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SPÖ und ÖVP segnen Sparpaket einstimmig ab

10.02.2012 | 17:42 |   (Die Presse)

Das Spar- und Steuerpaket wird heute Abend präsentiert. Auf die Beamten dürfte eine Nulllohnrunde im kommenden Jahr zukommen.

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Nach wochenlangen Verhandlungen ist es am Freitagabend soweit: Die Regierung stellt ihr Spar- und Steuerpaket vor. Am Freitagvormittag wurde eine "grundsätzliche Einigung" mit den Beamten erzielt, am Nachmittag tagten die Parteigremien von SPÖ und ÖVP. Sowohl der schwarze Bundesparteivorstand als auch das rote Präsidium segneten das Sparpaket einstimmig ab.

SP-Bundeskanzler Werner Faymann betonte, das Paket sei "vernünftig und fair", es gebe keine Massensteuern. Inhaltlich hätte er aber "in dem einen oder anderen Punkt" mehr gewollt. VP-Generalsekretär Hannes Rauch meinte, es sei gelungen, "Österreich auf gesunde Beine zu stellen".

Um 18 Uhr wird die Regierung das Paket bei einem Sonderministerrat beschließen, anschließend treten Faymann und Vizekanzler Michael Spindelegger vor die Öffentlichkeit.

Was das Paket bringt, wen es trifft

Insgesamt umfasst das Paket bis 2016 eine Summe von rund 27 Milliarden Euro, wobei knapp 22 Milliarden auf den Bund entfallen. Der Rest - 5,2 Milliarden - kommt aus den Ländern und Gemeinden. Der Bundesanteil gliedert sich in Einsparungen und Steuern: Zwei Drittel, 14 Milliarden Euro, sollen gespart, ein Drittel - sieben bis acht Milliarden - via Steuern eingenommen werden. VP-Finanzministerin Maria Fekter lobte das "große Reformpensum". Vom Volumen her handle es sich um das "größte Sparpaket, das die Republik je hatte".

"Solidarabgabe" für Spitzenverdiener

Im Steuerbereich kommen eine Wertzuwachssteuer für Immobilien, die beim Verkauf schlagend wird - dazu gehören auch Umwidmungsgewinne -, und eine „Solidarabgabe" für Spitzenverdiener.
Über den Hebel dieser Abgabe wurde in den finalen Gesprächen am Donnerstagabend noch gefeilscht. Aus Koalitionskreisen wurden lange Zeit zwei Varianten vermeldet, nämlich Steuerzuschläge auf das Jahresbruttoeinkommen (SPÖ-Wunsch) sowie auf das 13. und 14. Gehalt (ÖVP-Wunsch). Kolportiert wurde zuletzt ein auf vier Jahre befristeter gestaffelter Steuerzuschlag - laut „Zeit im Bild" ab 190.000 Euro mit drei Prozent und ab 600.000 mit sechs Prozent. Zu Einschränkungen soll es bei der Gruppenbesteuerung kommen. Zudem soll es ein „Steuersünder"-Abkommen mit der Schweiz geben.

Auf die Beamten dürfte kommendes Jahr eine Null-Lohnrunde und eine moderate Gehaltsanpassung im Jahr 2014 zukommen. Zudem soll es einen Aufnahmestopp bis 2014 geben - mit Ausnahme von Exekutive, Justiz und Lehrern. In der Rechnung der Regierung trägt der öffentliche Dienst 2,7 Milliarden Euro zur Budgetkonsolidierung bei.

Größter Brocken Pensionen

Der größte Brocken, 7,8 Milliarden Euro, wird im Pensionssystem gehoben. Durch mehrere Maßnahmen: Unter 50-Jährige dürfen künftig nicht mehr in Invaliditätspension gehen - stattdessen bekommen sie ein Rehabilitationsgeld. So soll das faktische Pensionsantrittsalter (statistisch) angehoben werden. Wie viel sich der Steuerzahler dadurch erspart? Dieses Geheimnis blieb vorerst ein gut gehütetes.

In der Korridorpension (Frühpension mit Abschlägen) dürfte das Antrittsalter bei 62 Jahren bleiben, allerdings braucht man nun 40 statt 37,5 Beitragsjahre. Bezieher hoher Sonderpensionen (Beamte, Politiker etc.) werden zu Solidarabgaben verpflichtet. Außerdem dürften die nächsten Pensionserhöhungen minimal ausfallen - mit einem Wert von unter einem Prozent.

