19.06.2013 06:02 Merkliste 0

Schwarzgeld: Wie aus 200 Mio. 1000 Mio. Euro werden

13.02.2012 | 18:17 |  NORBERT RIEF (Die Presse)

Die Regierung hat bei der Kalkulation der Einnahmen aus der Versteuerung von Schwarzgeldern in der Schweiz offenbar nur deutsche Zahlen hochgerechnet - und das mit einer sehr fragwürdigen Mathematik. Die Rechnung hat gleich mehrere Fehler.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Wien. Im Büro des Finanzstaatssekretärs ist man entwaffnend ehrlich. „Ich kann nicht 100-prozentig erklären, wie man auf diese Zahl gekommen ist“, erklärt ein Sprecher von Andreas Schieder (SPÖ). Damit ist er nicht allein. Auch nach vielen Nachfragen kann niemand schlüssig vorrechnen, wie man auf eine der maßgeblichen Einnahmen des Steuer- und Sparpakets gekommen ist: Nämlich auf jene Milliarde Euro, die 2013 aus der nachträglichen Versteuerung österreichischer Schwarzgelder in der Schweiz ins Budget fließen soll. Das dürfte einen ganz banalen Grund haben: Es gibt keine harten Zahlen, nur Schätzungen – und die seriöseren machen gerade einmal ein Fünftel der verkündeten Milliarde Euro aus.

Worum geht es? Die Regierung vermutet, dass Österreicher in der Schweiz zwischen zwölf und 20 Milliarden Euro an unversteuerten Geldern liegen haben. Mit der Schweiz soll nun ein Abkommen geschlossen werden, um diese Schwarzgelder nachträglich zu versteuern. Geplant ist eine einmalige Zahlung zwischen 19 und 34 Prozent, damit wären die Gelder legalisiert. Das bringe im kommenden Jahr 1000 Millionen Euro für das Budget, so SPÖ und ÖVP.

Diese Rechnung hat gleich mehrere Fehler. Der erste betrifft die geschätzte Summe der Schwarzgelder. Offenbar orientierte sich die Bundesregierung bei ihrer Rechnung an Zahlen in Deutschland, das im August 2011 ein Schwarzgeld-Steuerpaket mit der Schweiz unterzeichnete (aber noch nicht umgesetzt hat). In Deutschland lauten die Mutmaßungen auf 100 bis 200 Milliarden Euro, die am Fiskus vorbei in die Schweiz geschafft worden seien.

Nimmt man zur Umrechnung auf Österreich das Einwohnerverhältnis von 10:1, würden die Schätzungen von SPÖ und ÖVP stimmen. Aber: In Deutschland gab es für Spareinlagen nie eine Anonymität, in Österreich schon. Die Motivation deutscher Staatsbürger, ihr Schwarzgeld außer Landes zu schaffen, war also deutlich höher als die von Österreichern. Das Verhältnis von 10:1 bei den Schwarzgeldern dürfte also deutlich zu hoch gegriffen sein.

Der zweite Fehler betrifft die zu versteuernden Summen. Fällig werden nämlich nur Schwarzgelder, die ab 1. Jänner 2003 angefallen sind. Der Grund dafür ist die Verjährungsfrist für die Abgabenhinterziehung. Dass alle – ohnehin hoch angenommenen – 20 Milliarden Euro in den vergangenen neun Jahren unversteuert eingenommen und in die Schweiz gebracht wurden, ist sehr unwahrscheinlich.

Bei der geplanten Einnahme von einer Mrd. Euro müssen SPÖ und ÖVP mit einer Abgabenhinterziehung seit 2003 von etwa vier Milliarden Euro kalkulieren, die in die Schweiz flossen. Geld, das in Österreich versteuert und in die Schweiz gebracht wurde, um so der 25-prozentigen Kapitalertragssteuer zu entgehen, fiele nicht unter die Abgabe. In diesen Fällen könnte ein Betroffener mit einer Selbstanzeige billig aussteigen, weil sie strafbefreiend ist. Er müsste nur die Steuer auf die Erträge nachzahlen.

