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ÖVP: Kopf wittert Kampusch-Verschwörung

13.03.2012 | 14:38 |   (DiePresse.com)

Der VP-Klubchef meint, die Staatsanwaltschaft habe es auf Werner Amon abgesehen, weil dieser die Einzeltäter-Theorie im Fall Kampusch öffentlich bezweifelte. Die Staatsanwälte weisen die Kritik zurück.

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ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf wittert hinter den Ermittlungen gegen den VP-Fraktionsführer im U-Ausschuss, Werner Amon, eine Art Verschwörung: Die Staatsanwaltschaft habe es auf Amon abgesehen, weil dieser kürzlich die Einzeltäter-Theorie im Fall Kampusch öffentlich in Zweifel gezogen hat. Man versuche Amon "mundtot zu machen, weil er jemanden auf die Zehen gestiegen ist", sagte Kopf am Dienstag.

Amon hatte die Einzeltätertheorie als Vorsitzender des Kampusch-Unterausschusses des Innenausschusses im Parlament angezweifelt.

10.000 Euro für ÖAAB-Zeitschrift?

Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft, die Geldflüssen von der Telekom zum ÖAAB nachgeht, wies Kopf zurück. Die Behörden vermuten, dass im Jahr 2007 über die Firma des Telekom-Lobbyisten Peter Hochegger Valora 10.000 Euro für eine Zeitschrift des ÖAAB ohne Gegenleistung geflossen sind. Kopf spricht dagegen von "klassischem Sponsoring, wie es in Tausenden Fällen in Österreich vorkommt". Das Geld soll für eine Werbebeilage geflossen sein. Das Problem dabei ist, dass diese Werbebeilage nicht vorhanden ist.

Das räumte auch Kopf ein: "Die Beweisführung wird etwas schwierig sein." Er begründet das Fehlen dieser Beilage damit, dass es beim ÖAAB nicht üblich gewesen sei, Werbebeilagen abzulegen. Kopf gab zu, dass das möglicherweise ein Fehler gewesen sein. Wenn man aber jemanden einen Vorwurf machen müsste, dann den Telekom-Managern und Hochegger, nicht aber Amon, der damals ÖAAB-Generalsekretär war. "Da jetzt den Werner Amon anzupatzen, ist eine Schweinerei".

Dass Amon seine Funktion als VP-Fraktionsführer im U-Ausschuss zurücklegt, kommt für Kopf jedenfalls überhaupt nicht infrage. "Ich denke nicht daran, die Fraktionsführerschaft auch nur eine Sekunde infrage zu stellen."

Staatsanwälte weisen Kritik zurück

Die Standesvertretung der Staatsanwälte hat am Dienstagnachmittag die VP-Kritik am Vorgehen der Behörden zurückgewiesen. Einen Zusammenhang mit Amons Aussagen in der Causa Kampusch herzustellen, bedeute den "Vorwurf des Amtsmissbrauchs", sagte Gerhard Jarosch, Sprecher der Staatsanwälte-Vereinigung. "Das weise ich zurück."

"Wie der Schelm spricht, so denkt er", meinte er weiter: "Wir arbeiten so nicht und wir denken so nicht." Im Fall Amon "gibt es eine Zahlung, für die es anscheinend keine Gegenleistung gibt. Das ist ungeklärt, und wir müssen das weiter aufklären." Als damals im ÖAAB Verantwortlicher müsse Amon eben befragt werden.

Die Staatsanwaltschaft habe einen begründeten Auslieferungsantrag vorgelegt, will Jarosch keine Kritik am Vorgehen geltenlassen: "Wir wurden vor ein paar Jahren geprügelt, weil wir Abgeordnete ohne Auslieferungsantrag vernehmen wollten. Jetzt werden wir geprügelt, weil wir die Auslieferung begehren."

