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Steuerreform: Reichensteuer gegen Familiengeld

21.02.2012 | 18:23 |  KARL ETTINGER (Die Presse)

SPÖ und ÖVP haben den Nationalratswahlkampf eröffnet. Wer muss zahlen und wer profitiert von den Plänen der Koalitionsparteien? Eine Steuerreform sei derzeit kein Thema, sagte Bundeskanzler Faymann.

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Wien. Die nächste Nationalratswahl kommt bestimmt. Spätestens planmäßig im Herbst 2013. Obwohl die Bundesregierung noch nicht einmal das Steuer- und Sparpaket für einen Schuldenabbau beschlossen hat, haben SPÖ und ÖVP bereits klar abgesteckt, mit welchen Wahlkampfschlagern sie jeweils in die Neuwahl des Nationalrats gehen werden. Die SPÖ setzt auf Vermögensteuern, vulgo Reichensteuern, mit denen sie jetzt beim Koalitionspartner abgeblitzt ist. Die ÖVP will sich verstärkt als Familienpartei präsentieren und legte bereits Steuerpläne zur Entlastung der Familien vor.

Der koalitionsinterne Wettlauf um die Familien wurde bereits im Herbst des Vorjahres eröffnet: Da kündigte Finanzstaatssekretär Andreas Schieder (SPÖ) im „Presse“-Gespräch an, dass die steuerliche Absetzbarkeit für Eltern zugunsten des Ausbaus von Sachleistungen wie Kindergartenplätze zurückgeschraubt werden müsse, was die ÖVP prompt auf die Barrikaden trieb. Die Position Schieders wird jetzt von der SPÖ-Führung praktisch geschlossen vertreten.

 

7000 Euro Entlastung

Unmittelbarer Anlass für die neu entbrannte Debatte sind die Aussagen von Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) in der ORF-„Pressestunde“ am Sonntag. Demnach soll es noch in dieser Legislaturperiode für Familien eine steuerliche Entlastung von bis zu 7000 Euro und damit deutlich mehr als bisher geben. Die ÖVP hat sich schon vor dem nun geschnürten Belastungs- und Reformpaket zur längerfristigen Budgetsanierung jegliche weitere Einsparungen bei den Familien verbeten. Zuvor hatten gerade die Einschnitte bei Familienleistungen durch das „Loipersdorfer Sparpaket“ ab 2011 heftige Proteste ausgelöst. Einige Länder sind jedoch mit Klagen beim Verfassungsgerichtshof abgeblitzt.

 

Unterstützung von Spindelegger

Rund um das Familiengeld brechen nun tiefe ideologische Klüfte zwischen SPÖ und ÖVP neu auf, zwar im gemäßigten Ton, aber inhaltlich umso härter. Das geht bis hinauf zu den Parteichefs. ÖVP-Obmann Michael Spindelegger stellte sich am Rande des Ministerrats am Dienstag hinter den Vorstoß der Finanzministerin: „Das ist durchaus das, was ich mir gut vorstellen kann.“ Gleichzeitig bekräftigte der Vizekanzler sein Nein zur Wiedereinführung von Erbschafts- und Schenkungssteuer, bei der die SPÖ nicht locker lassen will.

Eine Stunde später, beim Pressefoyer nach dem Ministerrat mit Kanzler Werner Faymann (SPÖ), blieb Spindelegger zwar inhaltlich dabei: Ziel der ÖVP sei es, den Mittelstand und die Familien zu entlasten. Beim Zeitplan schränkte er aber ein: Die Konzentration der Regierung gelte derzeit dem „Reformpaket“, das Ende März im Nationalrat beschlossen werden soll. „Alles andere ist das, was jede Partei für sich selbst überlegt.“

Der größte Haken beim ÖVP-Plan: In Sparzeiten ist völlig unklar, woher das Geld dafür kommen soll. Ministerin Fekter hat das im ORF offen gelassen. Seit der Steuerreform im Jahr 2009 können Eltern auf Betreiben der ÖVP bis zum zehnten Lebensjahr des Kindes Ausgaben bis 2300 Euro jährlich für Kindererziehung steuerlich geltend machen.

