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Korruptionsverdacht: Telekom zahlte Grasser Umfrage

09.02.2012 | 18:25 |   (Die Presse)

Neue Zahlungen der Telekom betreffen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser. Die Staatsanwaltschaft eröffnet ein neues Verfahren. Grasser erweitert den Kreis der Beschuldigten um die Korruptionsaffäre.

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Wien/Eid. Karl-Heinz Grasser, Beschuldigter in den Affären um die Buwog und den Terminal Tower in Linz sowie in einem Finanzstrafverfahren, steht auch bei den Ermittlungen rund um Korruption und Parteienfinanzierung bei der Telekom Austria im Visier der Justiz. Grasser erweitert den Kreis der Beschuldigten, zu denen unter anderem die ehemaligen Telekom-Vorstände Rudolf Fischer, Gernot Schieszler, Heinz Sundt, Boris Nemsic und Stefano Colombo sowie Ex-Vizekanzler Hubert Gorbach zählen.

Konkret geht es darum, dass die Telekom Meinungsumfragen des Marktforschungsinstituts Market zu Grassers Person bezahlt haben soll. Abgerechnet wurde über die Firma Valora von Peter Hochegger, über die auch die Geldflüsse an Politiker und Parteien gingen. Thomas Vecsey, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, bestätigt der „Presse“ einen entsprechenden Bericht des „Format“. Im Unterschied zu den anderen Geldflüssen, die über die Valora gingen – nachweisbar sind bisher neun Mio. Euro, bis zu 35 Mio. Euro sollen es gewesen sein –, geht es diesmal um geringe Beträge. Bei vier Rechnungen ist von rund 21.000 Euro die Rede.

In den Strudel der Telekom-Affäre – konkret die mutmaßlichen Schmiergeldzahlungen rund um die Vergabe des Behördenfunks – gerät nun auch der Vizepräsident des Bundesrats, Harald Himmer (ÖVP). Der grüne Abgeordnete Peter Pilz zitiert auf seiner Webseite dazu aus dem Auslieferungsantrag der Staatsanwaltschaft für Himmer vom 27. Jänner 2012. Für Himmer gilt – wie für Grasser – die Unschuldsvermutung.

Auslieferung von ÖVP-Bundesrat Himmer?

Eine „Öffnung des Kontos der MPA Budapest bei der Raiffeisenkassa Strem, Kontonummer 207274“, habe ergeben, „dass die Alcatel im Zeitraum vom 28.12.2005 bis 6.9.2007 insgesamt 719.970 Euro an die MPA überwies.“ Himmer war in diesem Zeitraum Vertriebs- und später Generaldirektor der Alcatel. Das Geld ging mutmaßlich an den Lobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly. Dieser soll, wie berichtet, im Zusammenhang mit dem Behördenfunk in Summe 1,1 Mio. Euro erhalten haben. Mensdorff-Pouilly hat einen Zusammenhang zwischen diesen Zahlungen und dem Behördenfunk mehrfach in Abrede gestellt.

Grasser: Vom Autohändler zum Steuersparer

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.02.2012)

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68 Kommentare
 
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nein, grasser braucht keine umfragen!

wenn er wissen will, wie schön, wie reich, wie intelligent, wie potent, wie.... er ist, dann schreibt er einfach einen brief an sich selbst!

Gast: Franz88
10.02.2012 13:13
1 0

Ist doch nicht so schlecht!

Alle anderen Umfragen zahlt der Steuerzahler!

So z.B. die heutige Umfrage mit dem Ergebnis, 50% der Österreicher mit dieser Regierung ganz superl zufrieden sind.

(Zufällig wird sie ein paar Stunden vor Bekanntgabe des größten Belastungspaktes der 2. Republik veröffentlich!)

Gast: gkonto
10.02.2012 11:59
0 0

Den Wert Grassers abzufragen, das würde aber eher

nicht zu Grasser selbst passen, sondern zu jenen, die über ihn einen Mehrwert erfragen wollen, also etwa wissen wollen, was sie davon an zusätzliche Stimmen erwarten können, wenn er zB Partei wechselt und für sie antritt.