(APA)

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37 Kommentare
 
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Eigentlich wäre das ja ganz einfach;

Er sollte einfach offenlegen, was er für welche Leistung von wem kassiert hat oder - falls was faul sein sollte (es gilt natürlich die allseits beliebte und bekannte Unschuldsvermutung) - ein reumütiges Geständnis ablegen. Aber so pflanzen sich die alle gegenseitig und am Ende kommt (außer vielleicht einem neuen Belastungspaket, weil das ja alles finanziert werden muss) nichts raus. Das Überlegene andauernde Grinsen all dieser Typen jedenfalls ist schlicht perfide.

Gast: uburoi
14.03.2012 15:48
1 0

vielleicht sollte man kopf nur ein neues schlagwort tätscheln?

hohlraumsausen korreliert direkt mit ewig hungerndem hirnfresserkäfer.

kanna einen ordentlichen drauf lassen, der kopf!

Gast: schwoaza
14.03.2012 05:17
2 0

war

jahrzehnte vp wähler, werde dies nicht mehr tun. und zwar einzig aus diesem grund:
die wirtschaftspolitik dieser (leider anderer auch) partei dient allein den erhalt der strukturen im finanzbereich. das -in die knie gehen - vor dem finanzsektor und den grundbesitzern macht meine stammpartei für mich als kleinunternehmer unwählbar!

Gast: STAbeobachter
14.03.2012 02:39
2 0

Unterschied Staatsanwalt-Mafia

Mir faellt leider keiner ein....

Gast: Onkel Hans
13.03.2012 21:15
3 1

Seit wann ...


... kümmert sich die StA um Peanuts, wie 10.000 Euro? Die haben schon an größeren Beträgen nichts gefunden, zB an dem 6 Millionen Euro-Gutachten in Kärnten. Das einzige, was die offensichtlich wirklich können, ist, die FPÖ wegen RECHTSMÄSSIGER Wahlwerbung zu sekkieren.

Kopf und Rauch

... gehören für mich zu den widerlichsten Gestalten österreichischer Politik - und das will was heißen bei der harten Konkurrenz... ;)

Kann den Kopf nicht ausstehen

Aber in diesem Fall dürfte er Recht haben. Wann haut einmal jemand diesen Staatsanwälten auf die Finger?

övp - nein danke

war immer ein treuer anhänger, aber jetzt ist genug.diese partei ist vollkommen abgehoben und versucht nicht einmal mehr so zu tun als ob. da gabs doch den letzten club2 mit der frau unseres superlobbyisten. so schweig- und sprachlos habe ich die dame noch nie gesehen. bei den töchtern in der hymne hat man sie kaum unterbrechen können. diese partei hat überhaupt keine alternativen und lösungsvorschläge mehr. da muss jedes noch so unwichtige thema herhalten, um sie noch wahrnehmen zu können. außer bei korruption und ähnlichem, da kommt sie immer vor.

Gast: Innsbrucker
13.03.2012 18:33
5 8

Rücktritt!!!

Herr Kopf! Jetzt reicht`s aber endgültig. Treten Sie sofort zurück! Wann macht Herr Spindelegger in seinem Sauhaufen endlich Ordnung?

Antworten Gast: Salzburg Stadt
13.03.2012 18:53
3 2

Re: Rücktritt!!!

Der Spindler ist (leider) selbst Teil dieses Sauhaufens, der sich ÖVP schimpft.

Antworten Antworten Gast: Innsbrucker
13.03.2012 20:57
1 2

Re: Re: Rücktritt!!!

Da haben Sie leider Recht. Was ist nur aus dieser Partei geworden!?!

Gast: Seit Schüssel nicht mehr die ÖVP!
13.03.2012 17:36
5 4

Kopf sofort aus dem Parlament werfen und Amon sofort aus dem U-Ausschuß entfernen


Nur so kann diese längst jämmerliche Performance der ÖVP ein Stück gerettet werden.

