Das BZÖ kritisiert das außenpolitische Engagement von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Strache betreibe eine "christenfeindliche Außenpolitik", erklärte der EU-Abgeordnete Ewald Stadler am Montag. Die jüngsten Vorstöße des blauen Politikers zu Syrien nannte er "irrational und absurd".
Strache hatte vergangene Woche in Wien syrische Oppositionelle getroffen und sich für eine militärische Intervention zum Umsturz von Machthaber Bashar al-Assad ausgesprochen. Stadler sieht darin eine Gefährdung für Angehörige der christlichen Minderheit in der Region: "Nachdem der 'Arabische Frühling' bereits für Zehntausende Christen Tod und Vertreibung bedeutete, predigt Strache nunmehr auch die Ausbreitung von Chaos, Umsturz und in Konsequenz einhergehende Christenverfolgung in Syrien".
Der BZÖ-Abgeordnete und ehemalige Freiheitliche erklärte, der Auftritt Straches mit den Syrern sei "skurril" gewesen, da es sich um praktisch unbekannte Figuren gehandelt habe. Strache sei vermutlich von seinem "außenpolitischen Chef-Souffleur" David Lasar beeinflusst worden. Der Wiener FP-Gemeinderat war im vergangenen Juli während der Kämpfe in Libyen nach Tripolis gereist, um dort Angehörige des Gaddafi-Regimes zu treffen. Er wurde seither mit mehreren außenpolitischen Initiativen der FPÖ in Verbindung gebracht.
Stadler kritisierte auch die Haltung Straches in Bezug auf Nigeria: "Strache, der noch vor wenigen Monaten dem neu gewählten nigerianischen Präsidenten aus unerfindlichen Gründen zu dessen Wahl gratulierte, solle dringend die Gelegenheit der Osterzeit nutzen und in sich gehen." Er warf den FPÖ-Politikern Strache und Lasar ob ihrer außenpolitischen Ausrichtung "Ahnungslosigkeit und/oder Verwirrtheit" vor.
(APA)
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