Im Übrigen muss es für polit.Parteien auch verboten sein, Unternehmensbeteiligungen zu besitzen!!

wmaurer
10.02.2012 11:53
2 1

wo ist die Burgtheatergeschichte mit Fr. Schmied hingekommen?


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Re: wo ist die Burgtheatergeschichte mit Fr. Schmied hingekommen?

ist schon gut, herr klubobmann kopf. die feuerwehrübung mit dem werfen von ablenkenden nebelgranaten findet erst nächste woche statt!
also entspannen sie sich wieder und müllen sie nicht das forum zu.

Antworten Antworten wmaurer
10.02.2012 15:42
0 0

Re: "Feuerwehrübung" ist gut;


im Burgtheater brennt der Hut

Enrico II
10.02.2012 10:55
1 0

Es gibt nur Vermutungen.....


....ob Grasser Dreck am Stecken hat.

Aber Fakt ist, daß unser Justizsystem unfähig ist, komplexe Rechtsfragen effizient zu lösen.

Unsere Justiz ist halt nunmal nur auf "Hendldiebe"
ausgelegt.

Gast: mh
10.02.2012 10:18
1 0

Kein Ende mit dem Grasser-Bashing

Die Zeit, die Energie und das Geld das für dieses Grasser-Bashing aufgewendet wird das hätte ich gerne.

0 1

Re: Kein Ende mit dem Grasser-Bashing

hast recht.
ein echtes abwatschen vom karli wäre effizienter.
seine dann rot strahlenden backen könnten locker 100 rote ampeln und deren energieverbrauch ersetzen!

roger
10.02.2012 10:06
2 0

Wenn das, was Grasser vorgeworfen wird

nämlich sich Meinungsumfragen bezahlen zu lassen, ein Vergehen darstellt, dann frag ich mich, warum bei unserem "Inserator Werner" kein Verfahren eröffnet wird.

0 0

Re: Wenn das, was Grasser vorgeworfen wird

dann zeig ihn doch endlich an!

oder weisst du nur, wie sudern und beschuldigen geht, aber hast keine ahnung von vorgängen bei der justiz?

0 1

wozu hat grasser diese meinungsumfragen über seine beliebtheit überhaupt gebraucht?


das hätte er doch auch viel einfacher haben können:
ein blick ins presse-forum.
hier hat er nach wie vor viele fans.

da jedoch das presse-forum mit dem richtigen leben gar nichts zu tun hat (man kann sogar davon ausgehen: wenn hier mehrheitlich 'schwarz' gesagt wird, dann ist die sache in realität weiß. sogar der presse-chefredakteur hat der mehrheit der hier postenden in freundlichen worten dämlichkeit nachgesagt...), bedeutet das: karli, schleich dich!

Gast: VOLXSTIMME
10.02.2012 08:46
2 0

Unglaublich! Ist irgendwo ein haufen stinkender korrupter Sch..., dann lacht schon ein Blauer raus!

Ohne die Freiheitlichen könnten wir wohl 90 % der Justiz und Exekutive einsparen................


Zappelzapp
10.02.2012 03:55
5 2

Einige Millionen für den Werner werfen ihren Schatten voraus

Noch jedes Mal, wenn ein unangenehmer Zeuge in der Causa Feymann-Ostermeier aussagen sollte, kam aus der Staatsanwaltschaft irgend eine Grasser-Neuigkeit älterer Art.

Offensichtlich werden aus der Staatsanwaltschaft nicht nur bevorstehende unangenehme Neuigkeiten hinausgespielt. Sondern gleich auch passende Ablenkungsgeschichten.

Leider wettet längst niemand mehr mit mir, wenn ich in solchen Fällen unangenehme Enthüllungen voraussage.

1 3

Re: Einige Millionen für den Werner werfen ihren Schatten voraus

ich wette, dass mit dir auch niemand mehr redet!

verschwörungstheoretiker sind nur sehr kurz anlass für einen lacher, auf dauer geht ihr hirnis jedem fürchterlich auf die nerven!

get a life!

