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Bauern: Regierung will Grundsteuer neu bewerten

15.02.2012 | 11:59 |   (DiePresse.com)

In einer Beilage zum Budgetbeschluss finden sich 20 noch nicht konkret bezifferten Sparmaßnahmen - darunter die Neufeststellung der landwirtschaftlichen "Einheitswerte".

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Die Regierung plant nun offenbar doch eine Anhebung der Grundsteuer. Konkret sollen die seit Jahrzehnten nicht mehr an den Marktwert angepassten "Einheitswerte", auf deren Grundlage die Steuer berechnet wird, per 1. Jänner 2014 neu bewertet werden. Der Gemeindebund hatte diese Neubewertung immer wieder gefordert, das Finanzministerium lehnte diese Neubewertung bisher allerdings aus Kostengründen ab. Beim Finanzausgleich mit Ländern und Gemeinden soll sie nun verhandelt werden.

Das Finanzministerium versuchte am Mittwoch aber zu beruhigen: Bei der Neubewertung der Grundsteuer-Einheitswerte gehe es lediglich um die landwirtschaftlich genutzten Flächen, nicht aber um sonstige Immobilien. Voraussetzung für die Neubewertung ist nach Angaben des Sprechers von VP-Finanzministerin Maria Fekter ein Modell, mit dem Landwirtschaftskammern aller Bundesländer leben können.

Das geht aus einer Beilage zum Budgetbeschluss vom Freitag hervor. Darin findet sich die Liste "Politische Maßnahmen ohne Summen". Sie enthält 20 noch nicht konkret bezifferte Sparmaßnahmen, die nach Angaben von SPÖ und ÖVP noch verhandelt werden müssen.

--> Alle Informationen zum Sparpaket

Sonderabgabe für Spitzenpensionisten

Auf der Liste finden sich außerdem die Verkleinerung des Nationalrats, des Bundesrats und der Regierung sowie der "Pensionssicherungsbeitrag für privilegierte Pensionen". Laut dem Sprecher von VP-Vizekanzler Michael Spindelegger geht es dabei um besonders hohe Sonderpensionen, etwa bei ORF und Nationalbank, für die zusätzlich zum Pensionssicherungsbeitrag noch ein Sonderbeitrag eingeführt werden soll.

Auch im Büro von SP-Finanzstaatssekretär Andreas Schieder wurde die Liste als politisch akkordiert bestätigt. Im Sozialministerium schränkte man allerdings ein, dass es hier im Wesentlichen um einen freiwilligen Beitrag der Nationalbank-Pensionisten gehe. Bei einer gesetzlichen Regelung dieser Sonderabgabe hätte es aus Sicht des Ministeriums juristische Probleme gegeben. Neu gestaltet werden soll die Pensionskommission, nämlich indem auch das Beamtenpensionsrecht einbezogen wird.

Ebenfalls noch vorgesehen ist gemäß der Liste: Ein neues "LehrerInnendienstrecht", Einsparungen im Kyoto-Prozess und die "Redimensionierung" der Regulatoren (also unter anderem E-Control, RTR).

(APA)

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56 Kommentare
 
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Gast: Laus
20.02.2012 05:13
0 0

Kein Sparparket

Sondern eine totsicherer Weg in die Hyperinflation, niemand wird durch Steuererhöhungen erlittene Gewinneinbussen selbst "fressen".

Gerade bei landwirtschaftlichen Flächen Wahnsinn. Der Zeitraum nach zb Südamerika auszwandern bevor es so richtig losgeht beträgt vielleicht 3-4 Jahre, und das ist vielleicht noch zu knapp bemessen.

Gast: barra
16.02.2012 02:38
0 1

wir haben eine pensionskommission

bei der das beamtenpensionsrecht nicht einbezogen ist?

wie ist sowas möglich?

ich würde gerne wissen welche personen für unsere total und grauenhaft verfilzte hochineffiziente staatliche organisation verantwortlich sind. also wer konkret diesen murks entschieden hat.
denn diesen leuten ist ja offensichtlich nicht über den weg zu trauen und das sollte man auch wissen wenn man im alltag zufällig einmal mit ihnen zu tun hat.

