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'Korruptionsoase Österreich': Grüne drängen auf Reform

23.02.2012 | 17:56 |   (DiePresse.com)

Nationalrat: Die Verhandlungen um ein neues Anti-Korruptionsgesetz brauchen noch. Der Grüne Kogler: "Es muss aber jetzt etwas geschehen."

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Die Neuregelung der Parteispenden wird wohl noch einige Zeit dauern. Zwar bekannten sich am Donnerstag zum Abschluss der Sondersitzung des Nationalrats alle Fraktionen zu einer Reform, doch bedauerten SPÖ und ÖVP, die Sache sei so kompliziert, dass die Verhandlungen noch brauchen würden.

"Es muss jetzt etwas geschehen"

Grünen-Vize Werner Kogler, der die Kurzdebatte zur Parteienfinanzierung initiiert hatte, meinte dagegen, dass nun wirklich schon lange genug diskutiert worden sei, stehe Österreich doch als "Korruptionsoase" da. "Es muss jetzt etwas geschehen", fand Kogler und kündigte an, dass die Opposition kommende Woche inhaltliche und Termin-Vorschläge an die Regierung herantragen werde. Jedenfalls notwendig erscheint dem Grünen das Verbot der anonymen Spenden sowie eine Offenlegung aller Zuwendungen im Internet.

Auch SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter sieht nach dem für Österreich "wenig schmeichelhaften" GRECO-Bericht des Europarats Handlungsbedarf. Allerdings müsse man sich noch genau ansehen, wie man die Länder und die Vorfeldorganisationen einbeziehen könne. Vorsicht mahnte er bei den Vereinen ein. Würde etwa der Alpenverein eine Hütte als Sachspende an die ÖVP weitergeben, wäre das noch nicht unanständig oder Korruption.

Für die ÖVP erklärte der Abgeordnete Reinhold Lopatka, zwingend sei, dass die Länder einbezogen würden. Betroffen davon wäre vor allem das rot-grün-regierte Wien. Denn GRECO zeige, dass die Bundeshauptstadt das einzige Bundesland sei, wo der Rahmen der Parteifinanzierung nicht öffentlich zugänglich sei. Die Spendenoffenlegung an sich bezeichnete Lopatka als wichtig, nur brauche es natürlich auch Sanktionen und bessere Kontrollen.

Die Worte der Koalition machten die Opposition nicht gerade hoffnungsfroh. Der freiheitliche Mandatar Walter Rosenkranz sah "politische Blockierzwillinge". Bei der SPÖ ortet er vor allem in Wien Probleme, wo es mit Umgehungskonstruktionen zu einer "Vergrasserung der Parteienfinanzierung" gekommen sei.

ÖVP als "fleischgewordene Spendenanlage"

BZÖ-Mandatar Stefan Petzner befand, dass man mit den laxen Vorschriften zur Parteienfinanzierung in Österreich keinen Tag länger arbeiten könne. Von einer Neuregelung umfasst werden müssten sämtliche Vorfeldorganisationen von der Industriellenvereinigung bis zur sozialistischen Jugend. Besonders ins Visier nahm Petzner die Wiener SPÖ sowie einen früheren ÖVP-Mitarbeiter, den gerade erst bei der Telekom beurlaubten Manager Michael Fischer, für ihn die "fleischgewordene Spendenwaschanlage der ÖVP".

(APA)

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8 Kommentare

das vordringlichste ziel

der nächsten NRW muss sein die övp unter die 15% zu spülen ...mehr verdient dieser korrupte alles verhindernde haufen an scheinheiligen gartenschläuchen nicht!!

leute wie kopf, amon, neugebauer, berlackovich, pröll und wie sie alle heißen, sind aktive demonteure unserer demokratie und der anständigkeit. sie umgeben sich mit gesellschaftlichem abschaum wie hocheggers und mensdorff-pouillys und spucken dem steuerzahler und dummen stimmvieh in wahrheit ins gesicht.

das muss ein ende haben! raus aus der politischen verantwortung mit diesem völlig abgehobenen, korrupten und volksfremden jagd und schmiegeld-gesindel !!!!

ach und noch eines: NIE wieder eine große koalition! das gehört eigentlich in die verfassung!