Der dritte gravierende Fehler: Die Einnahme von einer Milliarde Euro allein 2013. In Deutschland ist vorgesehen, dass die Schweizer Banken nach dem Inkrafttreten des Abkommens eine Einmalzahlung in Höhe von zwei Milliarden Franken leisten. Der Rest soll aufgeteilt auf die kommende Jahre überwiesen werden. Um welche Summen es sich insgesamt handelt, konnte ein Sprecher des Finanzministeriums in Berlin nicht sagen. Deutsche Medien schreiben von zehn bis 30 Mrd. Euro.

Legt man auch hier den 10:1-Maßstab an, käme man für Österreich auf die geschätzten eine bis drei Milliarden Euro. Solche Zahlungen könnten aber nicht auf einmal geleistet werden, hieß es in Bern. Man würde die Summe gestaffelt überweisen.

Eine Einnahme von einer Milliarde Euro allein im Jahr 2013 ist also eine sehr optimistische Rechnung. 200 Millionen Euro sind realistischer – und interessanterweise ziemlich genau jener Betrag, mit dem Finanzexperten kalkuliert haben.

Noch ein nicht unwesentlicher Punkt spricht gegen die Milliardeneinnahme 2013: In der Schweiz weiß man nur von dem Interesse Österreichs, über ein Abkommen zu reden. Verhandlungen gebe es aber keine.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.02.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

58 Kommentare
 
12
Gast: Denker, nicht Dichter
15.02.2012 12:36
1 0

Unkonventionell nachgedacht:

Wenn die Zahlen teilweise erfunden sind, bleiben einnahmenseitig nur noch die fixen Punkte bestehen, also vor allem die Belastung auf Löhne.

Das ändert natürlich das Gesamtwerk, von 70 % Einsparungen und 30 % Mehreinnahmen kann aus sicht des Arbeitnehmers dann nicht mehr die Rede sein.

Daher unterstelle ich der Regierung, daß sie die Bevölkerung anlügt.

Gast: Laser-Reinigungsdisk
15.02.2012 00:26
1 2

Waren nicht schon aufgrund der Steuer CD

2500 Mio. Euro so gut wie bewiesen?

Re: Waren nicht schon aufgrund der Steuer CD

Aber nicht bzgl. Schweiz. Die CD enthielt Daten zu Stiftungen in Liechtenstein.

Ich denke, dort liegt noch mehr unversteuertes Geld als in der Schweiz.

Gast: F.Rage
14.02.2012 15:55
0 0

Hier ist die Kohle

Man braucht einfach diese Abgabenhinterzieher zur Verantwortung zu ziehen und die Steuern könnten gesenkt werden! Besonders gefällt mir der Teil "Lediglich 100.000 bis 200.000" ...
Arbeitslose (AMS-Gelder oder Grundsicherung), Frühpensionisten (staatliche Pensionsgelder), illegale Ausländer (Asylwerber?!)

Wer pfuscht verliert für 10 Jahre jeglichen Anspruch auf staatliche Umverteilungsgelder und wir hätten keine Schuldenproblem

"...Rund eine Million Österreicher pfuschen. ... Lediglich 100.000 bis 200.000 Personen sind Vollzeitpfuscher, meistens Arbeitslose, Frühpensionisten oder illegale Ausländer, so Professor Friedrich Schneider von der Johannes Kepler Universität Linz. ..und wird [2011]auf 20,2 Milliarden Euro (minus 0,25 Prozent) oder 8,01 Prozent des offiziellen BIP sinken. ..." (Ausschnitt aus Presse 4.1.2011, http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/622782/Oesterreich_Eine-Million-Pfuscher" target="_blank">http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/622782/Oesterreich_Eine-Million-Pfuscher )

Re: Hier ist die Kohle

Der Pfusch (man mag davon halten was man will) ist die Steuerhinterziehung des kleinen Mannes. Da gehört tatsächlich hart durchgegriffen.
Vor hundert Jahren, als ich noch als Lehrling Zeit hatte zu pfuschen, waren 50% meiner "Kunden" Bankdirektoren. Interessant nicht?

Re: Hier ist die Kohle

sie wollen also gut einem Achtel der oesterr bevoelkerung 10 jahre von den bezahlten pensionsversicherungsbeitraegen streichen.

sie haben eine grosse politische zukunft in diesem land!

