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Wiener Beamte: Opposition warnt vor Frühpensions-Rekord

21.02.2012 | 14:09 |   (DiePresse.com)

Heuer könnten 700 vorzeitige Versetzungen in den Ruhestand ins Haus stehen. Im Rathaus setzt man auf Initiativen zur Gesundheitsvorsorge.

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In der Bundeshauptstadt Wien gibt es deutlich mehr Frühpensionierungen bei Beamten als in anderen Ländern und im Bund. Laut jüngsten Zahlen ist der Trend ungebremst. Für heuer könnte es einer Hochrechnung der Opposition zufolge Rekordwerte setzen.

ÖVP-Gemeinderatsmandatar Wolfgang Ulm berichtet, es habe im vergangenen Jänner 53 Frühpensionierungen gegeben. Im Februar waren es bisher 64 - mit einem Durchschnittsalter von 51,76 Jahren. 2012 drohe somit ein Rekordjahr an Frühpensionierungen in Wien zu werden. Hochgerechnet auf das ganze Jahr könnten 700 vorzeitige Versetzungen in den Ruhestand ins Haus stehen. Dieses System würde der Stadt jährlich 200 Millionen Euro kosten, warnte Ulm.

Die FPÖ kritisierte, dass "Kleinst-Pensionisten" ein Belastungspaket serviert werde, während sich in Wien Beamte auf Kosten der Steuerzahler in den vorzeitigen Ruhestand verabschieden würden. Präventions- und Rehabilitationsmaßnahmen würden derzeit in Wien "zur Gänze" fehlen, wurde beklagt.

SPÖ verweist auf Gesundheits-Programme

Im Rathaus warnt man zwar davor, "Äpfel mit Birnen" zu vergleichen, Initiativen zur Gesundheitsvorsorge sollen die Entwicklung aber doch eindämmen. Laut dem Büro der zuständigen Stadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) werden Programme für die Erhaltung der körperlichen und seelischen Gesundheit angeboten - etwa für die Herzgesundheit, den gesunden Rücken, Burnout-Präventionsprogramme sowie Initiativen zur Suchtprävention am Arbeitsplatz. Auch Ernährungsberatung oder Entspannungstraining seien Teil des Angebots.

Dieses richte sich an Mitarbeiter genauso wie an Führungskräfte. Auch eine eigene psychologische Beratungsstelle und betriebliche Sozialarbeit gehören zum Angebot der zuständigen Magistratsabteilung 3, wurde betont. Darüber hinaus gebe es unter dem Titel "productive ageing" eine umfangreiche Palette an gesundheitsfördernden Maßnahmen für ältere Mitarbeiter.

Zudem wird auf die Situation Wiens verwiesen, das nicht nur Bundesland, sondern auch Gemeinde sei. Anders als im Bund oder in anderen Ländern gebe es in Wien Bedienstete, die schwere körperliche Arbeit verrichten würden. "Der Bund hat keine Kanalräumer", wurde betont. Man dürfe darum nicht alles über einen Kamm scheren.

Debattiert wird in Wien schon seit längerem auch über die Pensionsregelung an sich. Der Rechnungshof hat bereits wiederholt bemängelt, dass die Übergangsfristen deutlich länger sind als jene auf Bundesebene. Die Stadt denkt aber nicht an eine Änderung der 2004 beschlossenen Regelung: Man werde nicht die blau-schwarze Pensionsreform nachvollziehen, gegen die man demonstriert habe, wurde im Rathaus wiederholt bekräftigt.

(APA)

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30 Kommentare
 
1 2
Gast: porto5
22.02.2012 00:17
4 0

Häupl

Also wenn ich für eine Organisation verantwortlich wäre, bei der die Mitarbeiter mit 52 nicht mehr arbeitsfähig sind, würde ich Tag und Nacht rackern, um diese beschämende Situation zu verbessern. Und wenn ich es nicht schaffe, meinen Mitarbeitern bessere Arbeitsbedingungen zu verschaffen würde ich doch meine Hut nehmen. Ich könnte ja morgens nicht mehr in den Spiegel schauen.

rollotalk
21.02.2012 22:25
2 0

Animal farm: Die Schweine sind gleicher als gleich

Eine gewissenlose Bande ohne Anstand und Moral erschleicht sich hier Rechte die für alle anderen in diesem Staat nicht gelten.
Es wäre interessant zu erfahren, wie vieler Krankenstandstage und Kuraufenthalte es vorher noch bedurfte um sich in den WOHLVERDIENTEN Ruhestand verabschieden zu können.
Und die Krönung des ganzen ist, dass bei den Pensionserhöhungen diese privilegiertesten aller Pensionen auch noch erhöht werden. Ja diese Pensionen sind gesichert und das abschlagsfrei.

