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Das Sparpaket ist (fast) fertig geschnürt

09.02.2012 | 17:05 |   (DiePresse.com)

Die Parteigremien von SPÖ und ÖVP treffen morgen zusammen, um sich über das Paket informieren zu lassen. Den Beamten könnte eine Nulllohnrunde drohen. Die Länder fixierten bereits ihren Konsolidierungsbeitrag von 5,2 Mrd. Euro.

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Das Sparpaket ist geschnürt. Sowohl SPÖ als auch ÖVP haben für Freitagnachmittag ihre Parteigremien einberufen. Bei der ÖVP wurden die Mitglieder des Parteivorstands zu einer Sitzung eingeladen, bei der SPÖ jene des Parteipräsidiums. Das wurde der Austria Presse Agentur aus Parteikreisen bestätigt. Im Anschluss daran werden auch noch die Parlamentsklubs der beiden Parteien über die Inhalte des Sparpaketes informiert. Danach könnte das Paket von den beiden Parteichefs, SP-Bundeskanzler Werner Faymann und VP-Vizekanzler Michael Spindelegger öffentlich präsentiert werden.

Zuvor soll noch ein Ministerrat stattfinden, der gegen 18 Uhr zusammentreten dürfte. Nach einer rund zweiwöchigen Begutachtung könnten die Maßnahmen dann Ende Februar beschlossen und gleich an den Nationalrat weitergeleitet werden. Damit wäre ein parlamentarischer Beschluss noch im März möglich.

Keine Details vorab

Über Details hüllten sich die Verhandler am Donnerstag noch in Schweigen. Überraschungen dürften aber rar bleiben. An steuerlichen Maßnahmen dürfte aber eine Umwidmungsabgabe plus Streichung der Spekulationsfrist für Immobilien kommen sowie eine Kürzung des Steuerprivilegs beim 13. und 14. Monatsgehalt für Gutverdiener. Mit dem Wunsch nach einer Erbschaftssteuer hat sich die SPÖ bis zuletzt bei der ÖVP die Zähne ausgebissen wie diese bei den Sozialdemokraten in Sachen Studiengebühren.

Bei den Pensionen werden vermutlich die Invaliditätspensionen in ein Rehabilitationsgeld umgewandelt, womit die Kosten aus dem Pensionssystem wegwandern. Erschwert werden könnte der Antritt der Korridorpension. Die teuren Tunnel-Projekte Koralm, Semmering und Brenner dürften zwar bestehen bleiben, könnten aber langsamer und billiger fertiggestellt werden. Als symbolische politische Geste könnte der Nationalrat von 183 auf 165 Abgeordnete verkleinert werden.

Beamten als Zünglein an der Waage?

Noch scheitern könnte eine Bekanntgabe trotzdem an den Beamten. Zuletzt war eine Einigung mit deren Gewerkschaft noch diese Woche unwahrscheinlich erschienen. Am Donnerstagnachmittag ging man in der Koalition aber davon aus, dass auch der öffentliche Dienst den geforderten Beitrag leisten wird - auch wenn über die Art der Einsparung noch kein endgültiges Einvernehmen erzielt wurde. So betonte SP-Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek am Donnerstag im Ö1-"Mittagsjournal": „Wir werden zeitgerecht ein Konsolidierungspaket vorlegen. Den Zeitpunkt wird die Regierung bestimmen, nicht die Beamten."

Weiters soll Spindelegger den ganzen Tag über mit Beamtenchef Fritz Neugebauer im telefonischen Kontakt  gestanden haben. Womöglich, um gröbere Streitigkeiten oder sogar einen Streik abzuwenden. Wie der "Kurier" am Donnerstag berichtete, soll es nämlich im kommenden Jahr eine Nulllohnrunde für die Beamte geben.

"Größte je eingegangene Herausforderung"

Für eine Präsentation des Paketes am Freitag spricht auch die Reaktion der Länder: Der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz Franz Voves (SPÖ) gab am Donnerstagnachmittag die Einigung auf Länderebene in Sachen Beitrag zum Sparpaket des Bundes bekannt. Es sei die "größte Herausforderung" gewesen, "die wir jemals eingegangen sind".