Die Seniorenvertreter der Regierungsparteien zeigten sich am Freitag zufrieden. Der Obmann des SPÖ-Pensionistenverbandes, Karl Blecha, sprach im Ö1-"Mittagsjournal" von einem "Erfolg und Beitrag der Pensionisten, der wirklich vertretbar ist". Andreas Khol, Obmann des ÖVP-Seniorenbundes, meinte, die Maßnahmen seien zwar schmerzlich, allerdings "ausgezeichnet balanciert" und gleichmäßig über alle leistungsfähigen Bürger verteilt.

1,4 Milliarden Einsparungen bei ÖBB

Die Bundesbahnen werden sich mit 1,4 Milliarden Euro weniger begnügen müssen. 750 Millionen Euro werden im operativen Bereich gespart (Frühpensionsstopp, Versteuerung von Mitarbeiterfreifahrten, Deckelung der Energieabgaben). Der Rest ist laut Konzernchef Christian Kern im Bereich der Infrastruktur zu holen - ohne die großen Tunnelprojekte (Brenner, Koralm, Semmering) zu gefährden.

Das Förderwesen wird um 800 Millionen Euro gekürzt. Geplant ist ein Pyramidensystem: Die Länder dürfen nur mehr bis zu einer gewissen Summe fördern. Bauern wird voraussichtlich die Steuerbegünstigung für Agrardiesel gestrichen.

Eine Verwaltungsreform trifft vor allem die Bezirksgerichte und Heeresspitäler. Die Politik spart allerdings auch bei sich selbst: Regierung und Nationalrat dürften nach der nächsten Wahl verkleinert werden.

Sparen und Steuern: Eckpunkte des Pakets

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(Prior/Ag.)

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565 Kommentare
 
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joekrana
12.02.2012 04:46
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Wo ist der Ernst geblieben

Wenn dies alles ist um die Kassa im Hause Österreich wieder aufzufüllen, dann ist es nicht schlimm bestellt um uns. Ein beachtlicher teil der Förfderungen die gestrichen werden gehen an die Institutionen und UNternehmen in öffentlicher Hand. Der Agrardiesel geht zu überwiegenden Mehrheit an den öffentlichen Verkehr. Die Besteuerung des Gewinns auf Immobilien ist mit 25% gering angsetzt und schont die jenigen die mit Immobilien die Wirtschaftsflüchtlinge aus Griechenland bei der Geldflucht untersützten. Sollte Herr Beymann die Spekulation ernsthaft besteuern wollen muss er in Österreich genau diesen Bereich aus seinem Schutzschirm entlassen, stattdessen kann er bei einer KEST und ImmoSteuer von 50% im Anschluss die Einkommen entlassen. Klar es gibt viele Ratschläge es besser zu machen. Lieber Herr Spindelegger, die Familien Besteuerung anstatt der Einzelbetrachtung würde schon Gleichgewicht in die Steuerfrage einbringen. Wenn aller dingsweiterhin der (K)Einkind MIttelstand mit dem Erbe aus beiden Elternteilen vom Beitragvausgenommen wird, glaube ich Ihren Sinn für Familie nicht!

1 0

Warum bis 2016

Was ich nicht ganz verstehe: warum brauchts bis 2016 dass mit der Schuldenmacherei aufgehört wird. Faymann und Co wollen sich noch etwas Zeit unter der Schuldendusche geben und ausbaden solls wieder einmal ein anderer.

Das ist ein Mogelpaket. Bis 2016 werden alle möglichen Schlupflöcher gefunden um die Maßnahmen zu umgehen.

Ich glaube nur daran dass diese Regierung alles tun wird um ja nichts tun zu müssen. Nicht jetzt. Lieber grosse Erfolge verkünden die man später stillschweigend wieder aushebelt. Aber ein Gutes hat die Sache. Das Eis wird immer dünner und ich glaube ohnehin nicht an Reform bevor der Kopf 10 Meter unter Eiswasser ist.

Jack Welch sagte einmal dass wenn Veränderung ausserhalb der Organisation schneller passiertd als innerhalb, dann gehts dem Ende zu. Österreich muss an die Wand fahren bevor Beamte, Politiker und staatsnahe Industrien ihre Pfründe aus der Hand geben. Solange wir Österreicher die Obrigkeitsbuckler bleiben die wir sind wird sich nichts ändern.