Antworten Gast: Blankenstein Husar
13.03.2012 18:59
3 1

Re: Kopf sofort aus dem Parlament werfen und Amon sofort aus dem U-Ausschuß entfernen

OK,
dann räumen wir aber auch endlich mit den dubiosen Staatsanwälten auf,
die im Fall Kampusch andauernd mauern wie verrückt, offensichtlich um eine Riesenschweinerei in den eigenen Reihen zu vertuschen.

Denn in diesem Fall hat Kopf schon recht und dürfte der Herr Amon goldrichtig liegen....

Gast: Gast, 1090 Wien.
13.03.2012 17:34
5 5

So was von Drecksack, der Kopf !!!


Sofort weg mit diesem Typen, der ohnehin nur dumpfe Wahlkampfsprüche klopft, weil die ÖVP keine brauchbare Regierungsarbeit zustande bringt!

Gast: odin C.
13.03.2012 17:28
4 5

Der Kopf ist doch der größte A... der ganzen ÖVP


Niemand glaubt seine blödsinnige Verleumdung der Staatsanwaltschaft. Aber er patzt wahllos herum, wie es jeder große Gauner tut.

amon & kopf sind untragbar ....

so ein kopfloser stuss! woher soll der staatsanwalt denn wissen, daß der amon (öaab) kein belegexemplar im ordner parat hat?

das mit der kampusch war ein mißlungener versuch amon's, von der övp-korruption abzulenken.

ist aber mißlungen. und nach karl's medien-flop hat die övp genug neue freunde unter den journalisten, ärzten, rechtsanwälten, ...

Ein Reinigungsprozess in der ÖVP ist jetzt aber wirklich überfällig. Man muss sich endlich von diesen Sargnägeln wie Amon und Kopf verabschieden.


Einem ÖVP-Ministerium weisungsgebundene Staatsanwälte sollen also eine Verschwörung gegen einen ÖVP-Mann inszenieren, um selbigen mundtot zu machen. Das ist natürlich völlig logisch und glaubwürdig…

Werner Amons Leistung bestand in letzter Zeit nur mehr darin gegen transparente Parteikassen einzutreten und wilde Verschwörungstheorien im Fall Kampusch zu artikulieren. Wie er im ORF (Im Zentrum) darlegte ist er ernsthaft gegen eine vollständige Offenlegung der Parteifinanzen, weil man diese Geldquellen den politischen Konkurrenten wie der SPÖ nicht preisgeben könne und der Bürger möge dafür gefälligst Verständnis haben. Im Fall Kampusch schließt er - natürlich gegen die strenge Verschwiegenheitsvereinbarung - die Einzeltätertheorie aus ohne auch nur einen einzigen Beweis dafür vorzulegen, als ob Ermittlungsfehler oder aufklärungsbedürftige Sachverhalte automatisch eine Mehrtätertheorie beweisen würden. Er sitzt in Wahrheit einer entrückten Ersatzpolizei und –justiz vor, die sich wilden Verschwörungstheorien hingibt, obwohl diese Sachverhalte längst geklärt sind.

Wenn Kopf meint solche Leute verteidigen zu müssen disqualifiziert er sich automatisch für jedes öffentliche Amt oder Mandat. Wenn Spindelegger nicht zum Konkursverwalter werden will, muss er diese Personen entfernen.

Gast: Peter Langhammer
13.03.2012 16:06
4 5

der kopf ist eine gefahr für die demokratie ...

auf beiden augen blind, beschuldigt er den staatsanwalt der unlauteren retourkutsche.

es lief aber ganz anders: amon wollte mit dem kampusch-sager nur von der övp-korrution ablenken.

darauf fielen aber die medien nicht herein. die lieben nämlich seit dem karl-flop die irre övp.

Antworten Gast: Die ÖVP wähle ich sicher nicht mehr
13.03.2012 17:32
4 4

Re: der kopf ist eine gefahr für die demokratie ...

Seh treffend !!!

