fpö
09.02.2012 22:22
9 1

Wie "Die Presse" berichtete, will die FPÖ in Abstimmung mit Kadyrow eine Plattform in Österreich schaffen, über die Flüchtlinge bei ihrer Rückkehr nach Tschetschenien unterstützt werden sollen.

Diese kruden nazi Idee Flüchtlinge bei der Rückreise zu unterstützen darf auf keinen Fall in die Köpfe der Österreich kommen.

Vielleicht wollen die dann noch andere Flüchtlinge bei der Rückreise unterstützen?

Wie sollen wir dann unsere wertvolle Multikulturistische Gesellschaft weiter ausbauen?

Antworten heinz57
09.02.2012 23:47
1 3

Re: Wie "Die Presse" berichtete, will die FPÖ in Abstimmung mit Kadyrow eine Plattform in Österreich schaffen, über die Flüchtlinge bei ihrer Rückkehr nach Tschetschenien unterstützt werden sollen.

"In abstimmung mit Kadyrow" ist das Problem.Der ist ein grausamer Dikator und Mörder.Genausogut könnte man die Flüchtlinge gleich in Ö erschießen.Das traut sich die FPÖ dann doch nicht.
Kadyrow ist die Handpuppe Putins und es vollzieht soch hier ein kolonialer Krieg gegen die Bev.Tschetscheniens.
Aber davon will hier niemand etwas wissen.Wir brauchen Putins Gas.

Antworten Antworten Gast: schlÄchter
10.02.2012 08:32
3 2

Re: Re: Wie "Die Presse" berichtete, will die FPÖ in Abstimmung mit Kadyrow eine Plattform in Österreich schaffen, über die Flüchtlinge bei ihrer Rückkehr nach Tschetschenien unterstützt werden sollen.

sg heinz57!
das problem und wirklic naiv ist es in tschetschenien und in hinkunft außerwestl. kulturen staatsführer und staatssysteme zu finden, die keine diktatoren oder autoritär geführte regime sind.
das westl. polit- system wird zudem auch von den massen in demokratischen wahlen - sieh arabischer "frühling"- abgelehnt.

unsere werte sind in anderen kulturkreisen nur sehr bedingt übertragbar, weil von der masse der dortigen bevölkerung auch nicht gewünscht-stichwort: menschenrechtskolonialismus/doppelbödigkeit des westens-der Mr für seine interessen mißbraucht-mit zweierlei maaß mißt.

"naiv" ist es mmn nach zu glauben, dass unsere werte-ausfluss und hart erkämpft in unserem westl. kultur-zivilsationskreis, fussend auf unserem (christl-teils jüdisch geprägten) weltbild.

mfg
s.

Antworten Antworten Antworten sirgerald
10.02.2012 09:08
2 1

Re: Re: Re: Wie "Die Presse" berichtete, will die FPÖ in Abstimmung mit Kadyrow eine Plattform in Österreich schaffen, über die Flüchtlinge bei ihrer Rückkehr nach Tschetschenien unterstützt werden sollen.

"Unsere Werte hart erkämpft" und in den Foren diverser "Qualitätszeitungen" leichtfertig begraben.

Gast: Die großen Heuchler aus dem Westen
09.02.2012 22:17
1 0

„Wir sehen jeden Tag auf das Neue, dass Präsident Ramsan Kadyrow und seine Mannen jede Art von Aufarbeitung der Geschichte in Tschetschenien schlichtweg brutal unterbinden", so Patzelt.

Habe eine andere als die offizielle Meinung zur österreichischen Geschichte, selbst KEINE MEINUNG zu haben ist hierzulande ein schweres Verbrechen!

Antworten Gast: usiler
10.02.2012 11:46
0 0

Re: „Wir sehen jeden Tag auf das Neue, dass Präsident Ramsan Kadyrow und seine Mannen jede Art von Aufarbeitung der Geschichte in Tschetschenien schlichtweg brutal unterbinden", so Patzelt.

lol, seit wann ist geschichte ein frage der meinung...

Antworten Antworten Gast: die matrix
10.02.2012 14:39
1 0

Re: Re: „Wir sehen jeden Tag auf das Neue, dass Präsident Ramsan Kadyrow und seine Mannen jede Art von Aufarbeitung der Geschichte in Tschetschenien schlichtweg brutal unterbinden", so Patzelt.

Geschichte kann niemals 1:1 mit der Wirklichkeit erzählt werden. Denn bei zehntausenden von Schauplätzen wird sicher das eine od. andere Mal politisches Kalkül "mitgeschrieben" haben.......

Gast: justerix
09.02.2012 22:10
6 0

Tschetschenien

0hne auf die seltsame Reise der FPler einzugehen, ist es eine Tatsache, dass in Ö. wesentlich mehr Flüchtlinge aus diesem Land aufgenommen wurden als in anderen Ländern;
mit dem Resultat, dass die Auseinandersetzungen
jetzt in Ö.weitergehen. Das sieht der Patzelt natürlich nicht so, denn je mehr "Flüchtlinge" in Ö.
desto besser für amnesty.

Antworten erxxich
10.02.2012 19:45
0 0

Österreich ist von sicheren Drittländern umgeben


offspring
09.02.2012 21:03
5 0

Doppelmoral

Wenn westliche Politiker in China vor den dortigen Machthabern zu Kreuze kriechen, in einem Land wo Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung stehen, regen sich die Linken nicht so künstlich auf.
Dort gehts halt um sehr viel Geld und Menschenrechte haben hintan zu stehen.
Ist vom Prinzip her aber nichts anderes.

offspring
09.02.2012 20:57
5 1

Grund zum Aufregen

Haben die Linken halt einen Grund mehr, sich über irgendwas aufzuregen.Gönnt Ihnen doch diesen Spaß.

Antworten sirgerald
10.02.2012 09:09
0 3

Re: Grund zum Aufregen

"Die Linken", "die Rechten", übersichtliches Weltbild.

Antworten Antworten Gast: L.W.
10.02.2012 14:49
1 1

übersichtliches Weltbild


Stimmt gat nicht. Gibt ja schließlich noch oben und unten sowie vorne und hinten.

Und jetzt ?

Antworten Ich bins
09.02.2012 23:40
0 1

Re: Grund zum Aufregen

Genau! Wahrscheinlich war das der wahre Grund der Reise. Ein besserer fällt mir auch einfach nicht ein.

Gast: is halt so
09.02.2012 20:54
11 0

Komisch

Ist nur irgendwie komisch, dass niemand sich darüber aufregt, wenn Regierungspolitiker nach China reisen und sich dort vor den Machthabern verbeugen.Oder irre ich, wenn ich meine, dass Menschenrechte dort mit Füssen getreten werden?
Ah ja, da gehts um sehr viel Geld.Alles klar.

Antworten heinz57
09.02.2012 23:49
0 2

Re: Komisch

da rege sich eine menge Leute darüber auf, gerade auch Linke aber in Ö haben wir eine sehr kleine Medienlandschaft und von (angeblich)links bis tiebraunrechts gehört eh alles dem Konrad

Gast: hunter666
09.02.2012 20:05
5 7

die FPÖler

sind nicht nur naiv, sondern vor allem inkompetent und unfähig.

Stumpfsinn erzählen kann jeder, sobald es um Verantwortung übernehmen geht, werden die Blauen wieder zerbröseln!

 
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