Gast: hallo
10.02.2012 18:59
1 0

aber mal ehrlich

also das ist mal ein wahnsinn wie hier über spekulanten hergezogen wird was könne die dafür wenns ihnen die politik leicht macht geld zu verdienen. Ich meine die politik schiebt einfach ihre unfähigkeit auf banken und spekulanten ab um besser dazustehen und die leute glauben das auch noch. naja mit dem euro gehts sowieso bergab egal was gemacht wird wir werden dieses jahr einen rückgang auf 1,20-1,15€ zu 1 dollar sehen aber bitte haltet daran fest es wird unser aller untergang sein

Gast: des pockst ned! Korl
10.02.2012 18:45
3 0

Feymann und Spindelegger

Feymann sagte grad im TV. Es gibt dafür keine Maßenbesteuerrung. So gscheit als Politiker kann er nichts sein. Denn sobald er die mineralössteuer erhöht oder irgendwas im KFZ bereich. Hat er die Maßensteuerrung bereit in die wege gesetzt. Wird der sprit teurer. Werden die Frächter teurer. Werden die Frächter Teurer. Werden die Produkte, die damitbefördert werden Teurer. Wie wie deppat haltet uns der. ins Gsicht EI EI und wennst die umdrehst griagst das mit der peitschn. So in etwa. Red ma in an Jahr weiter. Die Schulden werden Vielelciht nicht mehr. Aber auch nicht weniger.

Gast: error
10.02.2012 18:40
3 2

noch vor kurzem haben fekter, faymann u spindelegger gesagt, der mittelstand muß gestärkt und entlastet werden. na, jetzt habns den österreichern aber wieder die suppe ordentlich versalzen- die reichen und banker können weiter die champagnerkorken knallen lassen. die werden auf die spö und faymann anstoßen u. die die soma märkte werden auch wieder mehr. und der ÖGB, wo ist der?


Antworten erxxich
10.02.2012 19:06
0 2

Quovadis SPÖ, ÖGB, Pensionistenvertreter !!??????werden. na, jetzt habns den österreichern aber wieder die suppe ordentlich versalzen- die reichen und banker können weiter die champagnerkorken knallen lassen. die werden auf die spö und faymann anstoßen u. die die soma märkte werden auch wieder mehr. und der ÖGB, wo ist der?


Gast: wolff12
10.02.2012 18:36
2 1

faymann, cap, rudas, hundstorfer, die spö heute - in wirklichkeit hat eh niemand in österreich geglaubt, dass die, die interessen der arbeitnehmer und asvg pensionen vertreten - die vertreten nur ihr eigenen schuhe und ihre eigene karriere. ist seit vranitzky so - eine steile talfahrt ohne rückkehr


Antworten erxxich
10.02.2012 19:07
0 0

Eine unabhängige Partei der ASVG'ler (Aktive und Pensionisten) gehört her !!!!!


Gast: Überntischgezogenerneugebauer
10.02.2012 18:36
2 4

Für all diese Grauslichkeiten danken

wir unseren B A N K E N.

Es ist nicht zum derspeiben.

Gast: EX-ÖVP Wähler
10.02.2012 18:24
3 0

Danke für den Verrat

Den Mittelstand habt ihr verraten, die Multimillionäre verschont. Was soll das?

Antworten amornwan
11.02.2012 13:39
0 0

Re: Danke für den Verrat

nicht jammern. wer solche Narren Seine Stimme gibt hats nicht anders verdient!LEILEI !

Fintofanto
10.02.2012 18:16
2 0

Lügensteuer für Politiker:


1.000,-- Euro für jede Lüge;
2.000,-- Euro für jedes gebrochene Versprechen.

Zahlbar aus der jeweiligen Partei-Kasse!

Antworten Gast: Met Formin
10.02.2012 23:42
0 0

Da wäre die FPÖ schnell Pleite!!


Es müssen auch die ( bösen) Reichen Klischess bedient werden...sonst bist kein einfacher, echter Sozi ( lt.Polit.Büros).