Der SPÖ, vor allem aber dem Gewerkschaftsbund und der Arbeiterkammer, war das stets ein Dorn im Auge. Staatssekretär Schieder bekräftigte am Dienstag einmal mehr, dass ihm Sachleistungen wichtiger seien als Steuererleichterungen. Ein Grund dafür ist auch, dass von der steuerlichen Absetzbarkeit nur jene profitieren, die tatsächlich Steuer zahlen. 2,7 Millionen Menschen in Österreich sind mittlerweile aber steuerfrei gestellt. Überlegt wird von SPÖ und ÖGB, diese Betroffenen notfalls mit einer Negativsteuer (Gutschriften) besser zu stellen.

 

Schwerpunkt nach SPÖ-Parteitag

Die Hauptstoßrichtung der SPÖ für die Nationalratswahl ist jedoch, verstärkt Druck für Vermögenssteuern zu machen. Pläne, wie Reiche zusätzlich bis zu vier Milliarden Euro zahlen sollen, sind im Steuer- und Sparpaket de facto auf der Strecke geblieben. Rund um und nach ihrem Bundesparteitag am 13. Oktober in St. Pölten wird die SPÖ dies daher schwerpunktmäßig zum Thema machen und damit den Nationalratswahlkampf einläuten.

Vorwegnehmen wollte das der SPÖ-Parteivorsitzende am Dienstag nicht. Eine Steuerreform sei derzeit kein Thema, sagte Bundeskanzler Faymann nach der Regierungssitzung. Denn dafür brauche es „ein bestimmtes Volumen“. Die Wirtschaftsprognosen für heuer seien jedoch schlecht.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.02.2012)

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63 Kommentare
 
1 2

Re: Liebe Regierung

Oft heißen Papageien – das finde ich interessant –– Laura!

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100 Euro pro Familie Entlastung vor der Wahl...

Ein Jahr später: Bis 70 arbeiten, 20 % Erbschaftssteuer, 10% Abschlag für jedes Jahr Frühpension etc., etc.
Begründung: Das war alles vor der Wahl noch nicht vorhersehbar....


2 0

Re: 100 Euro pro Familie Entlastung vor der Wahl...

Nur die DÜMMSTEN lassen sich mit Wahlzuckerln ködern.
Und haben noch nicht erkannt das sie jedes "Geschenk" selber zahlen müssen!!!!!

Re: Re: 100 Euro pro Familie Entlastung vor der Wahl...

Und was war im Oktober 2006 (den Gusi hams gwählt) und im September 2008 (den Faymann hams gwählt)? Das waren demzufolge die DÜMMSTEN, denn außer Versprechen war nichts da!

Re: Re: 100 Euro pro Familie Entlastung vor der Wahl...

Wo ziehen Sie die Grenze zwischen dümmer und dümmster? 2008 war doch abzusehen, was passiert und trotzdem haben 2/3 der Österreicher rot, grün und blau gewählt - die dümmsten sind also 66%.

Re: Re: Re: 100 Euro pro Familie Entlastung vor der Wahl...

Meines Wissens nach hat 2008 die ÖVP großteils dem "Ausferkaufsspaket" zugestimmt.

Gast: total crash
22.02.2012 05:29
3 0

"2,7 Millionen Menschen

in Österreich simd mittlerweile aber Steuerfrei gestellt."

Großteil deshalb,weil die Arbeitsentlohnung durch Kurzzeit,Teilzeit,Geringfügigkeit nicht hoch genug wird/ist,diese Situation ist ebenfalls auf Regierungsentscheide/Gesetze zurück zu führen.

Aber dafür kommt beim täglichen Leben wie beim Tanken, Öffis Fahrkarten,Urlaub,Reisen,Flug, Waren Einkauf egal welcher Art,Wohnung-Betriebskosten,Abgaben,Gebühren,Sparguthaben usw usf,aufgerechnet.
Da nehmen sie den Steuerbefreiten keine Steuern ab?Wennst dir so manch Rechnung (z.B.Wien Energie) anschaust kommt dir`s grausen,Abgaben, Gebühren, Steuern wild hintereinander und immer wieder hinzugerechnet,also besteuerte Steuern die bereits Besteuert sind.
Auf der einen Seite geben`s dir scheinbar etwas,auf der anderen Seite nehmen sie doppelt und dreifach.
Auf welch krude Argumentation stützen sich diese Tatsachenverdreher noch?

Re: "2,7 Millionen Menschen

Eine Verhöhnung der arbeitenden Bevölkerung, 2.7 Millionen Menschen Zahlen keine Steuern sind aber gleichzeitig die größten Kostenpunkt im Budget. Wie wär's, wenn auch diese Leute einen Beitrag leisten würden?

