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FPÖ unter Beschuss: Eurofighter-Geld für Parteikasse?

06.03.2012 | 18:07 |   (Die Presse)

Die FPÖ soll 764.000 Euro über ihren Ex-Geschäftsführer Gernot Rumpold erhalten haben. Das Finanzamt Wien sah darin eine „Verdeckte Gewinnausschüttung.“, an die Partei.

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Wien/Apa/Eid/Pri. Im Schatten des Untersuchungsausschusses, der Korruptionsaffären in der Politik auf der Spur ist, gerät die FPÖ immer mehr unter Druck. Am Dienstag erhärtete sich der Verdacht, dass die Freiheitlichen verdeckte Parteispenden erhalten haben – im Zusammenhang mit der Eurofighter-Beschaffung im Jahr 2003.

Demnach sollen Gelder vom Eurofighter-Hersteller EADS über die Firma des früheren FPÖ-Bundesgeschäftsführers Gernot Rumpold an die FPÖ geflossen sein. Rumpold soll 2003 auf eine offene Geldforderung in Höhe von 764.539 Euro an die FPÖ verzichtet haben, berichtet der „Falter“. Das Finanzamt Wien 1/23 sah darin eine „verdeckte Gewinnausschüttung“ an die Partei und verwies auf Rumpolds Tätigkeit für EADS.

Rumpold, der nach seinem Abschied aus der Politik in der Werbebranche tätig war, zählte den Eurofighter-Hersteller zu seinen besten Kunden. Er erhielt von EADS Werbeaufträge im Gegenwert von 6,6Millionen Euro. Rumpolds Erklärung, wonach die FPÖ nach den internen Turbulenzen rund um „Knittelfeld“ und der Wahlniederlage im Jahr 2002 sonst pleitegegangen wäre, ließen die Finanzprüfer nicht gelten. Unter anderem deshalb, weil Rumpold den EU-Wahlkampf der FPÖ später praktisch umsonst finanziert habe.

 

Ermittlungen eingestellt

Staatsanwalt Hans-Peter Kronawetter teilte die Rechtsansicht der Finanz nicht. Die Ermittlungen gegen Rumpold wurden im Februar 2011 eingestellt. Im Vorhabensbericht an das Justizministerium, aus dem der „Falter“ nun zitiert, schreibt Kronawetter von einem „aus dem bloßen äußeren Anschein gezogenen Schluss“ der Finanzbehörden. Es fehlten konkrete Hinweise – „etwa in Form von belastenden Unterlagen oder Zeugenaussagen“.

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter kritisierte, dass Rumpold von der Staatsanwaltschaft nicht einvernommen wurde, und verwies darauf, dass FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache im fraglichen Zeitraum Mitgesellschafter und Partner Rumpolds in gleich zwei Firmen gewesen sei. Das habe er dem Firmenbuch entnommen.

Die FPÖ rückte zur Selbstverteidigung aus. Strache sei erst 2005 Parteichef geworden – „und da waren die Kassen leer“, teilte der Parlamentsklub via Aussendung mit. Es gebe daher keinen Zusammenhang zwischen der „Strache-FPÖ“ und Rumpold. Auch die Firmenbeteiligung (die 2007 gelöschte Firma „Care Partners“) habe mit Geldflüssen an die FPÖ nichts zu tun.

 

Casinos sponsern die ÖVP

In einer anderen Causa von Parteienfinanzierung dreht die FPÖ den Spieß um und agiert als Aufdecker: Nach Ansicht des FPÖ-Fraktionsführers im U-Ausschuss, Walter Rosenkranz, hat sich nicht nur die Telekom Austria bei Politikern für die Änderung von Gesetzen in ihrem Sinn bedankt. Die Casinos Austria haben 2008 eine ÖVP-Wahlkampfveranstaltung gesponsert, geht aus Dokumenten und E-Mails hervor. Das von Rosenkranz vermutete „Gegengeschäft“: In der unter Ex-Finanzminister Wilhelm Molterer (ÖVP) erarbeiteten Glücksspielnovelle wurde eine Absenkung der Spielbankenabgabe von 48 auf 30 Prozent verankert. Das hilft den Casinos enorm.

„Wege zum Gipfelsieg. Ein Abend mit Vizekanzler Mag. Wilhelm Molterer“ hieß die Veranstaltung im Casino Baden am 22.September 2008 – sechs Tage vor der Nationalratswahl. Eingeladen hatte die Initiative „Qualität für Österreich“, die als Unterstützungskomitee für Spitzenkandidat Molterer fungierte. Die Begrüßung nahm Casinos-Chef Karl Stoss vor.

Laut einer der FPÖ vorliegenden Rechnung sollen Saalmiete und Catering 20.000 Euro gekostet haben. Das Angebot für das Catering ging direkt an den damaligen Casinos-Finanzchef Josef Leutgeb.

