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Sparpaket: Grüne gegen Verkleinerung des Bundesrates

11.02.2012 | 10:11 |   (DiePresse.com)

SPÖ und ÖVP wollen nach der kommenden Wahl die Regierung, den Nationalrat und den Bundesrat um zehn Prozent verkleinern. Die Grünen stellen sich quer.

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Ab der kommenden Legislaturperiode sollen Regierung, Nationalrat und Bundesrat "um rund zehn Prozent" verkleinert werden. Details dazu werden im Sparpaket nicht genannt. Fest steht aber die Absicht hinter diesem Vorhaben: SPÖ und ÖVP wollen zeigen, dass auch bei der Politik gespart wird. Für die Reduktion der Regierungsmitglieder und der Nationalratsmandate von 183 auf 165 reicht die einfache Mehrheit. Für den Bundesrat braucht die Koalition aber die Unterstützung zumindest einer Oppositionspartei.

Ob dieses Vorhaben tatsächlich umgesetzt wird, ist derzeit noch fraglich. Die Grünen werden keinesfalls zur nötigen Zwei-Drittel-Mehrheit beitragen, erklärte Verfassungssprecherin Daniela Musiol. Denn die Verkleinerung der Parlamente und der Regierung sei "nur populistisch". Sie bringe keine große Einsparung - und auch der dringend nötige Ausbau der Kontrollrechte werde nicht vorgenommen.

Den Bundesrat einfach zu verkleinern, lehnt Musiol vehement ab. Entweder sollte man ihn abschaffen oder sinnvoll reformieren - etwa indem man ihn mit der Entsendung von Landes-Abgeordneten zu einem "Generallandtag" macht und neue Kompetenzen gibt.

Änderung der Wahlkreiseinteilung?

Generell betrachtet wäre eine Verkleinerung eine eher symbolischer Beitrag zur Konsolidierung: Verzichtet man auf 18 Nationalratsabgeordnete und sechs Bundesräte, fallen pro Jahr rund 2,4 Millionen Euro weniger an Gehältern an. Dazu kommen noch Ausgaben für die Büros, Telefonrechnungen etc. sowie die Vergütung für die parlamentarischen Mitarbeiter der Nationalratsabgeordneten. Die gesamte Einsparung für den Nationalrat wird auf fünf Millionen Euro geschätzt. Wird die Regierung verkleinert, spart man jährlich 228.480 Euro pro Minister und 205.632 Euro pro Staatssekretär bei den Gehältern.

Ob auch die Wahlkreiseinteilung geändert wird, sei "politisch zu beurteilen", meinte Robert Stein, Leiter der Wahlabteilung im Innenministerium. Zwingend nötig ist es nicht. Denn auch weniger Mandate pro Wahlkreis wären verfassungskonform. Derzeit stehen den meisten Wahlkreisen drei bis vier Mandate zu, einzelnen auch sieben bzw. einem (Hausruckviertel) sogar acht.

Ohne Änderung würde die Verkleinerung am stärksten auf Ebene der Wahlkreise durchschlagen. Nicht vorhersagbar ist, wie sehr Bundes-und Landesmandate betroffen wären. Dies hängt von der Wahlarithmetik und damit den Wahlergebnissen ab - weil in den Ländern und im Bund eigentlich nur die "Reste" verteilt werden, die auf der vorigen Ebene übrig bleiben.

Bundesräte
Wie viele Bundesräte jedem Land zustehen, hat der Bundespräsident nach jeder Volkszählung festzusetzen. Derzeit kommen aus Niederösterreich zwölf, aus Wien und Oberösterreich elf, aus der Steiermark neun, aus Tirol fünf, aus Salzburg und Kärnten je vier sowie aus Vorarlberg und dem Burgenland je drei - was in Summe 62 ausmacht. Für eine Reduktion wäre auch eine qualifizierte Mehrheit im Bundesrat nötig: Die Mehrheit von Vertretern von mindestens vier Ländern muss zustimmen.

(APA/Red.)

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14 Kommentare
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bundesrat durch oberhaus ersetzen!

wie wäre es wenn man den bundesrat durch ein art oberhaus ersetzt, welches mitels zensuswahlrecht gewählt wird.
Das zensuswahlrecht sollte die nettozahler des landes erfassen

Man könnte z.b den wahlberechtigten vor der wahl einen stimmzetteln in einer gewissen farbe zustellen, jede farbe hat dann eine bestimmte gewichtung, je größer die steuerleistung in der letzten legislaturperiode war desto gewichitger ist die stimme!

Denn schließlich zahlen in österreich 10% der steuerpflichtige 58% der steuern

Diese 10% haben aber dennoch nur 10% der macht was eigentlich ungerecht ist, denn warum soll der berufstätige der 8 oder mehr studen täglich arbeitet genauso eine stimme haben wie irgend ein gemeindebauprolet, der länge mal breite beihilfeen vom staat kassiert?

das oberhaus sollte dann eine absoltues vetorecht gegen neue steuern, sowie gegen budgetgesetze die ein defizit vorsehen haben!

Gast: Sonntagsgast
12.02.2012 15:43
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Nur weiter so!

Auch jetzt die Landesregierungen halbieren!
Gemeinden zusammenlegen!