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
22.02.2012 08:50
1 0

Re: Re: "2,7 Millionen Menschen


Diese 2,7 Mio. Menschen, welche keine Einkommens- und Lohnsteuern bezahlen (Konsumsteuern sehr wohl!) die haben ein Einkommen von unter 11.000.- Euro pro Jahr. Es sind 2,7 Mio. Menschen, welche mit unter 786.- Euro pro Monat (14/12) leben müssen.

Die Gesamtkosten für diese Menschen durch den Staat betragen unter Annahme, dass alle die 11.000.- Euro pro Jahr auch haben (ich meine nicht!) dann 29,7 Mrd. Euro pro Jahr.

Diese 2,7 Mio. Menschen stellen 32% der Bevölkerung und verursachen Kosten von gerade mal 19% der gesamten Staatsausgaben von 158 Mrd. Euro.

Es ist also nicht so, dass diese Gruppe überproportional auf die öff. Gelder zugreift.

Tatsächlich sind in dieser Gruppe sehr viele ASVG Pensionisten (Ausgleichzulagenbezieher, Geringbezieher), welche eine Versicherungsleistung empfangen. Die meisten Menschen haben ja selbst einbezahlt und in Summe gibt es auch eine Eigendeckung von etwa 90% bei den ASVG Pensionisten.

Die Arbeitslosen, auch viele Menschen dieser Gruppe, die bekommen in Summe etwa 2,5 Mrd. aus dem Versicherungsschutz. Per Zwangsversicherung werden aber gut 5 Mrd. einbezahlt. Der Staat raubt sich aus dieser Versicherung also ordentlich Geld.

Der Rest, also Mindestsicherer, die kann eine reife Gesellschaft auch nicht verhungern lassen. Mit den Bezügen aus diesem Titel kann man (außer in Wien) doch gerade Überleben!

Es stellt sich eher die Frage was der Staat mit den anderen mehr als 120.000 Mio. Euro pro Jahr macht!

Antworten Antworten Gast: realiter
22.02.2012 08:31
1 3

Re: Re: "2,7 Millionen Menschen

es ist eine verhöhnung der meisten der 2,7 mio menschen, sie als arbeitsscheu zu bezeichnen.
die meisten arbeiten, bekommen aber
a) zuwenig geld dafür
b) arbeiten für ihre kinder zu hause und können nicht oder nicht mehr arbeiten
c) sind zu krank
d) sind alt und bekommen zuwenig pension
e) und manche werden auch nur tachinieren. letztere konsumieren aber auch und tragen damit auch ihr schärflein an steuern bei bei jeder konsumation.diese machen das kraut auch nicht fett. was sie bekommen, ist das, was ein hochverdiener mit der steuerbegünstigung am 13. und 14. verdient.

christlich und sozial sind solche äußerungen nicht. der zufall hat sie in eine bessere position gebracht. es hätte auch anders sein können, oder kann noch anders werden. alles ändert sich. nichts ist sicher.

Re: Re: Re: "2,7 Millionen Menschen

Mir kommen gleich die Tränen. Sicherlich sind einige unverschuldet in diese missliche Situation gekommen aber ich bin trotzdem überzeugt, dass ein großer Teil einfach Nutzniesser der sogenannten sozialen Stützungen ist und als Parasit oder Tachinierer bezeichnet werden können. Und die SPÖ bzw. die Grünen fördern noch diesen Diebstahl an der arbeitenden Bevölkerung.

wie waers mit auswandern?


Gast: Arme und Geringverdiener wegtreten
22.02.2012 03:26
0 2

die Nabobs brauchen Platz

Weg, mit den Kinderzuschüssen für die Reichen! Weg, mit allen Steuererleichterungen! Weg, mit den 13. u. 14. für die Megapensionen, jetzt speziell bei den Beamten. Überhaupt dort wo Einkommensmäßig ein beamteter Doppelhaushalt besteht. Aber schon der Kreisky hat uns vorgeführt, was er als gelernter Sozialdemokrat von einer gerechten Umverteilung von oben nach unten hält. Der damalige Heiratszuschuss und die Babyprämie wurden in den 70zigern an alle ausbezahlt. Auch die Wohlhabenden haben davon profitiert und sie hocherfreut eingesäckelt. Wie er sie wieder abschaffte, wurde sie für alle beseitigt. Diese unanständige Gießkannen Umverteilung hat ihn persönlich nicht besonders betroffen gemacht, denn er war ja der festen Überzeugung, auch Sozis dürfen/sollen Millionäre sein. Und so agieren unsere Sozialdemokraten heute noch. „Jeder von uns fast ein Millionär, dann sind auch wir endlich WER.“ Ausbaden müssen den Zasterhochmut die UNTEN. Da hätte ich schon gern einmal den gläsernen Politiker (speziell den ROTEN) nach seiner Moneten-Lebensanschauung durchleuchtet. Lieber nicht, ich würde wahrscheinlich vor Neid erblassen und tot umfallen.