Laut Voves werden sich die Länder mit einem Konsolidierungsbeitrag von 5,2 Milliarden Euro bis 2016 - ein Jahr früher als ursprünglich vereinbart - einbringen. Allerdings unter einigen Bedingungen, wie die Beteiligung an neuen Steuern gemäß dem Finanzausgleichschlüssel. Außerdem könne eine Steuerreform bis 2016 nur im Einvernehmen mit den Ländern erfolgen, so Voves. Weiters sei in einem Schreiben an Faymann und Spindelegger - das laut Voves bereits akkordiert worden sei - festgehalten worden, dass eine "darüber hinausgehende Mehrbelastung der Länder keinesfalls erfolgen" dürfe. 

Sollten sich auf den letzten Verhandlungsmetern noch Schwierigkeiten ergeben, sei auch eine Präsentation des Sparpaketes am Wochenende oder allerspätestens beim Ministerrat nächsten Dienstag möglich, hieß es aus Regierungskreisen.

Sparen und Steuern: Eckpunkte des Pakets

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(APA/Red.)

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565 Kommentare
 
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joekrana
12.02.2012 04:46
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Wo ist der Ernst geblieben

Wenn dies alles ist um die Kassa im Hause Österreich wieder aufzufüllen, dann ist es nicht schlimm bestellt um uns. Ein beachtlicher teil der Förfderungen die gestrichen werden gehen an die Institutionen und UNternehmen in öffentlicher Hand. Der Agrardiesel geht zu überwiegenden Mehrheit an den öffentlichen Verkehr. Die Besteuerung des Gewinns auf Immobilien ist mit 25% gering angsetzt und schont die jenigen die mit Immobilien die Wirtschaftsflüchtlinge aus Griechenland bei der Geldflucht untersützten. Sollte Herr Beymann die Spekulation ernsthaft besteuern wollen muss er in Österreich genau diesen Bereich aus seinem Schutzschirm entlassen, stattdessen kann er bei einer KEST und ImmoSteuer von 50% im Anschluss die Einkommen entlassen. Klar es gibt viele Ratschläge es besser zu machen. Lieber Herr Spindelegger, die Familien Besteuerung anstatt der Einzelbetrachtung würde schon Gleichgewicht in die Steuerfrage einbringen. Wenn aller dingsweiterhin der (K)Einkind MIttelstand mit dem Erbe aus beiden Elternteilen vom Beitragvausgenommen wird, glaube ich Ihren Sinn für Familie nicht!

1 0

Warum bis 2016

Was ich nicht ganz verstehe: warum brauchts bis 2016 dass mit der Schuldenmacherei aufgehört wird. Faymann und Co wollen sich noch etwas Zeit unter der Schuldendusche geben und ausbaden solls wieder einmal ein anderer.

Das ist ein Mogelpaket. Bis 2016 werden alle möglichen Schlupflöcher gefunden um die Maßnahmen zu umgehen.

Ich glaube nur daran dass diese Regierung alles tun wird um ja nichts tun zu müssen. Nicht jetzt. Lieber grosse Erfolge verkünden die man später stillschweigend wieder aushebelt. Aber ein Gutes hat die Sache. Das Eis wird immer dünner und ich glaube ohnehin nicht an Reform bevor der Kopf 10 Meter unter Eiswasser ist.

Jack Welch sagte einmal dass wenn Veränderung ausserhalb der Organisation schneller passiertd als innerhalb, dann gehts dem Ende zu. Österreich muss an die Wand fahren bevor Beamte, Politiker und staatsnahe Industrien ihre Pfründe aus der Hand geben. Solange wir Österreicher die Obrigkeitsbuckler bleiben die wir sind wird sich nichts ändern.