Rosenkranz nennt die Casinos Austria einen weiteren „Parteifinanzierungsladen“ – ähnlich der Telekom. Die Unterlagen wurden der Staatsanwaltschaft übermittelt. Casinos-Sprecher Martin Himmelbauer bestätigt der „Presse“ die Finanzierung der Wahlveranstaltung. Solche Events hätten einen Werbewert. Summen nennt er allerdings nicht. Er könne nicht ausschließen, dass die Casinos auch andere Parteiveranstaltungen gesponsert hätten. Der Vorwurf des Gesetzeskaufs sei aber „völlig haltlos“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.03.2012)

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149 Kommentare
 
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Verdeckte Parteispende?

Das lässt sich HOFFENTLICH feststellen! VerdReckt ist sie auf jeden Fall!

Gast: africano
06.03.2012 17:02
1 2

Eurofighter ist kein Thema mehr.

Wir sind doch in der EU oder ?
Da Österreich keine Raketenabwehr laut Staatsvertrag haben darf und sehr wohl ,als Neutraler Staat für seine Lufthoheit selbst verantwortlich ist ist es doch normal sich Flugzeuge aus Europa zu beziehen. Hätte sich Österreich für die US -Kampfflugzeuge entschieden ,kein Hahn danach gekräht.
Aber natürlich habenwir CIA Agenten ,welche ständig uns massregeln.
Merket : Wir sind keine Polen ,welche Geld von der EU für Waffenkäufe bekam und dann in den uSA sich die Waffen kauften..

1 2

erneut versucht man, die VP völlig unschuldig erscheinen zu lassen

obwohl genau sie diesen Fliegern zugetan war und uns das seitens Schüssel sogar bezüglich Gegengeschäften welche bis heute auf sich warten lassen werden.


fpö

so versinkt die fpö auch im korruptionssumpf...

warum schliesst man solche parteien als strafe nicht gleich vom demokratiespiel aus?

und danach erfinden wir doch gleich das gesamte pareiensystem neu, weil keine partei überbleiben würde;-)

FPÖ: Mit Rumpold nichts zu tun?

„Die "Strache-FPÖ" habe daher mit dem ehemaligen Bundesgeschäftsführer Gernot Rumpold nichts zu tun. Auch die gemeinsame Firmenbeteiligung Straches mit Rumpold [...]“

Macht noch jemanden die Kombination dieser beiden Sätze stutzig?

Antworten Gast: Gegen sinnloses Gelaber
06.03.2012 19:27
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Re: FPÖ: Mit Rumpold nichts zu tun?

Und? Was für Schlüsse ziehen Sie nun aus Beweisen, die Sie haben?
Oder haben Sie keine und stellen hier nur was in den Raum, weil Sie zu sonst nichts fähig sind?
Dann sind Sie bedauernswert, weil des Recherchierens und richtigen Auswertens nicht mächtig.
Wozu schreiben Sie dann überhaupt Kommentare?

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Re: Re: FPÖ: Mit Rumpold nichts zu tun?

Lieber gleich alle anpatzen aber kein Argument dagegen bringen können, FPÖ Parteiakademie Stunde 1: "Wie gehe ich mit unangenehmen Vorwürfen um"

Antworten Gast: schnelle Antwort
06.03.2012 17:12
3 1

Re: FPÖ: Mit Rumpold nichts zu tun?

Der Strache hat mit jeder Gaunerei und Korruption zu tun!

Antworten Antworten Gast: G.D.
06.03.2012 18:56
0 1

Re: Re: FPÖ: Mit Rumpold nichts zu tun?

Korrekte Beweise bitte, ansonsten ich Sie einen Dummkopf nennen darf.

Antworten Antworten Antworten Gast: Langsame Antwort
06.03.2012 21:40
0 0

Re: Re: Re: FPÖ: Mit Rumpold nichts zu tun?

Weil keine Beweise, dürfen Sie jetzt :-)

jaja

genau und die spö ist die "sauberste" partei österreichs...was red ich...der ganzen welt !!

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Re: jaja

Und diese Aussage befreit jetzt die FPÖ von jeglicher Schuld.

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Re: jaja

klar, da seit vielen Jahren wenigstens spätestens am 1. Mai mittels extem teuerer Aufmärschen das Gegenteil schwer beweisbar ist.

Leider nur wenige begreifen, dass die dort beworbene Arbeiterpartei eigentliich weit weniger bis gar nichts leistet, dafür aber über Gebühr bezahlt werden will weil man dies eben so gewohnt ist.


Es kommt mir manchmal vor, als wäre d. FPÖ insbes. HC Strache ein Freiwild für Heuchler bzw.Linke und dies finde ich problematisch.