Gast: singapur
11.02.2012 19:10
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regierung

"Wird die Regierung verkleinert, spart man jährlich 228.480 Euro pro Minister und 205.632 Euro pro Staatssekretär bei den Gehältern." dh Die anderen Minister/Staatsekretäre sollen weniger bekommen - dann spart man mehr

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Was solls? Wieder ein paar unnötige Brotfresser weniger!


erxxich
11.02.2012 19:06
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Zeichen der Zeit: Nationalrat mit 100 / Bundesrat auflösen oder Landesregierungen verkleinern und deren Vertreter in einen massiv verkleinerten Bundesrat !!!


Henry44
11.02.2012 18:06
2 1

Erstaunlich die Grünen,


könnte es ihnen nicht auch um Posten gehen, die ein leistungsloses Einkommen generieren?

Abschaffen, das ist vernünftiger. Wenn eine Einrichtung nur Geld kostet, aber keine Funktion hat, dann ist sie überflüssig.

Antworten Wa. Serro_
11.02.2012 19:27
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Re: Erstaunlich die Grünen,

Ich geb Ihnen einen gutgemeinten Rat: Besuchen Sie einen Kursus für Staatsbürgerschaftskunde und dann reden Sie weiter.

Solche Kurse werden eh laufend für die Imigranten angeboten.

Gast: Stefan Grauermann
11.02.2012 17:17
2 0

Seltsam ...

... daß dem Fuchs die Trauben immer zu sauer sind, wenn sie hoch hängen. Da heißt es halt anstrengen, um so gut zu werden daß es auch im kleineren Bundesrat noch Platz für einen oder zwei Grüne gibt. Mit Kryptokommunismus und Radfahren allein wird sich's halt nicht ausgehen.

Gast: chralex
11.02.2012 17:01
2 0

Hemd näher als der Rock

gilt auch für die Grünen. 2009 vollinhaltlich FÜR
15 % plus bei der Parteiförderung obwohl bereits die Höchste Europas.
Der Rest der Parteien detto.
Von 182 NR Abgeordneten sind 130 Beamte.
Der Rest hat ebenfalls einen zusätzlichen Beruf
bzw. Funktion mit Entgelt.
Vorschlag von Serro OK:
Kosten der Gremien generell um 15 % reduzieren als moralischer Beitrag.
Bei höherer Besetzung springt halt für den Einzelnen weniger raus. Damit können alle
noch immer besser leben als der Durchschnitts-
österreicher den sie ja vertreten (?)
Siehe Modell Schweiz als Vorbild.

Wa. Serro_
11.02.2012 14:32
0 0

Der Bundesrat ist ein wichtiges (Länder)Gremium

Den Bundesrat zu verkleinern oder gar zu streichen ist nicht sinnvoll.

Was ich aber sinnvoll finde, ist, den Bundesrat in der gleichen Anzahl wie gegenwärtig, mit Landtagsabgeordneten zu besetzen, so dass diese um das Salär des Bundesrates, eine Doppelfunktion Bundesrat/Landtagsabgeordneter zu erfüllen haben.

Damit würden etliche Kosten eingespart werden und würde auch der Kommunikationsfluss Bund zu Ländern direkter und effizienter gestaltet.

Die Gehälter der Landtagsmandate würde ich für die restlichen Landtagsabgeordnete, die keine Doppelfunktion ausüben vereinheitlichen und auf 60 % der Bundesratgehälter kürzen.

Antworten Henry44
11.02.2012 18:13
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Re: Der Bundesrat ist ein wichtiges (Länder)Gremium


Wieso ist der Bundesrat für die Länder wichtig?

Er hat ja in der politischen Praxis keine Bedeutung, erzeugt höchstens unnötige Belastungen des NR und Gesetzesverzögerungen, wenn dieser einen Beharrungsbeschluss fassen muss.

Mag ja sein, dass der BR einmal sinnvoll gewesen ist, aber die Strukturen gehören immer wieder an die geänderten Verhältnisse angepasst.

Antworten Antworten Wa. Serro_
11.02.2012 19:22
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Re: Re: Der Bundesrat ist ein wichtiges (Länder)Gremium

Wenn Sie - Ihrer Frage nach zu schließen - nicht einmal die Aufgaben des Bundesrates kennen, wie können Sie dann die Vermutung aufstellen, dass er früher mal wichtig war, jetzt aber nicht mehr?

Sie hätten einfach besser in Staatsbürgerschaftskunde aufpassen sollen, dann würden Sie meine Argumente auch verstehen.

Gast: rolifant
11.02.2012 14:25
2 0

verkleinerung nr und br

schön, wenn man zwischen den zeilen der grünen gegenerschaft zur verkleinerung von nationalrat und bundesrat die angst vor deren machtverlust spürt. also sind auch die grünen nicht besser als die großen. also wollen auch die kleinen ihren anteil am politischen zehrgeld beibehalten. wenn sie ehrlich wären, würden sie auch massiv eine verkleinerung der landtage und der gemeinderäte (ist längst überfällig und problemlos machbar, ohne dass wir demokratiepolitisch etwas bemerken würden) fordern.

enzo
11.02.2012 12:43
4 0

Ja die lieben Grünspechte

Sobald sie vom Futtertrog des Steuerzahlers Abstand nehmen sollen,sind sie dagegen.
Bravo genauso Gfraster wie die anderen.

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