Gast: UKW
15.02.2012 20:50
0 3

Was von der ÖVP und ihren drei Bünden übrigblieb.

Die Wirtschaft wurde schon lange im Stich gelassen. Nun sind die Bauern dran. Geblieben ist der Beamtenbund.

Dazu passend hat man den ÖAAB-Beamtenlobbyisten Spindelegger zum Parteichef gemacht. An den Beamten wird man aber ewig festhalten, obwohl die bei den Nationalratswahlen schon lange Mehrheitlich zur SPÖ übergelaufen sind.

Re: Was von der ÖVP und ihren drei Bünden übrigblieb.

Solange der Wirtschaftsbund mit der ÖVP wedelt, wie der Schwanz mit dem Hund dürfte Ihre Meinung nicht ganz der Realität entsprechen!

Gast: Realistxx
15.02.2012 20:49
2 4

Ich glaubs erst wenn das Gesetz beschlossen wird!

Die Bauernkrake wird schon dafür sorgen dass woanderes das Geld wieder zrück fliesst!

Gast: Fredak
15.02.2012 17:09
2 7

wer was hat kann bezahlen

jetzt brauchts bei den bauern keinen rückzieher machen. Die haben Genug an Grund und Boden. Die sollen beazhelen wie alle andern,
Überdenkt das bei den Leistenden und Pensionisten in diesen Land. Nicht die eh genug haben. Der Bauer kann was verkaufen an grund und boden. Wenn er Geld braucht. Da Pensionist nicht wenn er strom und Gas nicht mehr zahlen kann. Das jekeine Häuserl was unser einer geschaffen hat. Kann der Pensionist nicht hergeben. Den er braucht mit seiner Familie ein Dachh übern Kopf. Wenn der Bauer um einen Acker weniger hat, gehts ihm noch immer gut. Da kann er sich immer noch die Kartoffeln selber anbauen.

Nicht wir tun euch leid! Die eh alles haben die bevorzugt ihr. Vermutlich die ÖVP.

1 0

Re: wer was hat kann bezahlen

genau, er kann verkaufen bis er auch nichts mehr hat...
sehr intelligente Aussage...

Antworten Gast: Fred der semiprofessionelle Denker
15.02.2012 18:11
7 1

Re: wer was hat kann bezahlen

Pardon, aber jeder Kleingärtner kann seine Kartoffeln selber anbauen.
Was aber ziemlich sinnlos ist, da der Hungertod in unseren Breiten und in unserer Gesellschaft schon länger niemanden mehr bedroht.

Jeder Hausbesitzer kann sein Haus verkaufen und eine Mietwohnung nehmen.
Da gehts ihm "immer noch gut".

Sry, aber ihre Argumente sind einfach nur langweilig, deshalb verabschiede ich mich jetzt.

:)

Antworten Antworten Gast: Fredak
15.02.2012 19:13
1 6

Re: warum so uneinsichtig?

Wenn ein Hausbesitzer sein Haus verkauft was er bereits bezahlt hat. Kommt ihm die Wohnung zu teuer.
Jeder Kleingärtner der seinen Garten verkauft hat nichts mehr.

Der Bauer braucht nur für seinen Grund und Boden anständig Steuer bezahlen dafür. Falls ihm irgendwo zuwenig wird verkauft er ahlt ein Fleckerl.

Weder der ein Haus hat oder der Kleingärtner kann kein Fleckerl verkaufen. Den dann hat der nichts mehr. Ersten verdient ein Bauer mit Grund und Boden. der Häuslbesitzer verdient nichts. Kann nur reinstecken ins Haus, weil immer was kaputt wird.

Der Grund und Boden hat und damit was verdient kann auch genug an Steuer zahlen.


Re: Re: warum so uneinsichtig?

