"Höfliche Einladung" an Telekom?

16.03.2012 | 19:43 |   (DiePresse.com)

Der "Kurier" zitiert aus einem "Bettelbrief" des ÖAAB an die Telekom.

Drucken Versenden
 
A A A
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

Die ÖAAB-Zeitung "Freiheit" hat laut einem "Kurier"-Bericht möglicherweise öfter Zuwendungen der Telekom erhalten. Die Zeitung zitiert einen Brief aus dem Jahr 2007, in dem der damalige ÖAAB-Chef Fritz Neugebauer und sein Generalsekretär Werner Amon an Telekom-Mitarbeiter Michael Fischer eine "höfliche Einladung" richten, die "Freiheit" mit einem Druckkostenbeitrag zu unterstützen. Das Angebot in Höhe von 25.000 Euro sei "entsprechend dem Volumen der vergangenen Jahre" zusammengestellt worden.

Mehr zum Thema:

Die ÖVP verweist in einer Aussendung darauf, dass der Brief des damaligen ÖAAB-Obmanns Neugebauer an die Telekom ein "Serienbrief" gewesen sei, der "üblicherweise" an Unternehmen verschickt worden sei. Der Brief sei auch nicht an Telekom- und Ex-ÖVP-Mitarbeiter Michael Fischer sondern an den ehemaligen Generaldirektor-Stellvertreter der Telekom, Rudolf Fischer, gesendet worden.

Wirklich neu scheint diese Geschichte nicht. Schon vor einigen Tagen wurde ein entsprechender Brief vom Grün-Abgeordneten Peter Pilz im U-Ausschuss thematisiert. VP-Klubchef Karlheinz Kopf meinte damals, dass es sich nur um ein Angebot des ÖAAB für Inserateschaltungen gehandelt habe - "man kann es auch Bettelbrief nennen". Daraus sei aber kein Geschäft entstanden.

(APA)

 
Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

6 Kommentare
ulysses007
20.03.2012 11:22
0

Haha guter Witz...Serienbrief

seits Ihr alle total wahnsinnig ? Serienbrief..???
Ich hab schon viel Irrsinniges in den letzten Wochen vernommen, aber das ist ja der Gipfel der Dummheit und Ihr Idioten wolts uns vertreten ?

Gast: BRS
19.03.2012 12:18
0

Keine Vereinszeitung

kann ohne Sponsorgelder überleben. Viele Organisationen beschaffen über Inserate(Druckkostenbeiträge) in ihren Vereinspublikationen erst die Mittel für ihren Vereinszweck. Logischerweise wendet man sich an Firmen, die damit ihren Bekanntheitsgrad erhöhen und Kundenbindung erzeugen wollen.
Uberspitzt kann ich das natürlich als Korrumpierung der Vereinsmitglieder (Danke lieber Sponsor, ich habe mien Konto bei deiner Bank, ich kaufe in deinem Geschäft, ich empfehle dich meinen Freunden, etc...) deuten.

Gast: Orange-in-Wien
17.03.2012 18:08
0

Was heißt ÖVP?

Österreichische Volltrottel Partei ;).

Schönen Samstag und Sonntag lieber Leserinnen und Leser!

in Ruhe
17.03.2012 09:51
0

des pack i net - die övp dementiert ...

da taucht ein öaab-brief an die telekom-austria auf.

blitzschnell dementiert die övp am abend mit dem argument: "das war ein serienbrief, der ging an viele unternehmen!"

a la: da wird ein einbrecher auf frischer tat ertappt, und leugnet mit dem argument:" des mach i immer so!"

dumm, korrupt und skrupellos - övp eben.

Gast: Österix
16.03.2012 22:13
2

Die Presse bietet keine Inserate an?

Aber jeder Unsinn scheint recht zu sein, wenn man die ÖVP anpatzen kann.

in Ruhe
16.03.2012 21:22
0

schon 2007 bettelte der öaab erfolglos ...

...dass es sich nur um ein Angebot des ÖAAB für Inserateschaltungen gehandelt habe - "man kann es auch Bettelbrief nennen". Daraus sei aber kein Geschäft entstanden.

ganz ehrlich, ich versteh die (telekom). ich hätte denen auch nichts gespendet. übrigens wären die inserate auch gar nicht erschienen. die stecken nämlich ganz ohne gegenleistung ein!

Mein Parlament

  • Letzte Antwort

    Alois Stöger (SPÖ) antwortet zum Thema Arbeit [...] Nachdem sich in einigen Fällen herauskristallisiert hat, dass es sich bei All-In-Verträgen der Unternehmen um Mogelpackungen handelte [...] hat mein Ressort in der im Ministerrat eingebrachten Novelle des Arbeitsvertragsrechtsänderungsgesetzes weitreichende Verbesserungen bei All-In-Verträgen vorgesehen. [...] Seit Jänner muss der Grundlohn im Arbeitsvertrag angeführt werden, um über die Normalarbeitszeit (z.B.: 40 Stunden) hinausgehende Pauschalabgeltungen für Mehrleistungen sichtbar zu machen. Es ermöglicht den MitarbeiterInnen die Durchführung einer sogenannten Deckelungsprüfung, d.h. einer Kontrollrechnung, ob die tatsächlich erbrachten Überstunden durch das vertraglich vereinbarte Entgelt abgedeckt sind. [...]
AnmeldenAnmelden