Gast: UKW
21.02.2012 21:44
4 0

Was regt Ihr euch auf?

Die SPÖ bietet im Namen der Stadt Wien ihren Genossen Gemeindebeamten doch eh ein umfangreiches Wellnesspaket an. Wird zwar eh in Anspruch genommen, aber in Pension gehen sie trotzdem. Was soll die Frau Stadträtin denn machen? Das sind doch alles Genossen, daher kann man die Situation auch nicht mit dem Bund vergleichen. Und schließlich wird nur bei der Stadt Wien gearbeitet, die ASVGler tun doch eh nichts.

Und der Herr Sozialminister mit seinem treuherzigen Dacckelblick hat als ehemaliger Gewerkschaftschef der Gemeindebediensteten die Privilegien der Genossen in Jahrelanger Arbeit von seinen Genossen in der Stadtregierung auf Kosten der Steuerzahler rausgeschunden. Das ist übrigens der gleiche Herr, der vor kurzem im Rahmen des "Sparpakets" federführend beschlossen hat, dass ASVGler ab 50 nicht mehr in Pension gehen dürfen, sondern vom Arbeitsamt schickaniert werden, bis sie jede nur erdenkliche Arbeit annehmen werden.

5 0

Das, werte ÖsterreicherInnen, ist GELEBTE SOZIALPACKLERSCHAFT !!


In der SCHWEIZ undenkbar u. gegen den GLEICHHEITSGRUNDSATZ.

In Schweden wäre das BETRUG !!!

Doch für öst. unSozialpartner sind das "wohlerworbene, erkämpfte Rechte".

"Morbus Griechenlandensis" lässt grüssen.

Ists Bösartigkeit oder nur dreiste Dummheit ????

Antworten erxxich
21.02.2012 20:44
0 0

Bei unserer abhängigen, weisungsgebundenen Justiz ein Wunder !!!????

Selbst in Italien gibt es eine funktioniernde, unabhängige Justiz !!!!

Gast: Karawankensepp
21.02.2012 19:22
1 0

Ich weise auf folgendes hin:

Kärnten ist nicht willig einzusparen und will daher keine Bezirksgerichte schließen. Die junge Generation darf zahlen!
Kärnten wollte ein Honrar für ein Gutachten zahlen in der Höhe von 12 Mio, während die Kärntner Landesregierung nicht einmal den armen einen Stromscheck zukommen lässt!

So schauts aus!

Gast: fi ha
21.02.2012 19:04
1 0

bitte wie schafft man es mit einem Durchschnittsalter (!) von 51,76 Jahren (!!) in pension zu gehen?


Antworten Gast: glM6EC97
21.02.2012 22:26
0 0

Re: bitte wie schafft man es mit einem Durchschnittsalter (!) von 51,76 Jahren (!!) in pension zu gehen?

Das würde ich auch gerne wissen. Wie viele Versicherungsmonate benötigt ein Beamter. Wie alt ist eigentlich unser Sozialminister? Er könnte doch schon längst in Pension gehen.

Antworten erxxich
21.02.2012 20:45
0 0

Bei der Gemeinde Wien leicht !!!


Antworten erxxich
21.02.2012 20:42
0 0

Ganz einfach !!!

War Mitte der 80er ist aber scheinbar auch Heute noch so !!
Erlebnis aus der Familie:
Schwiegervater: Gaswerk'ler
Ablauf: Ab 50 zieht man sich unter Einbeziehung des (nicht kontrollierenden) Betriebsarztes schwere Rückenprobleme zu ; nach dieser Vorbereitung mit 53 in Pension; danach täglich 10km Joggen, Radfahren und Fußballspielen !!
--
Pensionsvorbereitung: In bester Lage eine Dachterassenwohnung mit 78qm um schlanke 85.000,-öS der GEWOG mit dem Bonus von 13.000,- öS Baukosten=
unterschreitung !!!

Antworten stoffeline
21.02.2012 19:39
0 0

Re: bitte wie schafft man es mit einem Durchschnittsalter (!) von 51,76 Jahren (!!) in pension zu gehen?

Na bei der Gemeinde Wien

2 0

Jetzt verstehe ich, warum die Sanierung unseres Altbaus nicht mehr subventioniert wird.


Gast: Teuferl
21.02.2012 18:37
1 0

Wien kann es sich doch leisten!

Darum hat man ja gerade alle Gebühren und die Verkehrsbetriebe kräftig verteuert!