Gast: hermannK
22.02.2012 02:50
3 3

Die Lügen der ÖVP

Den Mittelstand entlasten und das dafür benötigte Geld bei den untersten holen. Das ist das Ziel der ÖVP.

Wieder dürfen wir wieder für die Besserverdienenden zahlen. Der Mittelstand beginnt für die ÖVP nämlich erst ab 7.000 Euro. Das sagt sie nie dazu.

Wieder ein Verarsche für die meisten Österreicher.

Re: Die Lügen der ÖVP

Darf ich Ihnen ein Packerl Tempo Taschentücher schenken?

Antworten Gast: Zwickerll
22.02.2012 07:44
3 0

Re: Die Lügen der ÖVP

sien sie sicher, dass sie wissen in welchem Staat sie leben?
Dabei ist es schon mehr als fad, die alten Kalauer gegen die ÖVP lesen zu sollen!
Wenn in anderen Medien ( wie KRONE) zu lesen steht, dass Herr Häupl das Pensionsantrittsalter der Wiener Gemeindebediensteten auf 60 anheben möchte, da es doch bei 56 liegt, ist das eine Chuzpe ersten Ranges! Tatsächlich liegt es beo 51 - 52 Jahren und kostet dem österreichischen Steuerzahler eine Milliarde Euro! Vielleicht sollten sie dort das Geld holen oder glauben sie, wir lassen uns diese Schw...erein ewig bieten?

Antworten Gast: Sandmänchen
22.02.2012 07:02
1 0

Re: Die Lügen der ÖVP

"Der Mittelstand beginnt für die ÖVP nämlich erst ab 7.000 Euro"

?????

Schlaf Dich erstmal aus und dann lies den Artikel nochmal

Gast: sebastiKurzi
22.02.2012 02:28
0 0

Spindi hat es einfach drauf

Neueste Info:

Michael Spindelegger ist jetzt befördert worden. Jetzt ist er "Bundesministerium".

Bei "Facebook" in der Suche "Michael Spindelegger" eingeben und staunen.

Herzliche Gratulation, Herr Bundesministerium

hahahahaha

Vermögenszugewinnsteuer!

darunter fällt zum Beispiel auch eine Erbschaft. Ö. hat die "mildesten" Gesetze Europas, was die Superreichen betrifft.
Faymann hat ja eine ausreichende Untergrenze vorgeschlagen, damit nicht der Mittelstand belastet wird, der mittlere Eigenheimbesitzer. Warum tut sich die ÖVP so schwer, wenn ihre Wählerschicht soundso nicht von einer "Reichensteur" betroffen sein wird?

Re: Vermögenszugewinnsteuer!

Bei Ihnen dauert der Fasching anscheinend das ganze Jahr

Re: Re: Vermögenszugewinnsteuer!

Was bedeutet den Erben anderes als einen Zugewinn von Vermögen? Und der Zugewinn gehört versteuert! Komiker!

Gast: Ausguck
21.02.2012 23:00
8 1

Weg mit den ganzen

Förderungen, die nur den Verwaltungsdienst belasten.
Ein Familiensteuerrecht her und fertig!

Antworten Gast: gast1234
22.02.2012 05:56
1 0

Re: Weg mit den ganzen

ja aber nur wenn dabei auch an die unterhaltszahlenden gedacht wird.


Antworten Antworten Gast: Ausguck
22.02.2012 06:59
0 0

Re: Re: Weg mit den ganzen

Selbstverständlich.

Gast: Schaun sie sich das an!
21.02.2012 22:30
7 3

2013 wird Rot/schwarz weggeblasen......

..wie eine Daunenfeder!

Re: 2013 wird Rot/schwarz weggeblasen......


Leider gibt es noch immer viele Irre und noch mehr Nehmer, die von RotSchwarz extrem profitieren und deshalb weiterhin RotSchwarz wählen.