Richtig, wenn der Gewerbetreibende zu wenig Geld hat, soll er halt einen Teil seines Betriebes verkaufen - die Löwelstraße wird auch immer dümmer!

Antworten Antworten Antworten Gast: Senf-Geber
15.02.2012 19:48
1 1

Re: Re: warum ?????

Die Grundsteuer ist nicht so hoch, dass man was verkauen müßte?
auch wenn sie angepasst wir !!

Der Einheitswert soll den tatsächlichen Ertragsverhältnissen entsprechen, und da ist 16 Jahre nichts angepasst worden ...
also warum nicht !

2 0

Re: Re: Re: warum ?????

das ist schon richtig, nur in den letzten 16 Jahren hat sich der Ertrag nicht erhöht! Das ist aber für jeden Nicht-Bauern nicht verständlich, oder?

Gast: me
15.02.2012 16:34
2 0

gleichheitsgrundsatz?

hört sich ja wieder mal nach einem fall für den vfgh an!

Gast: eseppl
15.02.2012 16:19
3 9

einheitswert

der einheitswert gehört mit sicherheit angehoben. weiss es von den eigenen kindern die keine beihilfe bzw förderung bekamen, die sog. bauernkinder mit teilweise riesenanwesen 3traktoren in der garage bekamen aber solche. ausserdem werden bauern auch gefördert wenn sie ein feld nicht bearbeiten. weg damit. man schau sich nur so die bauernhöfe an. millionenwerte von denen ein arbeiter nur traumen kann. wie kann sich wer, der anscheinend nichts verdient, solche werte erarbeiten.

3 0

Re: einheitswert

die Förderung für das Nichtbewirtschaften gibt es nicht mehr! Und was hat die Anzahl der Traktoren mit dem Einkommen zu tun? Ich habe einen Bekannten, der hat einen Porsche Cayenne und ein tolles neues Haus. Aber auch fast eine Million Euro Schulden. Der Besitz alleine sagt überhaupt nichts aus...

Re: Re: einheitswert

und seine Kinder haben wahrscheinlich auch ein Höchststipendium bekommen. Aber Ihr Beispiel ist falsch: Traktoren sind Betriebsmittel. Der Porsche ist höchstens für einen Nobeltaxler ein solches.

Antworten Gast: ep
15.02.2012 18:21
3 2

Re: einheitswert

Kann dem nur zustimmen- sehe das aus nächster Nähe.
Auch die Kirchensteuer wird nach dem Einheitswert berechnet, sodass ein einfacher Angestellter das 10-fache des Großbauern zahlt !!!!!!!

2 0

Re: Re: einheitswert

Das würde ich gerne als Beweis sehen. Das ist reine Polemik. Die Kirchenbeiträge sind nicht weniger. Ich zahle 480 Euro und bin kein Großbauer. Also bitte Nachweis, wenn schon so etwas behauptet wird!

Antworten Antworten Gast: joeblack
15.02.2012 18:49
4 1

Re: Re: einheitswert

Mein Schwiegervater ist zwar kein Großbauer sondern führt eine kleine 25ha Landwirtschaft am Existenzminimum im Waldviertel (Liebhaberei, Idealismus, etc), und der zahlt ca. 120 Euro Kirchenbeitrag.
Also genauso viel wie der einfache Angestellte.

Ob jetzt Großbauern wirklich nur 12 Euro zahlen kann ich nicht beurteilen.

Glaub ich ehrlich gesagt aber nicht.

;)

Antworten Gast: ow98iooe
15.02.2012 18:02
7 1

Re: einheitswert

drei viertel davon gehört wohl den banken ...

aber davon mal abgesehen:
produktionsmittel sagen nix, absolut gar nix über das einkommen aus.

es gibt auch speditionen mit vielen tollen lkw's zu je mehreren hunderttausend euro welche dann pleite gehen.

und was sagt uns das? genau. nix. siehe oben.

Antworten Antworten Gast: Senf-Geber
15.02.2012 19:50
1 3

Re: Re: einheitswert

dreiviertel ? den Banken ??

mehr als die Hälfte gehört dem ADEL !!

und ein Drittel den Großbauern !!

für den Rest kann der Kleinbsitzer leicht seine Grundsteuer zahlen, hat ja keiner viel !