Die Bürger sind doch dazu da um der Verwaltung zu dienen! Nicht umgekehrt!

Das war schon unter dem Kaiser so - warum soll das in einer "Demokratie" anders sein????

roger
21.02.2012 18:07
3 0

Häupl wird seine Bediensteten

so lange bei Laune halten (=frühpensionieren), solange man ihn lässt. Wie wär's mit dem Anziehen der Daumenschrauben beim Finanzausgleich?

Antworten Gast: Alles Roger
21.02.2012 19:24
2 0

Re: Häupl wird seine Bediensteten

Wie wärs wenn wir Steuerzahler einmal die HYPO Millionen aus Kärnten wieder retour kriegen könnten?

Antworten Antworten erxxich
21.02.2012 20:48
1 0

Bitte auch von Volksbanken Investkredit !!!!


wie wir wissen ..


.. wird ja in Wien besonders eifrig gehackelt ..

Gast: Freischwimmer
21.02.2012 16:44
7 0

Im Roten Wien

Muss der Sultan seine Leute bei Laune halten.
2013 ist Wahljahr und die Einbürgerung von Importproleten reicht nicht mehr aus!

Gast: Krapfen
21.02.2012 15:52
8 0

Schweinerei

... Häupl, meine Stimme kriegts nicht mehr.

Florianus
21.02.2012 15:40
8 0

Absolute Frechheit!

Das Pensionsalter ist 65 J. --> das muss auch für Wiener Beamte gelten.

Antworten erxxich
21.02.2012 20:49
0 1

Gilt auch nicht für Bundes- und Landesbeamten !!

Beamte können mit dem Alter von 60 und 40 Arbeitsjahren ins ASVG wechseln und ihre hohen Pensionen abschlagsfrei genießen !!!

Antworten Antworten Gast: Lorel2
22.02.2012 10:03
1 0

Unwahrheiten

Das ist absoluter Schwachsinn. Dies gilt nur im Wiener Landesdienst. Im Bundesdienst herrscht seit 1990 Aufnahmestopp und Nachbesetzungsstopp (=keine Pensionierung wird nachbesetzt!). Weiters wurde ab Jg. 1955 der Durchrechnungszeitraum für die Pension eingeführt, d.h. hier kann NIEMAND vor 40 Jahren in Pension gehen, weder mit Korridor, noch mit Hacklerregelung. Und das Pensionsalter ist für Männer UND FRAUEN gleich! BeamtInnen, die übrigens länger arbeiten wollen, werden gezielt hinausgemobbt.

Antworten Gast: jammerer
21.02.2012 16:37
2 4

Re: Absolute Frechheit!

na hoffentlich wissen das auch die anderen - nur die beamten sinds ja wohl nicht die unser durchschnittspensionsalter bei stolzen 58 jahren halten - das system gehört geändert aber wohl für fast (wirkliche schwer- und schichtarbeiter ausgenommen) alle und nicht für einzelne berufsgruppen - und es braucht ein vernünftiges altersarbeitsmodell - nicht alle 65 jährigen können 100% leistung erbringen - ideen sind gefragt und nicht jammern - aber das können wir österreicher halt doch am besten

Antworten Antworten Florianus
21.02.2012 17:40
4 0

Re: Re: Absolute Frechheit!

Pensionsantrittsalter 65 Jahre für ALLE und Punkt!

retiree
21.02.2012 15:29
8 0

R O T E R Faden

Zitat oben: "ÖVP-Gemeinderatsmandatar Wolfgang Ulm berichtet, es habe im vergangenen Jänner 53 Frühpensionierungen gegeben. Im Februar waren es bisher 64 - mit einem Durchschnittsalter von 51,76 Jahren. 2012 drohe somit ein Rekordjahr an Frühpensionierungen in Wien zu werden. Hochgerechnet auf das ganze Jahr könnten 700 vorzeitige Versetzungen in den Ruhestand ins Haus stehen. Dieses System würde der Stadt jährlich 200 Millionen Euro kosten, warnte Ulm."
Wie bei den ÖBB zieht sich somit ein ROTER Faden durch die öffentlichen Ausgaben.
BLECHEN DARF DIESE VERSCHWENDUNGSSUCHT DER UNTERPRIVELIGIERTE ASVG-STEUERZAHLER! "FREUNDSCHAFT" DEN STEUERZAHLERN!

Antworten erxxich
21.02.2012 20:52
2 1

Die SPÖ schützt die Beamten und hat die ASVG'ler (Aktive & Pensionisten) veraten !!!!


 
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