Gast: hallo
10.02.2012 18:59
1 0

aber mal ehrlich

also das ist mal ein wahnsinn wie hier über spekulanten hergezogen wird was könne die dafür wenns ihnen die politik leicht macht geld zu verdienen. Ich meine die politik schiebt einfach ihre unfähigkeit auf banken und spekulanten ab um besser dazustehen und die leute glauben das auch noch. naja mit dem euro gehts sowieso bergab egal was gemacht wird wir werden dieses jahr einen rückgang auf 1,20-1,15€ zu 1 dollar sehen aber bitte haltet daran fest es wird unser aller untergang sein

Gast: des pockst ned! Korl
10.02.2012 18:45
3 0

Feymann und Spindelegger

Feymann sagte grad im TV. Es gibt dafür keine Maßenbesteuerrung. So gscheit als Politiker kann er nichts sein. Denn sobald er die mineralössteuer erhöht oder irgendwas im KFZ bereich. Hat er die Maßensteuerrung bereit in die wege gesetzt. Wird der sprit teurer. Werden die Frächter teurer. Werden die Frächter Teurer. Werden die Produkte, die damitbefördert werden Teurer. Wie wie deppat haltet uns der. ins Gsicht EI EI und wennst die umdrehst griagst das mit der peitschn. So in etwa. Red ma in an Jahr weiter. Die Schulden werden Vielelciht nicht mehr. Aber auch nicht weniger.

Gast: error
10.02.2012 18:40
3 2

noch vor kurzem haben fekter, faymann u spindelegger gesagt, der mittelstand muß gestärkt und entlastet werden. na, jetzt habns den österreichern aber wieder die suppe ordentlich versalzen- die reichen und banker können weiter die champagnerkorken knallen lassen. die werden auf die spö und faymann anstoßen u. die die soma märkte werden auch wieder mehr. und der ÖGB, wo ist der?


Antworten erxxich
10.02.2012 19:06
0 2

Quovadis SPÖ, ÖGB, Pensionistenvertreter !!??????werden. na, jetzt habns den österreichern aber wieder die suppe ordentlich versalzen- die reichen und banker können weiter die champagnerkorken knallen lassen. die werden auf die spö und faymann anstoßen u. die die soma märkte werden auch wieder mehr. und der ÖGB, wo ist der?


Gast: wolff12
10.02.2012 18:36
2 1

faymann, cap, rudas, hundstorfer, die spö heute - in wirklichkeit hat eh niemand in österreich geglaubt, dass die, die interessen der arbeitnehmer und asvg pensionen vertreten - die vertreten nur ihr eigenen schuhe und ihre eigene karriere. ist seit vranitzky so - eine steile talfahrt ohne rückkehr


Antworten erxxich
10.02.2012 19:07
0 0

Eine unabhängige Partei der ASVG'ler (Aktive und Pensionisten) gehört her !!!!!


Gast: Überntischgezogenerneugebauer
10.02.2012 18:36
2 4

Für all diese Grauslichkeiten danken

wir unseren B A N K E N.

Es ist nicht zum derspeiben.

Gast: EX-ÖVP Wähler
10.02.2012 18:24
3 0

Danke für den Verrat

Den Mittelstand habt ihr verraten, die Multimillionäre verschont. Was soll das?

Antworten amornwan
11.02.2012 13:39
0 0

Re: Danke für den Verrat

nicht jammern. wer solche Narren Seine Stimme gibt hats nicht anders verdient!LEILEI !

Fintofanto
10.02.2012 18:16
2 0

Lügensteuer für Politiker:


1.000,-- Euro für jede Lüge;
2.000,-- Euro für jedes gebrochene Versprechen.

Zahlbar aus der jeweiligen Partei-Kasse!

Antworten Gast: Met Formin
10.02.2012 23:42
0 0

Da wäre die FPÖ schnell Pleite!!


Es müssen auch die ( bösen) Reichen Klischess bedient werden...sonst bist kein einfacher, echter Sozi ( lt.Polit.Büros).

D.h. in der Foren werden meist auch Klischees bemüht, auch das gehört eben "zur sprichwörtlichen Meinungsfreiheit " als vorgeprägte Denkschemata und möglicher Erfahrungen . Selbstverständlich könne man jedoch im Einzelfall immer geteilter Meinung sein, ob ein Statement , Bewertung od. gar ironische Einschätzung gelungen wäre oder nicht.