Sein umstrittenes (v.d.Medien), aber eher gutes Image (s.Bürgernähe) will man ihm des öfteren vermiesen. Na ja, Hauptsache verdächtigen (bzw. ein breites Spektrum v. Denunzieren, Unterstellungen, Halbwahrheiten bis Diffamierungen usw.), wobei die FPÖ Neu seit ' 05 tatsächlich neu aufgestellt, neu positioniert und neu geführt wird.
Eine dritte starke demokratische Kraft (s.bürgerl.Protestpartei) im polit.Gefüge Österreichs ist nicht nur a priori gut , es enthält, impliziert sogar eine gewisse Notwendigkeit im Demokratie Sinne.

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Re: Es kommt mir manchmal vor, als wäre d. FPÖ insbes. HC Strache ein Freiwild für Heuchler bzw.Linke und dies finde ich problematisch.

" Na ja, Hauptsache verdächtigen (bzw. ein breites Spektrum v. Denunzieren, Unterstellungen, Halbwahrheiten bis Diffamierungen usw.)", sie sollen nicht die klassische Vorgehensweise der FPÖ anderen in die Schuhe schieben....

Antworten Gast: Bürger&Wähler
06.03.2012 17:16
5 1

Re: Es kommt mir manchmal vor, als wäre d. FPÖ insbes. HC Strache ein Freiwild für Heuchler bzw.Linke und dies finde ich problematisch.

Neu???

Ja, neue Gauner im alten Gewand.

Gast: Enrico Palazzo78
06.03.2012 16:00
9 5

Na geeeeeh...

Tut´s bitte der FPÖ ned ihre Verfehlungen vorhalten, auch wenn´s noch so die Wahrheit ist!

Sonst rutscht wieder irgendjemanden der üblichen Verdächtigen so ein "wir sind die neuen Juden (Zitat:Strache)"-sager raus.
Die armen blauen sind ja eh schon so peinlich, da müss´ma sie ja ned noch provozieren!

Gast: Verdorben2.0
06.03.2012 15:56
6 2

Die Sauberpartei FPÖ bringt dem Rumpold einige Millionen

uud Herr Rumpold bedankt sich mit ein paar lächerlichen hundertausend Euros. So machen Geschäfte auf Kosten der Steuerzahler richtig Spass.

Jetzt verstehe ich wieso, diese Typen immer nur mit einem Lachen von ihren Dachgeschoss Wohnungen zu ihren Dachgeschoss Büros durch die Innenstadt laufen.

Wieso nur die meisten anderen Passanten nett zurücklachen, ist mir ein Rätsel. Die hätten sich schon was anderes verdient.

Sie glauben ja nicht wirklich, dass der Grossteil der Gelder in die Partei floss?

Ich bin mir sicher, dass 90 % des Kuchens in die privaten Taschen der Entscheidungsträger geflossen sind.

Abgesehen von sonstigen üblichen Zuwendungen wie Zusammenkünfte mit sexuellem Begleitorchester in luxuriösem Ambiente etc.

In Indien ist sowas seitens Russland gerade aufgeflogen, und die EADS ist da ja bekanntlich noch grosszügiger.

Das Dilemma ist es ja, einen Flieger in einer Region mit den weltweit höchsten Lohn- und -nebenkosten überwiegend händisch herzustellen. Das muss man dann mit Schmiergeldern kompensieren, um auch noch Profit damit zu machen.

Gast: Peter Langhammer
06.03.2012 15:32
6 0

mehr als 10 millionen schilling geschenkt

das kann man sich nur leisten, wenn man vorher überzogene rechnungen kassiert hat.

ein staatsanwalt kann da natürlich nicht böses daran finden. alles war ganz sauber, a la khg.

Antworten Gast: malfatti
06.03.2012 16:30
0 1

Re: mehr als 10 millionen schilling geschenkt

franz strohsack-alias-frank stronach : du kannst nur geld verschenken ,das du jemand abgenommen hast!

Wenn man die Rentner und Kinder ausnimmt und

eine Strichliste für die Korrupten aufstellt, werden kaum Österreicher überbleiben!

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Re: Wenn man die Rentner und Kinder ausnimmt und

warum rentner und kinder ausnehmen?
mancher rentner hat schon seine wählerstimme für ein würstel und ein bier verkauft!
wenn sie kinder haben.haben sie auch sicher schon ihr kind mit einen eis bestochen ,damit das kind das macht was sie wollen!
schlimm finde ich wenn wie die blauen etwas abstreiten, was beweisbar ist!

Re: Wenn man die Rentner und Kinder ausnimmt und

Warum die Rentner ausnehmen? Was ist mit Khol, Blecha, etc.?

 
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