1 0

Re: Einige Millionen für den Werner werfen ihren Schatten voraus

Die Politik scheint es sich zu drehen wie sie es braucht. Aber ehrlich gesagt, ist es mir lieber der Grasser fährt jetzt irgendwann ein, als die Parteien decken sich alle gegenseitig.

Gast: Tutenchamun
10.02.2012 03:00
3 2

Ein Hinweis, dem nachgegangen werden sollte: Grasser war Autohändler

genauer der Sohn eines Autohändlers.
Auch bei der A1 Telekom sitzen im Top-Management einige Söhne von Autohändlern. "Autohandel" ist eine der Schlüsselkompetenzen in diesem Netzwerk.

Wa. Serro_
10.02.2012 00:22
2 1

Der grüne Abgeordnete Peter Pilz zitiert auf seiner Webseite dazu aus dem Auslieferungsantrag der Staatsanwaltschaft für Himmer vom 27. Jänner 2012. Für Himmer gilt – wie für Grasser – die Unschuldsvermutung.

Nichts Neues im rot-grünen Osten, außer saftige Abgabenerhöhungen in Wien!!!

Antworten Gast: haarriss
10.02.2012 12:18
0 0

Re: Der grüne Abgeordnete Peter Pilz zitiert auf seiner Webseite dazu aus dem Auslieferungsantrag der Staatsanwaltschaft für Himmer vom 27. Jänner 2012. Für Himmer gilt – wie für Grasser – die Unschuldsvermutung.

was soll denn dieses Gelaber,hier ist von ganz anderem die Rede, aber immerhin
untauglicher Versuch

Antworten Gast: matzernet
10.02.2012 11:50
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Re: Der grüne Abgeordnete Peter Pilz zitiert auf seiner Webseite dazu aus dem Auslieferungsantrag der Staatsanwaltschaft für Himmer vom 27. Jänner 2012. Für Himmer gilt – wie für Grasser – die Unschuldsvermutung.

serro, gibs auf, des nimmt keiner mehr ernst...

Antworten Gast: Wolfsbergerin
10.02.2012 05:10
1 0

Re: Der grüne Abgeordnete Peter Pilz zitiert auf seiner Webseite dazu aus dem Auslieferungsantrag der Staatsanwaltschaft für Himmer vom 27. Jänner 2012. Für Himmer gilt – wie für Grasser – die Unschuldsvermutung.

Bei uns im FREIHEITLICHEN Kärnten ebenfalls saftige Abgabenerhöhungen, höchster Strompreis (Kärntner LAndesregierung ist ja beteiligt bei der KELAG und saniert ihr Budget), immer mehr Abwanderungen und immer mehr Betriebsabsiedelungen!

So schauts im Süden aus!

Gast: Lukas
09.02.2012 23:20
6 0

der Inseratenkanzler macht sich's einfacher

er läßt seine Werbung gleich vom Steuerzahler finanzieren...

Antworten Gast: Lukas II
10.02.2012 05:11
1 3

Re: der Inseratenkanzler macht sich's einfacher

Das haben die FREIHEITLICHEN in Kärnten auch so gemacht!
Der Werner stibitzt die Ideen der Blauen!!!!

fefe
09.02.2012 22:29
3 0

Letztlich ganz anders

Letztlich wird herauskommen, dass die Telekom überlegt hatte Grasser evtl. später für Werbung zu gewinnen und wollten seine "Tauglichkeit" für diesen Zweck testen lassen. Damit das nicht so offensichtlich wird, wird das über ein paar Ecken beauftragt.

Ist das nicht die eigentlich naheligendste Erklärung? Wozu soll jemand seine eigene Beliebtheit testen lassen?

Gast: Tutenchamun
09.02.2012 22:00
2 0

Grasser dürfte in die "Pöbelfalle" gegangen sein!

Grasser kommt nun wirklich nicht aus dem Geldadel. Sonst wüsste er,dass niemals ein "Veranlagungsgeschick" (was soll das denn sein?) mit 500000 Euro "getestet wird". Wirdnicht. Niemals. Bei keinem der wirklich Geld hat. Und das ist auch gut so.

 
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