3 0

Schwarzgeld: Wie aus 200 Mio. 1000 Mio. Euro werden

ist einfach erklärbar; man gaukelt dem Volk erneut vor etwas zutun obwohl man gar nicht dazu fähig ist, wie diese Regierung uns Wählern ja beinahe im Wochentakt beweist.


4 1

Ein frommer Wunsch

der Politik und nicht mehr. Die Deutschen haben immerhin einige Daten-CDs zur Verfügung gehabt um gegen diese Steueroase vorgehen zu können.

Es steht in den Sternen ob Steuergelder eingehen werden bzw. wann!

Es dürfte sich dabei mehr um ein Phantasieprodukt dieser Regierung handeln!

In der Schweiz liegen wohl ein paar Milliarden, das meiste

allerdings auf den sorgsam verteidigten anonoymen Konten in Österreich.

Halten uns die Politiker wirklich für so dumm?

Immer verwirrender wird es, wie offenbar Spitzenpolitiker miteinander kommunizieren, wenn sie Milliarden herum schieben, die sie nicht haben.
Da versprechen die Landeshauptleute, über 5 Milliarden zur Budgetsanierung in den nächsten Jahren beitragen zu wollen. Als Gegenleistung bietet ihnen die Finanzministerin an, die Hälfte davon aus Steuereinnahmen, die bislang nur in ihrer Vorstellungswelt existieren, rückvergüten zu wollen.
1 Milliarde davon will sie aus der nachträglichen Versteuerung von Schwarzgeldern lukrieren, die auf Schweizer Bankkonten liegen. Nur wissen die Schweizer Banken noch nichts von ihrem Glück, geschweige denn gibt es in Österreich jemanden, der seriös erklären könnte, wie sich dieser Milliardenbetrag errechnet.
Der zweite, noch höhere Anteil soll aus der Finanztransaktionssteuer kommen. Auch dieses Steuervorhaben geistert jedoch nur in den Köpfen der Europa-Politiker herum. Ob es jemals Wirklichkeit wird, ist schon aus diesem Grund höchst ungewiss.
Trotzdem lassen sich die Landeshauptleute auf einen solchen Kuhhandel mit der Finanzministerin ein. Das versteht niemand mehr.
Schwer verständlich ist aber auch, woher der Herr Bundespräsident vor dem Hintergrund vieler offener Fragen zum Sparpaket die Sicherheit nimmt, dass wir heuer die Neuverschuldung unter 3 % drücken werden können. Das wiederum kann doch nur Zweckoptimismus sein.


Re: Halten uns die Politiker wirklich für so dumm?

machtses wie die tiroler (mit der hypo pleite): man nehme gewinne aus dem stromgeschaeft, die es erst (vielleicht?) in ein
paar jahren gibt. loecher stopfen auf luft, alles leiwand, oder?

Immer locker bleiben...


....solange eine Mogelpackung als großer Wurf bezeichnet wird und dennoch kein einziger Österreicher auf die Straße geht, ist doch alles Paletti.

Und bei der nächsten Wahl wird´s wieder rot/schwarz sein und im schlimmsten Fall mit grünem Beigeschmack.

Die österr. Seele ist eben so.

Immer locker


Es geht wohl darum,

die Prozentangabe der Steuererhöhungen im Verhältnis zum gesamten Sparpaket etwas zu drücken. Da braucht man irgendwelche Pseudoeinsparungen, damit die höheren Steuern nicht so alleine im Paket stehen.

Im Grunde

ist die Regierung selbst schuld.

(Bitte um Aufklärung sollte ich falsch liegen)
Gibt es irgend ein Gesetz welches verbietet mein Geld in ein anderes Land zu bringen? Binn ich auf Grund meiner Herkunft (geboren in Österreich) automatisch den Österreichischen Banken verpflichtet?
Und ich will nicht vorurteilen oder hetzen aber was ist dann mit dem Geld welches Gastarbeiter in ihre Heimat zur Familie zurück schicken dass sie hier bei uns verdient haben?

Anders gefragt bin ich als Österreicher obwohl die Grenzen offen sind in meinem Land gefangen?

Vorallem wenn ich in Österreich verdientes Geld in die Schweiz auf ein Bankkonto überweise dann ist es ja bereits versteuert da es ja automatisch abgezogen wird.

