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Die SPÖ löst ihren Telekom-Sprecher "vorläufig" ab

24.02.2012 | 19:09 |  VON REGINA PÖLL (Die Presse)

Gartlehner muss seine Agenden nach Bezug von Hochegger-Geld abgeben. Seine Partei macht unterdessen Druck auf die Republik, ihre Anteile an der Telekom zu erhöhen.

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[Wien] Telekom-Affäre, das nächste Kapitel: Am Freitag erklärte der SPÖ-Fraktionschef im Korruptions-U-Ausschuss, Hannes Jarolim, der Telekom-Sprecher seiner Partei, Kurt Gartlehner, werde seine Agenden „vorläufig ruhend stellen". Gartlehner selbst war für die „Presse" nicht erreichbar, aus seinem Umfeld hieß es aber, die Telekom-Zuständigkeit gehe fix an einen anderen Abgeordneten. „An wen, wissen wir noch nicht." Ob Gartlehner auch sein Mandat zurücklegen muss, ließ man im Klub vorerst offen.

Der Hintergrund der Aufregung: Gartlehner hat ab Mitte 2007 eineinhalb Jahre lang Geld vom Lobbyisten Peter Hochegger, einer Schlüsselfigur in der „Schmiergeld"-Affäre, bekommen - konkret 3000 Euro im Monat. Das hat auch Gartlehner schon bestätigt, allerdings habe er für das Geld nur Beratungsarbeit über Windparks für Hochegger geleistet, und nicht etwa Politlobbying für die Telekom, die immer wieder auf Hochegger und seine Kontakte setzte. Demnächst will Gartlehner, so heißt es, auch den Fraktionsvorsitzenden im U-Ausschuss Auskunft geben. Das „System Telekom" steht im Mittelpunkt des Ausschusses, weil Geld - unter anderem über Hochegger - vom Telekommunikationskonzern an das BZÖ, aber auch an ÖVP-Politiker oder ihnen nahestehende Personen gegangen sein soll. Jarolim zum Fall Gartlehner: „Ich bin sicher nicht glücklich darüber."

Harsche Kritik an Ex-IV-General Beyrer

Ihre Hauptkritik richtete die SPÖ am Freitag aber gegen die Telekom Austria: Der Verlust der TA von 252,8 Mio. Euro im Jahr 2011 sei verheerend - und die Staatsholding ÖIAG, die 28,42 Prozent an der Telekom hält, schlecht geführt. Damit stellte sich Jarolim gegen den nunmehrigen ÖIAG-Chef und früheren Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Markus Beyrer. Diesem wird vorgeworfen, noch als IV-Mann zahlreiche Einladungen der Telekom - etwa zu illustren Jagdgesellschaften - erhalten und auch angenommen zu haben: etwa als Dank für Leistungen, die Beyrer zugunsten der Telekom erbracht hat oder noch erbringen wird? Die Kanzlerpartei bezweifelt ebenso wie die Opposition, dass Beyrer nun - als Aufsichtsratsvorsitzender der Telekom - objektiv zur Aufklärung der „Schmiergeld"-Affäre beitragen werde. Beyrer selbst weist alle Vorwürfe zur Telekom weit von sich.

Geht es nach der SPÖ, müsste sich die ÖIAG bzw. die Republik Österreich nach den immensen Verlusten des heute gefährdeten Konzerns rasch weitere Anteile an der TA sichern. Dies, um eine „feindliche Übernahme" von außen zu verhindern, so Jarolim. Von der Regierung gibt es freilich keine Signale, dass man den 28,42-Prozent-Anteil erhöhen werde. Die ÖVP verteidigt den Privatisierungskurs früherer Jahre.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.02.2012)

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11 Kommentare

Aus der Partei ausschließen,

und zur Zurücklegung des Nationalratsmandats zwingen und zwar sofort.


Endlich

... erwischt es den guten Abg. Gartlehner auch einmal. Seit Ende der 90ziger Jahre hört man von ihm eigentlich nur, daß er überall einsteckt. Ein paar Tausender im Monat da, ein paar andere dort. Es schaut wenig aus, aber über die Jahre kommt auch etwas zusammen. Dazu noch das arbeitslose Einkommen als Abgeordneter....

Ein typischer Hinterbänkler, ruhig und unauffällig, nur keine Wellen schlagen, aber dezent mitschneiden.

Ein klassischer Kandidat für die geplante Verkleinerung des Nationalrats.

Entschuldigung!

Natürlich gilt die "Unschuldsvermutung".

Lobbyisten Partei SPÖ

Unter dem Inserator Faymann braucht kein Abgeordneter der SPÖ um seinen Job zu fürchten egal wieviel Lobbying er betreibt. Ob dieser jetzt Jarolim oder Gartlehner heißt ist scheinbar egal. ÖVP Politiker wie zuletzt der Finanzlandesrat von Tirol müssen zumindest ihren Hut nehmen.

http://www.news.at/articles/1114/11/293687/spoe-abgeordneter-jarolim-beschuss-angebliches-lobbying-kunden

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Re: Lobbyisten Partei SPÖ

ja der Christian Switak ist nach monatelangen verweigern zurückgetreten.
das er aber als stiefsohn des platter gilt soll der auch gleich zurücktreten.
denn im verteidigungs und innenministerium,hat er als kabinettchef gewütet und postenschacher im großen stil betrieben.
ob er auch einggesackt hat soll ein ordendlichers nicht schwarz durchsetztes gericht endscheiden!!

Re: Re: Lobbyisten Partei SPÖ

Wie lange verweigert der werte Genosse Jarolim schon seinen Rücktritt?
Wohl mehr als ein paar Monate! Aber wie ich schon geschrieben habe gibt es bei der ÖVP zumindest Rücktritte! Die seitens der SPÖ Mandatare im Sinne einer Selbstreinigung schmerzlich vermisst werden. Meine harmloseste Vermutung ist die, dass es bei der SPÖ einfach nur an der Führungsschwäche des Parteivorsitzenden und nicht an den mangelnden Moralvorstellungen dieser Partei liegt.

Gast: Hermann vom Gipfel
25.02.2012 21:29
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Jagdausflüge muss man sich so vorstellen:

Erst wird geschossen, dann wird gehäutet, dann wird zerstückelt.
Schliesslich wird geteilt. So mancher Telekom-Mitarbeiter kam dann eines Abends mit einem Teil eines Kopfes oder einem halben Rücken zur Überraschung der Frau nach Hause.

Gast: Tutenchamun
25.02.2012 21:25
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Wo kann ich mich bewerben?

Wäre qualifiziert.

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der faymann versagt auf ganzer linie!

da gibt es nur ein entfernen solcher abzocker!
am besten wäre es,er und seinen lakaien sollen gleich mit zurücktreten,bevor es zu spät ist!

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Wozu???

Wozu braucht die SPÖ einen Telekomsprecher? Legalisierte Korruption.

So verhält sich also die SP bei Korruption in den eigenen Reihen. Schande über Euch!!!