Amon, ein er der ganz fiesen Typen in der Politik, wollte die schwarzen Korruptionsaffairen aus den Headlines bringen und benutzte dazu die Frau Kampusch.

Jetzt blutet der ÖVP der Schädel.

Wenn diese schwarze Bande nicht rasch eine radikale Wende macht, liegt sie 2013 unter 20% (und das berechtigt).

ÖVP: Kopf wittert Kampusch-Verschwörung

Eine seltsame "Schlachzeile", die sich da "diePresse" hat einfallen lassen, unterstellt sie fett gedruckt, dass Frau Kampusch das Haupt einer gegen die ÖVP gerichteten Verschwörung sein soll. Wahrlich "kopf"los: sowohl dieser Titel als auch der "Herr mit dem Haupt in seinem Namen".

Ein Reinigungsprozess in der ÖVP ist jetzt aber wirklich überfällig. Man muss sich endlich von diesen Sargnägeln wie Amon und Kopf verabschieden.


Einem ÖVP-Ministerium weisungsgebundene Staatsanwälte sollen also eine Verschwörung gegen einen ÖVP-Mann inszenieren, um selbigen mundtot zu machen. Das ist natürlich völlig logisch und glaubwürdig…

Werner Amons Leistung bestand in letzter Zeit nur mehr darin gegen transparente Parteikassen einzutreten und wilde Verschwörungstheorien im Fall Kampusch zu artikulieren. Wie er im ORF (Im Zentrum) darlegte ist er ernsthaft gegen eine vollständige Offenlegung der Parteifinanzen, weil man diese Geldquellen den politischen Konkurrenten wie der SPÖ nicht preisgeben könne und der Bürger möge dafür gefälligst Verständnis haben. Im Fall Kampusch schließt er - natürlich gegen die strenge Verschwiegenheitsvereinbarung - die Einzeltätertheorie aus ohne auch nur einen einzigen Beweis dafür vorzulegen, als ob Ermittlungsfehler oder aufklärungsbedürftige Sachverhalte automatisch eine Mehrtätertheorie beweisen würden. Er sitzt in Wahrheit einer entrückten Ersatzpolizei und –justiz vor, die sich wilden Verschwörungstheorien hingibt, obwohl diese Sachverhalte längst geklärt sind.

Wenn Kopf meint solche Leute verteidigen zu müssen disqualifiziert er sich automatisch für jedes öffentliche Amt oder Mandat. Wenn Spindelegger nicht zum Konkursverwalter werden will, muss er diese Personen entfernen.

Re: Ein Reinigungsprozess in der ÖVP ist jetzt aber wirklich überfällig. Man muss sich endlich von diesen Sargnägeln wie Amon und Kopf verabschieden.

Was wollen Sie? Diese Amons und Kopfs sind doch die typische ÖVP!!!

10 1

Ich möchte mir nicht vorstellen, dass Politiker und Juristen an Schlüsselpositionen etwas mit Kinderpronografie zu tun haben könnten


Betrachtet man die Pannen, Schlampereien und das Hackelschmeissen bei den Ermittlungen und danach, wird kein Pragmatiker auch das Unglaubliche nicht mehr ausschließen können - ob er das jetzt will oder nicht.

Es ist wie in einem schlechten Film.

Gast: Glaubwürdigkeit
13.03.2012 15:29
9 4

Glaubwürdigkeit

der ÖVP .... ist sowas von dahin ...

Gast: franz heppenstedt
13.03.2012 15:28
6 3

leistungstraegergeschwafel...

vom feinsten!

danke VOLKSpartei!

Gast: Rea14
13.03.2012 14:22
7 11

Halte ich für durchaus möglich!

Das habe ich mir auch schon gedacht und halte es durchaus für realistisch.
Amon ist letzendlich nur einer von vielen quer durch alle Parteien und da gibt es üblere Zeitgenossen.

 
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