Gast: Lukas
15.02.2012 15:20
8 1

der Einheitswert der Landwirtschaft

ist nicht der Marktwert wenn der Betrieb verkauft wird, sondern soll den Ertragswert der Landwirtschaft ausdrücken. Von diesem Einheitswert hängen alle Sozialversicherungsabgaben und Steuern (Grundsteuer, Pauschalsteuer, Kammerbeiträge etc. ab) für die Bauern ab. Dies für all jene, die behaupten Bauern zahlen keine Steuern!

Es stimmt die Bauern zahlen ! Aber viel zu wenig Umsatzsteuer/ Grundsteuer/Sozialversicherungsabgaben, denn sie haben es sich mit Hilfe der SÖVP gerichtet !!!


Antworten Antworten Gast: EinBauer
16.02.2012 09:42
3 0

Re: Es stimmt die Bauern zahlen ! Aber viel zu wenig Umsatzsteuer/ Grundsteuer/Sozialversicherungsabgaben, denn sie haben es sich mit Hilfe der SÖVP gerichtet !!!

habs eh schon mal geschrieben.
Ich zahle bei 20ha und 28T Einheitswert 12T Euro jährlich Sozialversicherung.
Die Umsatzsteuerpauschalierung gibt es deswegen, weil sie dem Finanzamt wenig bis nichts bringt, weil die Bauern für Betriebsmittel 20% zahlen, und für ihre Produkte nur 10/12% bekommen.

Warum sagen Sie, dass die Bauern zu wenig Grundsteuer zahlen? Was wäre eine gerechte Grundsteuer? Was berechtigt eigentlich die Grundsteuer?


Antworten Antworten Gast: Gast 2012
16.02.2012 00:18
4 0

Re: Es stimmt die Bauern zahlen ! Aber viel zu wenig Umsatzsteuer/ Grundsteuer/Sozialversicherungsabgaben, denn sie haben es sich mit Hilfe der SÖVP gerichtet !!!

bleiben wir doch bei der Realität. Die Löhne sind in den letzten Jahrzehnten um ein Vielfaches gestiegen. Die Lebensmittelpreise sind nachweisbar kaum gestiegen und für die Bauern sind die Erlöse gar gesunken. Durch die Subventionen der EU wird diese Schieflage abgefedert. Ist nicht eigentlich der Konsument derjenige, der von relativ billigen Lebensmittel am meisten profitiert?

Gast: Sarkast 2
15.02.2012 15:09
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Einheitswert

Der Einheitswert ist das 18fache des nachhaltig zu erziehlenden Ertrags. Er bildet sich maßgeblich aus der Bodenklimazahl.
Meiner Meinung nach hat sich weder das Klima, noch der Boden geändert, jedoch die Preise für Getreide wurden mit dem EU-Beitritt halbiert. Dafür gibt es Ausgleichszahlungen. Diese wurden im vorigen Jahr um 2 Prozent nach unten moduliert, ÖPUL wurde nur zu 75 Prozent ausbehahlt und bei der Mineralölsteuerrückvergütung wurden auch nur 80 Prozent ausbezahlt. Jetzt soll noch eine Krankenkassenerhöhung, das aus der Mineralölsteuerrückvergütung (da der Treibstoff ja auf den Straßen und nicht am Acker verbraucht wird, oder?) die Ausweitung der Brache von 2 auf 7 Prozent, usw kommen.

Das Einkommen eines Landwirtschaftlichen Ehebetriebes wird sozialversicherungsrechtlich geteilt, damit beide die Beiträge zu bezahlen haben, ABER beim Finanzamt wird das Einkommen auf einmahl besteuert, das bringt mehr Steuern!

Ich glaube nicht, dass es irgend eine Berufsgruppe gibt wo das Einkommen von Paaren gemeinsam zu versteuern ist.

 
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