Bis in den Untergang, oder bis zum Ende der Förderungen!


Gast: Februar
21.02.2012 21:21
17 0

Sie haben es geschafft

Der Apparat hat es geschafft:

Niemand in diesem Land kann ohne ausgeprägtes Expertenwissen sagen

- was seine Arbeit bruttto / brutto wert ist und was er/sie netto / netto" herausbekommt
- wieviel er/sie in das System einbezahlt und dann "herausnehmen" kann / darf
- was er/sie zurücklegen/sparen kann und was davon in der Pension oder nach dem Tod übrigbleibt.

Weder
- der sehr gut verdienende Single
- noch der alleinverdienenden Familienvater mit 2 Kindern
- weder die Mindestwitwenpensionsbezieherin
- noch der Migrant mit 5 Kindern und 4 zugewanderten Großeleternteilen

Das nennt man
- Rechtssicherheit und Transparenz
- sozial, fair und gerecht.

Man merkt es am "Konsolidierungspaket":
- Proteste gegen wohlerworbene Rechte da
- Tricksereien dort
- Hintertürln da
- versteckte Fouls dort

Gehört alles weg.
Widerstand.

PS:
"BGM und LH Häupl verwies darauf, dass es gelungen sei, das Pensionierungsalter in den vergangenen fünf Jahren von 52 auf 56 Jahre zu heben."
(Quelle ORF.at)
Als wäre dem Mitarbeiter der Müllabfuhr oder der Feuerwehr nicht zuzumuten, mit 55 einen Verwaltungsjob zu erledigen.

Lächerlich.
Frechheit.
Unverschämt.
Widerlich.
Widerstand.

Gast: UKW
21.02.2012 21:07
15 1

Noch bevor irgendein Punkt von diesem lächerlichen Sparpaket umgesetzt wurde, beginnen sie schon wieder Geld zu verteilen

Die Beamten und Pensionisten bekamen vor kurzem eine saftige Gehaltserhöhung - aber nächstes Jahr, ja da gibt es vielleicht nichts (wers glaubt wird selig).

Und jetzt geht die Regierung her und verteilt das Geld, dass man nächste Jahr vielleicht nicht für eine Gehaltserhöhung für die Beamten zusätzlich ausgeben wird. Einfach krank.

Wo sind Scheellhorn, Unterberger und Ortner, die vor kurzem in blauäugiger Weise gefordert hatten, profitables Staatsvermögen zu verkaufen um damit Schulden zu tilgen? Amen ich sage euch, diese Milliarden wären schon für neue "Sozialleistungen" ausgegeben, bevor auch nur ein einziger Staatsbetrieb verkauft wäre. Bereits 3 Sekunden, nachdem man den Verkauf beschlossen hätte, wären das 3-fache dieser Summe verschleudert. Kein einziger Cent, würde in die Schuldentilgung fließen. Rot, Schwarz, Blau und Grün sind einfach unbelehrbar. Die Mehrheit will gar nichts auf Pump haben. Aber das kapieren die nie.

Re:

100%ig richtig! Leider ist das genau so. Der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht..

Antworten Antworten Gast: Auslandsoesterreicher
22.02.2012 07:19
1 0

Re: Re:

bereits geschehen: AA+
in 3 Monaten dann: AA-
usw. .....

...ein Auslandsoesterreicher

Antworten Gast: Februar
21.02.2012 21:22
2 1

Re: Noch bevor irgendein Punkt von diesem lächerlichen Sparpaket umgesetzt wurde, beginnen sie schon wieder Geld zu verteilen

Bereits 3 Monate vorher.
Wenn das reicht.

Gast: uns, das_sind_wir
21.02.2012 21:04
1 4

als FAMILIEN-PARTEI kommt die ÖVP solange nicht durch

bei uns, bis die ÖVP die Familien-FEINDLICHE WEHRPFLICHT durch FREIWILLIGKEIT ersetzt !!

"uns" sind sehr viele Stimmen, die der ÖVP hier entgehen, das kann ich der ÖVP so mitteilen.

Gast: panoptikum
21.02.2012 20:53
11 1

Beide Parteien unwählbar

Man wird als Wähler verschaukelt bis zum Gehtnichtmehr.

Ein Sparpaket, das dringend notwendige Systemreformen praktisch vollständig ignoriert (weil diese tief in das Fleisch von SPÖ und ÖVP schneiden und deren Machtbasis (Günstlinge) verringern würden), obwohl die Vorschläge dazu längst bekannt und schon hundertfach von "Arbeitsgruppen" und Experten wiedergekaut worden sind.