Ich persönlich Glaube das hier einfach Neid zum Regierungsprogramm erhoben wird in dem man hinter jedem Schweizerbankkonto Schwarzgelder vermutet einfach weil die Schweiz bessere angebote hat und davon profitiert. Österreich bräucht es sich nur zum Beispiel nehmen und ähnliche oder bessere Angebote unterbreiten (weniger Steuern usw..) dann müsste man nicht mit zweifelhaften Gesetzen entgehenden Geldern hinterher jagen.

Im Grunde

ist die Regierung selbst schuld.

(Bitte um Aufklärung sollte ich falsch liegen)
Gibt es irgend ein Gesetz welches verbietet mein Geld in ein anderes Land zu bringen? Binn ich auf Grund meiner Herkunft (geboren in Österreich) automatisch den Österreichischen Banken verpflichtet?
Und ich will nicht vorurteilen oder hetzen aber was ist dann mit dem Geld welches Gastarbeiter in ihre Heimat zur Familie zurück schicken dass sie hier bei uns verdient haben?

Anders gefragt bin ich als Österreicher obwohl die Grenzen offen sind in meinem Land gefangen?

Vorallem wenn ich in Österreich verdientes Geld in die Schweiz auf ein Bankkonto überweise dann ist es ja bereits versteuert da es ja automatisch abgezogen wird.

Ich persönlich Glaube das hier einfach Neid zum Regierungsprogramm erhoben wird in dem man hinter jedem Schweizerbankkonto Schwarzgelder vermutet einfach weil die Schweiz bessere angebote hat und davon profitiert. Österreich bräucht es sich nur zum Beispiel nehmen und ähnliche oder bessere Angebote unterbreiten (weniger Steuern usw..) dann müsste man nicht mit zweifelhaften Gesetzen entgehenden Geldern hinterher jagen.

Antworten Gast: trader1
14.02.2012 11:41
4 0

Re: Im Grunde

schauen sie ..ein wertpapierdepot können sie überall auf der welt in jeder beliebigen währung führen und alle anleihen und aktien dieser welt mit einem mausklick kaufen ..
niemand ist gezwungen sein konto bei einer österreichischen bank in euo zu haben und österreichische staatsanleihen zu kaufen :-)

warum schreibe ich dann ? .. weil es mir auf den wecker geht, wenn dumme leute die keine ahnung von der materie haben, die sich stimmen kaufen und die leute anlügen mein geburtsland ruinieren .....

Gast: Hubertus
14.02.2012 10:17
3 0

Dauerdelikt

Soweit ich weiß triit Verjährung nur dann ein, wenn nach Ablauf der verjährungsfrist keine Steuerhinterziehungstatbestände gesetzt werden. Nun ist aber die Nichtangabe von Zinserträgen, Spekulationsgewinnen etc nicht auf einen Zeitraum vor 9 Jahren begrenzt. D.h. sollten nach diesem zeitpunkt weiter unversteuerte Erträge angefallen sein und davon ist auszugehen, dann hemmt dies die Verjährung.

Antworten Gast: aurelian1
15.02.2012 01:03
0 0

Re: Dauerdelikt

Die absolute Verjährung wurde 2005 von 15 auf 10 Jahre gesenkt. Absolut ist absolut.
Den entsprechenden Absatz lesen:
http://www.die-wirtschaft.at/ireds-7355.html

Gast: glaubnixmehr
14.02.2012 10:14
0 0

spekulanten

die bösen spekulanten verzocken volksvermögen an der börse und die guten rechnen damit dass nicht vorhandene abkommen und transaktionssteuern das budget aufbessern. die finanzmärkte und ratingagenturen werden beeindruckt sein. die finance ist tatsächlich was anderes als die kieberei.

Doppelbesteuerungsabkommen CH-A?

"In der Schweiz weiß man nur von dem Interesse Österreichs, über ein Abkommen zu reden. Verhandlungen gebe es aber keine."

Dem ist meines Wissens in der Tat so. In den schweizerischen Medien ist auf jeden Fall bislang keine Rede von einem Abkommen CH-A gewesen. Man schreibt über bilaterale Abkommen mit D, UK, neuerdings auch GRE, etc.