D.h. in der Foren werden meist auch Klischees bemüht, auch das gehört eben "zur sprichwörtlichen Meinungsfreiheit " als vorgeprägte Denkschemata und möglicher Erfahrungen . Selbstverständlich könne man jedoch im Einzelfall immer geteilter Meinung sein, ob ein Statement , Bewertung od. gar ironische Einschätzung gelungen wäre oder nicht.

Das Pech ist eben (auch der Politik), man kann's nicht allen recht machen !

Westend
10.02.2012 17:57
4 0

Leider sind beide Parteiführer keine Sympathieträger,

also muss ich mir die Präsentation in der ZIB verkneifen. Der Ärger wäre zu groß.

einfach auf die nächsten Wahlen freuen:)

ÖVP: +/- 12%


Antworten Gast: Gio Vanni
10.02.2012 23:43
0 0

Re: einfach auf die nächsten Wahlen freuen:)

Gibt es so viele Bauern in Österreich?

Antworten Antworten amornwan
11.02.2012 13:43
0 0

Re: Re: einfach auf die nächsten Wahlen freuen:)

Bauern nicht,aber bei den Sozis könnten sie sich eine Anleihe nehmen.

Antworten Antworten Gast: und ob
11.02.2012 10:28
0 0

Re: Re: einfach auf die nächsten Wahlen freuen:)

du wirst die wundern

Gast: awolf
10.02.2012 17:41
10 1

hätte schüssel 2003 so ein radikales asvg sozialabbauprogramm beschlossen-hätten die sozialisten und spögewerkschafter durchgedreht und ganz österreich auf die barrikaden geholt- nun ist der ÖGb und folglar ruhig und die linke spö parteibasis macht mit- ohne rückrat und courage kann man nichts durchsetzen, schon gar nicht gegen die schlauen banker und reichen geldeliten- die stecken die sozis einfach in den sack.


Antworten broadarrow
10.02.2012 21:45
0 0

Re: hätte schüssel 2003 so ein radikales asvg sozialabbauprogramm beschlossen-hätten die sozialisten und spögewerkschafter durchgedreht und ganz österreich auf die barrikaden geholt- nun ist der ÖGb und folglar ruhig und die linke spö parteibasis macht mit- ohne rückrat und courage kann man nichts durchsetzen, schon gar nicht gegen die schlauen banker und reichen geldeliten- die stecken die sozis einfach in den sack.

Jooo - das ist das Diktat der leeren Kassen. Das ist ein bisserl mächtiger wie unser allseits beliebter Wolfi Schüssel.

Antworten Gast: alatheus
10.02.2012 18:02
3 0

Re: hätte schüssel 2003 so ein radikales asvg sozialabbauprogramm beschlossen-hätten die sozialisten und spögewerkschafter durchgedreht und ganz österreich auf die barrikaden geholt- nun ist der ÖGb und folglar ruhig und die linke spö parteibasis macht mit- ohne rückrat und courage kann man nichts durchsetzen, schon gar nicht gegen die schlauen banker und reichen geldeliten- die stecken die sozis einfach in den sack.

Und der ÖGB hatte auch noch die Dreistigkeit höhere Steuern zu fordern!

Antworten erxxich
10.02.2012 17:59
2 1

Eine Partei der ASVG'ler (Aktive & Pensionisten) gehört gegründet !!!

Wäre ein machtvoller Apparat, der die SÖVP zur Steuer-/Pensionsgerechtigkeit, zur Verwaltungsverkleinerung und zum sparsamen Umgang mit Steuergeld zwingen könnte !!!

Antworten erxxich
10.02.2012 17:51
4 2

Unfähige Regierung

Anstelle eines Sparpaketes ein umfassendes Belastungspaket mit geringem Aderlass der Bauern, der Reichen und Beamten sowie ein tolles Belastungspaket für die ASVG'ler (Aktive & Pensionisten) !!!
Danke SÖVP !!!!!
-
Euren Abstieg habt ihr verdient !!!

Antworten Antworten steirerman
10.02.2012 23:11
0 0

Re: Unfähige Regierung

Im Parlament sitzen 125 Beamte,17 Bauern und 41 Freiberufler.Beim sogenannten Sparpaket kann man erkennen wer in Österreich das Sagen hat.Zahlen dürfen alle welche in der Privatwirtschaft tätig sind.

Gast: dirge
10.02.2012 17:30
4 1

noch 2 jahre länger hackeln

für edelpensionisten wie blecha und kohl. würg.

 
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