Stattdessen findet weiterhin reine Klientelpolitik statt.

Die SPÖ polemisiert jedwede Einsparung sofort als "Sozialabbau" und erklärt diese pauschal als zu Lasten der Bevölkerung gehend. Von der geldverschlingenden geschützten Werkstätte ÖBB und vom Frühpensionierungswahn ganz zu schweigen. Außerdem würden alle Einsparungen der Konjunktur die Konjunktur "abwürgen" (= purer Stuss).

Die ÖVP ist nach außen zwar in gewissen Teilen für Einsparungen, aber von Ihren Bünden und Landeshäuptlingen (allen voran der Pleitegeier von Niederösterreich) lahmgelegt.

Jeder Politiker und jede Partei, die eine weitere Erhöhung der Abgabenquote in Aussicht stellen und nicht für eine allumfassende Verwaltungsreform (Durchforstung des Dschungels Bund-Länder-Gemeinden) eintreten, sind mE bei der nächsten Wahl nicht wählbar.

Jede Stimme für die Systemerhalterparteien ist ein Signal für den weiteren Niedergang unseres Landes.

Leider ist am Horizont keine Alternative erkennbar.


Re: Beide Parteien unwählbar

hc

Antworten Antworten Gast: Defender
21.02.2012 23:06
6 0

Re: Re: Beide Parteien unwählbar

geht auch nicht - Lösungskompetenz = NULL (gilt leider auch für den Rest der Opposition).

na da gäbs ein paar "quellen"

aus denen geld zu holen wäre:
- parteifinanzierung durch steuergelder (parteien sollen den "volkswillen" vertreten, und nicht zusätzlich zu den bestechungsgeldern der unternehmen auch noch durch die steuerzahler pauschal finanziert werden
- ORF-subventionierung inklusive zwangs-abgabe: da der orf nur ein polit-organ (wie in der udssr) ist, sollten die leute, die sich den wirklich anschauen wollen auch zahlen
- subventionierung diverser "staatsnaher" betriebe, inklusive agrarsektor
usw.usf.

die steurzahler sollen noch mehr zahlen und aufbringen..während die klientel geschont wird und massiv subventioniert. wo bleibt da die "marktwirtschaftliche ausrichtung"?
sowas gibts angeblich nur in den "pösen diktaturen" oder im "pösen-alten-kummerl-regime" aber doch angeblich nicht in der allselig machenden "freien welt" der "demokratien".

aber da merkt man, dass wir halt auch in der planwirtschaft nach prölls und häupls gnaden leben, mit ein paar statisten im "parlament", die sich auch nicht selber das wasser abgraben wollen. und in unserer "demokratie" haben die sogar die macht alle anderen fasten zu lassen, während sie selber und ihre freunde fest abkassieren.

Gast: WTF
21.02.2012 19:55
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Negativsteuer???


Eine Negativsteuer? Ja spinnt die SPÖ jetzt total?

Wobei wenn ichs mir recht überlege, dann spinnen die nicht erst seit kurzem sondern schon seit Jahren!

Mit nassen Fetzen gehören die alle samt(inkl. den ÖVP-Witzfiguren) ins "Häfen" gejagt, Faymann an vorderster Front!

Re: Negativsteuer???

Das gibt es doch schon jetzt; das ist nicht wirklich etwas Neues. So wird halt auf vielen Ebenen zugleich umverteilt bzw. enteignet bis zum „Geht nicht mehr“: Die keine Steuern zahlen, bekommen dafür einkommensabhängige Transfers -, Gebührenbefreiungen - und eben Negativsteuern bei Absetzmöglichkeiten, die sich bei diesen nicht auswirken würden, weil sie ohnedies keine Steuern zahlen. Letzteres ist gewissermaßen sogar nachvollziehbar, doch das insgesamt weit überzogene System der Umverteilung sicher nicht. Dazu würde schon die brutale Steuerprogression aureichen, sonst wird das Sysgtem überkompensatorisch und absolut leistungsfeindlch. Das gerade denen viele Transfers verwehrt werden, die für anderen die Nettozahler sind, kann nicht gerecht sein und ist primitive Robin-Hood-Mentalität.
Eingebrachte Leistung hat längst mit verfügbarer de-facto-Kaufkraft nichts mehr zu tun.

 
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