Eine - für einen ausländischen Poster vielleicht etwas gewagte - kurze Frage: Ist es denn nicht komisch, dass eine Regierung Geldeinnahmen budgetiert, deren Zahlen höchstens geschätzt, jedoch keineswegs auf gesicherten Annahmen und schon gar nicht auf einer entsprechenden Rechtsgrundlage (kein Abkommen CH-A vorhanden!) basieren? Reichlich seltsam. So ist die Anpeilung eines ausgegelichenen Budgets und ein späterer Abbau von Staatsschulden doch mehr als fraglich und steht zumindest auf tönernen Füssen.


Re: Doppelbesteuerungsabkommen CH-A?

das mit den toenernen fuessen hat mit den verpinntwebten kopfen unserer (finanz)experten zu tun, die sich nach wie vor fuer v.i.p.s am globalen finanzparkett waehnen. das ist teil unserer kultur: was wir nicht haben wollen, reden wir unter den tisch, realitaetsverweigerung als volkssport.

jetzt krieg ich viel rote stricherl, weil mein posting als netzbeschmutzung aufgenommen werden wird. auch das ist hierzulande genetisch oder im grundwasser...

Re: Doppelbesteuerungsabkommen CH-A?

Die Budgets operieren häufig mit fiktiven Zahlen, da zum Zeitpunkt der Erstellung noch vieles unklar ist.

Es ist auch völlig unerheblich ob die Milliarde 2012 oder erst 2015 realisiert wird, denn die Zielvorgabe lautet, dass erst 2016 das Budget ausgeglichen sein wird und anschließend mit der Schuldentilgug begonnen werden kann ;-)

Re: Re: Doppelbesteuerungsabkommen CH-A?

Besten Dank für Ihre Erläuterungen. Mir ist natürlich schon bekannt, dass ein im Jahre 2012 aufgestelltes Budget (für das Rechnungsjahr 2013) nicht dem entsprechenden Staatsrechnungsabschluss 2013 entsprechen kann. Da gibt es zu viele Unbekannte (Konjunkturverlauf inkl. damit verbundene Steuereinnahmen, etc.). Es gibt jedoch ziemlich exakte Methoden, um solche "Unklarheiten" einigermassen akzeptabel bestimmen zu können. Einnahmen zu kalkulieren, die auf einem bilateralen Abkommen basieren müssen, dessen vertragliche Basis jedoch weder ausgehandelt noch ratifiziert wurde, scheint mir jedoch mehr als Unklug zu sein. Abgesehen davon: Es ist völlig unklar, ob ein solches Abkommen (wie es die CH auch mit UK und D abgeschlossen hat) von Brüssel akzeptiert und anerkannt werden würde. Es gibt diesbezüglich - zumindest in der CH - erhebliche Zweifel. Zudem: In der CH muss ein solches Abkommen den vollen politischen Prozess (inkl. Volk?) durchlaufen. Insofern würde ich als (seriöses) Finanzministerium auch für 2014 oder 2015 nicht mit solchen Einnehmen kalkulieren. Es könnte viel länger Dauern.

Mit besten Grüssen.

Re: Re: Re: Doppelbesteuerungsabkommen CH-A?

Es geht bei der österreichischen Finanzpolitik nur am Rande um die zu erzielenden Einnahmen.

Viel wichtiger ist das Arbeiten mit Symbolen; unsere Politiker spielen gerne Robin Hood und wollen zeigen, daß sie den Reichen nehmen und den Armen geben. Und was eignet sich als Symbol für "die Reichen" besser als unbekannte Konten in der Schweiz? Höchstens eine mit ähnlich seriösen Zahlen unterfütterte Finanztransaktionssteuer, die ja auch budgetiert wurde.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: trader1
14.02.2012 15:58
1 0

Re: Re: Re: Re: Doppelbesteuerungsabkommen CH-A?

und die übrigens an die EU abgeführt werden soll .. in der wirtschaft nennt man jemand der etwas verkauft, das er weder jetzt noch in der zukunft besitzen wird übrigens einen betrüger

.. also beim nächsten foto mit dem bundesadler im hintergrund, daran denken .. man sollte ja immer wissen mit wem man es zu tun hat ......

 
12