Das Pech ist eben (auch der Politik), man kann's nicht allen recht machen !

Westend
10.02.2012 17:57
4 0

Leider sind beide Parteiführer keine Sympathieträger,

also muss ich mir die Präsentation in der ZIB verkneifen. Der Ärger wäre zu groß.

einfach auf die nächsten Wahlen freuen:)

ÖVP: +/- 12%


Antworten Gast: Gio Vanni
10.02.2012 23:43
0 0

Re: einfach auf die nächsten Wahlen freuen:)

Gibt es so viele Bauern in Österreich?

Antworten Antworten amornwan
11.02.2012 13:43
0 0

Re: Re: einfach auf die nächsten Wahlen freuen:)

Bauern nicht,aber bei den Sozis könnten sie sich eine Anleihe nehmen.

Antworten Antworten Gast: und ob
11.02.2012 10:28
0 0

Re: Re: einfach auf die nächsten Wahlen freuen:)

du wirst die wundern

Gast: awolf
10.02.2012 17:41
10 1

hätte schüssel 2003 so ein radikales asvg sozialabbauprogramm beschlossen-hätten die sozialisten und spögewerkschafter durchgedreht und ganz österreich auf die barrikaden geholt- nun ist der ÖGb und folglar ruhig und die linke spö parteibasis macht mit- ohne rückrat und courage kann man nichts durchsetzen, schon gar nicht gegen die schlauen banker und reichen geldeliten- die stecken die sozis einfach in den sack.


Antworten broadarrow
10.02.2012 21:45
0 0

Re: hätte schüssel 2003 so ein radikales asvg sozialabbauprogramm beschlossen-hätten die sozialisten und spögewerkschafter durchgedreht und ganz österreich auf die barrikaden geholt- nun ist der ÖGb und folglar ruhig und die linke spö parteibasis macht mit- ohne rückrat und courage kann man nichts durchsetzen, schon gar nicht gegen die schlauen banker und reichen geldeliten- die stecken die sozis einfach in den sack.

Jooo - das ist das Diktat der leeren Kassen. Das ist ein bisserl mächtiger wie unser allseits beliebter Wolfi Schüssel.

Antworten Gast: alatheus
10.02.2012 18:02
3 0

Re: hätte schüssel 2003 so ein radikales asvg sozialabbauprogramm beschlossen-hätten die sozialisten und spögewerkschafter durchgedreht und ganz österreich auf die barrikaden geholt- nun ist der ÖGb und folglar ruhig und die linke spö parteibasis macht mit- ohne rückrat und courage kann man nichts durchsetzen, schon gar nicht gegen die schlauen banker und reichen geldeliten- die stecken die sozis einfach in den sack.

Und der ÖGB hatte auch noch die Dreistigkeit höhere Steuern zu fordern!

Antworten erxxich
10.02.2012 17:59
2 1

Eine Partei der ASVG'ler (Aktive & Pensionisten) gehört gegründet !!!

Wäre ein machtvoller Apparat, der die SÖVP zur Steuer-/Pensionsgerechtigkeit, zur Verwaltungsverkleinerung und zum sparsamen Umgang mit Steuergeld zwingen könnte !!!

Antworten erxxich
10.02.2012 17:51
4 2

Unfähige Regierung

Anstelle eines Sparpaketes ein umfassendes Belastungspaket mit geringem Aderlass der Bauern, der Reichen und Beamten sowie ein tolles Belastungspaket für die ASVG'ler (Aktive & Pensionisten) !!!
Danke SÖVP !!!!!
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Euren Abstieg habt ihr verdient !!!

Antworten Antworten steirerman
10.02.2012 23:11
0 0

Re: Unfähige Regierung

Im Parlament sitzen 125 Beamte,17 Bauern und 41 Freiberufler.Beim sogenannten Sparpaket kann man erkennen wer in Österreich das Sagen hat.Zahlen dürfen alle welche in der Privatwirtschaft tätig sind.

Gast: dirge
10.02.2012 17:30
4 1

noch 2 jahre länger hackeln

für edelpensionisten wie blecha und kohl. würg.

 
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