Gast: Luzifer
24.02.2012 11:46
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Auch die Grünen korrumpieren Österreich,

wenn sie Beamte oder Angestellte zum Mißbrauch der Amtsgewalt oder zum Verrat von Geschäftsgeheimnissen anstiften. Da sollte die Justiz endlich einmal einschreiten, sonst könnte der Verdacht entstehen, daß etwa die Korruptionsstaatsanwaltschaft bei den Grünen nachsichtig ist!

sachspende

Ich hätte auch gern eine Almhütte als Sachspende. Geht das auch, wenn ich kein ÖVP-Mitglied bin?

Antworten Gast: Österreicher
24.02.2012 11:47
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Re: sachspende

Hast noch nie "schwarz gearbeitet" gegen "Sachspenden"?

Gast: Wiener ohne Grund
23.02.2012 19:37
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Die Korruption blüht in Österreich - und nur eine Partei sieht sich selber supersauber. Standhaft lässt sie sich nicht bestechen. Laut eigenen Angaben.


Es sind die Grünen, die erkannt haben, dass Geben seliger denn Nehmen ist. Also gibt die Frau Vizebürgermeisterin in Wien ein Inserat nach dem anderen in Auftrag. In Krone, Heute und Österreich.

Und natürlich kann man nicht bestochen werden, solange man selber gibt.

Bezahlt wird mit unserem Steuergeld, versteht sich. Denn auch für uns Steuerzahler muss der Spruch Geben ist seliger denn Nehmen gelten. Zumindest nach Meinung der Grünen.

Und die Grünen, die doch ein wenig genommen haben. Von Hochegger und so. Wurden Gott sei Dank (wenn man das noch sagen darf, bei den Grünen) vom ORF schon wieder vergessen und nicht mehr weiter erwähnt.

Und wer, wenn nicht der ORF, hat die moralische Gebührenkompetenz, um den Grünen ihren Persilschein auszustellen?

Gast: frank678
23.02.2012 18:47
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das geht sich dann schön für Wien aus

die Einführung der neuen Gesetze - kann mir doch keiner weiß machen, dass die Grünen da in Wien nicht in irgend einer Form mitschneiden, an dem großen Kuchen

"Es muss jetzt etwas geschehen" das klingt ja fast wie bei Heinrich Böll ich sage nur ACTA - Urheberrecht, das wäre dann vorbei, einfach Überschriften übernehmen, zwar heißt es dort "Es wird etwas geschehen" aber was soll's. Man wird an Heinrich Böll erinnert und das reicht aus um den Rechteverletzer zu belangen - selbst das zitieren dürfte dann problematisch sein

Gast: xxKritikerxx
23.02.2012 18:37
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tztzt

Es ist einfach nur beschämend, dass solche Leute im NR sitzen...
Also wenn wer eine Hütte an die schwarze Mafia spenden will, dann würd ich mir das schon genauer anschauen. Man merkts so einfach, dass G e. s. i.n . del hat keinen Anstand!

Man hätte die Gesetze nie in diesem Umfang abändern dürfen, jetzt darüber noch zu reden zeugt von Überheblichkeit.

Gast: 1. Parteiloser
23.02.2012 18:30
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Systemimmanente Korruption!

Es betrifft alle Parteien und alle Parteibonzenhochburgen, also auch die Gebietskörperschaften und die Staatsunternehmen.

Das gilt besonders dann, wenn man, wie in einer reifen Gesellschaft, den grausigen Posterl- und Amterlschacher auch als korrupte Vorgänge anerkennt.

Ein besonderes Wunder ist es aber nicht. Österreich hat ein Parteienwahlrecht (außer dem unwichtigen BP) und nur restlos degenerierte Parteien zur Auswahl. Die Parteien bewerben sich doch nur um Wählerstimmen um die Österreicher ausrauben zu können und an die gewaltigen öff. Gelder zu kommen (158.000 Mio. Staatsausgaben 2012 geplant). Die Parteien bewerben sich aber nicht um die Verantwortung für Österreich und die Österreicher.

Es steht doch außer Zweifel, dass die Motivation der Parteien schon fehlgeleitet ist und die Korruption und die grausige Freunderlwirtschaft, zum Nachteil von Österreich, nur eine der logischen Folgen ist.

Dass diese Regierung von einem korrupten Inseratenkanzler geführt wird, das passt dann doch genauso herrlich dazu, wie auch weniger als 1% der Korrupten gefangen wird, oder auch weniger als 1% der Korruptionsgelder sichergestellt werden.

Die Gesellschaft muss vor den Korrupten geschützt werden. Wenn die Justiz das nicht schafft, dann eben mit Volkstribunalen.

Das gilt nicht nur für die kommenden Vorfälle, das muss für alle Vorfälle der letzten 10 Jahren gelten!